South Africa, race and the emergence of international relations

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Quelle: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09557571.2021.1883275?ai=z4&mi=3fqos0&af=R

Bewegung für die Medien

#Frankreich

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»Widerstand« von Rechts mit viel rebellischer Attitüde – aber bitte de luxe! So stellte sich die Situation eines Dutzends junger Aktivist*innen der »Identitären Bewegung« in Frankreich dar, die am 13. Juni dieses Jahres durch die Pariser Polizei kurzzeitig in Gewahrsam genommen wurde. Hätte es sich um Linke oder um politisch aktive »Ausländer« gehandelt, wäre folgender Ablauf wahrscheinlich: vorübergehende Festnahme, Anlegen von Plastikfesseln oder Handschellen, Abtransport mit dem Polizeibus, Stunden in Gewahrsam auf der Wache. Danach die Einleitung eines Strafverfahrens.
Doch in diesem Fall lief es in bemerkenswerter Weise anders. Um die zehn »Held*innen« versandten munter aus dem Polizeibus heraus ein Gruppenfoto, auf dem sie ohne Handschellen und in bester Laune zu sehen sind. Auch ihre Benutzer*innenprofile, fein säuberlich jedem Gesicht zugeordnet, verrieten sie dabei. Corentin Rochefort und Jérémie Cavanna benutzen ohnehin ihre Vollnamen als User*innenidentitäten. Zusätzlich wurden etwa Jérémie Piano aus dem Raum Marseille, Johan Teissier oder die Toulouser Aktivistin Thaïs d’Escufon identifiziert. In Haft oder Polizeigewahrsam kamen sie nicht, lediglich ihre Personalien mussten sie angeben.

Schauplatz des Geschehens war die place de la République in der französischen Hauptstadt. Am Nachmittag jenes Sonnabends hatten die französischen »Identitären« einen ihrer wohl bedeutendsten PR-Erfolge erzielt. Zehntausende Menschen versammelten sich zunächst auf dem Platz im nördlichen Pariser Zentrum, um – im Zuge der Protestbewegung nach dem brutalen Tod von Georg Floyd in den USA, aber auch im Zusammenhang mit Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in Frankreich selbst (s. drr Nr. 185) – eine Protestdemonstration abzuhalten. Diese wurde dann im weiteren Verlauf des Nachmittags durch massive Polizeikräfte verhindert und letztendlich abgebrochen.

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Doch bevor es dazu kam, hatten die Aktivist*innen von »Génération identitaire« (GI) – die in ungleich geringerer Zahl vor Ort waren – es geschafft, die Nachrichten vom Protest der mindestens zwanzigtausend Versammelten bei den Nachrichtenagenturen mit ihrer eigenen Aktion kurzfristig zu überschatten. Sie hatten aus dem Dachfenster im siebten Stockwerk eines an die place de la République angrenzenden Gebäudes ein größeres Transparent gehisst. Auf diesem stand »Justice pour les victimes du racisme anti-blanc« (»Gerechtigkeit für die Opfer des anti-weißen Rassismus«), eine bewusste Provokation der sich unten auf dem Platz und den ihn umgebenden Straßen formierenden Proteste.

Anschließend wurden nacheinander Rauchfackeln in den Farben der Nationalfahne blau, weiß und rot entzündet. Auf dem Platz stellte sich die Aktion der »Identitären« für die Anwesenden nicht ganz so triumphal dar, wie diese selbst es gern wahrgenommen hätten: Nach wenigen Minuten eilte ein junger Mann aufs Dach, den wohl Anwohner*innen über ihren Balkon hoch gelassen hatten und über den später bekannt wurde, dass er für seine Praxis bei Extremsportarten bekannt ist und den Spitznamen »Akrobat« trägt. Er schnitt das Transparent kurzerhand in der Mitte auseinander und knüllte den unteren Teil zusammen. Die »Identitären« flohen wenig später auf die andere Seite des Dachs.
Doch für das Medienpublikum außerhalb des Platzes kam nicht unbedingt dieses eher unrühmliche Ende der Aktion an, sondern die Botschaft, dass sie stattgefunden hatte, zusammen mit ein oder zwei spektakulären Bildern.

Medienaffine Reaktionäre
Inhaltlich war diese Art von »Widerstand« selbstredend nicht gegen die Mächtigen, nicht gegen die Staatsmacht und auch nicht gegen das Kapital gerichtet. Das dürfte auch der Grund sein, warum den Betroffenen eine ausgesprochen freundliche Begleitung durch die Polizei widerfuhr. Das Aufgreifen der Beteiligten am Fuße des Gebäudes diente mehr ihrem Geleit als dazu, sie festzunehmen oder gar einer Strafe zuzuführen. Es habe »keine Straftat bestanden«, sollte die Pariser Polizeiführung dazu dann später erklären, was wiederum nicht stimmt, denn mindestens ein Hausfriedensbruch dürfte vorgelegen haben.
So verlief eine geradezu prototypische Aktion von »Génération identitaire«, die, wie die meisten ihrer Art, auf eine psychologische und symbolische Wirkung in den Medien abzielte. In jüngerer Zeit häuften sich solche Aktivitäten wieder, die an die sechsstündige Besetzung eines Moscheedachs im westfranzösischen Poitiers durch mehrere dutzend Mitglieder am 20. Oktober 2012 anknüpfen. Zum Beispiel im Oktober 2019, als ihre Anhänger*innen in vergleichbarer Weise mit einem Transparent am Rande einer Kundgebung zahlreicher algerischer Staatsbürgerinnen und -bürger – die sich mit den Massenprotesten in ihrem Herkunftsland solidarisierten – provozierten. Bereits zuvor hatten »Identitäre« am 29. März 2019 ein Transparent mit der Aufschrift »Geld für Franzosen, nicht für Ausländer« auf dem Dach einer Sozial- und Wohngeldstelle in der Pariser Vorstadt Bobigny (der Hauptstadt des Départements Seine-Saint-Denis – des ärmsten der 100 französischen Verwaltungsbezirke), gehisst. Die örtlichen Gewerkschaften und die Stadtverwaltung verurteilten die Aktion scharf. Regelmäßig fordern »Identitäre« bei solchen Aktionen, wie auch im Mai 2018 auf einem Alpenpass nahe der französisch-italienischen Grenze oder im Oktober desselben Jahres bei einer Besetzung der Seenot-Hilfsorganisation SOS Méditerranée in Marseille, eine »rémigration«, das heißt: Eine »Ausländerrückführung«.

Im Zusammenhang mit der Aktion in Bobigny hatte auch die französische Regierung zeitweilig erwogen, nun auch »Génération identitaire« mit einem Verbot zu belegen, nachdem kurz zuvor eine andere extrem rechte Vereinigung verboten wurde. Dabei handelte es sich um den »Bastion social«, einen Ableger der aus dem klassisch faschistisch orientierten Spektrum kommenden 1969 gegründeten Gruppierung »Groupe Union Défense« (GUD), der jedoch das traditionelle Tätigkeitsspektrum dieser Gruppe um soziale Demagogie und Hausbesetzungen erweitert hatte.

Fast verboten
Zum Verbot von »Génération identitaire«, die ungleich innovativer, medienorientierter und gewollt »moderner« auftritt als die Stiefelfaschisten aus dem Umfeld des GUD, kam es dann jedoch nicht. »Génération identitaire« war ursprünglich die Jugend- und Jungerwachsenvereinigung des »Bloc identitaire«, der die Hauptorganisation der »Identitären Bewegung« in Frankreich darstellen sollte; in den letzten Jahren nimmt man jedoch faktisch nahezu nur »Génération identitaire« wahr, die in ihrem Spektrum stark im Vordergrund steht.
Beide Gruppierungen waren 2002/03 in wenigen Monaten Abstand hintereinander entstanden, zuerst »Génération identitaire« mit einer formalen Gründung im Oktober 2002 und dann der »Bloc« ein halbes Jahr später. Es ging damals darum, schnell einen organisatorischen Ersatz für die Anfang August 2002 per Auflösungsbeschluss des Ministerrats verbotene Vereinigung »Unité Radicale« (UR) zu sorgen. UR hatte sich 1998 als Zusammenschluss mehrerer kleinerer Gruppen und Miniparteien gebildet, um den »nationalen und außerparlamentarischen Flügel der nationalen Rechten« zu sammeln, also die Kräfte jenseits des institutionalisiert auftretenden »Front National« (FN, seit 2018 inzwischen in »Rassemblement National« (RN)/»Nationale Sammlung« umbenannt), mit dem es freilich nach wie vor personelle Überschneidungen gab. Doch nachdem am 14. Juli 2002 das UR-Mitglied Maxime Brunerie in einer eigenmächtigen Aktion aus einem Karabinergewehr auf Staatspräsident Jacques Chirac schoss, ereilte die »Unité Radicale« das Verbot.

Ihre Nachfolgeorganisationen vollzogen jedoch einige ideologische Brüche gegenüber UR, insbesondere relativierten der »Bloc identitaire« und seine Jugendorganisation die Bedeutung des bei UR sehr präsenten Antisemitismus ganz erheblich, ja schworen ihm sogar nach wenigen Jahren, zumindest offiziell, vollständig ab.
Ferner setzt der »Bloc identitaire« auf eine Art Dreiklang der zu verteidigenden »Identitäten« – regionale, nationale und europäische –, die wie eine Art russischer Puppen ineinandergreifen sollen. Dies ist aus seiner Sicht erforderlich, weil nur so eine »eingewurzelte echte Identität« definiert werden könne; denn Einwanderer*innen können nur durch Einbürgerung Französ*innen werden, aber eben unmöglich als »Baske, Bretone oder Elsässer« betrachtet werden. Kritisiert wird auch »Rassemblement National« dafür, dass hier allein die Nation im Mittelpunkt stehe und noch dazu in der »jakobinischen« – also in einer bürgerlich-revolutionären – Tradition über einen starken, republikanisch verfassten Zentralstaat definiert werde – ein absolutes Unding aus Sicht der »Identitären«.

Ein Angebot des »Bloc identitaire« zur formalen Kooperation mit ihrer Partei schlug Marine Le Pen deswegen im November 2012 aus. Sie griff die kleine Organisation dabei als »Europäisten und Regionalisten« ideologisch scharf an. Nichtsdestotrotz bestehen Kooperationen zwischen ihrer Partei und den »Identitären«; aus ihren Reihen kandidierte etwa Philippe Vardon aus Nizza vielfach für den FN und späteren RN zu Wahlen auf lokaler Ebene ebenso wie zu Parlamentswahlen. Parteichefin Marine Le Pen zählt ihn heute zu den »RN-Funktionären mit der am stärksten ausgeprägten sozialen Ader«.


Außerhalb des RN als Hauptpartei der extremen Rechten in Frankreich können die »Identitären«, die über offiziell 3.000 Aktive – in Wirklichkeit ein paar Hundert real »Abrufbare« – verfügen, jenseits ihrer PR-Effekte und Medienkampagnen nicht allzu viel ausrichten. Die zur europäischen Vernetzung veranstalteten »Conventions identitaires« tagten insgesamt dreimal – 2006, 2008 und 2012 – jeweils im seit 1996 von einem extrem rechten Bürgermeister regierten Städtchen Orange in der Provence. Regelmäßiger finden die Camps statt, zuletzt das Sommerlager von GI vom 9. bis 15. August 2020 in der Auvergne. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus theoretischer Bildung und Vorträgen sowie körperlicher Ertüchtigung wie Boxen, Klettern oder auch Blockadetraining.
Insgesamt kann festgestellt werden, dass die als »Bewegung« gestartete »Génération identitaire« zur Zeit auf die Funktion als Aufmerksamkeitsfängerin und Stichwortgeberin reduziert ist.

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Beihilfe zu Mord

#Konzentrationslager

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat Anklage gegen eine ehemalige Sekretärin im KZ-Stutthof erhoben. Erstmals ist damit eine Schreibkraft angeklagt.

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Frauen als Täterinnen waren am Massenmord und Holocaust vielfach beteiligt. Hier: Lagerschutz vom KZ Bergen-Belsen nach ihrer Festnahme @ Oakes, H (Sgt) No 5 Army

Nach einer etwa fünfjährigen Ermittlungsarbeit gegen Irmgard F. hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe nun Klage gegen die ehemalige Sekretärin des Lagerkommandanten des KZ-Stutthof, Paul Werner Hoppe, erhoben. Der 95-jährigen wirft sie vor, in dem KZ nahe Danzig als Sekretärin und Stenotypistin zwischen Juni 1943 und April 1945 Beihilfe bei der Ermordung von mehr als 10.000 Menschen geleistet zu haben. In weiteren Fällen hält die Strafverfolgungsbehörde aus Schleswig-Holstein ihr auch  Beihilfe zum versuchten Mord vor. Die Beschuldigte soll den »Verantwortlichen des Lagers bei der systematischen Tötung von jüdischen Gefangenen, polnischen Partisanen und sowjetrussischen Kriegsgefangenen Hilfe« geleistet haben, erklärt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft.

Das KZ-Stutthof in Polen war in den besetzten Gebieten das Konzentrations- und Vernichtungslager, das am längsten in Betrieb blieb. Die Vernichtungsmaschinerie endete erst am 9. Mai 1945, dem Tag des Kriegsendes, durch die Befreiung durch die  Rote Armee.

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https://befreiung.der-rechte-rand.de/
@ Mark Mühlhaus / attenzione

Bereits einen Tag nach dem Überfall der Wehrmacht am 2. September 1939 hatte in dem KZ und dessen Nebenlagern die gezielte Vernichtung begonnen – in den sechs Jahren ermordete die SS dort etwa 65.000 Menschen. Die Tötungen  mit dem Giftgas Zyklon B fanden in einer Gaskammer und einem Gaswaggon statt. Andere Inhaftierte wurden durch eine Genickschussanlage oder mit der Giftspritze getötet. Viele starben auch durch eine Typhus-Epidemie im Lager, die von den Verantwortlichen nicht eingedämmt wurde.

Im bislang letzten KZ-Stutthof-Prozess gegen den KZ-Wachmann Bruno D., der 2020 vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts Hamburg mit einen Schuldspruch endete, schilderten Überlebende im Saal oder per Videoschaltung die Zustände. Die ankommenden Kinder seien sofort getötet wurden. Marek Dunin-Wasowicz, der aus einer polnischen Widerstandsfamilie kommt, betonte: Jeder habe gewusst, dass sie in dem Lager nahe Danzig sterben sollten. »Der Weg zur Freiheit führt durch den Schornstein«, sagte Dunin vor Gericht. Halina Strnad schilderte via Zuschaltung Erhängungen und Selbstmorde der Eingesperrten, die in den elektrischen Zaum liefen. »Wir wurden Untermenschen genannt und sahen wie Untermenschen aus«, sagte die Frau aus einer jüdische Familie und erzählte,  eine Schwangere habe ein fünf Monate altes Baby tot geboren. Mit einer Glasscherbe trennten sie die Nabelschnur durch, die Mutter  starb am Blutverlust. Das tote Baby versenkte Halina Strnad in der Latrine. »Ein paar Tage später schwamm der Körper des Babys oben auf.« Dieses Bild habe sie in ihren Albträumen jahrelang gesehen.

Von den Tötungen will Irmgard F. vor Ort nichts mitbekommen haben. Vor gut einem Jahr sagte die Rentnerin, die in einem Altersheim im Kreis Pinneberg lebt, einem NDR-Reporter, sie habe erst nach Kriegsende von den Morden erfahren. Ihr Arbeitsplatz lag allerdings in der Kommandantur beim Haupteingang des KZ. In den 1950er Jahren sagte Irmgard F. aus, ihr einstiger Chef Hoppe sei ein »pflichtbewusster« Vorgesetzter gewesen. Sie räumte ein, dass über ihren Schreibtisch der gesamte Schriftverkehr mit dem SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamt gelaufen sei.

Nach Ermittlungen einer sowjetischen und später polnischen Kommission waren bereits ein Jahr nach Kriegsende fünf Aufseherinnen des KZ Stutthof zum Tode verurteilt worden. Nach 1945 liefen verschiedene Prozesse, in denen auch Frauen als Täterin verurteilt wurden. In den Konzentrationslagern im besetzten Polen sollen an die 3.500 Frauen beschäftigt gewesen sein, schätzt die Historikerin Andrea Rudorff. Die meisten Täterinnen kamen nicht vor Gericht, da gegen sie als Lagerpersonal, das in der Küche, Verwaltung oder Telefonzentrale tätig war, gar nicht ermittelt wurde. Erst vor zehn Jahren änderte sich die Rechtsinterpretation,als das Landgericht München 2011 den KZ-Aufseher John Demjanjuk wegen Beihilfe zum tausendfachen Mord verurteilte, da er »Teil dieser Vernichtungsmaschinerie« gewesen war.

In diesem Kontext hatte  die »Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen« in Ludwigsburg 2016 die Ermittlungen gegen Irmgard F. an die Staatsanwaltschaft in Itzehoe abgegeben. Diese beauftragte im vergangenen Jahr einen Historiker, um die Rolle der Beschuldigten als KZ-Sekretärin in dem Lager einzuschätzen. Das Ergebnis in einem Zwischenbericht: die Tätigkeit war für den Betrieb eines Konzentrationslagers elementar.

Weitere Ermittlungen in Schleswig Holstein richteten sich gegen eine frühere Sekretärin von Stutthof, die jedoch im vergangenen Jahr verstarb. Mit Irmgard F. könnte nun erstmals eine Sekretärin der Vernichtungsmaschinerie vor Gericht kommen. Die Anklage hat die Staatsanwaltschaft vor der Jugendkammer des Landgerichts Itzehoe erhoben, Irmgard F. war zur Tatzeit zwischen 18 und 20 Jahre alt. Bis heute soll sie geistiggesund sein, daher hält die Staatsanwaltschaft  sie für verhandlungsfähig.

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Quelle: https://www.der-rechte-rand.de/archive/7335/kz-beihilfe-zu-mordd/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kz-beihilfe-zu-mordd

Waldorfschulen auf Rechtskurs

Wiederholt fielen zuletzt völkische LehrerInnen, »Reichsbürger« und VerschwörungstheoretikerInnen an Waldorfschulen auf. Die Anziehungskraft dieser Schulen auf die extreme Rechte ist auch Resultat der anthroposophischen Ideologie von Rudolf Steiner.

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Rudolf Steiner

Die Waldorfschulen kommen derzeit aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus. So gab es im vergangenen Jahr gleich mehrere Fälle von Kontakten zur Szene der »Reichsbürger«. Unter anderem wurde der Geschäftsführer der Waldorfschule Rendsburg im September 2014 entlassen, weil er mit Gruppen wie »NeuDeutschland«, »Reichsbürger« und »Deutsches Polizeihilfswerk« in Verbindung stand. Der Mann klagte auf Wiedereinstellung, man einigte sich im Frühjahr vor dem Arbeitsgericht in Kiel auf eine Abfindung. Der »Bund der Freien Waldorfschulen« sah sich schließlich veranlasst, im Januar 2015 eine Broschüre zur »Reichsbürger«-Bewegung zu veröffentlichen. Man müsse sich damit auseinandersetzen, weil die alternative Szene, zu der anthroposophisch inspirierte Initiativen in der Landwirtschaft, der Medizin und Pädagogik gehören, eine »große Anziehungskraft auf Reichsbürger« hätten. Dabei ginge es nicht um Ausgrenzung oder Diffamierung Andersdenkender, sondern um »klare Begriffsbildung und die notwendige Abgrenzung zu rechtsextremen Positionen«, heißt es in der Einleitung der Broschüre unter dem Titel »Die Reichsbürgerbewegung – eine kritische Auseinandersetzung mit dem Neu-Deutschtum«.

Verschwörungstheoretiker
Diese Veröffentlichung hat jedoch wohl wenig genutzt. Im Juli 2015 sah sich der Vorstand des Bundesverbandes erneut genötigt zu intervenieren. Anlass waren SchülerInnen der Einrichtung Filstal in Göppingen, die den Verschwörungstheoretiker und Mitinitator der »Friedensmahnwachen« Ken Jebsen, selbst ein ehemaliger Waldorfschüler, sowie den österreichischen Rapper Kilez More zu Projekttagen eingeladen hatten. Die LehrerInnen sollten doch darauf achten, dass man sich nicht irgendwelche Verschwörungstheoretiker ins Haus hole, mahnte der Vorstand. Die SchülerInnen-Mitverwaltung hingegen unterstellte den Journalisten, die den Vorgang publik gemacht hatten, sie wollten Menschen, die eine »ungewohnte und provozierende Meinung vertreten, »mundtot machen«.
Die Veranstaltung mit Jebsen in der Schule wurde abgesagt. Der sprach daraufhin vor mehr als 100 TeilnehmerInnen in einer Vereinsgaststätte. Dann stellte sich heraus, dass More ebenfalls bei den Projekttagen der Schule auftreten sollte. Die »Landeszentrale für Politische Bildung« in Baden-Württemberg warnte vor ihm, die »Schulführungskonferenz« der Waldorfschule verteidigte jedoch den Auftritt. Zwar könne die »Radikalität seiner Aussagen« Erwachsene schockieren, sie sei aber »Stilmittel des Rap«, in dem sich »der Unmut der Jugend« ausdrücke, hieß es in einer Stellungnahme. Der Rapper leugnet in seinen Songs den Klimawandel, behauptet, die Menschheit werde durch so genannte »Chemtrails« aus Flugzeugen vergiftet und zieht auch gerne KZ-Vergleiche.

Völkische Gruppen
Über Monate zog sich eine Auseinandersetzung an der Waldorfschule Minden um Wolf-Dieter Schröppe hin, nachdem die Verbindungen des Lehrers zu völkisch-neuheidnischen Gruppen bekannt wurden. Demnach war Schröppe beim »Bund Deutscher Unitarier« (BDU) aktiv und fungierte bis 2005 jahrelang als stellvertretender Vorsitzender der Gruppe Mittelhessen. Diese neuheidnisch-pantheistische Gruppe formierte sich 1989 um Sigrid Hunke, eine wichtige Ideologin der »Neuen Rechten«, die das Christentum als einen Europa aufgezwungenen, fremden, im Kern jüdischen Glauben verwirft und durch eine »arteigene Religion« ersetzen will. Der BDU stand so in der Tradition der »Deutschen Glaubensbewegung« aus der NS-Zeit. Außerdem hatte Schröppe Kontakte zur »Artgemeinschaft«, einer rassistischen Organisation, und ist Vorsitzender des »Ahnenstättenvereins Conneforde« bei Oldenburg, einem Sammelbecken von Alt- und Neonazis.
Zwar forderten der »Bund der Waldorfschulen« und die »Arbeitsgemein­schaft der Waldorfschulen« in Nordrhein-Westfalen die Mindener Schule auf, den Mann zu entlassen, aber eine Schulversammlung im Juni 2015 zeigte sich gespalten. Zu dem Zeitpunkt lag bereits eine Studie der »Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus« in Herford vor. Darin heißt es, Schröppe müsse als »Aktivist innerhalb eines extrem rechten völkischen Netzwerkes gesehen werden«. Dennoch wollte nur ein Drittel der Teilnehmenden der Schulversammlung Schröppe entlassen, ein Drittel ihn vom Dienst suspendieren und die Vorfälle prüfen und ein Drittel den Mann sogar weiter beschäftigen. Der »Bund der Waldorfschulen« reagierte prompt und stellte ein Ultimatum: Sollte die Einrichtung sich nicht bis zum Schuljahresbeginn in Nordrhein-Westfalen von Schröppe trennen, drohe der Waldorfschule ein Ausschlussverfahren. Schließlich wurde das Arbeitsverhältnis von Schröppe in beidseitigem Einvernehmen Anfang August aufgelöst.

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Anziehungskraft auf Rechte
Diese aktuellen Beispiele sind nicht die ersten Vorfälle dieser Art. 2004 kündigte Andreas Molau seinen Job an der Waldorfschule Braunschweig, wo er jahrelang Deutsch und Geschichte unterrichtet hatte, weil er als schulpolitischer Experte für die neue NPD-Fraktion im sächsischen Landtag und für die NPD-Zeitung »Deutsche Stimme« arbeiten wollte. Die Waldorfschule feuerte Molau und erteilte ihm Hausverbot. Der Waldorflehrer Bernhard Schaub aus der Schweiz veröffentlichte im Oktober 1992 ein Buch mit dem Titel »Adler und Rose«. Darin behauptete er, der Zweite Weltkrieg sei ein Präventivkrieg gewesen und stellte auch die Existenz der Gaskammern in Auschwitz in Frage. Nach Presseberichten über Schaub entließ die »Rudolf-Steiner-Schule« in Adliswil im Januar 1993 den Deutsch- und Geschichtslehrer.
In dem Brief des Waldorfbund-Vorstandes vom Juli 2015 wegen der Vorgänge um Jebsen ist davon die Rede, dass Waldorfschulen eine »gewisse Anziehungskraft auf Menschen auszuüben scheinen, die dem rechten oder verschwörungstheoretischen Spektrum angehören«. Warum das so ist, wird jedoch nicht untersucht. In Minden scheint Schröppe nicht aufgefallen zu sein, ähnlich wie Jahre zuvor Molau in der Braunschweiger Schule. Das könnte daran liegen, dass die Anthroposophie von Rudolf Steiner, auf der die Waldorfpädagogik beruht, einige Anknüpfungspunkte für Rechte und VerschwörungstheoretikerInnen bietet. Steiner vertrat eine spezifische Rassenlehre, verkündete eine besondere spirituelle Mission der Deutschen und beklagte einen negativen Einfluss der Jüdinnen und Juden. In der Analyse der »Mobilen Beratungsstelle Herford« heißt es, in den Texten von Schröppe fänden sich wesentliche Denk- und Argumentationsmuster völkischer Ideologie, darunter ein verklärendes Germanenbild sowie eine Abneigung gegen die moderne Zivilisation und den Intellekt.

Antisemitische Stereotype
Nötig wäre eine offene und kritische Auseinandersetzung mit der Anthroposophie. Denn bis heute werden zum Beispiel auf den Homepages der Waldorfschulen Minden und Filstal Aufführungen der »Oberuferer Weihnachtsspiele« angekündigt, in Minden mit Verweis auf Rudolf Steiner und seinen Mentor, den deutschnationalen Germanistikprofessor Karl-Julius Schroer, der das Stück angeblich bei deutschen Siedlern in Ungarn entdeckt haben soll. Steiner und Schroer galt dieses Bauerntheater als Ausdruck des deutschen Volksgeistes. Im Stück finden sich klassische Stereotype des christlichen Antisemitismus. Die Juden berichten Herodes von Jesu Geburt und stacheln ihn damit zum biblischen Knabenmord auf. Sie sind nach Steiners Regieanweisung servil und schmeichlerisch darzustellen. Selbst unter AnthroposophInnen regt sich gelegentlich Unmut über die Aufführungen. Es handle sich um eine »stereotypische, antisemitische Darstellung von Juden«, wie sie heutzutage »außerhalb des anthroposophischen Zusammenhangs höchstens noch Applaus im Lande von Ahmadinedschad bekommen hätte«, äußerte Sebastian Gronebach vor einigen Jahren in der Zeitschrift »Info 3«, einem anthroposophischen Blatt.

Erzengel und Elementargeister
Auch die Anfälligkeit für Verschwörungstheorien kommt nicht von ungefähr. Die Anthroposophie lehrt die Existenz von höheren Mächten, von Erzengeln, Volksgeistern und Götterboten, die das Leben der Menschen lenken. In der Waldorfpädagogik spielen sogenannte Elementargeister eine große Rolle. Zeitgeschichtliche Ereignisse werden durch das Wirken der Dämonen Ahriman und Luzifer erklärt, die für Materialismus und Intellektualismus stehen. Den Ersten Weltkrieg deuteten Steiner und sein Anhang als Verschwörung finsterer Mächte gegen Deutschlands Mission, insbesondere einer Allianz aus britischen Freimaurern, Jesuiten und jüdischen Bankern. Nach dem Ersten Weltkrieg wehrten sich Anthroposophen deshalb gegen den Vorwurf der Kriegsschuld Deutschlands sowie gegen den Versailler Vertrag. Die Galionsfigur der späteren Ostermarschbewegung, Renate Riemeck, Anthroposophin und vormaliges NSDAP-Mitglied, wiederholte diese abstruse Sichtweise in einer Artikelserie, die unter dem Titel »Mitteleuropa – Bilanz eines Jahrhunderts« (1965) veröffentlicht wurde und inzwischen vier Auflagen erlebt hat.
Der anthroposophische »Perseus-Verlag« in der Schweiz hat sich auf dieses Thema seit vielen Jahren spezialisiert. Dessen Chef Thomas Meyer deutet den Ersten Weltkrieg wie auch den aktuellen Ukraine-Konflikt als Versuche der angloamerikanischen Mächte, die Mission Mitteleuropas zu torpedieren. Diese bestehe darin, den »aus der Tyrannei des Bolsche­wismus befreiten Ostvölkern« neue spirituelle Entwicklungen zu vermitteln. Meyers Zeitschrift »Der Europäer« bietet VerschwörungstheoretikerInnen ein Forum. »Wer sich genauer informierte, weiß, dass die US-Regierung selbst die Hand im Spiel hatte«, schrieb Meyer im Vorspann zu einem Interview mit Gerhard Wisnewski über die islamistischen Anschläge des 11. September 2001 in den USA.
Zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs von 1914 schrieb Lorenzo Ravagli in der Zeitschrift »Erziehungskunst«, die der »Bund der Waldorfschule« herausgibt, Steiners Äußerungen zum Ersten Weltkrieg und seiner Vorgeschichte hätten sich allesamt als wahr erwiesen. Das gelte insbesondere für die »esoterischen, okkulten und spirituellen Tatsachen«, etwa die Fähigkeiten der angelsächsischen politischen Elite mit Verstorbenen zu kommunizieren, sowie das Wirken maurerischer und pseudo-maurerischer Bruderschaften in der britischen, lateinischen, russischen und slawischen Welt (Heft Juli/August 2014). Ravagli hatte mit dem damaligen NPD-Funktionär Molau zusammen ein Buch verfasst, es aber vor der Veröffentlichung zurückgezogen, nachdem das Magazin »stern« im Herbst 2007 darüber berichtete. Ravagli ist bis heute Redakteur der »Erziehungskunst«.

Nur »vereinnahmt«?
Der »Bund der Waldorfschulen« wird dem Anspruch von Aufklärung und Auseinandersetzung nicht gerecht, wenn er braune Flecken in der Anthroposophie leugnet. So heißt es in der »Reichsbürger«-Broschüre lediglich, einige AnthroposophInnen hätten sich 1933 von den NationalsozialistInnen blenden lassen und die Waldorfschulen hätten nach Kompromissen mit dem NS gesucht. So wird zum Beispiel die aktuelle Studie des US-Historikers Peter Staudenmaier »Between Occultism and Nazism: Anthroposophy and the Politics of Race in the Fascist Era« (Brill Academic Pub, Leiden 2014) über ideologische und personelle Überschneidungen nicht berücksichtigt. Das Fazit in der »Reichsbürger«-Broschüre lautet stattdessen, die kosmopolitisch-individualistischen Ideen Steiners seien von völkischen Ideologen »vereinnahmt« und »missbräuchlich verwendet« worden. Bei solcher Verdrängungsleistung dürften die nächsten Coming-Out-Fälle rechter LehrerInnen an Waldorfschulen wohl vorprogrammiert sein.

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Quelle: https://www.der-rechte-rand.de/archive/7330/waldorfschulen-rechtskurs/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=waldorfschulen-rechtskurs

»Tatort Rechts«

#Onlinearchiv 

Rechte Gewalt geschieht direkt vor unserer Haustür. Beinahe täglich gibt es Angriffe von Rechts, Übergriffe von Rechts, Propagandadelikte von Rechts. Wem das nicht bekannt ist, hat jetzt die Möglichkeit, auf der Seite tatortrechts.de sich selbst davon zu überzeugen.

Das Projekt der Investigativjournalistin Anna Neifer (u.a. Afghanistan Papiere) und des Softwareentwicklers und Datenanalysts Johannes Filter (u.a. verfassungsschutzberichte.de) visualisiert auf einer interaktiven Landkarte rechte Gewalt in Deutschland und macht diese mittels Recherche-Tool durchsuchbar.

Damit vereint sie die schon seit Jahrzehnten von unterschiedlichen Initiativen, wie zum Beispiel »ReachOut««, »RAA Sachsen«, »Opferperspektive« und anderen kontinuierlich gesammelten Daten aus mehreren Bundesländern zu Fällen rechter Gewalt. Diese zivilgesellschaftlichen Akteur*innen unterstützen und beraten Betroffene rechtsmotivierter, antisemitischer und rassistischer Gewalt. Sie machen sichtbar, was in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung oft nur eine untergeordnete Rolle spielt: Die Sichtweise der Betroffenen. Sie ordnen Taten richtig ein, wo Ermittlungsbehörden manchmal Jahre brauchen, um Taten auch als solche anzuerkennen. Der staatliche Umgang mit Betroffenen rechter Gewalt in Deutschland ist erschreckend.

»Rechte Gewalt vor deiner Haustür«
12 Projekte haben seit dem Jahr 2000 über 16.000 Fälle mit rechtem Bezug registriert.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Seite zu nutzen. Das Tool »Karte« öffnet links die Hauptkarte, in der die Anzahl der Übergriffe dem jeweiligen Bundesland oder der Region zugeordnet werden. Durch reinzoomen erhält man eine detaillierte Auflistung der Fälle für die Region, Stadt oder den Ort der Wahl und kann durch die angegebenen Sachverhalte recherchieren. Rechts davon läuft eine chronologische Auflistung der Vorfälle. Abgerundet wird das Tool mit einer Jahresstatistik seit 2000 und einer Suchmaske, deren Besonderheit innerhalb aller bisherigen Versuche der öffentlich zugänglichen Visualisierung rechter Taten in der Vielzahl der dort abgebildeten Fälle liegen dürfte. Mit einer Stichwortsuche lässt sich wahlweise nach Ortschaften oder Begriffen suchen. Ein Beispiel: Die Suche mit dem Stichwort »Messer« ergibt, dass auf diese Auswahl 428 der bisherigen 16.361 registrierten Taten entfallen. Ein Balkendiagramm zeigt uns zugleich die Verteilungskurve von 2000 bis heute, samt nebenstehender interaktiver Karte. Ein Klick auf den Balken ganz links und man erhält die erste registrierte Tat vom 30. April 2000 aus Lübben (Spreewald): »Zwei Deutsche bedrohen einen 22-jährigen Mann aus Zaire mit einem Messer. Passanten können schlimmeres verhindern.« Ein weiterer Klick und die Nutzer*innen gelangen zum bislang letzten registrierten Vorfall unter diesem Stichwort vom 07. November 2020 aus Leipzig: »Rechte Gewalt rund um die »Querdenken«-Demonstration – (…) Ein Leipziger Kampfsporttrainer soll bei einem Angriff auf politische Gegner*innen ein Messer gezogen haben. Auf einem Video ist außerdem zu sehen, wie eine Flasche in eine Gruppe von Gegenprotestierenden geworfen wurde.«

Mit der Seite »Tatort Rechts« ist eine spannende öffentlich zugängliche Datenbank entstanden, die einer breiten Öffentlichkeit sowie Journalist*innen ein sehr gutes Recherchetool zur Verfügung stellt. Die Möglichkeit einer so gezielten und übersichtlichen Suche in einem derartigen und vor allem öffentlich zugänglichen Datenbestand zu diesem Thema dürfte bisher unerreicht sein.

»Wir hoffen, dass es nun durch die visuell ansprechend und filterbar aufbereiteten Daten viel leichter sein wird, Zusammenhänge in den Daten zu erkennen«, schreiben die Projektentwickler*innen. Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, ist der Seite eine möglichst breite Gruppe an Nutzer*innen zu wünschen, denen in den kommenden Monaten und Jahren dieses Tool dient, um so ihrerseits zur Sichtbarmachung und Analyse rechter Taten in Deutschland weiter beizutragen.

»»» zum Recherche Tool

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Quelle: https://www.der-rechte-rand.de/archive/7315/recherche/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=recherche

Genocide by Plebiscite: The Bosnian Serb Assembly and Social Construction of “Turks” in Bosnia and Herzegovina

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Quelle: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14623528.2021.1885570?ai=z4&mi=3fqos0&af=R

Reluctant Warriors: Germany, Japan, and Their U.S. Alliance Dilemma

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Quelle: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09644008.2021.1886336?ai=z4&mi=3fqos0&af=R

‘One of the toughest streets in the world’: exploring male violence, class and ethnicity in London’s Sailortown, c. 1850–1880

Volume 46, Issue 1, February 2021, Page 1-21
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Quelle: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/03071022.2021.1850052?ai=z4&mi=3fqos0&af=R

Literacy and healers’ tactics in Finnish folk medicine, 1850–1950

Volume 46, Issue 1, February 2021, Page 22-46
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Quelle: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/03071022.2021.1850053?ai=z4&mi=3fqos0&af=R

Making ends meet: clerical workers, consumption, and the collar line in the USA in the 1920s

Volume 46, Issue 1, February 2021, Page 47-69
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Quelle: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/03071022.2021.1850054?ai=z4&mi=3fqos0&af=R