Tagung „Kulturtechnik und frühe Zivilisation“, Depot, Wien 12.4.2013
Spannende kleine Tagung, die Wolfgang Pircher in Kooperation mit dem IWK konzipiert hat:
Kulturtechnik und frühe Zivilisation
Zeit: Fr 12.4.2013, 14:00
Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
http://www.univie.ac.at/iwk/kulturtechnik_ss2013.html
Der Begriff Kulturtechnik stand im späten 19. Jahrhundert für den ingenieurmäßigen Eingriff in die Landwirtschaft. Seit einiger Zeit aber wird in den Kulturwissenschaften von »elementaren Kulturtechniken« gesprochen, worunter Schreiben, Rechnen, Messen, Kalendererstellen, Kalkulieren und dergleichen gezählt werden. Die Praxis von Kulturtechniken in diesem zweifachen Sinn begleitet nun seit einigen tausend Jahren die Entwicklung der menschlichen Zivilisation.
14.00: Die Auswilderung der Signifikanten. Zur kulturtechnischen Kehre der Medienwissenschaft. Bernhard Siegert, Bauhaus-Universität Weimar
15.30: Es begann mit der Verwaltung: die Rolle von Repräsentation, Objektivierung und Objektmanipulation bei der Ausformung der Schrift. Gebhard J. Selz, Universität Wien
17.00: Der Charakter des Geldes. Bemerkungen zur Diskussion über seinen Ursprung. Wolfgang Pircher, Philosoph, Wien
Moderation: Peter Berz, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin
Kulturtechnik und frühe Zivilisation
Zeit: Fr 12.4.2013, 14:00
Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
http://www.univie.ac.at/iwk/kulturtechnik_ss2013.html
Der Begriff Kulturtechnik stand im späten 19. Jahrhundert für den ingenieurmäßigen Eingriff in die Landwirtschaft. Seit einiger Zeit aber wird in den Kulturwissenschaften von »elementaren Kulturtechniken« gesprochen, worunter Schreiben, Rechnen, Messen, Kalendererstellen, Kalkulieren und dergleichen gezählt werden. Die Praxis von Kulturtechniken in diesem zweifachen Sinn begleitet nun seit einigen tausend Jahren die Entwicklung der menschlichen Zivilisation.
14.00: Die Auswilderung der Signifikanten. Zur kulturtechnischen Kehre der Medienwissenschaft. Bernhard Siegert, Bauhaus-Universität Weimar
15.30: Es begann mit der Verwaltung: die Rolle von Repräsentation, Objektivierung und Objektmanipulation bei der Ausformung der Schrift. Gebhard J. Selz, Universität Wien
17.00: Der Charakter des Geldes. Bemerkungen zur Diskussion über seinen Ursprung. Wolfgang Pircher, Philosoph, Wien
Moderation: Peter Berz, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin
WZ-Zeitreisen: Alt-Wiener Suchmaschinen
Heute in den Zeitreisen, dem Geschichtsfeuilleton der Wiener Zeitung: Ein Beitrag von mir zu Alt-Wiener Suchmaschinen, als Vorgeschmack auf die Buchpräsentation des Vor Google-Bands am Dienstag!
Suchmaschinen für die Hausfrau
Sehr schön, Susanne Breuss weist in den Alltagsdingen auf eine Anzeige für Suchmaschinen aus den 1920er Jahren hin, die sich speziell an Hausfrauen richtete.
Zettelkästen-Ausstellung in Marbach
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach zeigt noch bis 15.9.2013 die Ausstellung Zettelkästen. Maschinen der Phantasie, besprochen wurde sie u.a. in der FAZ.
Listmania-Schwerpunkt in Isis OA zugänglich
Die aktuelle Ausgabe der wissenschaftsgeschichtlichen Zeitschrift Isis (103.2012/4) beinhaltet einen Schwerpunkt zum Thema "Listmania"; erfreulicherweise sind die darin enthaltenen Artikel frei zugänglich:
Focus: Listmania
Introduction (pp. 710-715)
James Delbourgo and Staffan Müller-Wille
DOI: 10.1086/669045
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669045
Specimen Lists: Artisanal Writing or Natural Historical Paperwork? (pp. 716-726)
Valentina Pugliano
DOI: 10.1086/669049
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669049
The New World of Sciences: The Temporality of the Research Agenda and the Unending Ambitions of Science (pp. 727-734)
Vera Keller
DOI: 10.1086/669047
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669047
Listing People (pp. 735-742)
James Delbourgo
DOI: 10.1086/669046
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669046
Lists as Research Technologies (pp. 743-752)
Staffan Müller-Wille and Isabelle Charmantier
DOI: 10.1086/669048
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669048
Focus: Listmania
Introduction (pp. 710-715)
James Delbourgo and Staffan Müller-Wille
DOI: 10.1086/669045
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669045
Specimen Lists: Artisanal Writing or Natural Historical Paperwork? (pp. 716-726)
Valentina Pugliano
DOI: 10.1086/669049
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669049
The New World of Sciences: The Temporality of the Research Agenda and the Unending Ambitions of Science (pp. 727-734)
Vera Keller
DOI: 10.1086/669047
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669047
Listing People (pp. 735-742)
James Delbourgo
DOI: 10.1086/669046
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669046
Lists as Research Technologies (pp. 743-752)
Staffan Müller-Wille and Isabelle Charmantier
DOI: 10.1086/669048
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1086/669048
Buchpräsentation "Vor Google": Wienbibliothek im Rathaus, 9.4.2013, 19…
Vor Google. Eine Mediengeschichte der Suchmaschine im analogen ZeitalterBuchpräsentation und Podiumsdiskussion
9. April 2013, 19.00 Uhr
Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
Eingang Lichtenfelsgasse 2
Stiege 6 (Lift), 1. Stock, 1010 Wien
Thomas Brandstetter, Thomas Hübel, Anton Tantner (Hg.): Vor Google. Eine Mediengeschichte der Suchmaschine im analogen Zeitalter, Bielefeld: transcript 2012
Mit einer Einleitung der Herausgeber und Beiträgen von Stefan Rieger, Daniel Weidner, Alix Cooper, Volker Bauer, Andreas Golob, Markus Krajewski, Henning Trüper, Martin Schreiber und Bernhard Rieder.
Ein Alltag ohne digitale Suchmaschinen ist heute nur noch schwer vorstellbar. Dabei lassen sich zahlreiche Einrichtungen, Personen und Techniken ausmachen, die lange vor Google und Co ähnliche Funktionen übernommen haben Staatshandbücher und Diener etwa, aber auch Bibliothekskataloge, Fragebögen oder Zeitungskomptoire.
Welche strukturellen Ähnlichkeiten gibt es zwischen diesen früheren und den heutigen Suchmaschinen? Welche Utopien knüpften sich an die Suchmaschinen des analogen Zeitalters? Welche Formen von Kontrolle ermöglichten sie? Das vorgestellte Buch widmet sich diesen und weiteren Fragen und liefert damit nicht nur neue Erkenntnisse über die Medien der Vergangenheit, sondern vertieft auch die Analysen der gegenwärtigen medialen Lage.
Begrüßung
Sylvia Mattl-Wurm
Thomas Hübel
Vorstellung des Buchs sowie Präsentation von »Alt-Wiener Suchmaschinen«
Anton Tantner
Podiumsdiskussion
Aus der Perspektive ihrer aktuellen Forschungen nehmen Jana Herwig, Astrid Mager und Stefan Zahlmann zu dem Sammelband Stellung.
Moderation
Alfred Pfoser
Büchertisch: Literaturbuffet Lhotzky
Teilnehmende: Jana Herwig: Medienwissenschafterin, Bloggerin und Internetexpertin, Institut für Theater-, Film und Medien-wissenschaften der Universität Wien. Thomas Hübel: Generalsekretär des Instituts für Wissenschaft und Kunst (IWK). Sylvia Mattl-Wurm: Leiterin der Wienbibliothek im Rathaus. Astrid Mager: Soziologin, Bloggerin und Suchmaschinenforscherin, Institut für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Alfred Pfoser: stv. Leiter der Wienbibliothek im Rathaus. Anton Tantner: Historiker, Institut für Geschichte, Universität Wien. Stefan Zahlmann: Historiker, Professor für Geschichte und Theorie von Medienkulturen am Institut für Geschichte der Universität Wien.
Die Veranstaltung wird von der Wienbibliothek im Rathaus gemeinsam mit dem Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) organisiert. Nähere Informationen: http://www.univie.ac.at/iwk/
Weitere Informationen zum Buch: http://www.univie.ac.at/iwk/vor-Google/
Ankündigung auf Homepage der Wienbibliothek: http://www.wienbibliothek.at/veranstaltungen-und-ausstellungen/veranstaltungen/google_publikation.html
Vor Google-Rezension im Falter
Diese Woche war auch der Falter mit einer Kürzest-Rezension von Stephanie Doms dran: In neun Beiträgen liefern uns die Autoren dieses Werks eine kurzweilig[e] Mediengeschichte, die gespickt ist mit kuriosen Details.
Rezension des Vor Google-Bands auf literaturkritik.de
Für Literatukritik.de hat Marc Reichwein eine Rezension unseres Vor Google-Bands geliefert, und ich finde, dass seine Conclusio unsere Absichten durchaus trifft:
So wirft der Band erste, erhellende Schlaglichter auf ein Thema, das proportional zu der Erkenntnis, dass Google unseren digitalen Such-Alltag immer weiter organisiert, längst zu einer gefälligen Leitmetapher avanciert ist. Man erfährt Grundsätzliches und Konkretes über Traditionen, Techniken und Personen bedarfsbezogener Informationsdienstleistungen im vordigitalen Zeitalter. Bis zu einer eigentlichen Medienkulturgeschichte der Suchmaschine ist es jedoch noch ein weiter wissenschaftlicher Weg.
Brandstetter, Thomas/Hübel, Thomas/Tantner, Anton (Hg.): Vor Google. Eine Mediengeschichte der Suchmaschine im analogen Zeitalter. Bielefeld: Transcript, 2012. 262 S., ISBN 978-3-8376-1875-4, Euro 29,70 (A)
Weitere Infos zum Band: http://www.univie.ac.at/iwk/vor-Google/
So wirft der Band erste, erhellende Schlaglichter auf ein Thema, das proportional zu der Erkenntnis, dass Google unseren digitalen Such-Alltag immer weiter organisiert, längst zu einer gefälligen Leitmetapher avanciert ist. Man erfährt Grundsätzliches und Konkretes über Traditionen, Techniken und Personen bedarfsbezogener Informationsdienstleistungen im vordigitalen Zeitalter. Bis zu einer eigentlichen Medienkulturgeschichte der Suchmaschine ist es jedoch noch ein weiter wissenschaftlicher Weg.
Brandstetter, Thomas/Hübel, Thomas/Tantner, Anton (Hg.): Vor Google. Eine Mediengeschichte der Suchmaschine im analogen Zeitalter. Bielefeld: Transcript, 2012. 262 S., ISBN 978-3-8376-1875-4, Euro 29,70 (A)
Weitere Infos zum Band: http://www.univie.ac.at/iwk/vor-Google/
Vom Ablagesystem
Chuck Palahniuk, immer aktuell:
Mein Ablagesystem ist mein Fetisch. (...) Die Aktenschränke sind eine Wucherung an meinem Schädel.
Palahniuk, Chuck: Stranger than Fiction. Wahre Geschichten. München: Goldmann 54216, 2008, S. 274f.
Mein Ablagesystem ist mein Fetisch. (...) Die Aktenschränke sind eine Wucherung an meinem Schädel.
Palahniuk, Chuck: Stranger than Fiction. Wahre Geschichten. München: Goldmann 54216, 2008, S. 274f.
Günter Hack: Das Buch als limitiertes Objekt
Auf textdump, dem Weblog von Günter Hack, gibt es nicht nur den ultimativen Bureau-Fortsetzungsroman No Office zu lesen, sondern auch Überlegungen zur Zukunft des Papierbuchs, Diskussion inklusive!