Nach dem Fenstersturz im Mai 1618 eskalierte die Situation in Böhmen immer mehr. Im Laufe des S...
Frieden statt Krieg
Warum spricht man eigentlich vom Kriegsausbruch, aber nicht vom Friedensende? Und wieso heißt ...
Ein gerechter Frieden?
Das Westfälische Friedenswerk gilt als eine großartige Konstruktion, die eine höchst...
Fake News aus Westfalen?
Ende November 1647 erschien eine Zeitungsmeldung, derzufolge „das gantze Werck mit Franckreich...
Juni 1618: Unruhe am Niederrhein
Mit dem Prager Fenstersturz im Mai 1618 richtete sich das Augenmerk der zeitgenössischen Ö...
Die Organisation des Kriegs
Wenn die politische Situation eskalierte und ein bewaffneter Konflikt unausweichlich schien – ...
Rekommendationen und Interzessionen
Es war noch nie leicht, die eigene Karriere in Schwung zu bringen. Selbst mitten im Krieg, als der B...
Nachrichten vom April 1618, III
Ein letztes Mal soll noch die Nachrichtenlage im Frühjahr 1618 beleuchtet werden, so wie sie si...
Nachrichten vom April 1618, I
Es wird Frühling im Jahr 1618. Nur noch wenige Wochen verbleiben, bis in Prag die politische Si...
Stichtag 27. März: Ungarischer Widerstand gegen Habsburg
Die Habsburger waren sich stets dessen bewußt, wie kompliziert es war, die Herrschaftsnachfolge in ihren Herrschaftsgebieten war. In einem solchen composite state war es alles andere als unüblich, daß ein neuer Monarch sich die Herrschaftsbefugnisse in den einzelnen Erblanden gesondert versichern mußte. Bereits im Frühsommer 1617 war es gelungen, Ferdinand als Nachfolger des kinderlosen Kaisers Matthias zum designierten König von Böhmen durchzusetzen. Im Frühjahr 1618 ging es nun darum, auch die ungarische Königskrone für das Haus Habsburg zu sichern. Zu dem Zweck wurde ein Reichstag nach Pressburg ausgeschrieben. Dort hörten die ungarischen Stände am 23. März 1618 die Proposition, in der Matthias von den Ständen verlangte, daß sie angesichts der eigenen Kinderlosigkeit seinen Vetter Ferdinand, den Erzherzog von Innerösterreich, als neuen König anerkennen sollten. Was diesen Vorschlag aus ständischer Sicht so unverschämt erscheinen ließ, war die Tatsache, daß nirgends von der Wahl des Nachfolgers die Rede war. Vielmehr sollte der neue König „ausgerufen, anerkannt und gekrönt“ werden (proclametur, agnoscatur et coronetur; dies Zitat nach Anton Gindely, Geschichte des böhmischen Aufstandes von 1618 (Geschichte des dreissigjährigen Krieges, 1. Abt.
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