Kategorie: 19. Jahrhundert

GAG580: Die Schlacht bei Culloden

Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1745, als ein gewisser Charles Edward Stuart von Frankreich nach Schottland übersetzt um seiner Familie den Thron von Schottland und England zurückzuholen. Es ist ein Aufstand, der schließlich in der Schlacht bei Culloden enden wird.

Wir sprechen über den Aufstand, die Schlacht und die Folgen für die daran Beteiligten. Vor allem aber auch darüber, wie all das in späteren Jahrhunderten wahrgenommen und verarbeitet wurde.

Erwähnte Folgen

Literatur

  • Davis, Leith: Jacobitism and Cultural Memory, 1688–1830. Elements in Eighteenth-Century Connections. Cambridge: Cambridge University Press, 2025. DOI: 10.1017/9781108986441.
  • Pittock, Murray: Culloden (Cùil Lodair). Great Battles. Oxford: Oxford University Press, 2016.
  • Pollard, Tony (Hg.): Culloden: The History and Archaeology of the Last Clan Battle. Barnsley: Pen & Sword Military, 2009.

Das Episodenbild zeigt die Heimkehr eines Highlanders nach der Gefangenschaft im Jahr 1746, auf einem Gemälde von John Everett Millais, aus dem Jahr 1852.

Vielen Dank an Martin Hemmer für die schöne Version des Skye Boat Songs. Wer ihn runterladen will, das geht hier: https://www.geschichte.fm/skyeboatsong

Infos zum eingangs erwähnten Theaterstück über Obaysch gibt’s hier: https://theater-hochx.de/veranstaltung/obaysch-oder-die-verrueckte-geschichte-vom-ersten-nilpferd-in-europa/2026-11-20/

Die erwähnten Bücher bei Pustet gibt’s hier: https://www.pustet.de/shop/magazine/154062/daniel_messner_richard_hemmer.html

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GAG579: Als 1900 die Taxis schon elektrisch fuhren

Eine Geschichte über die erste Hochphase der Elektromobilität

Um 1900 dürfen in Hamburg nur Elektrotaxis fahren, wird der Geschwindigkeitsrekord von einem Elektroauto gehalten und setzt der größte Automobilhersteller der Welt auf Elektromotoren. Doch kurz darauf ändert sich die Lage: Nach dem Ersten Weltkrieg führen die Elektroautos über viele Jahrzehnte nur mehr ein Nischendasein.

Wir sprechen in der Folge über die kurze Blüte der Elektromobilität um 1900, die ersten wiederaufladbaren Batterien, ein missglücktes Taximonopol und den ersten Porsche.

Erwähnte Folgen

Literatur

  • Gheis Mom, The Electric Vehicle: Technology and Expectations in the Automobile Age, 2004.
  • David Kirsch: The Electric Vehicle and the Burden of History, 2000.

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GAG576: Die D’Arcy-Konzession und die Anfänge des Erdölzeitalters

Eine Geschichte über erste Ölbohrungen, Gusher und die weltpolitischen Folgen

Mitte Mai 1910 schießt aus einem Bohrloch im Süden Kaliforniens plötzlich die Fördervorrichtung aus dem Boden – gefolgt von Schlamm, Sand und Erdöl. Die schwarze Fontäne ist bis zu 60 Meter hoch und verteilt 18 Monate lang Millionen von Barrel Öl in der Umgebung. Der „Lakeview Gusher“ ist der bis dahin größte Blowout in der Geschichte der Ölförderung.

Wir sprechen in der Folge über die Anfänge der Petromoderne und wie ein französischer Archäologe eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, die bis heute weltpolitische Tragweite hat.

Erwähnte Folgen

Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag576/

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GAG574: Dirndl und Lederhosen

Eine Geschichte über Trachten und erfundene Traditionen

Im Jahr 1883 lässt der Lehrer Josef Vogl für sich und seine Stammtischfreunde von einem Säckler im oberbayerischen Miesbach kurze Lederhosen herstellen. Doch statt Bewunderung ernten sie vor allem skeptische Blicke. Als „Kniehösler“ werden sie verspottet und die Kirche verweigert ihnen die Teilnahme an Prozessionen. Zuspruch kommt hingegen vom bayerischen König.

Wir sprechen in der Folge über Lederhosen, Dirndl und wie die bayerisch-alpenländischen Trachten im 19. Jahrhundert erfunden wurden.



[...]

Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag574/

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GAG573: Scrip, Truck und der Company Store

Wir springen in dieser Folge ins 19. und frühe 20. Jahrhundert und sprechen über eine Sache, die vor allem, aber nicht nur, in Kohlebergwerken Verwendung fand: Scrip, also Geldersatz, der Dinge vereinfachen sollte, Menschen aber auch in Abhängigkeiten führte. Wir schauen uns dafür vor allem die Gruben in den Appalachen, dem Gebirge im Osten der USA an, wo der Firmenladen, der Company Store, und die Firmenstadt, die Company Town, eine ganz eigene Lebenswelt hervorbrachten.

„Another day older and deeper in debt“ aus dem berühmten Lied „Sixteen Tons“ dient uns dabei als Orientierungshilfe: wie sah das Leben in so einer Stadt tatsächlich aus, und wie wurden die Bergleute und ihre Familien daran gebunden?

Erwähnte Folgen

Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag573/

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GAG564: Sarah Winchester und ihr Mystery House

Wir springen in dieser Folge in die USA, genauer nach San José in Kalifornien. Dort steht ein auf den ersten Blick rätselhaftes Gebäude, bekannt als das Winchester Mystery House. Es ist heute eine viel besuchte Attraktion, der eine geisterhafte Legende zugrunde liegt.

Wir sprechen in dieser Folge über diese Legende: wie dieses Haus zustande kam, wer die angeblich so geheimnisvolle Bauherrin war und warum gerade das Ende des 19. Jahrhunderts in den USA ein so fruchtbarer Boden für Geistergeschichten ist.

Erwähnte Folgen

Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag564/

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DARIAH-DE Working Paper Nr. 46 erschienen

Julian Schröter, Johannes Leitgeb und Theresa Valta beschreiben im neusten Beitrag der DWP
ein zwischen 2018 und 2022 aufgebautes Korpus aus Novellen und Erzählungen im
mediengeschichtlichen Kontext der Journale und Taschenbücher des 19. Jahrhunderts und
diskutieren auf dieser Grundlage welche Metadaten in welcher Weise erfasst werden sollten, um kultur-, medien- und sozialgeschichtliche Fragen im Rahmen computergestützter Analyseverfahren beantworten zu können.

Zu finden ist der Beitrag unter:

Ein digitales Korpus der Novellen und Journalprosa des 19. Jahrhunderts: ​Herausforderungen der Metadatenerschließung​ (​​DARIAH-DE Working Papers​, 46​​)
Schröter, J.; Leitgeb, J.& Valta, T.​ (2023)
Göttingen​: DARIAH-DE.

[...]

Quelle: https://dhd-blog.org/?p=19331

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Professoren und Vereine. Außeruniversitäre Tätigkeitsfelder Bonner Hochschulangehöriger 1848-1914

Thomas Fuchs geht in seiner im Wintersemester 2020/21 an der Universität Bonn eingereichten Dissertation den außeruniversitären Aktivitäten der Bonner Professoren zwischen 1848 und 1914 nach. Dieser Zeitraum ist eine Epoche, in der sich die Rahmenbedingungen für Professoren an deutschen Universitäten – zum Beispiel durch die Einführung der Habilitation – maßgeblich verändert haben. Ein Prozess, der schon weitgehend untersucht worden ist, allerdings immer in Bezug auf die Betätigung der Lehrenden in der jeweiligen Universität. Weniger im Fokus stand bislang ihr Engagement außerhalb ihrer Universität, beispielsweise in Vereinen oder in der Politik. Hier setzt die Arbeit von Thomas Fuchs an, der dieses Thema exemplarisch für die Universität Bonn aufarbeitet. Die Leitfrage seiner Arbeit ist, welche Änderungen in den außeruniversitären Betätigungen durch die stetige Professionalisierung der akademischen Arbeit hervorgerufen wurden. Dabei stellt er die These auf, dass eine zunehmende Unvereinbarkeit aufgetreten sein müsste, und zwar nicht nur in der Vereinsarbeit, sondern insbesondere in der Politik, da auch sie sich immer stärker professionalisierte und damit einhergehend eine Spezialisierung der politisch Aktiven erforderte.

Der Untersuchung kommt eine ungewöhnlich gute Überlieferungslage zu Gute, die sowohl archivische Quellen der universitären und städtischen Einrichtungen und der Vereine sowie verschiedene Nachlässe umfasst als auch gedruckte Quellen, wie Chroniken, Zeitungsausschnitte, Sitzungsberichte und Jubiläumsschriften. Ein echtes Pfund ist dabei das Protokollbuch des wissenschaftlichen „Kränzchens“, einer exklusiven, auf Verschwiegenheit bedachten Vereinigung, das 2010 von einigen Mitgliedern an das Universitätsarchiv Bonn übergeben wurde.

[...]

Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2023/02/rezension-bonner-professoren-und-vereine-happ/

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Letztens im „Nordschleswiger“

In NRW verstarb der Mann, der entscheidend dazu beitrug, dass Dänen und Deutsche in Düppel inzwischen gemeinsam der Toten von 1864 gedenken:

https://www.nordschleswiger.dk/de/deutschland-international/rolf-kersting-und-sein-durchbruch-dueppeler-schanzen

Bericht über eine Veranstaltung zum kolonialen Erbe Flensburgs (Hierüber wurde schon im Vorfeld berichtet):

https://www.nordschleswiger.dk/de/gesellschaft-kultur-suedschleswig/vergangenheit-nicht-einfach-unter-teppich-kehren

Datenschutz verunsichert lokalhistorische Archive in Dänemark (Sorry, aber dass Datenschutzvorschriften bereits von Archiven übernommenes Material „illegal“ machen und letzteren eine Vernichtung droht, kann ich nicht glauben …):

https://www.

[...]

Quelle: https://geschichtsblogsh.wordpress.com/2022/06/23/letztens-im-nordschleswiger/

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Das Oberlandesgericht Köln zwischen dem Rheinland, Frankreich und Preußen

Für Rechtshistoriker fällt die Lektüre von Gerichtsfestschriften oft eher ernüchternd aus, da sie mit deren Vorstellungen an eine wissenschaftliche Herangehensweise kollidieren und auch nur einen begrenzten Wert als Materialsammlung haben. Dies ist bei dem vorliegenden Werk nicht der Fall. Dies hat auch mit dem Gericht zu tun, dessen 200jähriges Bestehen gewürdigt wird. Der 1819 ins Leben gerufene und für die gesamte Rheinprovinz zuständige Rheinische Appellationsgerichtshof in Köln stand im Spannungsfeld verschiedener Rechtstraditionen und rechtsnormativer Konzepte. Dies wird auch durch den Buchtitel („… zwischen dem Rheinland, Frankreich und Preußen“) deutlich gemacht, der dem Untersuchungsprogramm des Werkes die Richtung weist. Es sollen die „rheinisch-französisch-preußischen Einflüsse“ auf die Rechtsprechung untersucht werden (S. 12 f.). Dies geschieht auf den verschiedenen Ebenen des materiellen Rechts, des Verfahrensrechts, der Justizorganisation, der Personalpolitik, der Juristenausbildung, der Spezialgerichtsbarkeit (arbeitsgerichtliche Rechtsprechung), sowie schließlich in Bezug auf die materialisierte Wissensbasis der Gerichtsbarkeit, den Beständen der Gerichtsbibliothek

In beeindruckender Weise eingelöst wird dieser Anspruch im Beitrag des Mitherausgebers Hans-Peter Haferkamp.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2020/06/rezension-olg-koeln-collin/

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