Europa als Herrscherin der Welt nach den Vorstellungen des Heinrich Ludwig Gude (1708) in den „Rengerische Staaten“
Der Kontrast zwischen den üblichen frühneuzeitlichen allegorischen Darstellungen Europas als Regina Mundi und der heutigen geopolitischen Minderbedeutung Europas könnte kaum größer sein. Im Jahr 2026 drängt sich der Vergleich spontan in die Betrachtung solcher historischer Bildquellen hinein. Aber weder gibt es Anlass zu Nostalgie mit Blick auf die Europa Regina noch zu einer neuen Machtrhetorik im Fahrwasser der Autokraten der ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts, vielmehr bleibt die kritische postkoloniale Perspektive die richtige.
Die „Einleitung zu den Europäischen Staaten Und Derselben Beschluß“ (1708)
[1] Bei dem hier zum Anlass genommenen Bild handelt es sich um den Frontispiz einer lediglich 82 Seiten umfassenden Schrift unter dem Titel „Einleitung zu den Europäischen Staaten Und Derselben Beschluß“. Sie erschien 1708 im Verlag Rengerische Buchhandlung, die in Halle a.d.S. ansässig war.
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Quelle: https://wolfgangschmale.eu/2026/02/02/europa-regina-ii/