Postleitzahlen für Osttiroler Gemeinden

Die Durchdringung der Welt mit Hausnummern schreitet voran, und auch die Postleitzahl erlebt ihren unaufhaltsamen Triumphzug: Noch gibt es in Osttirol sechs Gemeinden, die über keine eigenständige Postleitzahl verfügen, doch es werden laut Kleiner Zeitung immer weniger: So bekommt Tristach mit 1.7.2010 die 9907 verpasst: "Wir tätigen diesen Schritt vorwiegend aus Kostengründen. Wir haben 490 Haushalte. Seit geraumer Zeit mussten für ,Amtliche Mitteilungen' mit 970 Stück fast doppelt so viele aufgegeben werden, da das Gemeindegebiet in zwei Postzustellbezirke geteilt ist. Das gilt auch für Aussendungen von Vereinen", berichtet Bürgermeister Markus Einhauer. Mit einer eigenen Postleitzahl ist dieser Umstand Geschichte. Den Schritt in die Selbstständigkeit scheuen noch die fünf restlichen "Postleitzahllosen". "Es ist ein Thema. Wir möchten aber gleichzeitig Neuordnungen, was die Hausnummerierung und Straßen- sowie Ortsnamen betrifft umsetzen", sagt Bürgermeister Oswald Kuenz aus Lavant, für dessen Gemeinde die 9906 reserviert ist. In Amlach, Strassen und Heinfels wartet man aus denselben Gründen ab. "Ich werde einen neuen Anlauf starten", kündigt Bürgermeister Georg Hofmann aus Heinfels an.
In Oberlienz steht man einer eigenen postalischen Identität skeptisch gegenüber: "Wir wehren uns noch. Ein Problem ist auch, dass Glanz, was den Postweg betrifft, zu Ainet zählt. Deshalb würden wir auch mit einer eigenen Postleitzahl keine Einheit zusammenbringen", sagt Bürgermeister Martin Huber.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/6324500/

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Nummerierung der Warteplätze in der Arztpraxis, Amman um 1940

In seiner im Original 1994 erschienenen Geschichte einer Stadt. Eine Kindheit in Amman schildert Abdalrachman Munif folgenden Einsatz der Kulturtechnik der Nummerierung:

Doktor Sorân hingegen, dessen Praxis am Eingang des Gemüsemarkts lag, war in ganz Amman bekannt und beliebt. Seine Praxis war zu allen Zeiten voller Menschen, und die kleine, dicke Arzthelferin, die Eisenplättchen mit einer Zahl darauf verteilte, wies jeden Patienten an, sich seine Zahl zu merken. Alle kämen der Reihe nach dran. Trotzdem gab es immer wieder Schwierigkeiten, denn sobald ein Patient das Behandlungszimmer verliess, erhoben sich alle und behaupteten, ‚ihre Eisen’ in die Höhe hebend, sie seien an der Reihe. Dann erschien der glatzköpfige Doktor Sorân und mahnte zur Ruhe und Ordnung. ‚Bei mir gibt’s keine Herren und Paschas, alles kommt der Reihe nach!’ versicherte er mit seinem fröhlichen armenischen Akzent.

Munif, Abdalrachman: Geschichte einer Stadt. Eine Kindheit in Amman. Basel: Lenos, 1996, S. 14.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/6199345/

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Umfrage zur Nummerierungspflicht von Skifahrern

Was nicht alles meinungsbeforscht wird... Das dieswöchige Profil (4/2010, S.14) zitiert eine Umfrage des Instituts Karmasin (mit einem Sample von 500 Befragten):

Sollten Skifahrer verpflichtend eine gut leserliche Nummer tragen müssen?
Obwohl die Zahl der Fahrerfluchten nach Unfällen auf Österreichs Pisten steigt, sprechen sich 56 Prozent der Befragten gegen eine ‚Nummernpflicht’ für Skifahrer aus. Nur 34 Prozent sind dafür. Zehn Prozent wollten sich nicht äußern.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/6156398/

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Sergey Brin und die Raumnummerierung

In der FR bespricht Nicholson Baker ein kritisches Buch über Google, aus dem auch die Nummerierungsaffinität eines der Google-Gründer hervorgeht: Brin wird als arroganter Streber und Prahlhans beschrieben, der auf der Uni nur die besten Noten hatte, Schlösser knackte, um sich Computer-Zubehör "auszuleihen" und einmal alle Türen im Informatik-Trakt neu nummerierte.

Auletta, Ken: Googled: The End of the World As We Know It. New York: Penguin Press, 2009.

[via Perlentaucher]

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/6085080/

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