„Prosopographische Studien“ der Germania Sacra zum Lübecker Domkapitel

Unter dem Titel „Prosopographische Studien“ startete mit drei Bänden im vergangenen Jahr eine neue Veröffentlichungsreihe des bekannten Forschungsprojekts „Germania Sacra. Die Kirche des Alten Reiches und ihre Institutionen“. Prosopographisch betrachtet werden soll hier „das geistliche Personal der Diözesen und Domstifte“. Die Selbstbeschreibung fährt fort: „Neben grundlegenden biographischen Informationen werden vor allem die Ämterkarrieren der Kleriker möglichst vollständig erfasst. Die Datengrundlage ist in den Online-Datensammlungen „Domherren des Alten Reiches“ und „Bischöfe des Alten Reiches“ abrufbar, hier sind auch interaktive Recherchen möglich. Alle Daten sind mit Normdaten und weiterführenden Links angereichert.“ – In diesem Sinne liefern die besagten drei Bände Daten für das jeweilige „geistliche Personal“ der Domstifte Hildesheim, Schwerin (bis 1400) und Lübeck.

Ein erster Blick in den Lübecker Band hat mich leider nicht wirklich überzeugt. Zur Basis des Verzeichnisses heißt es in der Einleitung:



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Quelle: https://geschichtsblogsh.wordpress.com/2022/06/30/prosopographische-studien-der-germania-sacra-zum-lubecker-domkapitel/

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Nachgemeldet: Eine weitere Handschrift aus dem Christianeum

Archivalia meldete vor einigen Tagen die Digitalisierung der Handschrift II 310/13 aus dem Altonaer Christianeum, welche geführt wird unter dem Titel

Handschriftliche Abhandlungen zur Geschichte Hamburgs und Schleswig-Holsteins (ca. 1604-1700)

http://www.digishelf.de/piresolver?id=H18805293_EII310_3

Sie enthält in der Hauptsache Abschriften verschiedener Urkunden und Schriftstücke, wahrscheinlich als Materialsammlung für Verhandlungen bzw. einen Rechtsstreit. Ein gewisser Schwerpunkt scheint auf den Rechten der Gottorfer Herzöge am Amt Trittau zu liegen.

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Quelle: https://geschichtsblogsh.wordpress.com/2022/06/17/nachgemeldet-eine-weitere-handschrift-aus-dem-christianeum/

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Stellenausschreibung Wiss.MA, Digitale Edition, Wuppertal

Die Digital Humanities an der Bergischen Universität Wuppertal (Professur P. Sahle) suchen eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in für ein DFG-gefördertes Projekt zur digitalen Edition der Werke von Lorenz Rhodomann (1546-1606). Es geht dabei um seine schon zu Lebzeiten zum größten Teil gedruckten griechischen lyrischen Werke, die kritisch ediert und teilweise auch in lateinischer und deutscher Übersetzung digital publiziert werden sollen. Die verantwortlichen Editoren sind Stefan Weise und Thomas Gärtner.

Lorenz Rhodomann: Argonautika (1588)
Lorenz Rhodomann: Argonautika (1588)

Im DH-Teil des Projekts sind mit froher Unterstützung des ganzen Lehrstuhlteams folgende Aufgaben zu bewältigen: die Entwicklung eines (abstrakten und konkreten = TEI) Datenmodells für die Edition lyrischer Texte in
mehreren medialen (Manuskripte, Drucke) und Sprachfassungen (griechisch, lateinisch, deutsch), mit traditionellen kritischen Apparaten (textkritisch, Similien etc.) und Paratexten, der Aufbau tragfähiger Workflows für die Zusammenarbeit zwischen Editor*innen und digitaler
Datenverwaltung, die Kuratierung der Daten von Lieferformaten zu finalen TEI-Daten, die Entwicklung eines geeigneten digitalen Präsentationsmodells für die Edition, die Realisierung der digitalen Publikation und die Erzeugung von Druckausgaben. Tiefere Kenntnisse des Altgriechischen sind nicht zwingend erforderlich.

Die TV-L 13-Stelle hat einen Stellenumfang von 65% und ist auf 36 Monate befristet.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=16425

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Arbeitsgespräch zur Gründung eines DFG-Netzwerks „Digital Economic History – Data and Methods (c.1300-c.1800)“

Zur Förderung der Verknüpfung vormoderner Wirtschaftsgeschichte mit den Digital Humanities strebt der internationale Arbeitskreis „Vormoderne Wirtschaftsdaten“ mit Sitz an der Universität Mannheim die Gründung eines DFG-Netzwerks unter dem Arbeitstitel „Digital Economic History – Data and Methods (c.1300-c.1800)“ an. Zu diesem Zweck soll am 14.09.2021 ein erstes Arbeitsgespräch Forscher:innen aus beiden Disziplinen ins Gespräch bringen.

Wirtschaftshistorische Forschung verbindet in besonderem Maß qualitative mit quantitativen Methoden der Quellenauswertung und legt großes Gewicht auf entsprechende empirische Auswertungsmöglichkeiten. Die Erhebung und Analyse umfangreicher Datensätze erfolgt schwerpunktmäßig in der neuzeitlichen Geschichte, für die durch staatliche Statistiken bereits systematisch zusammengestellte und vergleichbare Datensätze zur Verfügung stehen. Im Bereich der vormodernen Wirtschaftsgeschichte gestaltet sich die Quellenlage erheblich komplizierter und lückenhafter: Auch hier sind entsprechende Daten zwar durchaus in größeren Mengen vorhanden, aber verstreut und uneinheitlich überliefert.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=16238

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Der Bildersturm im Herzogtum Geldern

“Spaanse tirannie van de Nederlanden: Bloedraad aug. 1567 – Die spanische Tyrannei in den Niederlanden. Der Blutrat. August 1567” Quelle: Beeldbank Het Geheugen (geheugen.delpher.nl), [05670920X], NCRD, Nationaal Gevangenismuseum, Permalink: https://resolver.kb.nl/resolve?urn=urn:gvn:NCRD01:05670920X

Wer aktiv Forschung betreibt, stößt naturgemäß auf Forschungsdesiderate, denen dem eigenen Gefühl nach dringendst Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, die man aber selbst zur Zeit nicht bearbeiten kann oder will.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2021/02/bildersturm-geldern-desiderat/

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Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Die traditionelle Herbsttagung der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Bonner Instituts für Geschichtswissenschaft widmete sich in diesem Jahr dem Spannungsverhältnis zwischen Herrschaftsnorm und Herrschaftspraxis im Kurfürstentum Köln. Kurköln bietet sich aufgrund seiner janusköpfigen Herrschaftsstruktur in besonderer Weise an, dieses Verhältnis mit Tiefenschärfe auszuloten: Der Kölner Erzbischof war in einer Person geistlicher Oberhirte und weltlicher Herrschaftsträger. Zudem war sein Kurfürstentum disparat in seinem Zuschnitt und heterogen in der Zusammensetzung (Rheinisches Erzstift, Herzogtum Westfalen, Vest Recklinghausen). Insofern stand die Herrschaftspraxis in Kurköln über die Zeitläufte hinweg sowohl nach innen wie nach außen vor vielfältigen Herausforderungen. Aus den Wechselwirkungen von Reichspolitik und Landesherrschaft, aus den Beziehungen zu anderen Territorialherren, den Ambitionen des regionalen Adels, dem Verhältnis zu bischöflichen Amtskollegen und zum Papsttum resultierten für den Kurfürsten multiple Rollen, Interessen und Konfliktfelder.[1]

Fabian Schmitt während seines Vortrags bei #KurKoeln2019, Foto: Histrhen

Die einleitende Sektion I “Akteure und personelle Praktiken” richtete den Blick nach innen. FABIAN SCHMITT (Bonn) behandelte die Rolle der Ministerialen unter Erzbischof Engelbert von Berg (1216-1225). Anhand der Volmarsteiner und Padberger konnte er veranschaulichen, wie die Ministerialen gezielt zur Reorganisation der Kölner Herrschaftspositionen nach dem Deutschen Thronstreits heranzogen wurden.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2019/11/tagungsbericht-kurkoeln2019/

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