Kurzgefasst März 2021

Kurzgefasst März 2021 Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:11

Es kommt Bewegung in die Lage im Nahen Osten, nicht zuletzt dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Er unterstrich unmittelbar nach seinem Amtsantritt, an der Zweistaatenlösung festhalten zu wollen. Diese Ankündigung nehmen der Botschafter a.D. Shimon Stein, der Historiker Moshe Zimmermann und „Blätter“-Mitherausgeber Micha Brumlik zum Anlass, um gemeinsam mit dem Philosophen Omri Boehm über die aktuelle Lage in Israel vor der Wahl, die Widersprüche einer „jüdischen Demokratie“ und mögliche Alternativen zur Zweistaatenlösung zu diskutieren.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/kurzgefasst-maerz-2021

Israel – welche Utopie?

Israel – welche Utopie?

»Blätter«-Gespräch mit Omri Boehm, Shimon Stein und Moshe Zimmermann, moderiert von »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik

Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:10
Israelische Soldaten mit Blick auf den Felsendom in Jerusalem/Israel, (rrodrickbeiler / iStockphoto)

Bild: Israelische Soldaten mit Blick auf den Felsendom in Jerusalem/Israel, (rrodrickbeiler / iStockphoto)

Micha Brumlik: Es ist Bewegung gekommen in die Lage im Nahen Osten: Israel hat sich einstigen Gegenspielern in der Region angenähert, allen voran Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Noch vor wenigen Jahren wäre dies schier undenkbar gewesen, und infolgedessen verschieben sich auch die Kräfteverhältnisse in der Region. Zudem hat der neue US-Präsident Joe Biden gleich nach Amtsantritt betont, dass er anders als sein Vorgänger Donald Trump an der Zweistaatenlösung festhalten will.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/israel-welche-utopie

Die Arbeitssklaven des FC Bayern

Die Arbeitssklaven des FC Bayern Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:09
Arbeiter vor dem Khalifa International Stadion in Katar (IMAGO / Sven Simon)

Bild: Arbeiter vor dem Khalifa International Stadion in Katar (IMAGO / Sven Simon)

Eine Erniedrigung sondergleichen musste Anfang Februar der ruhmreiche FC Bayern am Berliner Chaos-Flughafen BER hinnehmen. Aus heiterem Himmel wurde der Mannschaft mitgeteilt, dass das Nachtflugverbot auch für Fußballer gilt. Weil man nach einem Bundesligaspiel gegen Hertha BSC zu spät dran war, musste der gesamte Kader samt Vereinsbossen sage und schreibe sieben Stunden darauf warten, zur Club-WM nach Katar fliegen zu dürfen.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/die-arbeitssklaven-des-fc-bayern

»Ich stehe vor Ihnen als stolze Deutsche – obwohl alles dagegensprach«

»Ich stehe vor Ihnen als stolze Deutsche – obwohl alles dagegensprach« Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:08
Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Muenchen und Oberbayern, im Deutschen Bundestag, 27. Januar 2021 (IMAGO / epd)

Bild: Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Muenchen und Oberbayern, im Deutschen Bundestag, 27. Januar 2021 (IMAGO / epd)

Ich stehe vor Ihnen – als stolze Deutsche. Wie einst meine Großmutter Albertine Neuland, seligen Angedenkens. Mit meinem Großvater treu ihrer deutschen Heimat verbunden. Hoch angesehen in der Bayreuther Kaufmannsgesellschaft. Passionierte Wagnerianerin. Ermordet in Theresienstadt im Januar 1944. Von meiner Großmutter habe ich die Liebe zu den Menschen geerbt – trotz der Menschen.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/ich-stehe-vor-ihnen-als-stolze-deutsche-obwohl-alles-dagegensprach

Lauter verheerende »Einzelfälle«

Lauter verheerende »Einzelfälle«

Die blinden Flecken der Justiz im Umgang mit AfD-Richtern und -Staatsanwälten

Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:07
Der Richter und AfD-Bundestagsabgeordnete, Jens Maier, auf der gemeinsamen Kundgebung von Pegida und AFD im Jahr 2017 in Dresden. (IMAGO / Paul Sander)

Bild: Der Richter und AfD-Bundestagsabgeordnete, Jens Maier, auf der gemeinsamen Kundgebung von Pegida und AFD im Jahr 2017 in Dresden. (IMAGO / Paul Sander)

Seit den Wahlerfolgen der AfD, ihrer Einstufung als „Prüffall“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Beobachtung des völkisch-nationalen „Flügels“ als extremistisch steht die Justiz vor einer Herausforderung, auf die sie nicht wirklich vorbereitet ist: den Umgang mit Richtern und Staatsanwälten mit AfD-Parteibuch, AfD-Nähe oder rechter Gesinnung.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/lauter-verheerende-einzelfaelle

Gekränkt und militant: Der Angriff der Maskulinisten

Gekränkt und militant: Der Angriff der Maskulinisten Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:06
Bewaffneter Mann auf einer Kundgebung in Richmond/USA, 18. Januar 2021 (IMAGO / ZUMA Wire)

Bild: Bewaffneter Mann auf einer Kundgebung in Richmond/USA, 18. Januar 2021 (IMAGO / ZUMA Wire)

Zu Beginn der Coronazeit ging eine Montage von sieben Gesichtern um die Welt. Sie gehörten den Staats- und Regierungsoberhäuptern, die ihre Länder am besten durch die Krise manövrierten und am souveränsten Führung demonstrierten. Es waren ausnahmslos weibliche Gesichter: die Porträts der Staats- und Regierungschefinnen von Deutschland, Taiwan, Neuseeland, Island, Finnland, Norwegen und Dänemark. Es sind die Gesichter einer neuen Politik, deren Bilder weltweit geteilt wurden, weil sie eine neue Form weiblicher Autorität repräsentieren.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/gekraenkt-und-militant-der-angriff-der-maskulinisten

Rechte APO mit medialer Macht

Rechte APO mit medialer Macht

Die neueste Ideologieproduktion aus dem Hause »Springer«

Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:05
Der Vorsitzende der Chefredaktionen von »Bild«, Julian Reichelt, 30.1.2020 (IMAGO / Jörg Schüler)

Bild: Der Vorsitzende der Chefredaktion der »Bild«-Zeitung Julian Reichelt, 30.1.2020 (IMAGO / Jörg Schüler)

Ein Jahr nachdem die Coronapandemie in ihrer ganzen Dramatik in Europa angekommen ist, hat die Seuchenlage auch in Deutschland ihren wohl gefährlichsten Punkt erreicht. Neue, infektiösere Mutationen drohen den alten Virustyp auf breiter Front zu verdrängen. Zugleich ist die Europäische Union unter deutscher Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 mit ihrer zögerlichen Einkaufspolitik bei der Impfstoffbeschaffung massiv in Rückstand geraten.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/rechte-apo-mit-medialer-macht

Die Chimäre der Klimaneutralität

Die Chimäre der Klimaneutralität

Über die entlastende Wirkung eines neuen Mantras

Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:04
Grüne Null auf schwarzem Grund (Blätter)

Bild: Blätter

Wer bietet mehr, wer hat noch nicht: Auf der klimapolitischen Weltbühne ging es in den letzten Monaten zu wie auf einer Auktion. Gegenstand der Begierde: die Klimaneutralität. Die EU will sie bis 2050, Großbritannien, Kanada, Japan und Südkorea ebenso. Und was war der Jubel groß, als der neue US-Präsident Joe Biden ankündigte, die USA ebenfalls ab 2050 klimaneutral wirtschaften lassen zu wollen. Nur China lässt sich etwas länger Zeit: Erst 2060 soll die „Netto-Null“ stehen, neben Treibhausgasneutralität das Synonym für Klimaneutralität.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/die-chimaere-der-klimaneutralitaet

Das Anthropozän oder: Wie wir die Erde verkonsumieren

Das Anthropozän oder: Wie wir die Erde verkonsumieren

Das Erbe des Jahrhundertwissenschaftlers Paul J. Crutzen

Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:03

Die moderne Zivilisation hat die natürliche Mitwelt radikal verändert; die alte Erde, die in der bisherigen Menschheitsgeschichte unsere Heimat war, existiert nicht mehr. Das war die wichtigste Erkenntnis des Jahrhundertwissenschaftlers Paul J. Crutzen, der am 28. Januar 2021 in Mainz gestorben ist. Deshalb schlugen er und der Gewässerforscher Eugene F. Stoermer zur Jahrtausendwende vor, unsere Erdepoche, die seit rund 12 000 Jahren die Entwicklung der Erde geprägt hat, statt Holozän Anthropozän zu nennen – die vom Menschen maßgeblich geprägte Entwicklung des Planten.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/das-anthropozaen-oder-wie-wir-die-erde-verkonsumieren

»Not in my Backyard«: Wohin mit dem Atommüll?

»Not in my Backyard«: Wohin mit dem Atommüll? Blätter Verlag 24. Februar 2021 - 18:02
Atommüll-Fässer auf einer Wiese in Oberbayern (Fotomontage, IMAGO / Mario Aurich)

Bild: Atommüll-Fässer auf einer Wiese in Oberbayern (Fotomontage, IMAGO / Mario Aurich)

Jahrzehntelang kämpften die Bewohner des Wendlandes gegen den Bau eines Atommüllendlagers in Gorleben. Ende September vergangenen Jahres konnten sie endlich aufatmen: Bei der neu begonnenen Suche nach einem geeigneten Standort wurde der dortige Salzstock anhand umfangreicher wissenschaftlicher Kriterien von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bereits im ersten Schritt als ungeeignet aussortiert. Im Gegenzug wies die BGE zahlreiche Flächen in ganz Deutschland als potentiell mögliche Endlagerstandorte aus. Die Freude in Gorleben ist groß, das Problem der Atommüllentsorgung aber bleibt – und sorgt für neuen Streit.

Quelle: https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/maerz/not-in-my-backyard-wohin-mit-dem-atommuell