Broschüre und Stadtplan zu Düsseldorfer Hausnamen und Hausnummern

Die Westdeutsche Zeitung berichtet von einer Neuerscheinung zu den Düsseldorfer Hausnamen und Hausnummern, herausgegeben von einer reichlich militant klingenden Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine, verfasst von Edmund Spohr und Hatto Küffner. Es handelt sich dabei um eine 16-seitige Broschüre, die auch einen Stadtplan mit Namen und Nummern enthält, zu beziehen ist sie laut Der Westen um 9,80 Euro im Düsseldorfer Stadtarchiv, Stadtmuseum und Schifffahrtsmuseum.
Vgl. zur Hausnummerierung in Düsseldorf auch diesen Hinweis auf Heike Blumreiters Publikation im Adresscomptoir.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/581436091/

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35 Stunden sind genug!

Horst Tomayer ist letzte Woche gestorben, Oliver Tolmein verfasste für die heutige FAZ einen Nachruf; unvergessen Tomayers 35-Stunden-sind-genug-Lied der deutschen Rüstungsarbeiter:

Die Granaten wo wir drehen
Sind in aller Welt begehrt
Wenn sie mit rawumsti platzen
Ist so mancher sehr versehrt

(...)

Wir sind folgsam, und sind fleißig
Und wir liefern Wertarbeit
Doch wir möchten auch ein bisserl
Von der Arbeit freie Zeit

(...)

Ihr Bosse, und ihr Kunden
Fünfunddreißig Stunden
Sind genug!


Für eine Analyse dieser Perle beinharten Gewerkschaftsprotests siehe u.a.:
http://sprusko.blogspot.co.at/2006/08/deutsche-wertarbeit-rawumsti.html

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/581435383/

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100 Jahre Hausnummern in Gersthofen

Breaking News: Vor 100 Jahren wurden in Gersthofen nahe bei Augsburg Hausnummern eingeführt; die Worte des damaligen Bürgermeister Vinzenz Langhans ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:

Jeder Hauseigentümer hat zu dulden, dass die zur Bezeichnung der Straßen erforderlichen Tafeln zu öffentlichen Zwecken an seinem Hause angebracht werden. Die Besudelung und Verunstaltung der Hausnummern und Straßenbenennungstafeln ist verboten.

Quelle: Augsburger Allgemeine, 6.12.2013

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/565877948/

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Kontrolliert die Kontrolleure, Abteilung Schweiz

Bei der Podiumsdiskussion nach meiner Preisverleihung letzte Woche sprach Hubert Christian Ehalt die Parole "Kontrolliert die Kontrolleure" an; als wollte sie's illustrieren, hat die WOZ nun anlässlich einer Sonderausgabe zum Thema der Überwachung - der GeheimWOZ - den Schweizer Geheimdienstchef Markus Seiler observiert und die Ergebnisse unter http://www.markusseiler.ch/ veröffentlicht.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/565877538/

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Vortrag im Journal Club des HIIG, Berlin 11.12.2013

Ab Freitag bin ich für etwas mehr als eine Woche in Berlin und werde dort nicht nur wie angekündigt einen Vortrag bei der Tagung History is unwritten halten, sondern auch am Mittwoch, 11.12.2013 meine Forschungsergebnisse der letzten Jahre am Google-Institut, recte Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft im Journal Club vorstellen:

Zeit: Mi 11.12.2013, 17h
Ort: HIIG, Humboldt Universität zu Berlin, Juristische Fakultät, Eingang Bebelplatz 2, Raum E027, 10117 Berlin

Abstract:

Vor Google:
Geschichtswissenschaftliche Perspektiven auf Suchmaschinen im analogen Zeitalter

In den letzten Jahren habe ich mich als Historiker mit den Suchmaschinen des analogen Zeitalters beschäftigt, insbesondere in einer 2012 verteidigten Habilitationsschrift zu den so genannten Adressbüros im Europa der Frühen Neuzeit. Ziel dieser ab dem 17. Jahrhundert in Paris und London, später dann auch in deutschsprachigen Städten gegründeten Adressbüros war es, Informationen zu vermitteln: Wer auch immer etwas kaufen oder verkaufen wollte, Arbeit oder Wohnung suchte, konnte sein oder ihr Anliegen gegen Gebühr in ein am Ort des Adressbüros aufliegendes Register eintragen lassen; umgekehrt konnten InteressentInnen gegen Gebühr Auszüge aus diesem Register erhalten. So nützlich diese Einrichtungen waren, so gerieten sie doch auch in Kritik, wegen mangelnder Beachtung der Privatsphäre und der Übernahme obrigkeitlicher Funktionen.
Ähnliche Konflikte lassen sich auch bei anderen Einrichtungen des Suchens und Findens feststellen, die in einem von mir mitherausgegebenen, bei transcript erschienenen Sammelband mit dem Titel „Vor Google“ behandelt werden. Auch menschliche „Medien“ bzw. „Suchmaschinen“ wie Lohnlakaien, Kammerdiener und Hausmeister waren zum einen hilfreiche Geister, zum anderen Zuträger der Geheimpolizei.
Mit meinen Forschungen möchte ich gerne mit KollegInnen in Austausch treten, die sich mit aktuellen Problemen des Internets beschäftigen, in der Hoffnung, dass diese aus dem präsentierten historischen Material Erkenntnisse für ihre eigene Arbeit gewinnen können.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/565877157/

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Präsentation zu meinem Vortrag „Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft“

Hiermit reiche ich zu meiner vorgestern gehaltenen Wiener Vorlesung "Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft" noch die bei Slideshare hochgeladene Präsentation nach:

http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/28757667

Die im Anschluss an den Vortrag abgehaltene einstündige Podiumsdiskussion mit Jana Herwig als Diskutantin und Hubert Christian Ehalt als Moderator wird auf okto.tv ausgestrahlt.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/565875142/

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Erwin Riess über seine Konkret-Lektüren

Habe ich gerne gelesen: Eine 2007-2009 von Erwin Riess in der empfehlenswerten Linzer Zeitschrift Versorgerin veröffentlichte Artikelserie, in der er seine mittlerweile jahrzehntelangen Lektüren der Zeitschrift "Konkret" Revue passieren lässt:

Teil 1: http://versorgerin.stwst.at/artikel/apr-12-2012-1446/siebenunddrei%C3%9Fig-jahre-%C2%BBkonkret%C2%AB

Teil 2: http://versorgerin.stwst.at/artikel/apr-12-2012-1424/vom-szeneblatt-zur-autorenzeitschrift

Teil 3: http://versorgerin.stwst.at/artikel/feb-14-2012-1137/%C2%BBmeine-siebenunddrei%C3%9Fig-jahre-mit-%E2%80%98konkret%E2%80%99%C2%AB

Teil 4: http://versorgerin.stwst.at/artikel/feb-8-2012-1117/meine-jahre-mit-%C2%BBkonkret%C2%AB

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/565873890/

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