eCulture Dialogue Hamburg – Creating Digital Access to Culture. “Ja, es gibt Tagungen mit griffigeren Titeln, gar keine Frage.” So schön und herrlich ironisch beginnt, erzählt und endet der erfrischende und wahre Blogbeitrag zu der gleichnamigen Tagung in Hamburg, bei der es nicht um das WIE ging, sondern wieder einmal und leider noch immer darum, OB Social Media für Museen “sein müssen”.
Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2014 in Hamburg
Am 27. Januar 2005, anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945, verabschiedete das Parlament der Europäischen Union die „Entschließung zum Gedenken an den Holocaust sowie zu Antisemitismus und Rassismus“.1 Bereits seit dem Jahr 1996 ist der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus” in Deutschland ein gesetzlich verankerter Gedenktag.2 Der Holocaust-Gedenktag ist über die Jahre in Deutschland zu einem festen Bestandteil der nationalen Erinnerungskultur geworden, zu dem jedes Jahr eine Vielzahl von Gedenk-, Bildungs- und Kulturveranstaltungen stattfinden. […]
ALL YOU TWEET IS LOVE (#outofblue, Engelvariationen)
Tweetups in Museen, Theatern und weiteren Kultureinrichtungen sind eine neue Form der Kommunikation und beinhalten viel Potential. Einen Eindruck über dieses Phänomen erhält man in der von den Kulturkonsorten herausgegebenen Publikation ALL YOU TWEET IS LOVE. Um das weitere Potential von Tweetups erahnen zu können, sollte man mal einen mitgemacht haben.
Bei #outofblue handelt es sich bereits um eine modifizierte Form des klassischen Tweetups, die in der o.g. Publikation Erwähnung findet (in dem Artikel Twittern in einer rauschhaften Ausstellung ohne Bilder habe ich bereits darüber berichtet).
Marion Schwehr, die die Idee zu #outoblue hatte, machte aus den Tweets, die bei diesem Event entstanden sind, einen Text: #outofblue – aus Tweets wird Literatur. Diesen Text hat sie auf einem Poster veröffentlicht und mit dem Titel Engelvariationen überschrieben.
Letztlich wurden aus Bildern also Tweets, aus den Tweets wiederum Literatur. Es stellt sich die Frage, was kann man jetzt noch damit anstellen kann. Kann die Literatur weiter transformiert werden? In Musik? In Tanz? Theater? Was geht noch? Denken Sie mit! Machen Sie mit! Es lohnt sich und bietet völlig neue Erfahrungen.
Quelle: http://games.hypotheses.org/1494
Heute Abend als Livestream: “Museum und Web 2.0″
Am heutigen Mittwochabend kann der Vortrag “Museum und Web 2.0″ von Hubertus Kohle via Livestream von 18:00 -20:00 Uhr verfolgt werden. Der Münchner Kunsthistoriker referiert im Rahmen der “Passauer Gespräche zur digitalen Kunst- und Bildgeschichte”.
Hier der Link zum Livestream: http://www.phil.uni-passau.de/die-fakultaet/lehrstuehle-professuren/rehbein/aktuelles/vorlesungsreihe-digitale-kunstgeschichte.html.
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2846
Mit Google eigene Ausstellungen kuratieren
Das Google Cultural Institute (mit Sitz in Paris) stellt einen neuen Dienst zur Verfügung. Mit Hilfe der Bilder, die im Rahmen des Google Art Projects von Museen zur Verfügung gestellt wurden, kann man folgendes machen:
- Kunst-Projekte und Ausstellungen anschauen:
(Unten auf der Seite auf „nächstes Projekt“ klicken, um zum nächsten zu gelangen.) - Bilder in den Rubriken “Sammlungen”, “Künstler”, “Kunstwerke” und “Benutzergalerien” ansehen.
(Auf der Startseite im mittleren linken Bereich auf “Art Project” klicken und dann im oberen Frame die gewünschte Rubrik auswählen.) - Eigene Ausstellungen zusammenstellen. Das geht relativ einfach. Hat man ein interessantes Bild gefunden, klickt man auf das „+“-Symbol, das jedem Bild angeheftet ist, und alles weitere erklärt sich fast von selbst. Auch Ausschnitte von Bildern kann man so speichern und über die sozialen Medien wie FaceBook, Twitter und Google+ teilen.
- Unter der Rubrik „Look Like an Expert“ etwas über Kunstgeschichte lernen.
- Unter der Rubik “DIY” eigene Ausstellungen zusammenstellen und andere Nutzer zum Mitmachen anregen. Auf dieser Seite werden dazu einige kreativitätsanregende Ideen präsentiert. Siehe Abschnitte „Remix“ oder „Materials Matter“, etc.
- Unter der Rubrik „Whats Next“ mehr über weitere Projekte erfahren. Hier gibt es zahlreiche Links z.B. zu Khan Academy’s Smarthistory, Artbabble, einer Seite mit Videos, und, und und…
- In Bilder hineinzoomen. Einige Bilder stehen dafür im „Gigapixel“-Format zur Verfügung.
- … und noch vieles mehr. Die Seite ist leider nicht gerade ein Ausbund an Übersichtlichkeit. Ein bisschen Suchen, Klicken und Ausprobieren lohnt aber unbedingt!
Viel Spaß dabei!
Original-Artikel: Google Cultural Institute auf dem ARTigo-Blog
Quelle: http://games.hypotheses.org/1401
Vorankündigung: Die Vermittlung des Unbegreiflichen
Der Holocaust markiert einen zentralen Punkt in der europäischen Erinnerungskultur. Die Auseinandersetzung mit den historischen Hintergründen der nationalsozialistischen Verbrechen wird in vielen Ländern als Chance gesehen, aktuelle gesellschaftliche Probleme wie Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung zu thematisieren oder die Gesellschaft für Menschenrechtsverletzungen in der Gegenwart zu sensibilisieren. Auch in Großbritannien und Deutschland nimmt der Holocaust einen zentralen Platz in der jeweiligen nationalen Erinnerungskultur ein – die Länder stehen vor der Herausforderung, mit dem gemeinsamen historischen Erbe umzugehen, die Geschichte für sich aufzuarbeiten und folgenden Generationen […]
Webressourcen aus Nordeuropa – Fundstücke Oktober 2013
Unter der Rubrik „Webressourcen aus Nordeuropa – Fundstücke“ wird das Sondersammelgebiet Skandinavien an der UB Kiel (SSG) zukünftig regelmäßig eine Sammlung aktueller Informationen zu neuen Datenbanken, Entwicklungen in der digitalen Geschichtswissenschaft an Bibliotheken, Museen oder auch Forschungsinstitutionen, Digitalisierungsprojekte und vieles mehr veröffentlichen. Dieses Angebot wird ergänzt durch den aktuellen Kongress-und Terminkalender für Nordeuropa, der in der “Virtuellen Fachbibliothek Nordeuropa und Ostseeraum” vorgehalten wird.
Unser erster Beitrag beschäftigt sich mit den Veröffentlichungsstrategien skandinavischer Museen und Archive für Bilder im Netz, in diesem Fall vor allem mit dänischen Beispielen. Auffällig bei den beispielhaft ausgewählten Seiten ist die Vielfalt der Portale, die genutzt werden, um Bilder und auch andere Quellen zu veröffentlichen – wodurch gleichzeitig deutlich wird, wie breit gestreut sich die Suche nach Quellen mittlerweile gestalten muss.
Dänemark
Ein gutes Beispiel für Vielfalt der Veröffentlichungswege ist das dänische Nationalmuseet. Genannt sei hier der Blog Det Digitale Nationalmuseum, wo die Open-Source-Projekte des Museums, die bereits realisiert oder auch noch in Planung sind, vorgestellt und diskutiert werden.
Im Bereich der Runologie erstellen wissenschaftliche Mitarbeiter des Museums zusammen mit Wikipedia ein Lexikon mit Artikeln und Fotos der dänischen Runensteine. Eine größere Sammlung veröffentlicht das Nationalmuseum auf Wikimedia Commons. Auch auf Flickr hat das Nationalmuseet einen Fotostream mit Bildern aus den eigenen Sammlungen hinterlegt und plant sein digitalisiertes Material weiterhin bzw. zukünftig auf folgenden Kanälen zu veröffentlichen: Social Media (Twitter, Google+, Flickr, Pinterest, Instagram, Youtube), Wikimedia, Europeana (Europäisches Kulturerbeportal), Dansk kulturarv (Dänisches Kulturerbeportal mit Bildern, Videos und Hörbeispielen ) sowie in den Kulturerbeprojekten Historisk Atlas und TING.
Zu den weiteren für die nächste Zukunft geplanten Projekten zählt das Portal Det Digitale Frihedsmuseum, das die digitalisierte Archivsammlung mit 200.000 Dokumenten, 60.000 Fotografien, 2.000 Tonbändern sowie 200 Filmclips aus der Besatzungszeit der Öffentlichkeit zugänglich machen soll.
Neben den Museen planen 600 dänischen Lokalarchive 2014 ihre digitalisierten Archivbestände in dem Portal Arkibas zugänglich zu machen. Darunter befinden sich etwa 50 Millionen Bilder, daneben aber auch Filme und andere Archivalien. Bereits beim für 2014 anvisierten Onlinegang möchten die Lokalarchive “Dänemarks größtes Fotoalbum” präsentieren.
Schweden
In Schweden veröffentlichen die Museen ihre Fotosammlungen ebenfalls auf unterschiedlichen Plattformen. Das Nordiska Museet veröffentlicht auf Wikimedia Commons, während andere Museen wie das Stadtmuseum Göteborg das Datenbanksystem Carlotta bevorzugen. Eine Reihe von schwedischen Museen und Archiven bestücken das Metasuchsystem Kringla, das umfangreiches Informationsmaterial bündelt, darunter auch zahlreiche Bilder beispielsweise aus dem Världskulturmuseet, Tekniska museet, Vasamuseet, Historiska museet und Riksantikvarieämbetet. Derzeit 23 Museen nutzen eine gemeinsame Plattform, das Digitalt Museum. Eine Kooperation von drei Museen, u.a. die Stockholmer Livrustkammer, stellt eine größere Bildsammlung mit insgesamt 40.000 Bildern zum Download bereit. Abschließend sei noch das Jönköpings läns museum erwähnt, auf dessen Internetseite sofort ersichtlich ist, auf wievielen unterschiedlichen Plattformen ein Museum seine Inhalte präsentieren kann.
Norwegen und Finnland
Das Portal “Digitalt Museum”, auf dem Museen ihre Exponate und Bildsammlungen präsentieren, gibt es für Norwegen und Schweden. Dabei wird die norwegische Plattform mit derzeit 135 beteiligten Museen stärker bedient als die schwedische (23 Museen). Ein schönes Beispiel für die Beteiligung einzelner Museen an diesem Portal ist die Fotosammlung aus dem Bereich der Seemannsmission des Norsk Maritimt Museum, die gerade im Digitalt Museum eingestellt worden ist.
In Finnland bündeln zahlreiche Archive, Museen und auch drei große Bibliotheken ihre Bestände, darunter über 230.000 Bilder, in dem Portal Finna.
Digitale Kunstgeschichte: Thema = Seminarform?
Dass das Thema eines Seminars auch gleichzeitig die Seminarform sein kann, bewies ein ungewöhnliches Experiment der Kunstgeschichtlichen Institute der Goethe-Universität Frankfurt und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Per Videokonferenz wurde das Seminar übertragen und behandelte Themen wie Digital Humanities im deutschsprachigen Raum, Problematik des Urheberrechtes, Google Art Project, Social Media im Museum und Möglichkeiten und Grenzen des wissenschaftlichen Einsatzes von Social Media in den Geisteswissenschaften.
Einen Erfahrungsbericht der Studierenden finden Sie hier.
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2442
Twittern in einer rauschhaften Ausstellung ohne Bilder
Gestern also war ich zu dem Tweetup der Kulturkonsorten ins Haus der Kunst geladen. Trotz einiger Erklärungen, die mich vorher per Mail erreichten, hatte ich allenfalls vage Vorstellungen von dem, was mich erwarten würde. Wir waren gebeten, uns auf das Twitterevent vorzubereiten und vorab zu unserem Bild ein paar Tweets zu formulieren, was ich auch brav gemacht habe. Allerdings wusste ich nicht, wie sinnvoll meine Tweets waren und ich war nervös und gespannt, welche Überraschungen mich erwarten würden.
Marion Schwehr erklärte uns in ihrer Begrüßung, dass es sich um ein Literaturprojekt handelte. Zweifel kamen in mir auf, ob ich meine Tweets würde gebrauchen können. Bei den darauf folgenden einführenden Worten von Christian Gries stellte ich fest, dass ich mit meinen Vorstellungen tatsächlich ziemlich daneben gelegen hatte. Ich war bis dahin davon ausgegangen, dass die anderen mein Bild sehen würden. Immerhin war ja ein Beamer da und wir befanden uns in einem Museum! Und das der Titel der Veranstaltung tatsächlich so gemeint war, hatte ich bis dahin einfach nicht glauben können. Also formulierte ich schnell ein paar neue Tweets vor. Einen kümmerlichen Rest Hoffnung auf die Anzeige von Bildern besaß ich aber trotzdem noch.
Dann ging es los. Stefan-Maria Mittendorf erzählte uns von den Bildern. Spätestens jetzt begriff ich, dass wir an diesem Abend wirklich keine Bilder zu sehen bekommen würden und anhand der verbalen Ausführungen darüber twittern sollten. Okay, meine Tweets waren kaum zu gebrauchen. Jetzt ging nichts mehr. Mittendorf war schon mittendrin.
Beim ersten “Bild” habe ich mich warmgetwittert. Dann kam das zweite. Ich kam jetzt rein, wusste, was ich tun wollte, dann das dritte…., es war wie in einem Sog. Dann kam mein Bild. Oje. Schnell schickte ich ein zwei, drei gespeicherte Tweets ab, in der Hoffnung, dass ein paar von den Leuten draußen davon etwas mitbekommen und darauf eingehen. Zack, war’s schon wieder vorbei. Das nächste Bild. Ah, ein paar Leute von draußen retweeten oder besternen ein paar von meinen Tweets. Schön. Das nächste Bild. Noch ein paar Sternchen. Das nächste Bild. Christian Gries sagt was. Jemand fotografiert. Das nächste Bild. Retweets. Sternchen. Ein Blick zur Twitterwall. Mittendorf ließ ein Ufo landen und wir waren schon wieder beim nächsten Bild.
Und plötzlich war’s vorbei.
Die Zeit war verflogen. Was hatte ich gemacht? Meine Assoziationen zu den Bildern getwittert. Die anderen, was hatten die gemacht? Das habe ich nur am Rande mitbekommen, ich war zu konzentriert auf meine eigenen Tweets gewesen. Das Event braucht auf jeden Fall eine Nachbereitung. Ich bin gespannt auf die Auswertung der Tweets durch die Kulturkonsorten. Und dann muss ich selbst noch sehen, was die anderen zu “meinem” Bild getwittert haben. Dazu bin ich noch gar nicht gekommen.
Das alles war wie in einem Rausch. Man nennt diesen Zustand auch “Flow”. Bis gestern Abend war ich noch nie in einem Museum im Flow gewesen. Hut ab, Kulturkonsorten und Haus der Kunst!
#outofblue
Quelle: http://games.hypotheses.org/1284
Ein Tweetup und was man mit ARTigo-Bildern noch so machen kann
Ich bin von den Kulturkonsorten zu einem Tweetup der Sonderklasse eingeladen worden: “Tweetup in einer Ausstellung, die es nicht gibt”. Also das macht mich doch neugierig! Und für mich ist eins klar: Ich nehme ein Bild, dass man mit ARTigo spielen kann, und zwar dieses:

Es heißt “Rote Dächer unter Bäumen”, wurde 1913 von Christian Rohlfs gemalt und hängt in der Kunsthalle Karlsruhe.
Warum ich dieses Bild nehme? Hier die Gründe:
- Für die Tags der ARTigo-Spieler interessiere ich mich besonders. Ich beschäftige mich schließlich in meiner Diss damit.
- Für mich im Moment deshalb interessant, weil es besonders viele Farb-Tags hat.
- Ich bin gespannt, was die anderen Teilnehmer zu dem Bild twittern werden. Das könnte ich mit den Tags der Spieler vergleichen, zum Beispiel. Und vielleicht ergeben sich noch mehr Ideen.
Wenn Sie sich das Bild in ARTigo anschauen, werden die dazugehörigen Tags angezeigt (Tipp: klicken Sie auf “alle anzeigen”, dann werden es noch mehr).
Während des Tweetups soll ich 5 Minuten über dieses Bild twittern und die anderen Teilnehmer werden auf meine Tweets reagieren, so heißt es. Ich bin gebeten, mich vorzubereiten und ein paar Tweets vorab zu formulieren. Das könnte ich natürlich auch im stillen Kämmerlein tun, aber warum sollte ich nicht versuchen, das crowdzusourcen?
Deshalb meine Frage an Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Was könnte ich twittern? Welche Fragen könnte ich stellen, die die anderen beantworten sollen? Welche Gedankenanstöße könnte ich geben, um Reaktionen zu erhalten?
Über Ihre Vorschläge würde ich mich sehr freuen.
Weiterführende Links:
Marion Schwehr: Out Of The Blue – Die These
Kulturkonsorten: “Tweetup in einer Ausstellung, die es nicht gibt”
Sabine Scherz: Blau, blauer am blauesten. Welches ist das blaueste Bild?
Twitter: #outofblue
Quelle: http://games.hypotheses.org/1266
