Quelle: https://visual-history.de/2026/06/16/neue-rezensionen-h-soz-kult-22/
From the turn of the twentieth century through the Weimar Republic, Central European cities were incubators of artistic experimentation and decorative design ...
Rezension: Britta Lange, Passfotos unter Zwang: Deutsche Fotopolitik im Ersten Weltkrieg
Langes Forschungsskizze erweist sich als dicht und intensiv recherchiertes, detail- und perspektivenreiches, „gezoomtes“ Bild einer Aktion der Unterdrückung und Ausbeutung der Bevölkerung in im Ersten Weltkrieg eroberten Gebieten unter Einsatz amtlicher und fotografischer Mittel.
Rezension: Nicola Brandt, The Distance Within
Das Werk will mit seinem radikal kritischen Ansatz alte Sehgewohnheiten aufbrechen. Das Buch, das in Zusammenarbeit mit anderen Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und lokalen Communities entstand, fordert den immer noch weitverbreiteten hegemonialen und eurozentrischen Blick auf Namibia (und letztlich auf „Afrika“) heraus.
Quelle: https://visual-history.de/2026/04/20/zeller-rezension-nicola-brandt-the-distance-within/
Amateur-Fotografie als soziale Praxis vor und nach 1933
Linda Conze untersucht in ihrer Monografie Fotografien von Feierlichkeiten in Deutschland an der Schwelle von der Weimarer Republik zum „Dritten Reich“ – und stellt in den Praktiken der Vergemeinschaftung und den Bildern davon eher eine Kontinuität anstatt eine deutliche Zäsur fest. Die Fotografie spielte jedoch eine signifikante Rolle bei der Weichenstellung und Konstruktion des Transformationsprozesses […]
Randgebiete in Deutschlands Mitte
Ulrich Kneise gehört zu den führenden Fotografen Thüringens. Gemeinsam mit Juliane Stückrad realisierte er eine fotografisch-ethnologische Vermessung der deutschen Einheit in einem ehemaligen Randgebiet, das „heute in die Mitte Deutschlands gerückt“ ist.
Quelle: https://visual-history.de/2026/03/23/lindner-randgebiete-in-deutschlands-mitte/
„Das Weite suchen“ – Eine Ausstellung in bildsprachlicher Stringenz
Die von Isabel Enzenbach und Anja Tack vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) konzipierte Schau ist deshalb sehenswert, weil sie das Talent der Kuratorinnen belegt, fotografische Positionen und entsprechende Werke punktgenau auszuwählen, Bilder in ihrem Wirkpotenzial zu erkennen und nicht gehirnakrobatische Verrenkungen zu vollführen, um lediglich diskurskonforme Projektionen zu illustrieren.
Quelle: https://visual-history.de/2026/02/02/tannert-das-weite-suchen/
Fotobuch: Ukraine 2004-2024: Wir hatten ein normales Leben
Deshalb ist dieses Buch so wichtig: Es dokumentiert jene alte Normalität, die es in Charkiw, Lwiw, Kyjiw oder Odessa einmal gab – und setzt sie in Beziehung zu der neuen Normalität, die seit 2014 und besonders seit 2022 in der Ukraine Realität geworden ist.
You Look All the Same to Me
War Diane Arbus eine Visionärin der pluralen Gesellschaft? Oder, wie Susan Sontag meinte, eine Ideologin der Verzweiflung, die es vermochte, „jedem Sujet Angst, Schrulligkeit oder Geistesverwirrung an[zu]dichten“? Anlässlich einer Ausstellung in Berlin vergleicht der Essay aktuelle und historische Perspektiven und stellt fest, dass die visuellen Erfahrungen der Zeitgenossen der Gegenwart nicht mehr zugänglich sind. […]
Quelle: https://visual-history.de/2025/11/18/weber-you-look-all-the-same-to-me/
Rezension: Lorenz, Nachbilder. Rostock-Lichtenhagen und die blinden Flecken der Erinnerung
Ein Mann im Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft, mit sichtbar eingenässter Jogginghose, den rechten Arm unzweideutig erhoben: Diese ikonische Fotografie ist eines der bekanntesten Bilder des rassistischen Pogroms in Rostock-Lichtenhagen. Der Literaturwissenschaftler Matthias N. Lorenz verwendet die Aufnahme als Frontmotiv und Ausgangspunkt für seine Analyse der visuellen Erinnerung an die rechte Gewalt der deutschen Transformationszeit.
Quelle: https://visual-history.de/2025/08/20/henningsen-rezension-lorenz-nachbilder/









