Gegenbilder

Gegenbilder

 

Wo Worte gesprochen werden, gibt es meist auch Widerworte. Wo Erzählungen gesponnen werden, formen sich Gegen-Narrative. Und so gibt es selbstverständlich zu bildlichen Aussagen auch Gegen-Bilder: Bilder, die in Form, Inhalt und Gebrauch auf andere Bilder reagieren, indem sie diese in Frage stellen oder ihnen widersprechen. Bilder, die als generative Kräfte im historischen Prozess wirken. Oder aber Bilder, die marginalisiert beziehungsweise gar nicht gezeigt wurden und erst zu einem späteren Zeitpunkt ein bislang herrschendes Narrativ in Frage stellen können.

Insbesondere in Bezug auf das Massenmedium Fotografie ist es lohnend, über die Bedeutung von Gegenbildern nachzudenken. Schließlich wurde gerade diesem Medium bei seiner Entstehung zunächst unbedingte Objektivität und Authentizität in der Abbildung von Gegenständen, Personen und Situationen zugeschrieben. Doch bedingen Fotografien häufig eine Steuerung von Sehweisen.

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Quelle: https://visual-history.de/2020/10/20/gegenbilder/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=gegenbilder

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Symposium: Photographic Materials: Archives and Tools

Symposium: Photographic Materials: Archives and Tools

Das Symposium behandelt an zwei Tagen Fragen nach der Materialität der Fotografie. Vorgestellt werden Verfahrensweisen einer (post)fotografischen Beschäftigung mit dem Medium, wie Virtual Reality, 3D Fotografie oder Augmented Reality. Es werden strukturelle und institutionelle Bedingungen der Überführung fotografischer Archive in eine digitale Zukunft diskutiert sowie kuratorische und künstlerische Strategien ihrer Aktivierung beleuchtet.

 

 

 

Freitag, 03. Mai           Neue fotografische Werkzeuge?

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Quelle: https://www.visual-history.de/2019/03/12/symposium-photographic-materials-archives-and-tools/

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Das Photoszene-Festival in Köln

Das Photoszene-Festival in Köln

Eine ganz besondere Jubilarin feierte gestern Geburtstag – die Fotografie! Am 19. August 1839 stellte Louis Daguerre in Paris seine bahnbrechende Erfindung der Öffentlichkeit vor. 179 Jahre später rekurriert das Photoszene-Festival in Köln auf die Historizität des Mediums und lädt sechs internationale Künstlerinnen und Künstler ein, historische Fotobestände in Kölner Sammlungen zu ergründen und daraus neue Arbeiten zu entwickeln. Die Photoszene-Residency Artist meets Archive ist das zentrale Programm der kommenden Photoszene-Festivals 2018 und 2019, mit dem die bedeutende Vielfalt und Qualität Historischer Fotografie in Sammlungen und Archiven durch den Austausch mit internationalen Künstlern sichtbar gemacht und in die Gegenwart geführt wird.

 

 

Das Photoszene-Festival findet vom 21.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2018/08/20/das-photoszene-festival-in-koeln/

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Workshop: Was bleibt vom Massenphänomen Fotografie?

Nachlass von Hans Helfritz im Historischen Fotoarchiv des Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt, Köln

11.10.-12.10.2018, Köln

Der Umbruch von der analogen zur digitalen Fotografie hat nicht nur unsere Alltagspraktiken stark verändert. Er stellt auch Institutionen vor eine Reihe von Herausforderungen. So werden seit einiger Zeit umfassende analoge Bestände wie Pressearchive oder fotografische Nachlässe an die öffentlichen Sammlungen übergeben, da sie in der Bildwirtschaft ausgedient haben. Mehr denn je stellt sich die Frage, wie mit diesem massenhaften physischen Erbe des 19. und 20. Jahrhunderts umgegangen werden kann.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2018/07/30/workshop-was-bleibt-vom-massenphaenomen-fotografie/

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Tagung: Mediale Bilder von Afrika

 

Der afrikanische Kontinent besteht aus über 50 Ländern, in denen mehr als 1,1 Milliarde Menschen leben. Trotz der enormen Vielfalt des Kontinents ist die Afrikadarstellung in den euro-päischen Massenmedien oft durch drei Ks geprägt: Kriege, Krankheiten und Katastrophen. Länder so unterschiedlich wie Somalia und Südafrika, Tunesien und Tansania, Ägypten und Äquatorialguinea werden alle zum gleichen Konstrukt „Afrika“ homogenisiert. Daneben haben Exotisierungen und Romantisierungen häufig großen Einfluss auf das Afrikabild in den deutschen Medien, was dazu beiträgt, einem neokolonialen Blick Vorschub zu leisten. Gleichwohl besitzen auch afrikanische Repräsentationen des Kontinents keinen privilegierten Zugriff auf Wirklichkeit. Mediale Imaginationen lassen sich nie auf Anschauungen verkürzen, die mitunter gar „richtig“ oder „falsch“ wären. Imagination meint vielmehr einen medialen, d.h. vermittelnden wie vermittelten Prozess, der erst Wirklichkeit konstruiert.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2017/11/15/tagung-mediale-bilder-von-afrika/

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Tagung: WAR OF PICTURES 1945-1955

Tagung: WAR OF PICTURES 1945-1955

Die  Geschichte  der  österreichischen  Besatzungszeit  ist  bereits  häufig geschrieben  worden,  wobei die  Bilder dieser  Ära  als  illustratives Beiwerk dienten.  In  der  Tagung  „War  of  Pictures  1945- 1955“,  die vom  4.  bis  6. Oktober  an  der  Universität  Wien  stattfinden  wird, stehen  erstmals die Pressebilder  selbst  im  Fokus  sowie ihre Publikationskontexte  und  die  BildautorInnen  – österreichische PressefotografInnen.

Wien: Kommunistische und antiamerikanische Parolen: Transparent vor der Karlskirche.
„AMI GO HOME! Es lebe ein unabhängiges Oesterreich!“, 1952, ÖNB/Bildarchiv, Wien, Bestand USIS, Sig.: US 24.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2017/08/01/tagung-war-of-pictures-1945-1955/

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Der Foto-Monat September in Köln

© Jochem Hendricks (zu sehen in: Innere Sicherheit / The State I Am In), Grafische Gestaltung: Carmen Strzelecki

Alle zwei Jahre im September verwandelt sich ganz Köln in einen fotografischen Ausstellungsraum. Dann öffnet die die Photokina ihre Pforten und informiert über Neuheiten aus der Welt der Fotoindustrie. Parallel zur Messe findet seit über 30 Jahren das Photoszene-Festival statt. Museen, Galerien und weitere namenhafte Institutionen aus dem Kölner Raum widmen sich in diesem Rahmen der Vegangenheit, Gegenwart und Zukunft der Fotografie. An über hundert Orten werden dieses Jahr Fotografieausstellungen im gesamten Stadtgebiet gezeigt – die meisten kostenlos.

Beteiligt sind sowohl bedeutende Museen und Galerien, aber auch Ausstellungsräume der freien Szene und off spaces. Bis zum 25. September ist die zentrale Ausstellung „Innere Sicherheit / The State I Am In“ zu sehen, gleichzeitig das Motto des Festivals. Das über Portfolio reicht von Szenen aus dem Deutschen Herbst 1977 über Fotos von Demonstranten aus einem Polizeiarchiv der 1970er und 80er-Jahre bis hin zu Einblicken in die gegenwärtige Arbeit von Online-Hochgeschwindigkeitshändlern.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2016/09/19/der-foto-monat-september-in-koeln/

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“Visuelle Bildungsmedien” – ein Themenheft der Zeitschrift Bildungsforschung

Die Ausgabe 2015/1 der bildungsforschung, „Visuelle Bildungsmedien“, bringt Beiträge aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zusammen, die sich mit der Produktion, Vermittlung und Aneignung visueller Bildungsmedien auseinandersetzen. Unter dem Begriff Bildungsmedien verstehen die Herausgeberinnen solche Medien, die im Kontext eines explizit staatlich und gesellschaftlich formulierten Bildungsauftrages verwendet werden und sowohl in schulischen Institutionen als auch in außerschulischen Bildungseinrichtungen wie Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten zum Einsatz kommen. Konkret sind sowohl textliche, bildliche, aber auch audiovisuelle Medien sowie die daran geknüpften Praktiken gemeint.

Für die aktuelle Ausgabe der bildungsforschung wird nach wissenschaftlichen Beiträgen gefragt, die sich theoretisch oder empirisch mit visuellen Medien in inner- und außerschulischen Bildungskontexten auseinandersetzen bzw. die den Einsatz von Bildern (i.w.S.) als Bildungsmedien und die damit verknüpften Praktiken betrachten. Die Ausgabe gibt insbesondere interdisziplinären Zugängen Raum, die Schnittmengen zwischen disziplinären Zugängen sicht- und nutzbar machen.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2015/06/18/visuelle-bildungsmedien-ein-themenheft-der-zeitschrift-bildungsforschung/

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Valenzen fotografischen Zeigens

Fotografische Bilder verfügen durch die spezifische Konstruktion ihrer Apparate sowie ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften über das Potential eines scheinbar transparenten Durchblicks auf die von ihnen abgebildete Wirklichkeit. Im alltäglichen Umgang mit ihnen neigen wir deshalb dazu, unseren Blick völlig auf das gezeigte Motiv zu richten und dabei jenen Bedingungen, Kontexten und Gesten weniger Aufmerksamkeit zu schenken, die fotografisches Zeigen erst ermöglichen und einen eigenen Sinn stiften.

Die Tagung hat zum Ziel, diverse Valenzen fotografischen Zeigens zu beleuchten, zueinander in Beziehung zu setzen und den Versuch einer breit aufgestellten, transdisziplinären Theorie des fotografischen Zeigens zu unternehmen.

Das Programm gibt es hier als PDF

Organisatoren: Prof. Dr. Katharina Sykora, Daniel Bühler, Dietmar Kohler, Natascha Pohlmann, Kristin Schrader, Doktorand*innen des DFG-Graduiertenkollegs »Das fotografische Dispositiv«

Ort: Aula der HBK Braunschweig, Johannes-Selenka-Platz 1, 38118 Braunschweig



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Quelle: https://www.visual-history.de/2015/06/12/valenzen-fotografischen-zeigens/

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Von August Sander bis heute

August Sander, 1925

In loser Folge stellen wir auf www.visual-history.de Institutionen vor, die im Kontext der Historischen Bildforschung von Interesse sind. Wir erkunden fotohistorische Sammlungen, Museen und Archive oder beleuchten einzelne Bildbestände.

 

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln wurde 1992 mit der Übernahme des August Sander Archivs gegründet. Der Nachlass eines der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts legte den Grundstein für eine mittlerweile stark angewachsene Sammlung, die bis in die zeitgenössische Fotografie reicht.

August Sander, 1925

August Sander, 1925. Mit freundlicher Genehmigung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2015

Die Institution hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Sander-Bestand nicht nur zu archivieren und wissenschaftlich zu betreuen, sondern gleichermaßen die Forschung zu dokumentarischer Fotografie voranzutreiben. Sachlich-dokumentarische Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel steht demzufolge im Fokus der Sammlungsaktivitäten.

Die Gründer orientierten sich an Institutionen wie beispielsweise in den Vereinigten Staaten, wo Fotografie innerhalb von Museen zu einem deutlich früheren Zeitpunkt als in Deutschland wahrgenommen und ausgestellt wurde. Inzwischen zeichnet sich das Sammlungsprofil durch weit mehr Künstler als nur August Sander aus, wenn auch die Identifikation mit seinem Werk stark ist. Laut Gabriele Conrath-Scholl – Leiterin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur –, ist es insbesondere die zeitlose Anschlussfähigkeit der dokumentarischen Fotografie Sanders an unterschiedliche und immer neue Fragestellungen, die den Kernbestand der Sammlung so richtungsweisend macht: „Die vielen verschiedenen Themen und die Methodik, die sich im August Sander Archiv spiegeln, dienen unserer Arbeit als Fundament, ja geradezu als Ideenpool.“ Auf 450 Quadratmetern Fläche zeigt die Institution zwei bis drei Sonderschauen pro Jahr, größtenteils aus eigenen Beständen, aber auch im Austausch mit nationalen und internationalen Museen.

 

Von Gabriele und Helmut Nothhelfer bis Walker Evans, von historischen Reisefotografien des 19. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen fotografischen Kartierungen Kölns – in den Ausstellungen spiegelt sich das Spektrum der Sammlung wider. Und zwischendurch: immer wieder August Sander. Zuletzt konnten Besucher noch Fotografien des US-amerikanischen Künstlers Jim Dine sehen, dessen fotografisches Archiv ebenso zum Bestand der Institution zählt. Der jüngste Zugang zur Sammlung ist ein Konvolut des Fotografen Martin Rosswog, der in den 1980er-Jahren sein Studium bei Bernd Becher absolvierte. Ein Teil der Arbeiten von Rosswog ist auch in der aktuellen Ausstellung „Entlang Europa“ zu sehen. In dem fotografischen Langzeitprojekt porträtiert der Künstler seit den 1980er-Jahren ländliche Lebenswelten sowie deren Bewohner und steht damit in direkter Tradition zu den Aufnahmen August Sanders, Walker Evans oder Bernd & Hilla Becher.

 

 

Der Bestand

Die Sammlung umfasst etwa 30.000 Werke internationaler Fotografen und Fotografinnen. Das Spektrum reicht dabei von der Frühzeit der Fotografie bis zur Gegenwart und von regionalen Künstlern bis hin zu den „Stars“ der internationalen Fotoszene. Die Schlüsselthemen sind Porträt, Landschaft, Architektur sowie urbaner und industrieller Raum. Das Herzstück der Sammlung – das August Sander Archiv – besteht aus 10.500 Negativen und 5500 Originalabzügen. Im Besitz der Stiftung befindet sich auch die Sammlung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), die ihren Sitz ebenfalls in Köln hat und deren Gründungsmitglied nicht zuletzt auch August Sander war.

Liste der vertretenen Künstler*innen: http://www.photographie-sk-kultur.de/sammlung-a-z/

 

 

Blick in die Ausstellung ZECHE HANNOVER. Photographien aus dem Ruhrgebiet von Bernd und Hilla Becher, Photographische Sammlung, 2010

Blick in die Ausstellung ZECHE HANNOVER. Photographien aus dem Ruhrgebiet von Bernd und Hilla Becher, Photographische Sammlung, 2010

Bernd und Hilla Becher: Zeche Hannover, Bochum-Hordel, Ruhrgebiet, 1973

Bernd und Hilla Becher: Zeche Hannover, Bochum-Hordel, Ruhrgebiet, 1973. Mit freundlicher Genehmigung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur.

 

Forschung

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur steht für Wissenschaftler*innen offen. Für die Forschung – insbesondere für die historische Forschung – ist sie von besonderem Wert, da sie nicht nur große Werkkomplexe von Originalabzügen umfasst, sondern teilweise auch Negative, zugehörige Kontaktabzüge oder Dokumente, die die Entstehungsprozesse der Fotografien nachvollziehbar werden lassen und die Einordnung in kulturhistorische Zusammenhänge ermöglichen. Der Bestand ist außerordentlich gut erschlossen. Rund 95% der Objekte sind umfassend inventarisiert. Dabei geht die Erfassung in vielen Fällen über die Standard-Inventarisierung hinaus, da die Archivierung nach Möglichkeit jeweils an Künstler*in und Werk angepasst wird. So sind beispielsweise beim Werk von Bernd und Hilla Becher Bildgruppen und Hänge-Ordnungen mit registriert. Das umfangreiche Werk des Fotografen Karl Blossfeldt (1865-1932) ist online auf der Homepage der Stiftung recherchierbar: http://www.photographie-sk-kultur.de/karl-blossfeldt/werke/. Langfristig sollen noch weitere Bestände online zugänglich gemacht werden.

Für Forscher*innen steht überdies eine Fach-Bibliothek zur Verfügung. Vor allem Literatur zur Geschichte der Fotografie, Fototheorie oder einzelnen fotografischen Richtungen, aber auch Künstlermonografien, Ausstellungs- und Auktionskataloge und eine Sammlung von Zeitungsausschnitten stehen zur Benutzung bereit. Die Stiftung ist ebenfalls im Besitz von 900 Bänden der Privatbibliothek von August Sander, die vor Ort nach Terminabsprache eingesehen werden können.

August Sander: Zirkusartisten, 1926-1932

August Sander: Zirkusartisten, 1926-1932. Mit freundlicher Genehmigung der Photographischen
Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2015

 

Die Photographische Sammlung/

SK Stiftung Kultur

Im Mediapark 7

50670 Köln

Telefon: 0049-(0)221-88895 300

Fax: 0049-(0)221-88895 301

photographie@sk-kultur.de

www.photographie-sk-kultur.de

 

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Täglich von 14 bis 19 Uhr, mittwochs geschlossen, montags Eintritt frei

Öffnungszeiten Bibliothek: Montag bis Donnerstag 9.00 bis 14.00 Uhr

Quelle: http://www.visual-history.de/2015/03/16/von-august-sander-bis-heute/

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