Gerahmte Gewalt

Gerahmte Gewalt

Empirisch fundierte Studien zur Produktion, Funktion und Wirkung von privaten Fotoalben im „Dritten Reich“ sind selten.1 Forschungsdefizite bestehen selbst für Alben von Deutschen, die in der osteuropäischen Kernregion des Holocaust eingesetzt waren und ihre Kriegseindrücke nach Hause brachten. Dieser Befund erstaunt umso mehr, als Alben weitaus besser als lose Fotos Geschichten erzählen, deren Inhalte und Lesarten trotz der fixen, scheinbar unveränderlichen Sequentialität der Bilder hochgradig flexibel sind und sich für Erinnerungsdiskurse im Kontext kollektiver Identitätsstiftung besonders eignen.

 

Abb. 1: Seite aus dem Album „Der Feldzug in Polen“ von Wehrmacht-Leutnant W., August 1939; Quelle: Bundesarchiv Abt. Militärarchiv Freiburg (MSG 2/19124) mit freundlicher Genehmigung. Vergrößern



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Quelle: https://visual-history.de/2021/07/21/gerahmte-gewalt/

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