Vom Fotozugang zur virtuellen Ausstellung – Anmerkungen zur Öffentlichkeits- und Erschließungsarbeit des Stadtarchivs Lemgo

von Marcel Oeben

Das Stadtarchiv Lemgo präsentiert seit 1991 regelmäßig Archivausstellungen in seinen Räumen. Anlässe dafür sind häufig Jubiläen und andere, äußere Anlässe. Für die aktuelle Archivausstellung „Aufbruch und Tradition – Lemgo in den 50’er Jahren“ liegt der Ursprung in einem vollen Kofferraum.

Kofferraum mit Negativen und Kontaktstreifenabzügen des Fotoarchivs Walzer (Foto: Hartmut Walter)

Das zugehörige Auto gehört einem bekannten, privaten Lemgoer Sammler, der die Negative und Kontaktstreifenabzüge als Dachbodenfund  geschenkt bekommen hatte.



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Quelle: https://archivamt.hypotheses.org/5452

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Ausstellung zu 80er-Subkultur in BRD und DDR im Dresdner Albertinum

Im Dresdner Albertinum wird noch bis Mitte November die Ausstellung Geniale Dilletanten - Subkultur der 1980er Jahre in West- und Ostdeutschland gezeigt, die eine Epoche ins Gedächtnis ruft, in der Bands so schöne Namen wie Freiwillige Selbstkontrolle, Wutanfall, Restbestand oder Schleim-Keim hatten; einen gar schröcklich romantische Passage eines der Lieder der letzteren zitiert das ND in seiner heutigen Ausstellungsbesprechung: Komm gib mir deine Hand / Wir wollen zusammen verrecken.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022629565/

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Zerknitterte Pergamentstückchen, Palimpseste und Buchumschläge

Im Mainzer Dom- und Diözesanmuseum wurden von März bis Juni 2017 Zeugnisse früher Mainzer Schriftlichkeit ausgestellt. Neben großen Torinschriften und prachtvoll gearbeiteten Bibeln finden sich Blätter und Bücher, die deutliche Spuren unachtsamen Gebrauchs oder nachlässiger Aufbewahrung zeigen. Die Heidelberger Mittellateinerin Kirsten Wallenwein lässt bei ihrer Führung durch die Ausstellung gerade diese – auf den ersten Blick weniger kostbaren – Exponate in hellem Licht erstrahlen.

Es war einmal eine Zeit, da war die Stadt Mainz ein Zentrum gelehrter Schriftlichkeit. Im Dom zu Mainz befand sich eine Bibliothek, die unermessliche Schätze bewahrt haben muss. In den 1790er Jahren wurde Mainz jedoch einer der Schauplätze der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem revolutionären Frankreich und Preußen. Im Sommer 1793 verbrannte die gesamte Bibliothek. Das frühmittelalterliche Schrifttum der Stadt Mainz ist daher nur in den Stücken erhalten, die sich nicht in der Bibliothek befanden oder die aus Stein waren: Entliehene, gestohlene oder zweitverwertete Bücher (Codices) sowie Schriftstücke, die aus anderen Gründen nicht in der Bibliothek aufbewahrt wurden, sowie Inschriften an Bauwerken oder auf Grabsteinen.

Die Ausstellung im Dom- und Diözesanmuseum, die in Kooperation mit dem SFB 933-Teilprojekt zu Reliquienauthentiken konzipiert wurde, hatte das Ziel, die Reichhaltigkeit des frühen Mainzer Schrifttums zu zeigen.

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Quelle: https://sfb933.hypotheses.org/253

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P. Albert Hübl – Bibliothekar, Archivar, Gymnasialdirektor

Der Historiker Pater Albert Hübl (1867–1931) zählt zu den bedeutendsten Mönchen des Schottenklosters; seine Leistungen wirken noch heute nach, seine Werke sind nach wie vor in Verwendung. Am 21. Juli dieses Jahres jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal – Anlass für eine Würdigung in Form einer kleinen Sonderpräsentation im Museum im Schottenstift wie auch hier im Blog.

Geboren wurde der junge Karl Hübl am 21. Juli 1867 als Sohn eines Simmeringer Gastwirtes (heute 11. Wiener Gemeindebezirk). Nach dem Besuch des Schottengymnasiums trat er 1885 unter dem Ordensnamen Albert in die Schottenabtei ein und studierte an der Universität Wien zunächst Theologie, danach auch Geschichte und Geographie. 1890 wurde er zum Priester geweiht, ab 1895 unterrichtete er selbst am stiftseigenen Gymnasium.

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Quelle: http://schotten.hypotheses.org/1335

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Ausstellung: Der „Welsche Gast“ des Thomasin von Zerklaere

In Kooperation mit dem SFB 933 präsentiert die Universitätsbibliothek Heidelberg vier Handschriften der mittelalterlichen Verhaltens- und Tugendlehre – Schwerpunkt liegt auf den Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte

Die erste umfassende Verhaltens- und Tugendlehre in deutscher Sprache – der „Welsche Gast“ von Thomasin von Zerklaere – steht im Mittelpunkt einer Kabinett-Ausstellung, zu der die Universitätsbibliothek Heidelberg einlädt. Vier mittelalterliche Handschriften dieses Werks, die zwischen 1250 und 1460/70 entstanden sind, werden zu sehen sein. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf den über die Jahrhunderte hinweg erfolgten Veränderungen durch das Abmalen der Bilder. Die Eröffnung der Ausstellung „Die Tücken von knapp 300 Jahren ‚Copy & Paste‘“, die in Kooperation mit dem Heidelberger Sonderforschungsbereich „Materiale Textkulturen“ erarbeitet wurde, findet am 24. April 2017 statt. Sie wird bis zum 3. September gezeigt.

„Im Mittelalter ist jedes Buch ein Unikat.

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Quelle: https://sfb933.hypotheses.org/170

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Jana König/Elisabeth Steffen: Ein kritischer Blick auf museale Repräsentationen von…

Eine neue Publikation der Rosa Luxemburg Stiftung:

König, Jana/Steffens, Elisabeth: From nation to migration – and back? Ein kritischer Blick auf museale Repräsentationen von Migrationsgeschichte

Abstract:

Die Dominanz des Nationalen in der Geschichtsschreibung wird durch die Repräsentation von Migrationsgeschichte nicht grundlegend in Frage gestellt, sondern aktualisiert

Migration prägt diese Gesellschaft – seit langer Zeit und in den verschiedensten Formen, seien es staatlich gelenkte oder selbst organisierte, ökonomisch bedingte oder politisch motivierte Bewegungen von Menschen aus den verschiedensten Ländern und in die unterschiedlichsten Städte und Regionen des Landes. Deutschland ist ein Einwanderungsland – so simpel dieser Befund auf den ersten Blick scheinen mag, so mühsam errungen ist seine öffentliche Anerkennung in der politischen Sphäre ebenso wie in kulturellen Repräsentationen der Vergangenheit – die Geschichte der Migration war in Deutschland lange Zeit ein 'blinder Fleck' im vorherrschenden Geschichtsbewusstsein. Erst seit Beginn der 2000er Jahre, im Zuge der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes unter der rot-grünen Regierung sowie dem darauf folgenden Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes, erfährt Migrationsgeschichte eine zunehmende Aufmerksamkeit im Rahmen von Ausstellungen, Publikationen und geschichtswissenschaftlichen wie museologischen Fachtagungen. Damit finden die teils jahrzehntelangen Bemühungen migrantischer Initiativen und Organisationen für eine Sichtbarmachung ihrer Geschichte in Deutschland erstmals Gehör in einer breiteren Öffentlichkeit.

In ihrem Artikel werfen Jana König und Elisabeth Steffen einen genaueren Blick auf die Entwicklungen in diesem Feld und analysieren die vorherrschenden Repräsentationsweisen, die die Darstellung von Migrationsgeschichte in den letzten Jahren geprägt haben. In diesem Zuge problematisieren sie insbesondere das Verhältnis zwischen Migration und Nation, das diesen Repräsentationsweisen zu Grunde liegt. Schließlich gehen sie der Frage nach, ob und unter welchen Voraus­setzungen eine Thematisierung von Migrationsgeschichte dazu geeignet wäre, etablierte nationale Erzählungen herauszufordern.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022601666/

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Bilder der Revolte: „Studium ist Opium“

Bilder der Revolte: „Studium ist Opium“

Die Demonstrationen rund um den Schah-Besuch, der Tod von Benno Ohnesorg oder die Proteste gegen die Notstandsgesetze sind Motive der Fotografien von Ludwig Binder (1928-1980). Der ehemalige Student der Freien Universität Berlin hatte 1961 ein eigenes Fotostudio eröffnet, nachdem er schon vorher für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen tätig gewesen war. Mit seinem Team aus freien Mitarbeitern hielt er nun viele große und kleinere Ereignisse im geteilten Berlin mit der Kamera fest. Trotzdem ist Binder heute nur noch einem kleinen Kreis von Personen bekannt, und auch in der Wissenschaft fanden seine Bilder wenig Beachtung. Diesen Zustand wollen die Initiatoren von „Bilder der Revolte“ ändern.

Die noch recht junge Webseite, die im Rahmen des Kultur-Hackathons „Coding da Vinci“ entstanden ist, ist ein relativ kleines Projekt:[1] Kulturinstitutionen stellen sonst schwer zugängliche Daten- oder Bildersätze ins Internet, die dann von allen Nutzern frei verwendet werden können. Das Projekt „Bilder der Revolte“ zeigt die Aufnahmen des Fotografen Ludwig Binder, die die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland digitalisiert und unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 3.0 DE) verfügbar gemacht hat.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2016/12/19/bilder-der-revolte-studium-ist-opium/

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Fotografien von Rudi Meisel: LANDSLEUTE 1977-1987

Fotografien von Rudi Meisel: LANDSLEUTE 1977-1987

Verkehrserziehung in einer Siedlungsstraße, Küssende auf dem Bahnhof Alexanderplatz, Wartende in Dresden und Berlin … Rudi Meisels Fotografien als Soziologie des Alltäglichen zu interpretieren, fällt nicht schwer. Der erste Blick erfasst ein Motiv, das im Mittelpunkt zu stehen scheint, doch bald schweift er ab auf das, was sonst noch zu sehen ist: Andere Akteure, die Stadtlandschaft, scheinbar Nebensächliches avanciert zum Anknüpfungspunkt einer eigenen Blickreise durch das Foto.

In 25 Bildpaaren zeigt die Ausstellung das „subtile Dazwischen“ des Alltags in beiden deutschen Staaten. Auch „zeitgeschichtliche Verweise sind erlaubt“, so der Fotopublizist Hans-Michael Koetzle. Die Ausstellung vereint Bilder, die von 1977 bis 1987 für das „Zeit“-Magazin in der DDR entstanden, mit eigenen Geschichten der Bundesrepublik.

Rudi Meisel, geboren 1949 in Wilhelmshaven, studierte bei Otto Steinert an der Essener Folkwangschule Fotografie und Bildjournalistik. Er arbeitete mit Otl Aicher und Norman Foster sowie „in eigenem Auftrag“.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2016/11/07/fotografien-von-rudi-meisel-landsleute-1977-1987/

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Ausstellungsbericht: Spettacolo barocco! Triumph des Theaters

Spettacolo barocco! Triumph des Theaters – Bericht zur Ausstellung im Österreichischen Theatermuseum vom 3. März 2016 bis 30. Januar 2017

Marko & Sabrina-Victoria Deisinger (Wien)

Derzeit präsentiert das Österreichische Theatermuseum im Wiener Palais Lobkowitz die Ausstellung Spettacolo barocco! Triumph des Theaters. Den Kern der Ausstellung bilden Objekte aus den reichhaltigen Barockbeständen des Theatermuseums. Während aus der Sammlung der Handzeichnungen so wertvolle Objekte wie Ausstattungsentwürfe und Kostümfigurinen der einst im Dienst der Habsburger stehenden Künstler Lodovico Ottavio Burnacini, Antonio Daniele Bertoli und Giuseppe Galli Bibiena stammen, sind der Sammlung der Theatergrafik seltene Kupferstiche und Radierungen entnommen, welche die in der Schau thematisierten Theateraufführungen und Feste in Bild und Wort festgehalten haben. Ergänzt werden diese Exponate durch Zeichnungen, Modelle, Gemälde, Partituren, historische Musikinstrumente sowie originale Kostüme, Requisiten und Kulissenteile von Leihgebern aus dem In- und Ausland, z.

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Quelle: http://fnzinfo.hypotheses.org/869

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Von Gummibären und essbarem Papier. Fluch und Segen im Archiv

Wir schreiben das Jahr 1965. Die Generation um Polke, Palermo und Richter stellen ihre Kunst in den Räumen der jungen Galeristen wie René Block und Konrad Fischer aus. Doch neben der Ausstellung der Werke selbst, spielt die Inszenierung derselben von der Einladungskarte, der oft an ein Happening erinnernden Eröffnung und der inszenierten Künstlerinterviews eine ebenso wichtige Rolle. Es gilt Aufmerksamkeit zu erwecken, die Galeriebesucher zu überraschen und sie in die Ausstellung zu integrieren. Was liegt da näher, als den Betrachter zu verköstigen. Und am besten gibt man den potentiellen Galeriebesuchern einen Vorgeschmack und druckt die Einladungskarten auf essbares Papier oder klebt ein Gummibär darauf. Und da behauptet man: Kunst macht nicht satt!

EK-1965-09-27-B

Einladungskarte mit schwarzem Gummibär anlässlich der „Festwochenausstellung 65. Hommage à Berlin.

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Quelle: http://gra.hypotheses.org/2270

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