Der Hamburger Hafen: Kaffee und Kolonialismus

Hamburgs Geschichte ist bis heute eng mit dem Hafen und den dort gehandelten Waren verbunden. Neben Tabak und Kakao war Kaffee ein Importschlager des Kaiserreichs. Abgesehen von seiner stimulierenden Wirkung, war es vor allem die exotische Bewerbung, wegen der sich der Kaffee großer Beliebtheit erfreute. – von Benet Dörr

Der Weltmarkt für Kaffee entwickelte sich durch die aufkommende Nachfrage im 18. Jahrhundert. Erstmals entdeckten Fernhändler in Asien den Kaffee und brachten ihn Mitte des 17. Jahrhunderts nach Europa. Schon bald wurde Kaffee eine luxuriöse Alternative zu Wein an den Höfen Europas.

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Quelle: http://www.hh-geschichten.uni-hamburg.de/?p=3296

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Raketenstart 2016: Der Jahresbericht

Mit der Energie eines Raketentriebwerks drang der Arbeitskreis 2016 in viele Arbeitsfelder vor. Diese Anfänge lassen auf eine nachhaltige, aktive Zukunft hoffen. (Abb. Auszug Screenshot, Civilization 6 PC, Nolden)

Wenn man nicht mehr weiter weiß…

In aller Munde ist zurzeit, wie fürchterlich doch das Jahr 2016 gewesen sei. Wer die außenpolitischen Krisen beobachtet, schwelende Kriege und Konflikte oder die Schärfe religiös und politischer motivierter Gewalt, der kommt nicht umhin, aus den Erfahrungen von 2016 wenig erfreut nach 2017 zu blicken. Auch im akademischen Bereichgibt es große Probleme, insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ist die Stellenlage grundsätzlich schon desolat, (be)fristen Wissenschaftlerinnen und Wissenschafler in den meisten Fällen ihr Dasein auf Stellen, die nur selten langfristige Perspektiven bieten. Diese Struktur ist nicht nur für die persönliche Lebensplanung bedauerlich.

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Quelle: http://gespielt.hypotheses.org/1068

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Reisebilder anno 1536: Das Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich vor dem Hintergrund des Mäzenatentums und antiker Vorbilder

Von Priscilla Pfannmüller

Wenn wir heute auf Reisen gehen, dann dokumentieren wir diese mit einer Flut an Bildern, die wir gerne über Instagram, Facebook und Co. mit unseren Freunden und Followern teilen. Mit welcher Intention machen wir das? Um unsere Reise für die Öffentlichkeit zu dokumentieren, getreu dem Motto: Ich war da? Um uns selbst darzustellen? Oder entstehen diese Aufnahmen vielleicht aus einem wissenschaftlichen Interesse heraus?

Diese Fragen kann man nicht nur an heutige „Bilderzyklen“ von Reisen stellen, sondern auch auf wesentlich ältere Reisealben, etwa auf das sog. Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich von der Pfalz (1502-1559), übertragen.

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Quelle: http://hofkultur.hypotheses.org/671

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Wien-Alsergrund 128 – 70 Jahre IWK

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Vor 70 Jahren wurde in Wien das Institut für Wissenschaft und Kunst gegründet, anlässlich dieses Jubiläums findet im Wiener Rathaus heute ein Festakt statt; Science.ORF bringt ein Interview mit IWK-Präsident Johann Dvořák.

Das Adresscomptoir gratuliert einschlägig und kann freudig darauf hinweisen, dass beim Besuch des IWKs in der Berggasse 17 (gleich neben Freud!) eins übrigens auch unter einer Konskriptionsnummer vorbeikommt:

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Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022595208/

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Ausgestellt! – Völkerschauen in Hagenbecks Tierpark

Die Geschichte von „Hagenbecks Tierpark“ begann mit nur sechs Seehunden in einem Holzbottich. Heute ist die Anlage weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. Seine Popularität erlangte der Park aber nicht nur durch die Zurschaustellung von Tieren. Ein Beitrag über die Faszination des Fremden und ausgestellte Exotik um jeden Preis. – Von Kimberley Ohlow

„Völkerschauen – das waren Schaustellungen mit Menschen fremder Kulturen, die den Zuschauern authentische Szenen aus ihrem Alltagsleben und folkloristische Darbietungen präsentierten. Die Darsteller wurden in den meisten Fällen für die Dauer von einigen Monaten engagiert und erhielten Verträge, die unter anderem einen Lohn und die Anzahl der Auftritte festlegten“,1 schreibt der Historiker Matthias Gretschel. Der Begriff „Völkerschau“ bezeichnet also eine öffentliche als Attraktion angelegte Zurschaustellung von Angehörigen eines fremden Volkes. Was zunächst nach einem geregelten Dienstleistungsverhältnis aussieht, beruhte häufig auf einem asymmetrischen Verhältnis der Beteiligten, das von kolonialen und letztendlich oft rassistischen Denkweisen geprägt war. Wirtschaftliche Interessen standen bei der Ausrichtung von Völkerschauen häufiger im Vordergrund als kulturvermittelnde und aufklärerische Aspekte.

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Quelle: http://www.hh-geschichten.uni-hamburg.de/?p=3089

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Siggener Thesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter #Siggenthesen

Die Siggener Thesen entstanden im Rahmen des Programms „Eine Woche Zeit“ zum Thema „Konzepte wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter“  vom 10.-16. Oktober 2016 im Seminarzentrum Gut Siggen. Die Thesen sind auf dem Blog von Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken erstveröffentlicht worden und stehen unter einer CC-Lizenz BY 4.0.

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Das digitale Publizieren ermöglicht bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der Wissenschaft. Diese Potenziale werden aus strukturellen Gründen gegenwärtig noch viel zu sehr blockiert.

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Quelle: http://redaktionsblog.hypotheses.org/3182

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1686 – Hamburgs heißer Herbst

Die Wirren Hamburgs der 1680er Jahre sind heute fast vergessen. Dabei erlebte die Hansestadt eine der turbulentesten Phasen ihrer Geschichte: der Bürgermeister wurde aus der Stadt gejagt, Kaufleute fürchteten um ihr Hab und Gut und fremde Mächte belagerten die Stadt. – Von Florian Tropp

Am 4. Oktober 1686 war die gesamte Hansestadt Hamburg auf den Beinen. Jeder Bewohner wollte noch einen letzten Blick auf die beiden Männer werfen, die in den vergangenen zwei Jahren Hamburgs Politik geprägt hatten: der Reeder Cord Jastram und der Kaufmann Hieronymus Snitger. Gemeinsam hatten sie und ihre Gefolgsleute die Stadt in den Monaten zuvor auf den Kopf gestellt und sogar den Senat entmachtet. Nun, da die hanseatischen Eliten die Zügel wieder fest in der Hand hielten, übten sie grausame Rache.



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Quelle: http://www.hh-geschichten.uni-hamburg.de/?p=3143

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Causa finita

In diesem Blog gibt es einen Beitrag, der inzwischen wahrscheinlich öfter kommentiert wurde, als alle anderen Posts zusammen. Die Kommentare kommen laufen dabei meist schubweise ein und haben des Öfteren auch schon für Belustigung in meiner Twitter-Followerschaft gesorgt. Die einzelnen Schübe haben offenbar damit zu tun, dass in diversen Foren mitunter Posts zum Voynich Manuskript (VMs) im Allgemeinen und einem spezifischen „Lösungsansatz“ (Euphemismus-Anführungszeichen) im Besonderen erscheinen, was die Leser|innen dieser Posts offenbar veranlasst, nach dem VMs und der Verkünderin* dieses „Lösungsansatzes“ zu googlen und darüber bei mir im Blog zu landen.

Ich stelle dazu fest, dass ich niemals einen Artikel zu diesem „Lösungsansatz“ geschrieben habe und dieses wohl auch nie tun werde. Die Dame hat sich in den Kommentaren zu einem Post, der sich mit wissenschaftlichen Herangehensweisen an die Analyse des VMs beschäftigte (die ich in meinem Post allerdings derbe kritisiere), selbst ins Spiel gebracht. Meine kurzen Einlassungen dazu wurden mit einer Klageandrohung per Mail beantwortet, die ich allerdings nicht Ernst nahm (auch wenn ich vorsichtshalber Rücksprache mit der Rechtsabteilung meiner Universität hielt) und von der ich bisher auch nichts weiter gehört habe.

Ich bleibe dabei, dass es vollkommen unwissenschaftlich ist, zu behaupten, man könnte etwas leisten (hier: die Übersetzung des VMs), man würde aber nicht verraten, wie man dazu imstande sein werde. Dafür erhielt ich prompte Unterstützung aus meiner Filterblase, in Kommentaren, auf Twitter, gar auf anderen Blogplattformen.

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Quelle: http://texperimentales.hypotheses.org/1797

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