Polykratie in actu

Das Kurfürstentum Köln stellt für das Thema ,Kleine und Große Welten‘ ein besonders interessantes Untersuchungsfeld dar, da die kurkölnischen Herrschaftsstrukturen ein komplexes Geflecht aus zahlreichen sich überlagernden Ebenen mit unterschiedlichsten mit-, neben- oder gegeneinander agierenden Personen beziehungsweise Personengruppen bildeten. Der folgende Aufriss soll einen ersten Einblick in dieses Forschungsfeld ermöglichen.[1]

 

1. Das Kurfürstentum Köln in wittelsbachischer Zeit: Ein ,composite state‘ par excellence

Das in territorialer Hinsicht ausgesprochen heterogene Kurfürstentum Köln war aus drei Bestandteilen zusammengesetzt. Kerngebiet war das lang gestreckte und vorwiegend linksrheinisch situierte Rheinische Erzstift. Den zweiten großen territorialen Komplex bildete das demgegenüber kompaktere Herzogtum Westfalen mit Arnsberg als Zentrum. Das dritte und kleinste der kurkölnischen Gebiete war das Vest Recklinghausen, das als Exklave weder mit dem Rheinischen Erzstift noch mit dem Herzogtum Westfalen eine territoriale Verbindung aufwies.

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Quelle: https://histrhen.landesgeschichte.eu/2025/01/polykratie-in-actu-rohrschneider/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=polykratie-in-actu-rohrschneider

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Auf der Suche nach dem digital dump

Mit dem Einzug der Informatik in die Wissenschaften und der Herausbildung des Forschungsfeldes, das sich heute Digital Humanities nennt, werden häufig dieselben Diskurse über die Archivierung und Nachnutzung von Daten geführt. Auch die Geschichtswissenschaft und die Digital History sind nicht von diesem Phänomen ausgeschlossen. Obwohl das Problem bereits in den 1970er Jahren erkannt wurde, besteht es bis heute. Die technischen Mittel haben sich verändert, ebenso wie die Daten, die archiviert werden sollen, aber die Problemstellung bleibt dieselbe: Wie können Daten effektiv erhoben, verarbeitet, anschließend für andere Wissenschaftler*innen zugänglich gemacht und gesichert werden? Trotz all der Forschung, die im letzten halben Jahrhundert im Bereich der Geschichtswissenschaft betrieben wurde, hat manche*r Historiker*in Schwierigkeiten, verlässliche Daten zu finden und die eigenen Daten nachhaltig aufzubereiten und bereitzustellen. Vielleicht, weil diese in der Theorie bereits existierenden Daten auf Magnetband in den Kellern irgendeiner Universität, eines Institut oder eines ehemaligen Professors liegen. Warum wurden viele Daten nie archiviert, aufgehoben, dokumentiert oder sind verloren gegangen? Die Gründe dafür sind vielfältig und haben neben einem fehlenden Bewusstsein häufig auch in irgendeiner Form mit Geldern oder eher dem Fehlen von Geldern zu tun. Blickt man zurück in die Fachliteratur der Vergangenheit, findet man weitere Gründe, die das Verschwinden von Daten erklären; dazu zwei Beispiele:

Im Jahr 1977 versammelten sich bekannte französischsprachigen Mediävist:innen (und weitere) in Rom zu einer Tagung der École Française de Rome.

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Quelle: https://dhdhi.hypotheses.org/11020

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GAG488: Hokusai und die Große Welle

Eine Geschichte über das wahrscheinlich bekannteste Bild eines asiatischen Künstlers

Wir springen in dieser Folge in die 1830er Jahre. Es ist jenes Jahrzehnt, in dem der zu jenem Zeitpunkt schon über 70-jährige Künstler Katsushika Hokusai ein Bild kreiert, das bald nicht nur in Japan, sondern auf der ganzen Welt Berühmtheit erlangen wird.

Wir sprechen in dieser Folge über die sogenannte "Große Welle", einen Holzschnitt, der wie kaum ein anderes Kunstwerk die Fantasie der Menschen beflügelt – und zwar bis heute.

Erwähnte Folgen

Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag488/

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