Museum des Lebens 01, drüben
https://mastodon.social/@adresscomptoir/109541974610392347
Zitat Heiner Müller:
„Vorstellbar wäre, daß man ein Museum einrichtet, eine Art Nekropolis, wo bestimmte Leute, die man auslost oder nach irgendeinem soziologischen Querschnitt ermittelt, nach ihrem Tode ein Zimmer bekommen. (...) Das Museum des Lebens, als säkulare Antwort auf die Pyramiden. Eigentlich hat jeder Mensch Anspruch darauf, daß sein Leben in dieser Form dokumentiert wird. In einer post-nihilistischen Kultur ist die Dokumentation des Lebens anonymer Personen der zentrale Gegenstand von Kunst. Sonst hat Kunst keine Zukunft.“
Müller, Heiner: Für immer in Hollywood, in: Ders.: Gesammelte Irrtümer.
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Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022692578/
Ausstellungseröffnung: „An den Rändern taumelt das Glück.“ Die späte DDR in der Fotografie
Foto: Matthias Leupold, Ohne Titel, Berlin 1985 / VG Bild-Kunst © mit freundlicher Genehmigung
Die in Fotografien festgehaltene DDR ist ein abgeschlossenes Bilderkonvolut, das unterschiedliche Genres und Akteur:innen vereint. Mit historischem Abstand lohnt es sich, das Material neu zu betrachten.
Die Ausstellung versammelt Bekanntes und wenig Gezeigtes und spiegelt alltägliche Lebenswelten von DDR-Bürger:innen, ohne sich dabei zwingend in der Mitte der Gesellschaft wiederzufinden. Die fotografischen Positionen bewegen sich von dokumentarischen Praktiken zu künstlerischen und inszenierten Bildwelten, schließen den medialen Grenzgänger Fotofilm ein und befragen die verwandtschaftlichen Verhältnisse zwischen Film und Fotografie.
Zu sehen sind Fotografien, die in den 1970ern und 1980ern sowie den frühen 1990ern entstanden, jedoch nicht ausschließlich von DDR-Bürger:innen gemacht wurden. Das Ende der DDR ist nicht das Ende der Bilder. Welche Blicke wählen wir, um uns welches Bild von einer Gesellschaft zu machen, deren innere Verfasstheit bis heute viele Fragen offenlässt?
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Quelle: https://visual-history.de/2022/12/02/ausstellungseroeffnung-an-den-raendern-taumelt-das-glueck/
Wolfgang Kos zum Wienerberg, einer der wichtigsten Gegenden Wiens
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022691984/
Der Halterberg von Gänserndorf – einer der Seven Summits des Marchfelds
Im Gegensatz zum Meisterberg, der seine Höhe auf natürliche Weise erreichte, benötigten andere Summits des Marchfelds menschliche Nachhilfe, wie etwa der als Hausberg Gänserndorfs bezeichnete Halterberg: Dieser liegt unweit der Stadtpfarrkirche und wurde im Hochmittelalter zu Verteidigungszwecken zehn Meter hoch aufgeschüttet; von Süden aus ist er über Stufen zu besteigen, vom nicht befestigten Nordanstieg würde ich abraten. Eine amtliche Höhenangabe liegt nicht vor - die OpenStreetMap gibt 173 Meter an - dafür aber wartet der Halterberg als einziger der Summits mit einem Gipfelkreuz auf: Dieses wurde im Juli 2003 auf private Initiative hin errichtet, bei der humoristisch gehaltenen Einweihungszeremonie sangen nach Angabe der Niederösterreichischen Nachrichten die mit Seil und Pickel bestens ausgerüsteten Organisator:innen zur Melodie von «La Montanara» eine selbst getextete Hymne.
Digitale Ausgabe des Augustin per App: https://augustin.or.at/zeitung/digitale-ausgabe/
Digitale Ausgabe des Augustin über kiosk.at: https://www.kiosk.at/web/de/ausgabe/AUGUSTIN/20220907
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022691502/
Video: Der Wiener Donaukanal als Ankunftszone und Ort von Konflikten, 1700–2021
https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/fliessende_raeume2
Passend dazu: Letzte Woche veröffentlichte das Wien Museum Magazin ein Interview mit dem Fotografen Matthias Cremer über den Donaukanal in den 1980er Jahren.
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022691460/
Augustin: Die Seven Summits des Marchfelds
Wer nicht in Wien und Umgebung wohnt, kann die Ausgabe auch digital erwerben: https://www.kiosk.at/web/de/ausgabe/AUGUSTIN/20220907
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022691436/
Süß ist’s, fürs Vaterland zu sterben
Beim Honig riskirt man nicht eines schönen Morgens die Atome seines Großvaters im Kaffee aufgelöst zu sich zu nehmen, was beim Zucker immerhin möglich ist.
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Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022691020/
Kathmandu, April 2009
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022689934/
In memoriam Klaus Wagenbach
Ich habe meine Sammlung von Wagenbach-Büchern im Blick von meinem Schreibtisch aus.


Acht Bücher daraus seien herausgegriffen;
1/8 Eines der für mich wichtigsten jemals verfassten Werke der Historiographie

2/8 Einer der ersten Bände, in denen ich über die Nouvelle Histoire gelesen habe

3/8 Dass die Texte einer der schärfsten und am geschliffensten formulierenden Kritikerinnen nicht nur deutscher Verhältnisse weiter lieferbar sind, rechne ich dem Verlag hoch an.

4/8 Darin habe ich erstmals vom Bureau d'adresse des Théophraste Renaudot gelesen, Anstoß für meine Habil, die in gekürzter Form dann bei Wagenbach erschien.

5/8 Dass hier bereits früh eine Sozialgeschichte der Datenverarbeitung erschien, hat mich überrascht.

6/8 Antiquarisch erstanden - der Beweis dafür, dass auch Belletristik sehr lehrreich sein kann.

7/8 Ideale Vorbereitung für den Besuch der schönsten Stadt der Welt.

8/8 Kein Programm eines Verlages, der auf sich hält, kann auf Dada verzichten.
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022687547/
Der Kampf um die „Arbeiterriviera“ – Tagebuch-Artikel über Donaukanal erschienen
Tantner, Anton: Der Kampf um die "Arbeiterriviera", in: Tagebuch 7/8 2021, S.32-37.
Kostenpflichtiger Zugriff auf Artikel unter: https://tagebuch.at/product/der-kampf-um-die-arbeiterriviera/
Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022684840/
