„N. O. Body – Aus eines Mannes Mädchenjahren“ – von einer Medizinhistorikerin neu gelesen V: Diskussion – Resümee – Literatur

Diskussion Wie wird eine Besonderheit, ein Leiden von wem und wann bewertet? Und gibt es nicht zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Ausschläge hinsichtlich der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, des juristischen Rahmens und der Selbst- und Fremdzuschreibungen? Was…

Quelle: http://intersex.hypotheses.org/5173

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„N. O. Body – Aus eines Mannes Mädchenjahren“ – von einer Medizinhistorikerin neu gelesen IV: Jüdischer Kontext

Jüdischer Kontext – die Rolle des Mohel

Titelblatt der Ausgabe von 1907. Dies ist der zweite von vier Beiträgen von Marion Hulverscheidt zu „N.O. Body“: Teil I: Hinführung und Fragestellung Teil II: Geburt und Hebamme Teil III: Arztkontakte Teil IV: Jüdischer Kontext Teil V: Diskussion und Resümee

In seiner pseudoanymisierten Autobiographie hat Karl M. Baer seine jüdische Herkunft verschleiert. Martha Baer wurde als Kind einer jüdischen Familie geboren. Vielleicht hat der Vater von Martha Baer nicht, wie in der Autobiographie von N. O.

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Quelle: http://intersex.hypotheses.org/5012

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Der Feuerlöschdienst – ein Problem der Suburbanisierung

Eine Dorfgesellschaft, das ist bekannt, basierte auf klaren sozialen Unterschieden. Auch die Pflichten im Dorf wurden nicht gleichverteilt, sondern unterschiedlichen Besitzklassen und sozialen Gruppen unterschiedlich zugeteilt. Klassischer Fall: die Aufgaben im Feuerlöschdienst.

Noch im November 1902 legte die Gemeindevertretung des brandenburgischen Ortes Mahlow noch mal fest: Auch bei Feuerlöschproben, nicht nur im Alarmfalle, waren es die Büdner, die reihum für das Löschen des Feuers zuständig waren, also die Kleinstellenbesitzer, die kaum genug Grund zur Selbstversorgung besaßen und zur Unterschicht des Bauerndorfs gehörten bzw. sie stellten.

Diese Festlegung erfolgte, als Mahlow bereits begonnen hatte, sich zu verändern. Die Bevölkerung war seit der Mitte des 19. Jahrhunderts von gut hundert Bewohnern auf mehr als vierhundert angewachsen, und langsam fand der Zuwachs vor allem jenseits des eigentlichen Dorfkerns statt.

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Quelle: https://uegg.hypotheses.org/355

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Machtlosigkeit von Gestapobeamten im Verhör

Aktuell werte ich Akten des Bestands Staatsanwaltschaft Aachen (Gerichte Rep. 113) im Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland in Duisburg aus. Gestern habe ich einen Vermerk eines Gestapobeamten in einer Verfahrensakte gelesen, über die ich länger nachdenken muss, weil er eine gewisse Machtlosigkeit in der Vernehmung offenbarte.

 

„Nikolaus R. ist ein sehr zerstreuter Mensch und deshalb sehr schwer zu vernehmen. Es besteht deshalb die Möglichkeit, daß ich ihn bei seinen Ausführungen zu dem vorangeführten Sachverhalt falsch verstanden habe oder aber, daß er der genauen Schilderung dieses Sachverhalts keinen Wert beigemessen und deshalb übergangen hat. Jedenfalls vermag ich nicht mit Bestimmtheit anzugeben, daß er bewußt die Unwahrheit gesagt hat.“1



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Quelle: https://gestapoac.hypotheses.org/124

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Vegetarische Zeitschriften im 19. Jahrhundert

Zeitschriften waren das zentrale Kommunikationsmittel der ersten organisierten Vegetarier/innen des 19. Jahrhunderts. Sie lösten nicht-öffentliche, zufällige Treffen in Kuranstalten sowie die Korrespondenz mittels Briefen ab. Besonders bevor sich in zahlreichen Städten Vereine etablierten, erfolgte der Austausch mit Gesinnungsgenoss/innen über Periodika, aber auch parallel zu regelmäßigen Treffen und Aktivitäten vor Ort dienten Zeitschriften der Information und überregionalen Kontaktpflege.

Verbesserte Vervielfältigungs- und Distributionsmöglichkeiten, die Lockerung der Zensurbestimmungen, der Anstieg der Alphabetisierungsrate und die Formierung des Bürgertums bewirkten im 19. Jahrhundert einen regelrechten Zeitungs- und Zeitschriftenboom. Die zweite Jahrhunderthälfte war geprägt von einer Spezialisierung der Zeitschriften[1]: Neben Freizeit- und Unterhaltungsmagazinen widmeten sich Fachblätter und wissenschaftliche Periodika abgegrenzten Sachgebieten und behandelten diese ausführlicher als Artikeln in Tageszeitungen. Vereins- und Parteizeitungen versorgten ihre Mitglieder mit auf deren Interessen abgestimmten Informationen. Die Vegetarismus-Zeitschriften sind dabei in den Sparten der weltanschaulichen Blätter und der Fachzeitschriften anzusiedeln.

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Quelle: https://veggie.hypotheses.org/122

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„Ach mein lieber Hermaphrodit, last mir doch mein Gebetbuechlein!“ (Simplicissimus)

Simplicissimus_Cover_page1669

Frontispiz der Erstausgabe des Simplicissimus (1669). Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Simplicius_Simplicissimus#/media/File:Simplicissimus_Cover_page1669.jpg; gemeinfrei.

[…] so wurde ich jedoch unter der Wacht streng examinirt / und gleich wie sich die Soldaten an mir vergafften/ also betrachtet ich hingegen ihres Officiers dollen Auffzug / dem ich Red und Antwort geben muste; Jch wuste nicht / ob er Sie oder Er waere / dann er trug Haar und Bart auff Frantzoesisch / zu beyden Seiten hatte er lange Zoepff herunder hangen wie Pferds-Schwaentz /und sein Bart war so elend zugerichtet/ und verstumpelt daß zwischen Maul und Nasen nur noch etlich wenig Haar so kurtz darvon kommen /daß man sie kaum sehen konte: Nicht weniger setzten mich seine weite Hosen / seines Geschlechts halber in nicht geringen Zweiffel /als welche mir vielmehr einen Weiber-Rock/ als ein paar Manns-Hosen vorstelleten. Jch gedachte bey mir selbst / ist diß ein Mann? so solte er auch einen rechtschaffenen Bart haben / weil der Geck nicht mehr so jung ist / wie er sich stellet: Jsts aber ein Weib / warumb hat die alte Hur dann so viel Stupffelen umbs Maul?

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Quelle: http://intersex.hypotheses.org/3170

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Hexenwahn im Braunschweiger Land: ein Kriminalfall

Im Allgemeinen betrachtet man die Hexenverfolgung als ein Phänomen der Frühen Neuzeit. So wurde die „letzte Hexe“ Braunschweigs im Jahr 1698 enthauptet. Dass der Hexenwahn aber auch noch Jahrhunderte später im Land Braunschweig grassierte, beweist eine Akte, die sich im Niedersächsischen Landesarchiv Wolfenbüttel befindet (30 Neu Fb. 6 Nr. 836). Das Distriktsgericht Holzminden sandte im Jahr 1827 Untersuchungsakten wegen ärztlicher Pfuscherei und versuchten Mordbrands, begangen durch den Kuhhirten Ludwig Specht, den Ortsvorsteher Conrad Hansmann und seinen Sohn Friedrich, alle aus Dölme (Weser), an das … Hexenwahn im Braunschweiger Land: ein Kriminalfall weiterlesen

Quelle: https://histbrun.hypotheses.org/633

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„la place de Magdebourg étant d’ailleurs la seule qui puisse servir de grand dépôt à l’armée d’Allemagne“ – Magdeburg als Festung der französischen Armee in Deutschland

Archives Nationales Paris, AF IV 1163

Bericht des Kriegsministers Henri Clarke an den Kaiser vom 31. Oktober 1810

 

 

Sire,

J’ai l’honneur de rendre compte à Sa Majesté que toutes les bouches-à-feu en bronze qui excédaient l’armement fixé pour la place de Magdebourg ont été évacuées dans le courant de cet été sur Mayence où elles sont toutes arrivées. La saison commençant à avancer et la plupart de ces effets pouvant rester sans inconvénient en dépôt à Magdebourg jusqu’au printemps prochain, la place de Magdebourg étant d’ailleurs la seule qui puisse servir de grand dépôt à l’armée d’Allemagne, d’après les positions qu’elle occupe actuellement, j’ai suspendu provisoirement les évacuations de cette place pour donner les moyens de faire prendre par les chevaux d’artillerie employés à cette évacuation les 200 voitures d’artillerie dont Sa Majesté m’a ordonné d’augmenter le matériel en Allemagne pour y reformer le parc de réserve et compléter le double approvisionnement.

De votre Majesté le fidèle serviteur et sujet Henri Clarke

 

 Zur Quelle

Nach dem Krieg gegen Österreich im Jahre 1809 und der Heirat mit der Tochter des habsburgischen Kaisers von Österreich herrschte, abgesehen von der iberischen Halbinsel, auf dem europäischen Kontinent Frieden.

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Quelle: https://naps.hypotheses.org/1341

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Das Wunder von Lengede

Heute denken wir an das Grubenunglück von Lengede vor 53 Jahren. Die spektakulären Rettungsaktionen und dramatischen Szenen, die sich damals abspielten, gingen als „Das Wunder von Lengede“ in die Geschichte ein. Wohl nie stand Niedersachsen stärker im Fokus der Weltöffentlichkeit als im Herbst 1963: Am Abend des 24. Oktober überfluteten Wasser und Schlammmassen, die aus einem Klärteich am Nordrand der Anlage stammten, den Stollen im Schacht Mathilde in der Eisenerzgrube Lengede-Broistedt (Teil der Ilseder Hütte).100 Bergleute von 129 konnten gerettet werden, 11 davon -und das war, … Das Wunder von Lengede weiterlesen

Quelle: https://histbrun.hypotheses.org/522

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Seminarblog: Überleben im II. Weltkrieg. Hamburg 1939-1945

http://ueberlebenhh.hypotheses.org/ Dieser Blog ist Bestandteil des Seminars „Lebenswege und Überlebensstrategien der Menschen in Hamburg im II. Weltkrieg“ an der Leuphana Universität Lüneburg im Wintersemester 2012/2013. Woraus schöpften die Menschen im II. Weltkrieg ihre Kraft zum Überleben? Dieser Seminar-Blog beschäftigt sich anhand von biographischen Zeugnissen mit den Ressourcen und Kraftquellen, die die Mehrheit der Bevölkerung Hamburgs […]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2016/06/6592/

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