Der Dreißigjährige Krieg vernichtete nicht nur Landschaften und regional große Teile der Bevölkerung, er führte auch zu einem endgültigen Niedergang der Malerei in Deutschland. Einflussreichere Künstler flohen nach Italien oder den Niederlanden, die, die sich dies nicht leisten konnten, erlagen den Seuchen und Hungersnöten, die den Kriegszügen folgten. Die ist die langläufige Meinung der Forschung, die in dieser Arbeit mit Hilfe der Methoden der Digital Humanities geprüft werden soll.
Auf der Basis von Daten des Allgemeinen Künstlerlexikon wurde eine MySQL-Datenbank erstellt und mit quantitativen und statistischen Methoden abgefragt. Die Ergebnisse wurden georeferenziert und Google-Maps-basiert visualisiert zusammen mit dem ebenso referenzierten Impact des Krieges. Allein in der ersten Hälfte des Krieges bis 1635 sind circa 1.000 Maler greifbar. Sie konnten kategorisiert werden in vor allem Hofmaler und städtische/regionale Maler. Bedingt durch überregionalen Ruf und Netzwerken war einem Drittel der Maler Ortveränderung auf große Distanzen erfolgreich möglich.
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