In memoriam Klaus Wagenbach

Bei meinem Besuch im Verlag vor acht Jahren konnte ich ein paar Worte mit ihm wechseln, letzten Freitag ist er gestorben; der Nachruf auf der Verlags-Homepage charakterisiert ihn als "Kriegskind, älteste Witwe Kafkas, Anarchist und Cavaliere, Radfahrer, Berliner und Italien-Appassionato, Buchhersteller, Lektor, Autorenentdecker, Verlagsgründer, unabhängiger politischer Kopf, wilder Leser und begeisterter Geschichtenerzähler, Kunst-Liebhaber, Freund und Fürsorgender, Rotweintrinker".

Ich habe meine Sammlung von Wagenbach-Büchern im Blick von meinem Schreibtisch aus.

Wagenbach_1

Wagenbach_2

Acht Bücher daraus seien herausgegriffen;

1/8 Eines der für mich wichtigsten jemals verfassten Werke der Historiographie

Wagenbach-1_Farge

2/8 Einer der ersten Bände, in denen ich über die Nouvelle Histoire gelesen habe

Wagenbach-2_Umschreiben

3/8 Dass die Texte einer der schärfsten und am geschliffensten formulierenden Kritikerinnen nicht nur deutscher Verhältnisse weiter lieferbar sind, rechne ich dem Verlag hoch an.

Wagenbach-3_Meinhof

4/8 Darin habe ich erstmals vom Bureau d'adresse des Théophraste Renaudot gelesen, Anstoß für meine Habil, die in gekürzter Form dann bei Wagenbach erschien.

Wagenbach-4_Burke

5/8 Dass hier bereits früh eine Sozialgeschichte der Datenverarbeitung erschien, hat mich überrascht.

Wagenbach-5_ProgrammierteKopf

6/8 Antiquarisch erstanden - der Beweis dafür, dass auch Belletristik sehr lehrreich sein kann.

Wagenbach-6_Forte

7/8 Ideale Vorbereitung für den Besuch der schönsten Stadt der Welt.

Wagenbach-7_Richter

8/8 Kein Programm eines Verlages, der auf sich hält, kann auf Dada verzichten.

Wagenbach-8_Dada

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022687547/

Weiterlesen

Der Kampf um die „Arbeiterriviera“ – Tagebuch-Artikel über Donaukanal erschienen

Seit heute an den Kiosken und digital zu erwerben: Mein Beitrag über die Geschichte der Auseinandersetzungen um den Donaukanal, erschienen in der Sommer-Ausgabe des Tagebuch.

Tantner, Anton: Der Kampf um die "Arbeiterriviera", in: Tagebuch 7/8 2021, S.32-37.

Kostenpflichtiger Zugriff auf Artikel unter: https://tagebuch.at/product/der-kampf-um-die-arbeiterriviera/

Tagebuch_202107_800-2

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022684840/

Weiterlesen

From Langenbrück to Kansas City. The Kiefer-Scholz Family

Sehr faszinierend: Mitten im ersten Lockdownsemester fand an den Universitäten Hamburg, Missouri-Kansas City, Missouri-St.Louis, Wien und Wroclaw eine transnationale Lehrveranstaltung statt, in Wien leitete Li Gerhalter an der Europäischen Ethnologie ein Forschungsseminar zu "Auswandern nach Amerika. Migrationsbriefe digital erfassen und beforschen". Das Ergebnis dieser geradezu transkontinentalen studentischen Zusammenarbeit liegt nun vor und steht auch Open Access zur Verfügung.

Info zum Projekt: https://euroethnologie.univie.ac.at/einzelansicht/news/from-langenbrueck-to-kansas-city-the-kiefer-scholz-family/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=209ea3ccea011964927ceeeecb9d12e7

STUART BERGERSON, Andrew/GERHALTER, Li/LOGGE, Thorsten (Hg.): From Langenbrück to Kansas City.

[...]

Quelle: https://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022683129/

Weiterlesen

Private Blicke

Private Blicke

Vortragende wie Moderator*innen der Tagung „Private Blicke in Diktatur und Demokratie: Schmalfilme und Fotos im 20. Jahrhundert“ haben der Redaktion von Visual History vorab ein Foto oder Filmstill aus der Forschungspraxis geschickt und dazu einige Sätze notiert: zum Bild selbst, zum Projekt, zum Vortrag auf der Tagung – so ist ein visuelles Mosaik zum Informieren, Stöbern und Entdecken entstanden.

Album Familie J., 1974, privat ©

Frank Bösch (Potsdam), „Private Medien als Quellen der Zeitgeschichte

Private Fotos und Schmalfilme gelten als banale Quelle, die die Forschung bisher kaum systematisch analysierte. Wie bei diesem Foto-Album aus der DDR von 1974 erscheint unerheblich, ob die Bilder in Diktatur oder Demokratie entstanden oder ob sie aus den 1930er oder 1980er Jahren stammen. Denn meist bilden sie Familien oder Freunde in glücklichen Momenten ab. Der Einführungsvortrag schlägt Wege vor, um sie als wichtige Quelle für die allgemeine Zeitgeschichte zu erschließen: etwa als Praktiken, die Biografien, Familien und soziale Beziehungen konstruieren; als Entwürfe zukünftiger Erinnerungen, die sich dann wieder über die Aufnahmen neu konstituieren; oder auch als Zugang zu einer Geschlechter-, Generationen- und Emotionsgeschichte.

[...]

Quelle: https://visual-history.de/2020/12/08/private-blicke/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=private-blicke

Weiterlesen

CfP: Private Blicke in Diktatur und Demokratie: Schmalfilme und Fotos im 20. Jahrhundert

CfP: Private Blicke in Diktatur und Demokratie: Schmalfilme und Fotos im 20. Jahrhundert

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist durch immense politische und gesellschaftliche Umwälzungen gekennzeichnet, die Historiker*innen meist mit Textquellen oder öffentlich zirkulierenden Bildern erschließen. Kaum berücksichtigt wird, dass die meisten Menschen ihren Blick auf ihre Gegenwart und Vergangenheit durch private visuelle Quellen konstruieren.

Während Tagebücher und Briefe eher seltene Zeugnisse bilden, die vor allem im Bürgertum überliefert sind, sind private Fotos und Filme aus dem 20. Jahrhundert ubiquitär verfügbar. Doch obgleich die meisten Familien über Zäsuren hinweg ihre Sicht auf die Welt durch private Fotos und Filme dokumentierten und erinnerten, sind sie bisher wissenschaftlich kaum erschlossen. Dabei versprechen sie eine andere Sichtweise auf das 20. Jahrhundert.



[...]

Quelle: https://visual-history.de/2020/05/25/cfp-private-blicke-in-diktatur-und-demokratie/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=cfp-private-blicke-in-diktatur-und-demokratie

Weiterlesen

CfP: Private Blicke in Diktatur und Demokratie: Schmalfilme und Fotos im 20. Jahrhundert

CfP: Private Blicke in Diktatur und Demokratie: Schmalfilme und Fotos im 20. Jahrhundert

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist durch immense politische und gesellschaftliche Umwälzungen gekennzeichnet, die Historiker*innen meist mit Textquellen oder öffentlich zirkulierenden Bildern erschließen. Kaum berücksichtigt wird, dass die meisten Menschen ihren Blick auf ihre Gegenwart und Vergangenheit durch private visuelle Quellen konstruieren.

Während Tagebücher und Briefe eher seltene Zeugnisse bilden, die vor allem im Bürgertum überliefert sind, sind private Fotos und Filme aus dem 20. Jahrhundert ubiquitär verfügbar. Doch obgleich die meisten Familien über Zäsuren hinweg ihre Sicht auf die Welt durch private Fotos und Filme dokumentierten und erinnerten, sind sie bisher wissenschaftlich kaum erschlossen. Dabei versprechen sie eine andere Sichtweise auf das 20. Jahrhundert.



[...]

Quelle: https://visual-history.de/2020/05/25/cfp-private-blicke-in-diktatur-und-demokratie/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=cfp-private-blicke-in-diktatur-und-demokratie

Weiterlesen

Neuerscheinung zur Geschichte des Salzamts

Im übrigen finde ich es begrüßenswert, dass nunmehr ein recht umfangreicher Artikel zur Geschichte des Wiener Salzamts erschienen ist:

Körbl, Hansdieter: „Wenden sie sich an das Salzamt“. Die lange Geschichte des Salzamts in Wien, in: Studien zur Wiener Geschichte. Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien, 74.2018, S. 49-110.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022662205/

Weiterlesen
1 2 3 12