Die (P)ostkutsche, der neue Studipodcast der osteuropäischen Geschichte, bespricht in seiner Pilotfo...
“50 Jahre Frauenkriminalität” – nationalsozialistische Erklärungsmuster für von Frauen begangene Straftaten
Studierendenbeitrag von Chiara Kummer, Studierende an der Universität Heidelberg. Johanna Reiff ist ...
Die Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr im Nationalsozialismus. Auswirkungen nationalsozialistischer Politik auf die Stadtverwaltung anhand ausgewählter Dienstbiografien

Das 2020 erschienene Werk von Kyra Sontacki befasst sich erstmals mit den personellen Folgen der nationalsozialistischen Politik auf die Stadtverwaltung von Mülheim an der Ruhr. Anspruch der Studie ist es aufzuzeigen, „wie der Nationalsozialismus Einfluss auf die Aufgaben sowie den Arbeitsalltag der Mülheimer Stadtverwaltung hatte und inwieweit die politischen Umstände in das Arbeitsleben einzelner Bediensteter hineingewirkt und die Entscheidungen der Beschäftigten beeinflusst haben“ (S. 1-2). Veröffentlicht als Band 45 der „Wissenschaftlichen Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe Geschichtswissenschaft“ gliedert die Verfasserin ihre Arbeit zur Klärung dieses Themas auf insgesamt 98 Seiten logisch und sinnvoll; das übliche Problem von Struktur- und Personengeschichte, das beim Nationalsozialismus als totalitärem System besonders schwierig zu bearbeiten ist, löst sie mit einem systematischen Zugriff auf die Stadtverwaltung: Der Hauptteil zwischen obligatorischer Einleitung, historischem Kontext zu Beginn und Fazit, Interview-Anhang sowie Verzeichnissen zu Ende besitzt vier Kapitel, die strukturelle Bereiche wie das Oberbürgermeisteramt, die Feuerwehr, das Schulamt und die Stadtkasse anhand ausgewählter Dienstbiografien untersuchen.
Sontacki zeigt hierbei sehr deutlich auf, wie stark der Nationalsozialismus seinem Anspruch gemäß bis in kleinste Bereiche hineinwirken konnte. Auswirkungen hatte das sowohl auf Bedienstete der Stadtverwaltung, die selbst dem Nationalsozialismus distanziert bis negativ gegenüberstanden, als auch auf genuin durch den Nationalsozialismus ins Amt Gekommene, die mit ihm sympathisierten. Hierbei zeigt sich die Stärke der Auswahl der Dienstbiografien durch Sontacki: Sie bringt überzeugte Nationalsozialisten wie den Oberbürgermeister von 1933 bis 1936 genauso ein, wie eine Stück für Stück verdrängte jüdische Lehrerin und einen vermeintlich nur mit technischen Fragen befassten Rechnungsführer der Mülheimer Gas- und Stromversorgung. Ersichtlich wird, dass eine Einteilung in schwarz und weiß, Systemtreue und -feindschaft, nicht einfach möglich ist. Die Verfasserin kommt zum Ergebnis, „dass der Nationalsozialismus den Verlauf von Karrieren innerhalb der Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr stark beeinflusste“ (S.
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Eco-curating: Klimaschutz in Museen
Das Museum Ludwig in Köln startete im Herbst 2022 mit seiner Ausstellung “Grüne Moderne. Die ...
Sven Limbeck: Wissens- und Gebrauchsliteratur in den literarischen Feldern des Mittelalters und der frühen Neuzeit
Videoaufzeichnug des Vortrags vom 30.08.2022 auf der Tagung ‚Was ist historische Wissens- und Gebrauchsliteratur? Theoretische Grundlagen und Parameter der Korpusbildung‘ des Netzwerks Historische Wissens- und Gebrauchsliteratur e.V. in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
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Quelle: https://hwgl.hypotheses.org/2175
Barbara Aehnlich: Rechtsliteratur zwischen Wissen und Anwendung
Videoaufzeichnug des Vortrags vom 30.08.2022 auf der Tagung ‚Was ist historische Wissens- und Gebrauchsliteratur? Theoretische Grundlagen und Parameter der Korpusbildung‘ des Netzwerks Historische Wissens- und Gebrauchsliteratur e.V. in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
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Quelle: https://hwgl.hypotheses.org/2170
„Manche mögen’s Eis“ – Stuttgarts langer Weg zu einer eigenen Kunsteisbahn
Vormals oft ein Privileg adliger Gesellschaften, erfreute sich das Schlittschuhlaufen im Verlauf de...
Pergament, Papier und Portal: die Digitalisierung der Handschriften des christlichen Orients
Von Petra Figeac Das Portal Qalamos spiegelt die Vielfalt der orientalischen Handschriftentraditione...
Gender im Geschichtsunterricht
von Frank Britsche und Sophia König In seiner Zeit als Professor für Geschichtsdidaktik motivierte A...
Rezension: Paul Jankowski – All against all. The Long Winter of 1933 and the Origins of the Second World War (Komplett)
Paul Jankowski - All against all. The Long Winter of 1933 and the Origins of the Second World War (Hörbuch) (Das Wanken der Welt - Wie 1933 der Weltfrieden verspielt wurde)
Angesichts des Kriegs in der Ukraine und der steigenden internationalen Spannungen in den frühen 2020er Jahren generell ist die Frage nach der Vermeidung von Kriegen angesichts der Herausforderung autokratischer oder diktatorischer Systeme aktuell wie lange nicht mehr. Zwischen Rufen von "Nie wieder Appeasement!" und "Verhandlungen statt Waffen" wird die Diskussion allzugerne auf die Vorgänge des Jahres 1938 verengt, die kaum in Betracht zieht, welche Chancen es vielleicht vorher bereits gegeben hätte. Paul Jankowski jedenfalls geht einige Jahre in der Geschichte zurück und betrachtet den Winter 1932/33, in dem in seinen Augen der Weltfrieden tatsächlich verspielt wurde. Dazu entführt er die Lesenden nach Genf, wo 1932 die große internationale Abrüstungskonferenz tagte - das größte Treffen hochrangiger Diplomanten und Staatschefs seit den Verhandlungen des Versailler Vertrags.
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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2023/01/rezension-paul-jankowski-all-against_10.html