Hygge – eine dänische Seligkeit

Die Fahndung nach einer Erklärung, warum die Skandinavier seit Jahren die Spitzenplätze auf der internationalen Wohlfühlskala einnehmen und die Dänen dabei im internationalen Vergleich regelmäßig zu den glücklichsten Menschen gekürt werden, hat zu einer seit Längerem unübersichtlich gewordenen Medienbewachung geführt, nicht zuletzt im angelsächsischen Raum. Auch eine zunehmende wissenschaftliche Abdeckung des Themas ist zu beobachten: In Redaktionen, in Thinktanks oder in wissenschaftlichen Instituten hat sich eine Glücksforschungsindustrie bemerkbar gemacht, die wirklich erstaunlich ist – aber bisher auch noch keine überzeugenden Antworten gefunden hat, warum gerade die Dänen glücklicher sind als ihre Nachbarn oder gar entferntere Nationen, die auf vergleichbarem Zivilisationsniveau auszumachen sind. Genauso wenig ist es bisher gelungen, dass die seit Jahren offensichtliche Korruptionsanfälligkeit der isländischen politischen und wirtschaftlichen Nomenklatur in die einschlägigen Bewertungsskalen eingegangen ist.

In den Fokus ist bei dieser postfaktischen Ursachenergründung seit einiger Zeit der Begriff hygge geraten, ein „Lebensgefühl, das einfach glücklich macht“ (der Begriff kommt eigentlich aus dem Norwegischen). Der Observer nennt eine lange Liste von Dingen, die unbedingt zu hygge gehören,[1] und die Süddeutsche Zeitung brachte Ende 2016 innerhalb von drei Monaten immerhin zwei große Beiträge zum Thema;[2] andere Medien kommen bei der  Berichterstattung auch selten um eine Seite herum. In München residiert ein Online-Shop, der hygge-Artikel vertreibt.

Der Journalist Elmar Jung beschrieb Dänemark schon 2013 auf 300 Seiten im Grunde als hygge-Land. Im Schwedischen gibt es ein vergleichbares Wort nicht, aber die Institution fika kommt dem assoziierten Lebensgefühl recht nahe: fika ist die im Arbeitsleben fest institutionalisierte und mit allerlei Zutaten – vor allem Kaffee – angereicherte und strikt einzuhaltende Arbeitspause am Vormittag und am Nachmittag.

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Quelle: https://nofoblog.hypotheses.org/281

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Müssen wir Europa ‚anders‘ denken? Eine kulturwissenschaftliche Antwort

Die kulturwissenschaftliche Antwort auf die Frage, ob wir Europa ‚anders‘ denken müssen, lautet eindeutig ja. Da die sozio-kulturelle und epistemologische Figuration, in der die Europaidee der Aufklärung entstand und sich durchsetzte, zerfällt, ist zu fragen, wie stattdessen zu denken ist.

Der Beitrag Müssen wir Europa ‚anders‘ denken? Eine kulturwissenschaftliche Antwort erschien zuerst auf Wolfgang Schmale.

Quelle: http://wolfgangschmale.eu/europa-anders-denken/

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Under Construction: Die Elbphilharmonie in Social Media

Witze über die Elbphilharmonie haben leider mittlerweile einen äußerst langen Bart, wie man sprichwörtlich so schön sagt. Die Legende um das Gebäude, das einfach nicht fertig werden wollte, reiht sich ein in eine illustre…

Quelle: http://musermeku.hypotheses.org/5156

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Twitter-Dämmerung – MMAUVS und der #BayreuthFake

“Traue niemandem”, den Tipp hatte FBI-Agent Fox Mulder bereits 1993 für seine Partnerin Dana Scully parat – zu einer Zeit, in der noch keiner ahnen konnte, wohin sich das Internet entwickeln würde. Was sich bei “Akte X” in…

Quelle: http://musermeku.hypotheses.org/5213

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Der Geisteswissenschaftler, das meinungslose Wesen?

© Flickr/ Yosuke Muroya (with changes)

© Flickr/ Yosuke Muroya (with changes)

Manchmal sind Tagungen wie eine Reise in eine glitzernde digitalverliebte idealistische Filterblase. Manchmal sind sie aber auch wie eine Reise in die kalte harte Realität, in der man sich selbst und anderen den Feenstaub und den Idealismus vorenthält. Natürlich, Realität ist Realität und nicht jeder kann ein Filterblasen-Liebhaber sein. Aber Leider erlebe ich es in letzter Zeit öfter, dass Geisteswissenschaftler und Kulturler sich scheuen, sich dafür einzusetzen, wie Arbeit und Forschung in den “schönen Künsten” sein sollten. Haben wir unseren Idealismus und unsere Meinung verloren?

Geisteswissenschaftliches Geheimwissen?

Geisteswissenschaftliche Forschung ist nicht immer eindeutig, oft es geht um – fundierte und wohlüberlegte – Interpretationen. Nicht selten stehen sich dabei mehrere Meinungen gegenüber und die verschiedenen Blickwinkel befruchten die Arbeit – sofern deren Konditionen das zulassen.

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Quelle: http://kristinoswald.hypotheses.org/1703

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Besser als Benedict Cumberbatch: Über Photobombing und Anti-Selfies

Photobombing kann Fotos ruinieren. Manchmal erfolgt es bewusst durch einen Verursacher mit Störungsabsicht, manchmal geschieht es unbewusst durch ein Versehen. In jedem Fall, egal ob im Hintergrund jemand alle Blicke auf sich zieht, oder…

Quelle: http://musermeku.hypotheses.org/4971

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Im Land der Einhörner – Das Mindestlohn- Praktikum

In einem fernen wunderschönen Land, in dem Einhörner über rosa Wolken galoppieren, gibt es sie: Geisteswissenschaftler, die für ein Praktikum im Bildungs- und Kulturbereich den Mindestlohn bekommen. Pro Monat fast 1.500 Euro – mitunter ist das mehr, als so mancher Promovierte in einem Volontariat erhält. Doch gibt es diese Praktikanten wirklich? Kennt zumindest jemand eine Person, die von jemandem gehört hat, dessen Cousine mal mit jemandem in einem Seminar war, dessen Bruder angeblich usw. … ? Einhörner, Bigfoot oder das Bernsteinzimmer Grundsätzlich sind Institutionen, … Im Land der Einhörner – Das Mindestlohn- Praktikum weiterlesen

Quelle: http://musermeku.hypotheses.org/4226

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Berufsperspektiven für Geisteswissenschaftler: How low can you go?

„Was nichts kostet, ist nichts wert.“ Dieses Zitat stammt von Albert Einstein. [1] Schaut man sich die Gehälter in Berufen an, für die ein geisteswissenschaftliches Studium die Voraussetzung ist, welche Schlussfolgerungen lassen sich hieraus ziehen? Märkte werden von Angebot und Nachfrage bestimmt; wo zu viel Angebot ist und zu wenig Nachfrage, sinken die Preise. Warum für etwas viel Geld ausgeben, was man auch günstig bekommen kann? Man hat schließlich nichts zu verschenken, man muss Mittel einsparen, Ausgaben reduzieren und wenn man schon keine Gewinne … Berufsperspektiven für Geisteswissenschaftler: How low can you go? weiterlesen

Quelle: http://musermeku.hypotheses.org/4173

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