NEUE REZENSIONEN: H-SOZ-KULT

NEUE REZENSIONEN: H-SOZ-KULT

„Monument al llibre“ (Monument für das Buch); Skulptur aus dem Jahr 1994 von Joan Brossa für die Innung der antiquarischen Buchhändler Kataloniens (Gremi de llibreters de vell de Catalunya) an der Kreuzung Passeig de Gràcia und Gran Vía in Barcelona. Foto: Jordiferrer, Juli 2012. Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Sebastian Schönemann: Symbolbilder des Holocaust. Fotografien der Vernichtung im sozialen Gedächtnis

Campus, Frankfurt a.M. 2019



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Quelle: https://visual-history.de/2020/06/24/neue-rezensionen-h-soz-kult-13/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=neue-rezensionen-h-soz-kult-13

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#achpub Rez.: Jürgen Wilke: 200 Jahre Karlsbader Beschlüsse. Zustandekommen, Inhalte, Folgen (=Presse und Geschichte – Neue Beiträge), Bremen 2019

Urheber: Andreas C. Hofmann
Titel: Jürgen Wilke: 200 Jahre Karlsbader Beschlüsse. Zustandekommen, Inhalte, Folgen (=Presse und Geschichte – Neue Beiträge), Bremen 2019
Geistige Schöpfung: Rezension
Fundstelle: H-Soz-Kult, Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften (09.03.2020)
Anmerkungen: 1819 trafen sich im böhmischen Karlsbad Vertreter der zehn mächtigsten Staaten im Deutschen Bund, um Maßnahmen in die Wege zu leiten, das in die Geschichte als die Karlsbader Beschlüsse einging. Sie galten als Grund, weshalb der Deutsche Bund sich zu einem repressiven System entwickelt habe.
Ort / Zeit: Berlin 2020-02
Abstract: Der Deutsche Bund war ein Hort der Kommunikation über die Grenzen der Einzelstaaten hinaus und hatte einen maßgeblichen Anteil an der Bildung der deutschen Nation durch Kommunikation! Der Beitrag betrachtet die Universitäten als Subjekte der Wissenschaftskommunikation und Objekte der Wissenschaftspolitik.

Quelle: https://eindruecke.achmnt.eu/2020/04/13740/

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Die Revolution als Wandschmuck

Die Revolution als Wandschmuck

Cover: Wolfgang Hesse, Der rote Abreißkalender. Revolutionsgeschichte als Wandschmuck, Eigenverlag, Lübeck 2019

Der Dresdner Kunst- und Fotohistoriker Wolfgang Hesse forscht seit vielen Jahren zur proletarischen Amateurfotografie. Seine hier vorliegende Internet-Publikation befasst sich mit dem „Roten Abreißkalender“ der KPD der Weimarer Republik.

Sowohl die Arbeiter- wie die Abreißkalender gehen in ihrer Tradition auf das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts zurück. Die ersten Arbeiterkalender sind 1867 in Budapest und 1868 in Berlin nachweisbar. Die wichtigsten inhaltlichen Änderungen gegenüber dem traditionellen „Volkskalender“ bestanden darin, dass die geschichtlichen Teile statt der bisherigen „Heldengeschichtsschreibung“ Daten der allgemeinen Weltgeschichte, der demokratischen und der deutschen Arbeiterbewegung enthielten. Um 1880 tauchten in Deutschland die ersten (nicht-politischen) Abreißkalender auf, die, dem englischen Vorbild der date blocks folgend, literarische, religiöse oder Texte aus dem Alltagsleben auf den Kalenderblättern anboten.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2020/03/16/die-revolution-als-wandschmuck/

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NEUE REZENSIONEN: H-SOZ-KULT

NEUE REZENSIONEN: H-SOZ-KULT

Abbildung des um 1850 gemalten Bildes „Der Bücherwurm“ von Carl Spitzweg aus dem Museum Georg Schäfer in Schweinfurt. Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain, CC0

 

 

Hildegard Frübis/Clara Oberle/Agnieszka Pufelska (Hg.): Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und ästhetische Praxis

Böhlau Verlag, Wien 2019

Rezensiert von Laura Busse, redaktionell betreut durch Ulrich Prehn

 



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Quelle: https://www.visual-history.de/2020/01/07/neue-rezensionen-h-soz-kult-12/

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Die unerträgliche Leichtigkeit des Scheins

Die unerträgliche Leichtigkeit des Scheins

Titelbild/Flyer der Ausstellung: „Fotografien der Verfolgung der Juden. Die Niederlande 1940-1945“ © Stiftung Topographie des Terrorsc/ Sammlung Joods Historisch Museum

„Alle sind glänzend gelaunt und lächeln“, schreibt die polnisch-jüdische Verlegerin und Schriftstellerin Monika Sznajderman beim Anblick eines Familienfotos aus der Vorkriegszeit. „Und trotzdem erfüllt mich das Bild mit Trauer und Bangen, weil ich mehr weiß als ihr, obwohl ihr da wart und ich nicht.“[1] Von den abgebildeten Personen, elf sind es insgesamt, ist einzig ihr Vater nicht ermordet worden. Ihre Geschichten aber hat Sznajderman in ihren Familienmemoiren, „Die Pfefferfälscher“, minutiös nachgezeichnet. Immer wieder zieht sie dabei die fotografischen Vermächtnisse ihrer Vorfahren heran. Sie dienen ihr gleichsam als Ausgangspunkt der Erzählung und als Kontrast zu ihr, sind die Bilder doch – anders, als die Menschen auf ihnen – unversehrt geblieben. „Nur auf diesen Fotos“, schreibt sie gleich zu Beginn, „haben sie überlebt.“[2] Sie zu zeigen, heißt nicht nur, ihre Erinnerung am Leben zu halten.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2019/12/10/die-unertraegliche-leichtigkeit-des-scheins/

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Rezension: „Bilder als Botschaft“

Rezension: „Bilder als Botschaft“

Cover: Konrad Dussel, Bilder als Botschaft. Bildstruktur deutscher Illustrierter 1905-1945 im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Publikum. Unter Mitwirkung von Patrick Rössler, Herbert von Halem Verlag, Köln 2019

In seiner Erzählung Blumfeld, ein älterer Junggeselle lässt Franz Kafka 1915 seinen Protagonisten eine französische Zeitschrift aufschlagen: „Er schlägt das Heft, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, Blatt für Blatt sorgfältig zu wenden, an einer beliebigen Stelle auf und findet dort ein großes Bild. Er zwingt sich, es genauer anzusehen. Es stellt die Begegnung zwischen dem Kaiser von Rußland und dem Präsidenten von Frankreich dar. Sie findet auf einem Schiff statt. […] Blumfeld betrachtet allmählich das Bild mit mehr Teilnahme, hält es dann ein wenig entfernt und sieht es so mit blinzelnden Augen an. Er hat immer viel Sinn für solche großartige Szenen gehabt. Daß die Hauptpersonen so unbefangen, herzlich und leichtsinnig einander die Hände drücken, findet er sehr wahrheitsgetreu.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2019/12/02/rezension-dussel-bilder-als-botschaft/

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Rezension: „Visual History. Rivista internazionale di storia e critica dell’immagine”

Rezension: „Visual History. Rivista internazionale di storia e critica dell’immagine”

Der erste Band der 2015 von Costanza D’Elia gegründeten Zeitschrift „Visual History. Rivista internazionale di storia e critica dell’immagine” wird mit einem Zitat aus „L’orologio“ („Die Uhr“) eingeleitet, einer der bedeutendsten politischen Romane der italienischen Nachkriegszeit, den der Schriftsteller und Maler Carlo Levi 1950 veröffentlichte. Die Auswahl der Zeilen erfolgte nicht zufällig: Ein Mensch, verzweifelt ob der „Unfähigkeit zu leben“,[1] stößt „in immer neue Wissensgebiete vor, auf der ständigen Suche nach etwas, das ihm hoffnungslos verborgen bleiben würde“.[2]

 

Cover: Visual History. Rivista internazionale di storia e critica dell’immagine

Neu ist auch das Terrain, das diese junge italienische Zeitschrift sondieren möchte, nämlich – wie schon ihr Titel verrät – das der visual history. Und ähnlich wie der Romanfigur bleibt es dem Historiker, der Historikerin letztendlich verborgen, Geschichte eindeutig und definitiv zu beschreiben. Selbst dann, wenn er sich bei seinen Überlegungen nicht nur auf „traditionelle“ Quellen, sondern auch auf Bilder stützt.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2019/11/27/rezension-visual-history-rivista-internazionale-di-storia-e-critica-dellimmagine/

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Rezension: Sarah Dellmann, Images of Dutchness

Rezension: Sarah Dellmann, Images of Dutchness

Cover: Sarah Dellmann, Images of Dutchness. Popular Visual Culture, Early Cinema and the Emergence of a National Cliché, 1800-1914, Amsterdam University Press 2018

Das Titelbild, ein Standfoto aus dem Film Mooi Holland von 1915, zeigt eine junge Frau in Tracht mit der weißen Haube, die bei Leser*innen in Deutschland wahrscheinlich Assoziationen an die Werbefigur Frau Antje und deren Karikatur wachrufen. Auf welchen historischen Grundlagen solche Klischees basieren, hat Sarah Dellmann auf der Basis von (Bewegt-)Bildern aus dem langen 19. Jahrhundert untersucht.

Dafür hat sie mehr als 3000 Bilder verteilt über elf Formen visueller Medien gesichtet – illustrierte Zeitschriften, touristische Reiseführer, Werbematerial für potenzielle Tourist*innen, Serien von Drucken, sogenannte catchpenny prints (Lockmittel), perspektivische Drucke, Werbe-Visitenkarten, stereoskope Fotografien, Serien von Diapositiven für Laterna magica, Bildpostkarten und frühe Kinofilme – sowie weitere nicht-illustrierte Quellen wie Zeitungsartikel, Handelskataloge und Vortragsmaterial (S. 23). Diese in Europa und Nordamerika hergestellten bzw. vorhandenen Medien behandelt sie als Non-Fiction, als Teil eines bestimmten Diskurses über die Niederlande und Niederländer*innen, und untersucht die Bedingungen, unter denen ein Bild als Verteiler realistischen und vertrauenswürdigen Wissens verstanden wurde (S.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2019/11/19/rezension-dellmann-images-of-dutchness/

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NEUE REZENSIONEN: H-SOZ-KULT

NEUE REZENSIONEN: H-SOZ-KULT

Wien, Innere Stadt, 11. Juli 2009, Fotografin: Ellen Munro. Quelle: Flickr, Lizenz: CC BY 2.0

Roland Meyer: Operative Porträts. Eine Bildgeschichte der Identifizierbarkeit von Lavater bis Facebook

Konstanz University Press – KUP, Konstanz 2019

Rezensiert von Valentin Groebner, redaktionell betreut durch Jan-Holger Kirsch

 



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Quelle: https://www.visual-history.de/2019/10/30/neue-rezensionen-h-soz-kult-11/

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Rezension: Detlef Lorenz, Bilder in der Presse: Pressezeichner und Presse-Illustrationen im Berlin der Weimarer Republik

Rezension: Detlef Lorenz, Bilder in der Presse: Pressezeichner und Presse-Illustrationen im Berlin der Weimarer Republik

Cover des Buches „Bilder in der Presse“ von Detlef Lorenz © Lukas Verlag

Detlef Lorenz (6.12.1938-4.2.2019) hat nach einem Studium der Kunstgeschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin über vierzig Jahre als Werbefachmann gearbeitet, hat sich neben seinem Beruf im internationalen Arbeitskreis Bild, Druck, Papier zur Geschichte von Drucken und Papieren engagiert und zu einzelnen Künstlern publiziert;[1] von seinen weiteren Veröffentlichungen dürften das Künstlerlexikon „Reklamekunst um 1900“[2] und der Stadtführer „Künstlerspuren in Berlin“[3] die bekanntesten sein.

In den letzten zehn Jahren hat er sich einem wenig beachteten Spezialgebiet der bildenden Kunst zugewandt und in autoptischer Detailarbeit aus den Quellen ein Künstlerlexikon der Pressezeichner, begrenzt auf Berlin und die Jahre der Weimarer Republik, erarbeitet, ein gänzlich privates Projekt, über das er in einem Tagungsband berichtet hat.[4] Dort war sich Lorenz noch unklar, in welcher Form er die Ergebnisse seiner Forschungen zugänglich machen solle, ob als Datenbank oder als Buchwerk in der Art eines Lexikonbandes (dort S. 70), – er hat sich für einen Lexikonband entschieden, der nun eindrucksvoll im Großformat in mustergültiger Ausstattung, Erschließung und Erläuterung erschienen ist,[5] – wenige Tage nach seinem Tod.

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Quelle: https://www.visual-history.de/2019/09/29/rezension-detlef-lorenz-bilder-in-der-presse/

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