#schleissheim Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (Galiani 2014) »ʟɪᴛᴇʀᴀᴛᴜʀ

sliusica literaria Nr. 7 [31.07.2020]

https://books.google.de/books?id=J1GXAwAAQBAJ

Als Karl Schmidt, Opfer eines depressiven Nervenzusammenbruchs am Tag der Maueröffnung, nach Jahren der Versenkung von alten Kumpels zufällig in Hamburg als Bewohner einer drogentherapeutischen Einrichtung wiedergefunden wird, ist das der Anfang einer seltsamen Zusammenarbeit: Die alten Freunde, mittlerweile zu Ruhm und Reichtum gelangt, wollen mit ihrem Plattenlabel auf einer Tour durch Deutschland den Rave der Neunzigerjahre mit dem Hippiegeist der Sechziger versöhnen und brauchen dazu einen, der immer nüchtern bleiben muss.



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Quelle: https://eindruecke.achmnt.eu/2020/07/14033/

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Dreißigjähriger Krieg im Kinderbuch

Cover des Buches  “Bill Bo und seine sechs Kumpane”

Angriff auf Burg Dingelstein! Die Burg mitten in der Donau…. „Des isch doch nid die Donau, des isch doch der Rhein, du Simpel!“. Das kommt bekannt vor? Fluchen und Schimpfen ist aber nicht alles, was man aus dem alten Klassiker der Augsburger Puppenkiste „Bill Bo und seine Kumpane“ behalten könnte.

Der Dreißigjährige Krieg rückt immer wieder in den Fokus der Literatur, sei es durch Bertolt Brechts „Mutter Courage“ oder zuletzt durch Daniel Kehlmanns Roman „Tyll“.[1] Den Krieg in der Kinderliteratur zu finden, lässt aber stutzen: Dreißig Jahre Totschlag zum abendlichen Vorlesen?

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2019/10/30j-krieg-im-kinderbuch/

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Teller als Erinnerungsstücke

Ein Teller ist zunächst einmal ein Gebrauchsgegenstand. Seine Fläche eignet sich aber auch vorzüglich für Abbildungen. Wir kennen dies heutzutage von zahllosen Beispielen, die von Urlaubssouvenirs über Kinderteller bis hin zu Fanartikeln von Fußballclubs, Popstars oder royalen Persönlichkeiten reichen. Nun gab es auch in der Vormoderne Beispiele für derartig verzierte Teller: Im vorliegenden Fall stellte das Motiv ein Kriegsheld aus dem Dreißigjährigen Krieg dar: Jan von Werth. Genaugenommen handelte es sich um zwei verschiedene Teller, die beide den General zeigen. Kurz präsentiert werden sie in einem Beitrag von Heinz-Peter Mielke, Jan von Werth auf zwei Genneper Prunktellern, in: Epitaph für Stefan Frankewitz. Ein Gedenkbuch für den Freund und Kollegen, hrsg. von Rien van den Brand, Frans Hermans, Wolfgang Löhr, Udo Oerding und Bert Thissen (Geldrisches Archiv, 16), Geldern 2015, S. 245-248. Gerade weil der Text eher entlegen publiziert ist, lohnt es sich, in diesem Umfeld auf ihn aufmerksam zu machen.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1289

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Reichssteuern im Krieg

Für die Finanzierung des Kriegs benötigte man riesige Geldsummen. Um diese Gelder aufzubringen, wurden allenthalben Kontributionen erhoben, Abgaben also, die als Kriegssteuern ausgewiesen waren. Zwar gab es auch Möglichkeiten, ganz regulär Reichssteuern zu erheben, aber wie sollte dies in einer Phase geschehen, in der das Reich samt seinen Institutionen gelähmt schien? Tatsächlich läßt sich nachweisen, daß in den Jahren des Dreißigjährigen Kriegs das Reich nicht völlig dysfunktional war, sondern daß es auch hier möglich war, regulär Reichssteuern zu erheben. Dies führt ein Beitrag vor, der kürzlich erschienen ist:
Fabian Schulze, Silent leges inter arma? Zur Rolle reichsrechtlicher Normen und Verfahrensweisen bei Türkensteuerforderungen im Dreißigjährigen Krieg, in: Was das Reich zusammenhielt. Deutungsansätze und integrative Elemente, hrsg. von Josef Bongartz, Alexander Denzler, Ellen Franke, Britta Schneider und Stefan Andreas Stodolkowitz, Köln/Weimar/Wien 2017, S. 125-147.



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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1268

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Abdankungen in Memmingen, I

Wann hörte der Dreißigjährige Krieg auf? Die übliche Antwort wird den 24. Oktober 1648 nennen, an dem in Münster das Friedenswerk unterzeichnet wurde, um das so viele Jahre intensiv gerungen worden war. Umgesetzt war der Frieden damit noch nicht, und ob sich die Papierversion in der Realität bewähren würde, war ebenfalls offen. Ein entscheidender Faktor war die Abdankung der Truppen: Solange sie überall im Reich verteilt in ihren Quartieren lagen, war es jederzeit möglich, die Kampfhandlungen wiederaufzunehmen. Wie die Abdankungen in der Folge des Friedensabkommens und vor allem nach dem Nürnberger Exekutionstag vonstatten gingen, der sich genau mit der Umsetzung der Friedensbestimmungen und hier auch den Abdankungen auseinandersetzte, ist bislang wenig untersucht. Nötig sind hierfür Detailstudien, die die Auflösung der Armeen bis hin zur Abdankung der einzelnen Regimenter in den Blick nehmen.

Genau dies habe ich exemplarisch versucht, indem ich die Abdankung des Regiments Winterscheid verfolgt habe, das seit der Übergabe der Stadt Memmingen an die kurbayerische Armee im Herbst 1647 dort stationiert war und am 5. Oktober 1649, also zwei Jahre später, dort aufgelöst wurde (zumindest die Memminger konnten erst im Oktober 1649 davon ausgehen, daß der Krieg wirklich zu Ende war).

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1232

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1618

Am Anfang steht der Fenstersturz vom 23. Mai 1618, mit dem die Ereigniskette ausgelöst wurde, die dann in dem endete, was wir als Dreißigjährigen Krieg bezeichnen. Und „1618“ allein ist auch der Titel einer vor wenigen Tagen ausgelieferten Publikation, die sich der Anfangsphase dieses Kriegs widmet: Robert Rebitsch (Hrsg.), 1618. Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges, Wien/Köln/Weimar 2017. Damit wird klar, daß unter den historischen Jubiläen, für die eine interessierte Öffentlichkeit gewonnen werden soll, neben 1517 und 1917 auch jetzt schon 1618 hinzutritt; Aktivitäten wie solche zum Jubiläum von 1918 werden sicher auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Der vorliegende Band will sich nun der Vorgeschichte des Dreißigjährigen Kriegs widmen und hat dabei nicht nur die Spezialisten im Blick, sondern dezidiert das interessierte Lesepublikum (S. 13). Also keine ausufernden Fußnotenapparate, sondern griffige, anschauliche Darstellungen waren gefragt, um den Weg in den Krieg zu veranschaulichen.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1183

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