Lernen mit der Sammlung. Ein Erfahrungsbericht

von Lisa Maria Wirzel, Universität Wien

Mein Fach lehrt mich eines bedachten Umgangs mit den materiellen Hinterlassenschaften antiker Gesellschaften. Exkursionen und Lehrgrabungen ermöglichen es, einen direkten Bezug zu den Gegenständen herzustellen und Zeitschichten durchdringende Erkenntnisse zu gewinnen. Dank einer am Archäologischen Institut der Universität Wien ansässigen Sammlung ist es möglich, vor Ort antiken Sehgewohnheiten nachzuspüren. In diesem Beitrag gebe ich einen Überblick zum Bestand und zeige anhand der von mir belegten Lehrveranstaltungen, weshalb die Arbeit in und mit der Sammlung für meine weitere universitäre Ausbildung prägend war.

Blick in den Seminarraum in der Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie der Universität Wien. © Alina Strmljan

Die Archäologische Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie der Universität Wien war von Beginn an als Studien- und Lehrsammlung[i] gedacht, was durch die Platzierung eines Seminarraums inmitten der Sammlungsräumlichkeiten deutlich wird. Die Sammlung umfasst Gipsabgüsse und Originale und deckt nicht nur einen großen zeitlichen Rahmen, sondern auch diverse Gattungen ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Abgüssen antiker Bautenreliefs aus dem griechischen Kulturraum.

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Quelle: https://sammeln.hypotheses.org/1294

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Völlig losgelöst von der Erde schwebt Major Tom

Traumverloren schweift der Blick von der Horizontlinie nach oben gen Firmament – den Sternen entgegen. Wir träumen von ihrer Vielzahl, lassen uns in ferne Weiten entführen.

Dort oben, heißt es, schwebt unser Müll, dort schwirren Massen an Satelliten- und Raketenteilen umher. Auch heben sich da oben bekannte Dimensionen auf: 147 bis 152 Millionen Kilometer trennen Mond und Sonne oder 15 Millionen Grad Celsius im Nukleus der Sonne.

Ausstellungsansicht: Rasmus Søndergaard Johannsen, Lineated Luminary, 2018 Eisenblaudruck (links), Anselm Schenkluhn, fast and furious, 2016, Öl auf Leinwand mit LED-Lampen (rechts) © Robert Schittko

Ausstellungsansicht: Rasmus Søndergaard Johannsen, Lineated Luminary, 2018 und 2017 Eisenblaudruck (rechts und links), Sophie Kitching, re-, 2015, Acryl (vorn links) und Ausblick, 2018, Blattgold (oben rechts) © Robert Schittko



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Quelle: https://thearticle.hypotheses.org/846

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Baselitz: Eine Annäherung

Von der Kunst, ein Sonderling zu sein

Wie soll man Maler sein in einer Welt, in der sich Realismus von vornherein verbietet? Zu einer Zeit, in der die Mimesis restlos aufgegangen zu sein scheint in der Fotografie? Zu einer Zeit, da die Abstraktion als Weltsprache gilt und Alternativen rar sind?

Wie tief die Traumata der Nazi-Zeit und des Zweiten Weltkrieges sowie aller Folgen inklusive des Kalten Krieges sitzen, dies kann man einigermaßen ermessen, wenn man Georg Baselitz zuhört – etwa in dem Künstlergespräch, das Kurator Moritz Schwander mit dem Jubilar am 16. Februar in der Fondation Beyeler führte. Trotz seiner Auskunftsfreude, die sich in zahlreichen Interviews manifestiert, ist und bleibt Baselitz der vielleicht hermetischste und zugleich expressivste jener deutschen Malergeneration, die sich in den 1960er Jahren wieder der Figuration zuwandten. Die Vertreter dieser Gruppe – meist bärtige, wuchtig wirkende Männer – entstammen überwiegend Lehrerfamilien und kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Sachsen – oder dem benachbarten Böhmen und Schlesien. Bei aller Heterogenität verbinden sie Fluchtschicksale sowie die daran anschließende Erfahrung des Fremd-Seins.



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Quelle: http://artincrisis.hypotheses.org/2005

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Ein Flagshipstore am Museumsufer? Kritische Bemerkungen zur Ausstellung „Jil Sander. Präsens“ im Museum Angewandte Kunst Frankfurt

Fast 47.000 Besucher hat die Ausstellung „Jil Sander. Präsens“ allein in den ersten zwei Monaten ins Museum Angewandte Kunst Frankfurt gelockt und dem Haus einen neuen Besucherrekord eingebracht.1 Die Ausstellung setzt die erfolgreiche Publikumsentwicklung seit der Neueröffnung des Hauses unter Matthias Wagner K fort. Doch worin genau besteht das Erfolgskonzept der Ausstellung „Jil Sander. Präsens“?

Ausstellungsansicht „Jil Sander. Präsens“, 2017 im Museum Angewandte Kunst         © Paul Warchol



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Quelle: https://thearticle.hypotheses.org/830

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Verschwunden und wieder aufgetaucht

Die Kunstbestände, die Cornelius Gurlitt von seinem Vater Hildebrand Gurlitt ererbt hat, umfassen größtenteils Werke der Moderne. Über der Sammlung selbst hängt der Verdacht, daß es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft handelt. Um die Fragen nach der Herkunft der Kunstwerke zu klären, werden derzeit umfängliche Anstrengungen unternommen. Parallel zu den Provenienzrecherchen laufen derzeit zwei Ausstellungen, eine in Bern („,Entartete Kunst‘ – beschlagnahmt und verkauft“), die andere in der Kunsthalle Bonn unter dem Titel „Bestandsaufnahme Gurlitt – Der NS-Kunstraub und die Folgen“.

Anfang Januar habe ich die Bonner Ausstellung besucht, die einen nachhaltigen Eindruck auf mich gemacht hat: da ist das Schicksal des Kunsthändlers Gurlitt, seine Hingabe zur Kunst, aber eben auch seine Verstrickung in die Zeitläufte und hier vor allem seine Tätigkeit als Kunsthändler im nationalsozialistischen Deutschland. Allenthalben stößt man als Besucher auf das Schicksal all der modernen Künstler, deren Leben und künstlerisches Schaffen durch die Verfolgung und Verfemung geprägt und vielfach zerstört wurden. Noch nie habe ich eine Ausstellung gesehen, die so konsequent auf das Problem der Provenienz von Kunstwerken hingewiesen hat: wie der Name eines Künstlers, der Titel des Werks oder die Entstehungszeit gehören eben auch Provenienzangaben zu den unverzichtbaren Metadaten eines jeden Objekts.

Die Bonner Ausstellung zeigt eine Auswahl aus der Gurlittschen Sammlung.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1279

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Religion im Kunstmuseum

von Melanie Seidler

„Du machst dein Praktikum in einem Kunstmuseum? Was hat das denn mit Religion zu tun?“ So oder ähnlich reagierten viele meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen als sie von meinen Plänen hörten, mein religionswissenschaftliches Praktikum mit meinem zweiten Studienfach, der Kunstgeschichte, zu verbinden. Jedoch habe ich bereits am ersten Tag meines siebenwöchigen Praktikums die Bestätigung erhalten, dass Kunst und Religion durchaus sehr eng zusammenhängen können. Denn die stellvertretende Direktorin des Hauses plant für das kommende Jahr eine Ausstellung zu einem jüdischen Künstler der Neuzeit.

 

Um wen genau es sich dabei handelt, darf ich leider nicht verraten, da das Museum selbst noch nichts zu diesen Ausstellungsplänen veröffentlicht hat. Jedoch war die stellvertretende Direktorin regelrecht begeistert davon, bei ihrer wissenschaftlichen Recherchearbeit Unterstützung von einer angehenden Religionswissenschaftlerin zu erhalten.

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Quelle: https://relpraxis.hypotheses.org/124

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Ausstellung „Geldmacher“ von Michael Riedel im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank

Die Ausstellung „Geldmacher“ von Michael Riedel ist seit dem 20.11.2017 im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank zu sehen.

Für diese Schau lies Riedel mehr als dreihunderttausend Scheine auf originalem Banknotenpapier im Format der sieben unterschiedlichen Euro-Banknoten mitsamt den glänzenden Sicherheitsmerkmalen drucken. Diese werden gebündelt und aufeinander gestapelt in Vitrinen präsentiert. Bedruckt ist das Kunstgeld mit einer schwarz-weiß Grafik basierend auf Michael Riedels E-Mailaustausch mit seiner Galerie, was auf die Beziehungen zwischen Kunst und Wirtschaft anspielt. Seine typische Schriftbildästhetik zeigt sich auch in der wandfüllenden Tapete, deren Muster auf einem Programmiercode der Bargeldlogistik beruht, wobei hier Fragen nach Transparenz und Sicherheit thematisiert werden.

Die Ausstellung läuft bis zum 25.

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Quelle: https://thearticle.hypotheses.org/509

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Diorama forever

Zwei Ausstellungen spüren aktuell in Frankfurt Illusions- und Immersionserfahrungen nach. In kulturhistorischer Perspektive nähert sich die Schirn Kunsthalle dem Thema des Diorama an. Der Frankfurter Kunstverein präsentiert Experimente mit Virtual Reality und fragt nach deren Wirkung auf Wahrnehmungsweisen. Beide, gleichermaßen mutige, Ausstellungen können im Kontext zueinander gelesen werden; so ist das Diorama nicht zuletzt ein historischer Vorläufer heutiger VR-Technologien.

„Diorama is alive“, rief Laurent Le Bon den Anwesenden während seiner äußerst kurzweiligen Rede am Eröffnungsabend in der Schirn zu. Das Diorama lebt – diese These des Kurators bestätigt gleichzeitig der keine 50 Meter entfernt liegende Frankfurter Kunstverein mit seiner aktuellen Ausstellung „Perception is Reality“. So unterschiedlich die Häuser, so verschieden die Schwerpunktsetzungen.

Während der Fokus in der Schirn auf der Kulturgeschichte des Dioramas liegt, in dessen Kontext auch zeitgenössische Werke gezeigt werden, widmet sich der Frankfurter Kunstverein an Hand junger Positionen dem Thema Virtual Reality.

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Quelle: http://artincrisis.hypotheses.org/1903

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