Es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt – Brechts Hausnummer im Wandel der Jahre



Berlin, Chausseestraße 125: 2010 - 2014 - 2016
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022557641/
Happy Birthday, Rosa Luxemburg!

Berlin, Cranachstraße 58: Hier wohnte Rosa Luxemburg 1902-1911.
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022550833/
Ronald M. Schernikaus Hausnummer in Berlin, Hauptstadt der DDR

Ronald M. Schernikau war - neben Peter Hacks - einer der wenigen Schriftsteller, die von der BRD in die DDR umzogen, weil sie in jenem zweiten deutschen Staat ein besseres Umfeld für ihre literarische Tätigkeit erwarteten. Knapp vor dem Mauerfall, am 1. September 1989 bezog Schernikau eine Wohnung in der Berliner Albert-Norden-Straße (heute: Cecilienstraße) 241, wo er sein gigantisches Hauptwerk, die legende vollendete.
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022474020/
Die Hausnummer des Historikers
Lange hat es gedauert, nun ist es endlich soweit: Nach dem 1997 verstorbenen Historiker Jürgen Kuczynski wurde in Berlin ein Park benannt, unweit des Orts, an dem er wohnte. In der Berliner Zeitung erschien aus diesem Anlass ein fortgesponnener Dialog Kuczynskis mit seinem Urenkel, das Adresscomptoir zeigt seine Hausnummer: Parkstraße 94!
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022471501/
Die Adressen Ernst Jandls
Gestern wäre Ernst Jandl 90 geworden, aus diesem Anlass folgen hier seine Wiener Hausnummern:

Landstraßer Gürtel 9 (1925-1943)

Auhofstraße 243 (1943-1949)

Favoritenstraße 27 (1949-ca. 1954)

Zentagasse 16 (ab 1954)

Ölzeltgasse 1 (1955)

Untere Donaustraße 27

Untere Augartenstraße 1 (ca 1960er bis 1975)

Wohllebengasse 10 (1975 bis 1999)

Zentagasse 16 (1999-2000)

Landstraßer Gürtel 9 (1925-1943)

Auhofstraße 243 (1943-1949)

Favoritenstraße 27 (1949-ca. 1954)

Zentagasse 16 (ab 1954)

Ölzeltgasse 1 (1955)

Untere Donaustraße 27

Untere Augartenstraße 1 (ca 1960er bis 1975)

Wohllebengasse 10 (1975 bis 1999)

Zentagasse 16 (1999-2000)
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022464412/
Konstanz, Hussenstraße 64
Vor 600 Jahren wurde Jan Hus in Konstanz verbrannt, verdammt seien seine Henker, gelobt die wackeren RevolutionärInnen von Tabor, die sein Andenken über Jahrzehnte hindurch verteidigten, aber auch die "AdamitInnen" respektive "PikardInnen", jene linksradikale Abspaltung um Martin Húska, die von den TaboritInnen massakriert wurde. Die Auseinandersetzungen um und zwischen den revolutionären Bewegungen in der Nachfolge von Hus scheinen manche der politischen Kämpfe des 20. Jahrhunderts vorwegzunehmen, höchste Zeit, dass sich Wu Ming oder andere VirtuosInnen des historischen Romans darum auf ähnliche Weise annehmen, wie dies Luther Blisset im schönen Reformationsroman "Q" vorgezeigt haben.
Hier soll Hussens in der Tradition des Adresscomptoirs gedacht werden, mit der Hausnummer des Hus-Hauses in Konstanz (das doch auf tschechisch viel schöner heißt, nämlich: Kostnice!)

Konstanz, Hussenstraße 64
Alleine, wohnte Hus wirklich während seines tragischen Aufenthalts in Konstanz im heutigen Hushaus? Manche Stimmen der Forschung behaupten, dass er ein paar Häuser weiter weg davon untergebracht war, daher sei auch diese Nummer hier nicht vorenthalten:

Konstanz, Hussenstraße 22
Hier soll Hussens in der Tradition des Adresscomptoirs gedacht werden, mit der Hausnummer des Hus-Hauses in Konstanz (das doch auf tschechisch viel schöner heißt, nämlich: Kostnice!)

Konstanz, Hussenstraße 64
Alleine, wohnte Hus wirklich während seines tragischen Aufenthalts in Konstanz im heutigen Hushaus? Manche Stimmen der Forschung behaupten, dass er ein paar Häuser weiter weg davon untergebracht war, daher sei auch diese Nummer hier nicht vorenthalten:

Konstanz, Hussenstraße 22
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022457785/
Berlin, Wielandstraße 23
Allerortens Bezugnahmen auf den heutigen Internationalen Frauentag, also auch hier im Adresscomptoir: In Berlin, Wielandstraße 23 wohnte 1899 bis 1902 Rosa Luxemburg:
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022404992/
150 Jahre Mendel-Monstrum
ORF.at erinnert daran, dass heute vor 150 Jahren Gregor Johann Mendel seine Forschungsergebnisse zur Vererbung vortrug.
Foucault kommentierte ihn folgendermaßen:
Mendel sagte die Wahrheit, aber er war nicht im Wahren des biologischen Diskurses seiner Epoche: biologische Gegenstände und Begriffe wurden nach ganz anderen Regeln gebildet. Es mußte der Maßstab gewechselt werden, es mußte eine ganz neue Gegenstandsebene in der Biologie entfaltet werden, damit Mendel in das Wahre eintreten und seine Sätze (zu einem großen Teil) sich bestätigen konnten. Mendel war ein wahres Monstrum, weshalb die Wissenschaft nicht von ihm sprechen konnte.
Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses. Frankfurt am Main: Fischer 10083 (9.-10.Tsd), 1994, S. 25.
Voilà ein paar Mendelsche Hausnummern:

Znojmo 131, Přemyslovců 4: In diesem Gymnasium unterrichtete Mendel.

Znojmo 218, Horní Česká 42: Hier wohnte Mendel zur Zeit seines Aufenthalts in Znojmo.

Brno, Mendlovo náměstí 1A: Das Augustinerkloster in Brno, wo Mendel seine Forschungen vornahm.
Foucault kommentierte ihn folgendermaßen:
Mendel sagte die Wahrheit, aber er war nicht im Wahren des biologischen Diskurses seiner Epoche: biologische Gegenstände und Begriffe wurden nach ganz anderen Regeln gebildet. Es mußte der Maßstab gewechselt werden, es mußte eine ganz neue Gegenstandsebene in der Biologie entfaltet werden, damit Mendel in das Wahre eintreten und seine Sätze (zu einem großen Teil) sich bestätigen konnten. Mendel war ein wahres Monstrum, weshalb die Wissenschaft nicht von ihm sprechen konnte.
Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses. Frankfurt am Main: Fischer 10083 (9.-10.Tsd), 1994, S. 25.
Voilà ein paar Mendelsche Hausnummern:

Znojmo 131, Přemyslovců 4: In diesem Gymnasium unterrichtete Mendel.

Znojmo 218, Horní Česká 42: Hier wohnte Mendel zur Zeit seines Aufenthalts in Znojmo.

Brno, Mendlovo náměstí 1A: Das Augustinerkloster in Brno, wo Mendel seine Forschungen vornahm.
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022395150/
Karel Čapeks Hausnummer
Heute vor 125 Jahren wurde der tschechische Schriftsteller Karel Čapek geboren, woran der Deutschlandfunk in einem Kalenderblatt erinnert; Čapek verfasste u. a. den wunderbaren Krieg mit dem Molchen, der auf Deutsch zur Zeit nur antiquarisch erhältlich ist.
Die Villa, in der die Brüder Čapek ab 1925 wohnten (Bratří Čapků 28 - 30) wird in ein Museum umgestaltet; von 1907 bis 1925 wohnte Čapek auf der Prager Kleinseite, Říční 11 - voilà die Hausnummer:
Die Villa, in der die Brüder Čapek ab 1925 wohnten (Bratří Čapků 28 - 30) wird in ein Museum umgestaltet; von 1907 bis 1925 wohnte Čapek auf der Prager Kleinseite, Říční 11 - voilà die Hausnummer:
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022385362/
Die Hausnummer des Dadaisten: Limoges, 80 Rue Aristide Briand
Der 1886 in Wien geborene Dadaist Raoul Hausmann lebte von 1944 bis zu seinem Tod 1971 in Limoges, wo erst vor kurzem eines seiner Gedichte in den Gehsteig vor jener Adresse - 6, rue Neuve-Saint-Etienne - eingelassen wurde (vgl.), wo er von 1958 bis 1971 wohnte; das Haus existiert heute nicht mehr. Sehr wohl noch vorhanden ist die Adresse, wo Hausmann von 1944 bis 1958 wohnte, nämlich 80 Rue Aristide Briand:
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022380294/