Römische Landnutzung im antiken Industrierevier der Osteifel

Der vorliegenden Publikation zum Industrierevier der Osteifel ging ein Forschungsprojekt[1] der drei Autoren voraus. Genauer betrachtet werden hier zwei römische Villen am Nordrand der Mayener Mühlsteinbrüche, deren Untersuchung unter geophysikalischen, geoarchäologischen und botanischen Gesichtspunkten sowie durch Grabungen erfolgte.

Das Projekt zur Landnutzung im Umfeld eines römischen ‚Industriereviers‘ als Teil eines Verbundprojekts „Entstehung einer Industrielandschaft – Das antike Steinbruch- und Bergwerksrevier zwischen Eifel und Rhein“ stellte unter anderem die Frage in den Mittelpunkt, wie die regionale Landwirtschaft den wirtschaftlichen Boom tragen konnte, der ab augusteischer Zeit (30 v.Chr.-14 n.Chr.) durch die Mayener Mühlsteinbrüche ausgelöst wurde. Um dieser Frage nachzugehen, erfolgte eine genauere Untersuchung des Segbachtals in Mayen, da hier einige römische Fundstellen zu verorten sind sowie eine Nähe zu den Mühlsteinbrüchen vorliegt

Die Monographie zur römischen Landnutzung im antiken Industrierevier der Osteifel ist in drei Teile gegliedert: Neben den sorgfältig dargelegten Forschungsergebnissen zu Grabungen in Mendig, hier die Siedlungsstellen „Im Winkel“ (S.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2022/04/rezension-roemische-landnutzung-stracke/

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GAG343: Phoebus und die geplante Obsoleszenz

Wir springen in dieser Folge ins frühe 20. Jahrhundert, genauer an den 24.12. des Jahres 1924. An diesem Weihnachtsabend treffen Vertreter der größten Glühbirnenhersteller weltweit zusammen, um etwas zu gründen, das sie Phoebus nennen werden. Obwohl der Zusammenschluss nicht länger als 15 Jahre halten wird, werden dessen Folgen noch lange anhalten.

Wir werden über diese Folgen, aber auch über das Prinzip, dem die Machenschaften des Kartells zugrunde liegen, sprechen: die geplante Obsoleszenz.

Literatur



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Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag343/

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Berg-, Hütten- und Hammerwerke im Herzogtum Westfalen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Die Gründe für diese zweite, erweiterte Auflage ihres Handbuchs und Nachschlagewerks über Bergbau und Montanwirtschaft im Herzogtum Westfalen liefern die beiden Autoren Wilfried Reininghaus und Reinhard Köhne, so viel sei schon jetzt verraten, zum Schluss der Veröffentlichung in Form eines Forschungsüberblicks samt Bibliographie der jüngsten Publikationen seit 2007. Damit können sich die beiden doch auf die Fahnen schreiben, als Ergebnis ihrer Forschungsarbeit „von mehr als sieben Jahren“ (S. IX) eine Publikation vorgelegt zu haben, die selbst wie ein Stollengang der westfälischen Wirtschaftsgeschichte, mit vielen weitverzweigten Forschungsgängen, angelegt ist, aus dem schon einige Anregungen für weitere Territorien gehoben wurden. 

Die Autoren legen ein breit gefächertes Handbuch über die Geschichte des Bergbaus im Gebiet des Herzogtums Westfalen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit vor. Gleichzeitig fordern sie die bisherige Forschungsmeinung heraus, das Territorium sei für Adel und Bergbau wenig attraktiv gewesen. Durch die gelungene Verbindung von schriftlichen Quellen mit archäologischen Prospektionen rücken die beiden Autoren wirtschaftliche Aspekte in den Fokus, „die auf eine viel stärkere Fundierung der mittelalterlichen Landesgeschichte im südlichen Westfalen durch den Montansektor zielen“ (S. 186).

Das Handbuch folgt einem klar strukturierten Aufbau: In der Einleitung (A) werden neben Fragestellungen und Forschungsstand die nichtschriftlichen und schriftlichen Quellen vorgestellt und die Methodik zur gegenseitigen Ergänzung der Corpora erläutert.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2022/04/rezension-bergwerke-huetten-hammerwerke-westfalen-mittelalter-fruehe-neuzeit-schulte/

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Arbeitsgespräch zur Gründung eines DFG-Netzwerks „Digital Economic History – Data and Methods (c.1300-c.1800)“

Zur Förderung der Verknüpfung vormoderner Wirtschaftsgeschichte mit den Digital Humanities strebt der internationale Arbeitskreis „Vormoderne Wirtschaftsdaten“ mit Sitz an der Universität Mannheim die Gründung eines DFG-Netzwerks unter dem Arbeitstitel „Digital Economic History – Data and Methods (c.1300-c.1800)“ an. Zu diesem Zweck soll am 14.09.2021 ein erstes Arbeitsgespräch Forscher:innen aus beiden Disziplinen ins Gespräch bringen.

Wirtschaftshistorische Forschung verbindet in besonderem Maß qualitative mit quantitativen Methoden der Quellenauswertung und legt großes Gewicht auf entsprechende empirische Auswertungsmöglichkeiten. Die Erhebung und Analyse umfangreicher Datensätze erfolgt schwerpunktmäßig in der neuzeitlichen Geschichte, für die durch staatliche Statistiken bereits systematisch zusammengestellte und vergleichbare Datensätze zur Verfügung stehen. Im Bereich der vormodernen Wirtschaftsgeschichte gestaltet sich die Quellenlage erheblich komplizierter und lückenhafter: Auch hier sind entsprechende Daten zwar durchaus in größeren Mengen vorhanden, aber verstreut und uneinheitlich überliefert.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=16238

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Schifffahrt und Handel auf dem Rhein vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Beiträge zur Verkehrsgeschichte

Der Rhein ist schon lange ein Thema in den Geschichtswissenschaften. Gleichwohl hat der Fluss in den letzten Jahren in besonderem Maße das Interesse der Forschung gefunden. Es erschienen zahlreiche Studien zur Rhein-Geschichte aus wirtschafts-, politik-  und kulturhistorischer Perspektive. Hierzu gehört auch der vorliegende Band, der verschiedene Aufsätze des ehemaligen Direktors des Düsseldorfer Stadtarchivs versammelt. Alle Beiträge sind bereits an anderen Orten publiziert worden, manche wurden für die Neuauflage geringfügig überarbeitet.

Auch wenn er gelegentlich bis in das späte Mittelalter zurückgreift, konzentriert sich von Looz-Corswarem in seinen Forschungen vor allem auf die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. In räumlicher Hinsicht stehen insbesondere die Städte Düsseldorf und Köln mit Mittelpunkt des Interesses.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2021/03/rezension-schifffahrt-und-handel-auf-dem-rhein-thiemeyer/

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Digitaler Beistand für die wirtschaftshistorische Forschung: Online-Datenbanken im Überblick

Für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte im Speziellen, aber auch für die historische Forschung im Allgemeinen haben online zugängliche Quellen während der letzten Jahrzehnte erheblich an Bedeutung gewonnen. Die großen Massendigitalisierungsprojekte der Gedächtnisinstitutionen haben den Zugriff darauf sehr vereinfacht, ist er doch orts- und zeitunabhängig geworden. Die Arbeit mit Online-Quellen und Datenbanken bietet damit eine  Zeitersparnis, aber die Vorteile gehen darüber hinaus. Gerade die Übertragung von Daten in eine Tabelle oder Datenbank kann viel Zeit verschlingen. Bei quantitativen, also in Form von Zahlen darstellbaren Daten (z.B. Wirtschaftswachstum, Preise, Bevölkerung) stellt es eine erhebliche Vereinfachung dar, wenn sie in einem Format und unter einer Lizenz zur Verfügung stehen, die eine unmittelbare Auswertung erlauben.

Während der letzten Jahre wurden einige Datensammlungen publiziert, die diesen Ansprüchen genügen und vollumfänglich nutzbar sind. Sie dienen überwiegend der wirtschaftshistorischen Forschung.

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Quelle: https://dhdhi.hypotheses.org/5696

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Männlich, preußisch, Akademiker – „Liste der öffentlich bestellten Wirtschaftsprüfer“, 1932

Der Wirtschaftsprüferverband „Institut der Wirtschaftsprüfer“ (IDW) veröf...

Quelle: https://abgehoert.hypotheses.org/961

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Neue Institutionenökonomie: Historiker erklären Wirtschaftsprüfer

Der Beitrag zeigt, dass der Forschungsansatz der Neuen Institutionenökonomie zur Beantwortung der Frage, warum der Wirtschaftsprüferberuf entstand, für deutsche Verhältnisse im 1. Drittel des 20. Jahrhunderts keine ausreichende Erklärung bietet.

Die Theorie

Aus welchen Gründen entstand der Beruf des Wirtschaftsprüfers? Zur Beantwortung dieser Frage nutzten Wirtschaftshistoriker die von anglo-amerikanischen Wirtschaftswis-senschaftlern Ronald H. Coase, Douglas C. North und Oliver Williamson angebotenen Erklärungsansätze, die unter der Bezeichnung „Neue Institutionenökonomie“ (NIÖ) zu-sammengefasst werden: Unternehmen benötigen Kapital (von Investoren), Kredite (von Banken) und Vertrauen (von Kunden, vom Staat, von der Öffentlichkeit). Daher errichten sie, so die Theorie, ein Steuerungs- und Überwachungssystem (neudeutsch: Corporate Governance), um Risiken zu vermeiden, Kosten wirtschaftlicher Transaktionen zu senken und Transparenz herzustellen.

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Quelle: https://abgehoert.hypotheses.org/885

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Visitator, Accountant, Bücherrevisor – Wirtschaftsprüfer suchen ihre Ahnen.

Photo by geralt on pixabay

Seit sich vor gut 100 Jahren in Deutschland die Berufsgruppe der freiberuflich tätigen, kaufmänni-schen Sachverständigen, zuerst in der Ausprägung des Bücherrevi-sors und ab 1931 des Wirtschafts-prüfers etablierte, beschäftigten sich Autoren – etliche aus dem Kreis der Berufsangehörigen stammend – mit der Frage der historischen Entwicklung dieses Berufes: Wann, wo und in welchem Kontext traten Revisoren auf? Welche Anforderungen wurden an die Berufsangehörigen gestellt? Die chronologisch dargebotenen Ergebnisse präsentiere ich mit einem systematisch vorgehenden Ansatz und schließe mit sich aus der Literatur ergebenden Forschungsfragen.

 

Revision und Buchhaltung – Vermögen, Risiko & Kontrolle

Urgrund einer jeden Revision, so lassen sich die Darstellungen zusammenfassen, ist ein Vermögen: seien es nun Getreidevorräte im alten Ägypten, die in den Rechnungsbüchern eines spätmittelalterlichen, italienischen Kaufmannes dokumentierten Geschäfte oder das Aktienpaket eines Investors im 19. Jahrhundert.

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Quelle: http://abgehoert.hypotheses.org/836

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