Im Fadenkreuz der Geopolitik

Vor drei Jahren, am 21. November 2013, begannen die Proteste auf dem Maidan Nesaleschnosti, dem Unabhängigkeitsplatz, in Kiew, die alsbald den Namen Euromaidan tragen sollten. Euromaidan deshalb, weil zuvor die ukrainische Regierung die kurz vor dem Abschluss stehenden Assoziierungsverhandlungen mit der EU abgebrochen hatte, was Tausende wütender Menschen auf die Straße trieb.

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Quelle: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/november/im-fadenkreuz-der-geopolitik

Bob Dylan: Ikone mit Preis

Nein, Bob Dylan selbst hätte den Nobelpreis nicht unbedingt gebraucht. Sein ikonischer Status ist schon lange gesichert. Bemerkenswerterweise haben die Kollegen seinen Ausnahmestatus immer neidlos anerkannt.

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Die neue Schuldknechtschaft und der Siegeszug der Finanzoligarchie

Während der Hochzeit der Industriellen Revolution ging man davon aus, dass der ökonomische Fortschritt stetig und universell sein werde, weil die Technologie universell ist.

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Im Minuszinskapitalismus

Der Schock war groß, als im Juli dieses Jahres mit dem Kauf von zehnjährigen Bundesanleihen erstmals nur noch Negativrenditen erzielt werden konnten. Über Jahrzehnte galten Bundesanleihen als sicherste Wertsteigerungsanlage. Heute zahlt drauf, wer derartige Anlagen erwirbt.

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Quelle: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/november/im-minuszinskapitalismus

»Weil wir es uns leisten können«

A rising tide lifts all boats, die Flut hebt alle Boote: Dieses in den frühen 1960er Jahren durch den US-amerikanischen Lieblingspräsidenten John F. Kennedy popularisierte Fortschrittsmotto und Beruhigungsmantra für die wohlstandskapitalistische Gesellschaft ist heute unglaubwürdig geworden.

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Quelle: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/november/%C2%BBweil-wir-es-uns-leisten-koennen%C2%AB

»Lasst sie doch absaufen«

Edward Said war kein tree-hugger – keiner, der Bäume umarmt oder sich zu ihrem Schutz an sie kettet. Er, der von Händlern, Handwerkern und Akademikern abstammte, charakterisierte sich selbst einmal als „Extremfall eines verstädterten Palästinensers, dessen Verhältnis zur ländlichen Welt im Grunde rein metaphorischer Art ist“.

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Wie viel Öffentlichkeit verträgt das Recht?

Das Verhältnis von Justiz und Öffentlichkeit war von Beginn an heiß umkämpft – davon zeugen viele markante Stationen. An eine, besonders bezeichnende, möchte ich an dieser Stelle erinnern. Der 11. Deutsche Richtertag war eben erst eröffnet worden, als unter den mehr als tausend Richtern und Staatsanwälten in der Kasseler Stadthalle Unruhe entstand.

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Quelle: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/november/wie-viel-oeffentlichkeit-vertraegt-das-recht

Parallelwelt Lobbyismus

José Manuel Barroso fühlt sich diskriminiert.

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Chronik des Monats September 2016

1.9. – OSZE. Unter Vorsitz von Bundesaußenminister Steinmeier(vgl. „Blätter“, 3/2016, S. 126) hält die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa eine Ministerkonferenz in Potsdam ab. Die Außenminister Lawrow (Russland) und Kerry (USA) nehmen nicht teil.

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Quelle: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/november/chronik-des-monats-september-2016

Die antike Wirtschaft und die griechische Polis. Diskussion eines Modells

Die historische Betrachtung ist manchmal ein Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Was die Antike betrifft, so bietet das Verständnis der griechischen Wirtschaft eines der auffälligsten Beispiele. Sie ist Gegenstand einer berühmten seit dem 19. Jahrhundert geführten Debatte zwischen »Modernisten« und »Primitivisten«, auch wenn diese in Frankreich kaum aufgenommen wurde, wenn man von zwei Aufsätzen absieht, die Louis Gernet im Jahre 1933 und Edouard Will im Jahre 1954 in den Annales veröffentlicht haben und die auf die Diskussion jenseits des Rheins eingingen. Sehr viel später, im Jahre 1982, hat Lucette Valensi an diese geringe Beteiligung erinnert. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Streit schon wesentlich verändert und man konnte die im Jahre 1933 von Louis Gernet gestellte Frage danach, wie die Wirtschaft der griechischen Antike zu charakterisieren sei, seit dem Erscheinen des Buchs The Ancient Economy von Moses I. Finley im Jahre 1972 für beantwortet ha...

Quelle: http://trivium.revues.org/5377