Die gegenwärtige „Krise“ der Europäischen Union: der Sturz in die Satire und der Ruf nach Kohärenz
Gastbeitrag von Peter Pichler: Wenn man derzeit die Diskurse zur Lage der Europäischen Union, europäisch und global betrachtet, ist das Wort der „Krise“, bedeutend „Desintegration“, „Zerfallen“, also beinahe ins Assoziationsfeld von „Scheitern“ hineinspielend, das Entscheidende.
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Sarkasmus, Stereotype und Systemkonformität. Der Mythos Kritik in Grand Theft Auto V
Im Wintersemester 2015/2016 habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen Josef Köstlbauer an der Universität einen Kurs zu Mythen und Simulakren im Digitalen Spiel gehalten. Drei der abgegebenen Abschlussarbeiten haben mir endlich so gut gefallen, dass ich den StudentInnen angeboten habe, eine überarbeitete Version als Gastbeitrag auf meinem Blog zu publizieren. Zum Abschluß freue ich mich einen Essay zum Mythos Kritik und Satire in GTA V präsentieren zu können. (Eugen Pfister)
von Georg-Maximilian Halbgebauer*
GTA als Kritik an der herrschenden Ordnung
Die GTA Serie und insbesondere GTA V ( Rockstar North: UK 2013 / PS4 u.A.) ist eine bissige Kritik an der westlich-kapitalistischen Kultur nordamerikanischer Prägung. Der Kapitalismus und die Kultur der Vereinigten Staaten tritt uns hier überspitzt und verzerrt entgegen. Das Spiel sei als Satire gemeint, so Dan Houser, Mitbegründer von Rockstar Games und Autor des Drehbuchs von GTA V.
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Satirisch-humoristische Periodika | Digital
Satirisch-humoristische Periodika sind nach wie vor eine unterschätzte Quelle. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben den sehr hohen Anforderungen, die die Interpretation der Texte und Bilder stellt, spielt wohl auch der mitunter schwierige Zugang zu kompletten Reihen eines Blattes eine Rolle. Diverse Digitalisierungsprojekte erleichtern inzwischen den Zugriff auf satirisch-humoristische Periodika – die Suche danach gleicht dennoch häufig der Suche nach der sprichwörtlichen Stecknadel im Heuhaufen.
“Satirisch-humoristische Periodika | Digital” will in loser Folge raum- und epochenübergreifend auf Digitalisate hinweisen[1], den Anfang machen einige der bekannteren Blätter aus großen Repositories (ANNO, gallica, Heidelberger Historische Bestände – digital)
- Figaro (Wien 1857-1919)
- ANNO (1857-1862, 1865-1911, 1913-1915, 1919)
- Kikeriki (Wien 1861-1933)
- ANNO (1861-1883, 1885-1933)
- Der Floh ([Wien] 1869-1919)
- ANNO (1869-1870, 1872-1882, 1884-1919)[2]
- Die Bombe (1871-1925)
- ANNO (1871-1925)
- Die Muskete (1905-1941)
- ANNO (1905-1941)
- La caricature (Paris 1830-1835)
- UB Heidelberg (Jg. 1830/1831, Nr. 1-9 und 10-26)
- Le charivari (Paris, 1841-1893)
- gallica (1832, 12, 01 (N1)-1833, 06, 30 (A2,N212))[3]
- UB Heidelberg (Jg. 11 (1842)-17 (1848), 19 (1850), 54 (1885), 58 (1889)-62(1893)
- Le Grelot. Journal illustré, politique et satirique (1.1871- 29.1899)
- UB Heidelberg (Jg. 1 (1871)-12 (1882), 14 (1884)-21 (1891), 23 (1893)-29 (1899)
- La lune (1865-1868)
- UB Heidelberg (1865-1868)
- Le rire (Paris 1894-1940, 1946-1949, 1951-1971)
- gallica (1898-1920, 1924)
- UB Heidelberg (1895-1903 (Nr. 53-430), N.S. 1904-N.S. 1907 (Nr. 48-256), N.S. 1912-N.S. 1913 (Nr. 466-569)
- Lustige Blätter (Berlin 3.1888 – 59.1944)
- UB Heidelberg (15 (1900), 30 (1915)-33 (1918)
- Meggendorfer-Blätter (München, Eßlingen 1889-1928)
- “Humoristische Monatshefte: aus Lothar Meggendorfer’s lustiger Bildermappe”
- UB Heidelberg (1890)
- “Lothar Meggendorfers humoristische Blätter”
- UB Heidelberg (4 (1891), 6 (1891), 8 (1892)-10 (1892), 12 (1893)-15 (1893)
- “Meggendorfer Blätter”
- UB Heidelberg (52 (1903)-55 (1903), 62 (1905)-63 (1905), 73 (1908), 75 (1908)-77 (1909), 79 (1909)-80 (1910), 96 (1914)-119 (1919), 122 (1920)-135 (1923), 146 (1926)-149 (1927)
- “Humoristische Monatshefte: aus Lothar Meggendorfer’s lustiger Bildermappe”
- Punch, or The London Charivari (London, 1841-2002)
- UB Heidelberg (1 (1841)-5 (1843))
- UB Heidelberg (6 (1844)-41 (1861), 43 (1862)-47(1864), 49 (1865) – 54 (1868), 57 (1869)-77 (1879), 80 (1881)-81 (1881), 88 (1885)- 99 (1890))
- In sehr unterschiedlicher Qualität: Bände 1841-1922 Internet Archive, Google Books (Übersicht der verfügbaren Bände) und Project Gutenberg
- Punch Almanack (London 1842-1925)
- UB Heidelberg (Jg. 1842-1879)
Fortsetzung folgt.
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- Ergänzungen willkommen!
- Das Digitalisat ist leider nur S/W (und von zum Teil sehr schlechter Qualität) – was gerade beim Floh schade ist, denn das war das erste ‘Wiener’ Blatt, das mit farbigen Karikaturen erschien.
- Der Zugriff auf manche Zeitschriften-Digitalisate ist bei gallica auf ein Jahr begrenzt.