Eine kurze Geschichte der Geschlechtergeschichte, Teil III

Themen der Geschlechtergeschichte (Grafik: Levke Harders, 2015-2017) CC BY-NC-SA 3.0 DE

von Levke Harders

Nach Teil I und Teil II dieser doch nicht mehr ganz so kurzen Geschichte der Geschlechtergschichte geht es nun weiter. Zu Beginn der 1990er Jahre sorgte Judith Butlers „Gender Trouble“ für ein deutliches Unbehagen vor allem in der deutschsprachigen Geschlechterforschung.1 Nach jahrelangen Kämpfen um die Anerkennung von Geschlechterverhältnissen als Untersuchungsgegenstand stieß Butler Debatten um die Kritik an der Kategorie Geschlecht an. Die Unterscheidung zwischen sex und gender sei, so Butler, selbst diskursiv hergestellt, denn auch das vermeintlich biologische Geschlecht sei kulturell konstruiert. Ebenso müssten Körper und Sexualität als kulturelle Konstruktionen in Machtverhältnissen gedacht und (Geschlechts‑) Identität als regulierendes, normatives Prinzip begriffen werden.



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Quelle: https://belonging.hypotheses.org/328

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Eine kurze Geschichte der Geschlechtergeschichte, Teil II

von Levke Harders

„Damenhöhe – Schlappschwanz“. Auf einem Berliner Weihnachtsmarkt (Foto: Levke Harders, 2016) CC BY-NC-SA 3.0 DE

In genau diesem wissenschaftlichen Umfeld begannen Historikerinnen in den 1970er Jahren Frauengeschichte zu lehren und erforschen, eng verbunden mit den Frauenbewegungen dieser Zeit. Zunächst ging es darum, Frauen in der Geschichte überhaupt sichtbar zu machen, d. h. auch, zu hinterfragen, wer eigentlich Geschichte gestaltet – eben nicht nur Staatsmänner, Könige und Generäle.



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Quelle: https://belonging.hypotheses.org/320

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