Ö1-Interview mit Marie Jahoda

Kommende Woche (Donnerstag, 17.8.2017, 21:00-21:55) auf Ö1: Die Wiederholung eines 1996 geführten Gesprächs mit der Soziologin Marie Jahoda.

Im Februar 1996 reiste Doris Stoisser nach Sussex in England, um dort die damals 89-jährige Marie Jahoda, eine der bedeutendsten Sozialwissenschafterinnen der österreichischen Geschichte, zu interviewen.
Jahoda, geboren 1907 in Wien, hatte gemeinsam mit ihrem Mann Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel mit der 1932 erschienen sozialpsychologischen Studie "Die Arbeitslosen aus Marienthal" die empirische Sozialforschung begründet.
Als Mitglied der "Revolutionären Sozialisten" wurde sie während des Austrofaschismus verhaftet, kam durch internationale Interventionen frei und emigrierte 1937 nach Großbritannien, wo sie im April 2001 starb.
In diesem sehr persönlichen Gespräch erzählt Marie Jahoda von ihrem Leben und ihrem Verständnis von Gesellschaft.
Erst mit 86 Jahren erhielt sie mit dem "Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften" und dem "Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" die ersten Auszeichnungen für ihr wissenschaftliches Werk.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022630052/

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Crowdfunding für Buch zum Schäferhund-Hoax

Vor eineinhalb Jahren ermöglichte die totalitarismustheoretische Verblendung des im Pegida-Dresden angesiedelten Hannah-Arendt-Instituts eine der schönsten Wissenschaftsbetriebskritiken aller Zeiten, die unter der Bezeichnung Schäferhund-Hoax in die Annalen deutscher Wissenschaftsgeschichte eingegangen ist (vgl.).
Mittlerweile hat zu dieser Causa eine eigene Tagung stattgefunden, und für die Drucklegung des Tagungsbands kann nun unter https://www.startnext.com/schaeferhundhoax gespendet werden, ab 10 Euro ist eins dabei, ab 25 Euro wird ein Freiexemplar zugeschickt!

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022626874/

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Komplexitätsforschung III: Der imaginäre Zustand

Dirk Baecker Eine interessante Möglichkeit, Komplexität zu modellieren, stammt aus der älteren Mathematik. Der griechische Mathematiker Diophantos von Alexandria hat bereits im zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus vorgeschlagen, von „geordneten Paaren“ von Zahlen immer dann zu sprechen, wenn mathematische Gleichungen mindestens zwei Lösungen haben, die nicht aufeinander reduziert werden können. Das ist bei imaginären Zahlen, i = √-1, der Fall. Die Lösung, i = ±1, ist eine Oszillation, eine Selbstreferenz, eine Paradoxie. Imaginäre Zahlen ergänzen die reellen Zahlen zu den sogenannten komplexen Zahlen. Schaut man […]

Quelle: http://kure.hypotheses.org/274

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Liberal Arts, oder Philosophie, Kunst und Wissenschaft

Dirk Baecker Was leisten Schule und Universität für die Erziehung eines freien Menschen? In der Antike und noch im Mittelalter hätte man geantwortet, dass die Frage falsch gestellt ist. Als freier Mensch wurde man geboren, wenn man das Glück hatte, in eine freie Familie geboren zu werden. Bauern, Handwerker, Gewerbetreibende und Sklaven hatten dieses Glück nicht. Hatte man das Glück, in einer Familie geboren zu werden, die dem Adel angehörte oder andere Formen der Unabhängigkeit erreicht hatte (reiche Kaufleute), übernahm zunächst die Familie die […]

Quelle: https://kure.hypotheses.org/233

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Liberal Arts, oder Philosophie, Kunst und Wissenschaft

Dirk Baecker Was leisten Schule und Universität für die Erziehung eines freien Menschen? In der Antike und noch im Mittelalter hätte man geantwortet, dass die Frage falsch gestellt ist. Als freier Mensch wurde man geboren, wenn man das Glück hatte, in eine freie Familie geboren zu werden. Bauern, Handwerker, Gewerbetreibende und Sklaven hatten dieses Glück nicht. Hatte man das Glück, in einer Familie geboren zu werden, die dem Adel angehörte oder andere Formen der Unabhängigkeit erreicht hatte (reiche Kaufleute), übernahm zunächst die Familie die […]

Quelle: https://kure.hypotheses.org/233

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Der Hamburger Hafen: Kaffee und Kolonialismus

Hamburgs Geschichte ist bis heute eng mit dem Hafen und den dort gehandelten Waren verbunden. Neben Tabak und Kakao war Kaffee ein Importschlager des Kaiserreichs. Abgesehen von seiner stimulierenden Wirkung, war es vor allem die exotische Bewerbung, wegen der sich der Kaffee großer Beliebtheit erfreute. – von Benet Dörr

Der Weltmarkt für Kaffee entwickelte sich durch die aufkommende Nachfrage im 18. Jahrhundert. Erstmals entdeckten Fernhändler in Asien den Kaffee und brachten ihn Mitte des 17. Jahrhunderts nach Europa. Schon bald wurde Kaffee eine luxuriöse Alternative zu Wein an den Höfen Europas.

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Quelle: http://www.hh-geschichten.uni-hamburg.de/?p=3296

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Raketenstart 2016: Der Jahresbericht

Mit der Energie eines Raketentriebwerks drang der Arbeitskreis 2016 in viele Arbeitsfelder vor. Diese Anfänge lassen auf eine nachhaltige, aktive Zukunft hoffen. (Abb. Auszug Screenshot, Civilization 6 PC, Nolden)

Wenn man nicht mehr weiter weiß…

In aller Munde ist zurzeit, wie fürchterlich doch das Jahr 2016 gewesen sei. Wer die außenpolitischen Krisen beobachtet, schwelende Kriege und Konflikte oder die Schärfe religiös und politischer motivierter Gewalt, der kommt nicht umhin, aus den Erfahrungen von 2016 wenig erfreut nach 2017 zu blicken. Auch im akademischen Bereichgibt es große Probleme, insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ist die Stellenlage grundsätzlich schon desolat, (be)fristen Wissenschaftlerinnen und Wissenschafler in den meisten Fällen ihr Dasein auf Stellen, die nur selten langfristige Perspektiven bieten. Diese Struktur ist nicht nur für die persönliche Lebensplanung bedauerlich.

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Quelle: http://gespielt.hypotheses.org/1068

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Reisebilder anno 1536: Das Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich vor dem Hintergrund des Mäzenatentums und antiker Vorbilder

Von Priscilla Pfannmüller

Wenn wir heute auf Reisen gehen, dann dokumentieren wir diese mit einer Flut an Bildern, die wir gerne über Instagram, Facebook und Co. mit unseren Freunden und Followern teilen. Mit welcher Intention machen wir das? Um unsere Reise für die Öffentlichkeit zu dokumentieren, getreu dem Motto: Ich war da? Um uns selbst darzustellen? Oder entstehen diese Aufnahmen vielleicht aus einem wissenschaftlichen Interesse heraus?

Diese Fragen kann man nicht nur an heutige „Bilderzyklen“ von Reisen stellen, sondern auch auf wesentlich ältere Reisealben, etwa auf das sog. Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich von der Pfalz (1502-1559), übertragen.

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Quelle: http://hofkultur.hypotheses.org/671

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