Superintelligenz, und die Plastizität des Menschen
Dirk Baecker Bemerkenswert am Menschen ist seine Plastizität. Auf einer schmalen, durch die Gravitation, den Sauerstoff, die Körperlichkeit und das Bewusstsein sowie wenige weitere Randbedingungen in den Bereichen der Sensorik und Motorik bestimmten Spur entwickelt er ein reiches Verhaltensspektrum, das von Familie und Alltag, Arbeit und Freizeit, Politik und Wirtschaft, Kunst und Religion, Recht und Wissenschaft je unterschiedlich ausgenutzt und geprägt werden kann. Wenig fehlt und man könnte das Leben der Menschen auf Erden genau so beschreiben, wie Nick Bostrom sich eine der möglichen […]
Quelle: https://kure.hypotheses.org/112
#irrsinn Warum ein Psychiater und eine ehemalige Gwerkschaftsfunktionärin bei Anne Will nicht über Digitalisierung sprechen sollten!
Vom autonomen Handeln – Computer als historische Akteure?
Unsere Autos lügen uns an, [1] Google will E-Mails automatisch bewerten und beantworten [2] und autonome Waffensysteme erschrecken namhafte KI-Forscher.[3] Übernehmen die Maschinen also mehr und mehr die Kontrolle über unser Tun, wie es in unzähligen Science-Fiction-Werken bereits ausgiebig prophezeit wurde? Und wandeln sich Computer demnach in der kulturellen Wahrnehmung erneut, werden sie also, nachdem sie schon als Maschine, Werkzeug und Medium metaphorisiert werden konnten,[4] zudem noch zu unabhängigen Akteuren?
Solche Vorstellungen sind natürlich auch jenseits der schriftstellerischen Deutung nicht neu und wurden recht unterschiedlich konnotiert. So wurde die Möglichkeit einer menschliches Handeln imitierenden und quasi „denkenden“ Maschine von Alan Turing im Jahr 1950 vorgedacht und damit die theoretische Basis für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) gelegt. Bereits fünf Jahre vorher beschrieb auch Vannevar Bush mit seinem „Memex“ ein Gerät, dass zwar vordergründig lediglich als Werkzeug des menschlichen Geistes fungieren sollte, jedoch zur Unterstützung des Nutzers auch autonome „Assoziationen“ von Informationen vornehmen können sollte, was letztlich eben auch „intelligente“ Fähigkeiten voraussetzt. [5]
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