Rezension: Christopher Clark – Revolutionary Spring: Fighting for a New World 1848-1849 (Teil 6)

 

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Christopher Clark - Revolutionary Spring: Fighting for a New World 1848-1849 (Hörbuch) (Frühling der Revolution: Europa 1848/49 und der Kampf für eine neue Welt (Hörbuch))

Clark beschließt seine Abhandlung der Revolutionen mit einer Würding von "The Dead". Da wären einerseits die Märtyrer der Revolution, die es verstanden, ihren eigenen Tod in Szene zu setzen (mich erinnert diese Theatralik stark an das 18. Jahrhundert, als die gebildete Oberschicht es ebenfalls verstand, den eigenen Tod als Inszenierung zu gestalten). Memorabilia und romantisierte Erzählungen gab es noch und nöcher. Doch die meisten Menschen starben ohne großen Bekanntheitsgrad. Von Frauen sind, wenig überraschend, keine letzten Worte überliefert. Sie starben stumm. Dasselbe gilt für die unteren Klassen oder die Soldaten der Gegenrevolution. Und sie starben in großer Zahl, schon allein, weil die Soldaten der Gegenrevolution die Cholera durch Europa schleppten und eine veritable kleine Pandemie mit zehntausenden von Toten auslösten.



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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2023/07/rezension-christopher-clark_01273688254.html

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Forced Labour 1940

Gruppenfoto von mehr als 20 Personen: zumeist Männer, sechs Frauen und zwei Kinder

Over recent years, several private photos of the persecution of the Hungarian Jews have been made accessible to the public online. However, due to the lack of historical context and basic metadata, these photographs remain difficult to trace.[1] This problem is particularly significant for international researchers without knowledge of Hungarian.

In 2020, I started examining ways to design and develop online exhibitions, and this short essay outlines the process and results: the online gallery “Forced Labour, Hungary 1940”. The aim of this project was to present and contextualise one small collection of family materials – two photo albums and a diary – to make them accessible for a broader, international public.

Photographer: Ervin Szántó. A group of forced labourers wearing tricolour armbands with family members.

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Quelle: https://visual-history.de/2023/07/10/jones-forced-labour-1940/

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Eckard Rolfs Vokabular der Gebrauchstextsorten als FctGrid-Angebot

FactGrid-Vokabular der Gebrauchstextsorten nach Eckard Rolf, Die Funktionen der Gebrauchstextsorten (Berlin/ New York, 1993), alphabetisch, Download-Optionen am rechten Rand im mouse-over.https://tinyurl.com/2yltc97r

Mit dem folgenden Link-Angeboten lässt sich ein erstes „kontrolliertes Vokabular“ – zu Gattungen von Gebrauchstexten – aus dem FactGrid ziehen, sowohl als einfache Wortliste wie mit inhaltlichen Durchdringungen und (ersten) Übersetzungen. Im Moment hat dieses Angebot noch experimentellen Charakter. Wikibase ist eine Software für Wissensgegenstände, nicht für Worte. Die Gegenstände erhalten Q-Nummern und Bezeichnungen in verschiedenen Sprachen – Worte dagegen würde man in ihren Sprachen belassen und untersuchen wollen. Die Wikibase-Entwickler erweiterten darum 2018 ihr Angebot: zu den Q-Nummern für die Dinge des Wissens kamen L-Nummern für „Lexeme“, die in ihren Sprachen bleiben und nun Aussagen zu Bedeutungen auf sich ziehen.

Die Gebrauchstextsorten, die Eckard Rolf 1993 erfasste und sortierte, sind eindeutig Wissensgegenstände, also die Angelegenheit für Q-Nummern. Eine „Mahnung“ ist eine Aufforderung, eine versäumte Zahlung nachzuholen – man kann diese Erklärung in verschiedenen Sprachen geben und die verschiedensten Sprachen haben eben darum ihre Worte für den Gegenstand: „dunning“ im Englischen, „mise en demeure“ im Französischen.

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Quelle: https://blog.factgrid.de/archives/3061

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