Das Ich des Fürsten als Revolution: Die Kabinettsorder
Mit Kabinettsordern wurde Geschichte geschrieben. Sie sind auch aktenkundlich interessant. Man kann daran sehen, dass die Typisierung von Schriftstücken im Sinne der “systematischen” Aktenkunde kein Selbstzweck ist, sondern der praktischen Quellenkritik dient.
Die aktenkundliche Forschung ist von der Kabinettsorder hingerissen. Immer gern wird Meisners (1969: 151) Diktum vom “scharf geschliffenen Instrument monarchischer Selbstregierung” zitiert. Eine “spektakuläre Schreibenform” sei sie, so Kloosterhuis (1999: 527). Andererseits aber auch bloß „ein Anwendungsfall des Handschreibens“ (Meisner 1935: 30).
[...]
Kinder mit Lernschwierigkeiten – Wo liegen die Ursachen?
von Sabrina Wurzenberger
- Welche Entwicklungsaufgaben haben Kinder (mit Lernschwierigkeiten) zu meistern?
- Ausgrenzung: Was passiert, wenn ein Kind nicht dem Leistungsniveau der Schule entspricht?
- Der Weg der Inklusion im Kontext von Schule
Das Leben eines Kindes ist eingebettet in eine vielfältige soziale, kulturelle und materielle Welt (vgl. Lehmann/Eitmann 2014, S. 70ff.).
[...]
“Warum ist der Mensch dem Menschen ein Wolf?” – 5in10 mit Till Grallert
Till Grallert ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Orient-Institut Beirut, wo er an einer Genealogie zu Brot-Unruhen im östlichen Mittelmeerraum zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert arbeitet. Er promovierte an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and
Societies zum Thema “To Whom Belong the Streets? Property, Propriety, and Appropriation: The Production of Public Space in Late Ottoman Damascus, 1875-1914.” Zusätzlich zu seiner Forschung im sozialhistorischen Bereich hat Grallert großes Interesse an den Methoden der Digital Humanities. Mit Hilfe von computergestützten Verfahren hat er unter anderem die Soziolinguistik früher arabischer Zeitungen untersucht.
Was hat Sie als Kind erstaunt? Was wollten Sie schon immer über die Welt wissen?
[...]
Quelle: http://trafo.hypotheses.org/2525
Welche Geschichte von Flucht, Vertreibung und Versöhnung?
Anfang Juli sind mehrere Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV) von ihrem Amt zurückgetreten, nachdem Winfrid Halder zum neuen Vorsitzenden der Stiftung gewählt worden war. Das seien “unerwartete Folgen” der Personalentscheidung gewesen, schrieb Die Welt. Dabei handelt es sich jedoch um kein Novum. Und tatsächlich sind weitere Konflikte nicht ausgeschlossen, solange die geschichtspolitische Grundsatzfrage der Stiftung nicht für alle Beteiligten zufriedenstellend beantwortet wird: Welche Geschichte von Flucht, Vertreibung und Versöhnung will die Stiftung erforschen und mit der Öffentlichkeit diskutieren?
Der polnische Historiker Krzysztof Ruchniewicz hat – wie andere Kollegen – Anfang Juli seinen Rückzug aus dem Beirat der SFVV angekündigt. Daraufhin waren die Namen der Beiratsmitglieder nicht mehr auf der SFVV-Website zu finden. [Screenshot “Twitter” — K. Ruchniewicz (@KrzyRuch) 7.
[...]
Datenbank vs. Narrativ? Gedanken zu Publikationsformen in den Geisteswissenschaften
Eric Steinhauer hat vor kurzem in einem Blog-Post1 Zeitschriften-Artikel, und zwar explizit und überraschenderweise Zeitschriften-Artikel in Open-Access-Journals, als “Dinosaurier” bezeichnet. Denn sie ändern, so die These, nichts am alten Zeitschriften-Format, das in Zeiten von Blogs und Twitter, die Steinhauer die “Post-Article-Ära” … Weiterlesen →
Die “alte” Porta Claudia
In der Literatur wird immer nur von einer Porta Claudia gesprochen. Das mag zuerst unproblematisch sein, bildet jedoch Widersprüche in den älteren Beschreibungen. Denn die erste Anlage wird an der Isarbrücke angelegt, welche sich ein ordentliches Stück südlich der heutigen … Weiterlesen →
Grausame Gesetze gegen Hermaphroditen: Der Fall der konstantinischen Gesetze
Seit dem 17. Jahrhundert taucht in ganz verschiedenen Quellen immer wieder die Vorstellung auf, in der Antike seien “Hermaphroditen” verfolgt und vernichtet worden. Diese Vorstellungen stützen sich auf ganz verschiedene Quellen: Das Recht der paterfamilias, neugeborene Kinder auszusetzen oder zu töten, bedrohte in der Praxis wohl vor allem Mädchen, aber auch “Hermaphroditen”, wie schon die christliche Apologetik ausdrücklich festhielt. Das dürfte bis in die Zeit Konstantins der Fall gewesen sein. Die Wahrnehmung von “hermaphroditischen” Kindern als Prodigien und Vorzeichen konnte in der Antike ebenfalls … Grausame Gesetze gegen Hermaphroditen: Der Fall der konstantinischen Gesetze weiterlesen →
Blogfashion TwentyFifteen
Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Funktionen des neuen Themes Twenty Fifteen, das Sie ab sofort im Backend Ihres Blogs finden. Sie können es im Menü über “Design -> Themes” aktivieren und im Menü über “Design -> Anpassen” konfigurieren.
Ein Theme für alle Bildschirme
Twenty Fifteen ist in punkto Benutzerfreundlichkeit auf dem neuesten Stand. Es wurde nach der Methode “Mobile First” entwickelt (das bedeutet, dass die Web-Designer zuerst die mobile Version entwickelt haben, da sie von Besuchern am meisten genutzt wird). Das Theme passt sich also perfekt an alle Bildschirmgrößen von mobil bis zum großen Monitor automatisch an.

Ein vertikaler Header
Twenty Fifteen setzt den Akzent auf die Lesbarkeit der Inhalte und unterscheidet sich von den anderen Themes durch das Fehlen eines horizontalen Headers.
[...]
Logbuch “Schizophrene Ökologien” 6: Peripatetische Annäherungen an Christian Krachts literarisches Réduit (Fortsetzung)
Sergej Rickenbacher auf der Suche, Botanischer Garten Düsseldorf, 07.07.2015, ca. 18:45, aufgenommen mit Iphone 4
Der immaterielle Diskurs, der sich z.B. in der Rauchsprache manifestiert, korreliert mit einem Gegenständlich-Werden von Tieren und Sonden, die in der Welt sind, ohne einen Zugang zum Sein zu besitzen. Die Benutzung einer Heidegger’schen Begrifflichkeit geschah nicht zufällig im Gespräch, sondern wird vom Roman aufgegeben. Besonders in der Begegnung des Komissärs mit dem wahnsinnigen Maler Roerich wird eindeutig und zum Teil wortwörtlich auf Heideggers Kunstwerk-Aufsatz Bezug genommen (Entbergen, Kunsthandwerk, Aletheia, Hervorbringen des Nichtanwesenden ins Anwesende etc.).
[...]
Guillermo del Toros „The Strain“ – Vampire im KZ
Die Popkultur ist bevölkert von Vampiren und Nazis – und manchmal auch von Nazivampiren. Es sollte dabei nicht unkritisch gesehen werden, wie Nationalsozialisten als „dämonische Bösewichte“ in Filmen, Serien, Comics und Games – generell in der Popkultur – fast schon eine Omnipräsenz eingeräumt wird. Vermischt sich der Topos des Nazis mit dem des Vampirs (oder anderen übernatürlichen Wesen), wird dieser zwar mitunter bis zu einer gewissen “Trashigkeit” überzeichnet, oft jedoch nicht genug vom realen Vorbild entfremdet. Als Folge können positive Assoziationen seitens der Rezipienten nicht ausgeschlossen werden. … Guillermo del Toros „The Strain“ – Vampire im KZ weiterlesen →