Erfassung, Visualisierung und Auswertung historischer Daten mithilfe digitaler Tools in nodegoat Ein...
Rezension: Jörg Fündling – Kaiser von morgens bis abends
Jörg Fündling - Kaiser von morgens bis abends
Das Leben eines römischen Kaisers ist mit Sicherheit keines, das repräsentativ für den Alltag des Römischen Reiches sein kann. Ungemein faszinierend aber ist die Frage, wie der Alltag des Manns an der Spitze ausgesehen haben könnte, natürlich dennoch. Kenner*innen der antiken Geschichte wird kaum überraschen, dass die Quellenlage eher dürftig ist, aber Jörg Fündling hat sich trotzdem an dieses - wohl nicht 100% ernstgemeinte - Experiment gewagt und versucht, eine Art "Idealtag" des Herrschers zu erstellen. Der müsste sich dafür zwar teleportieren und gelegentlich in die Transzendenz gehen, um zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten gleichzeitig zu sein, aber das wollen für das Gedankenexperiment durchgehen lassen, denn der relevante Teil ist ja eher zu sehen, wie sich diese Aufgaben verteilen, und warum. Denn wir wissen immerhin genug um feststellen zu können, dass ein römischer Alltag sich schon deutlich von unserem unterscheidet, und das nicht nur wegen des offensichtlichen technologischen Unterschieds.
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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2022/04/rezension-jorg-fundling-kaiser-von.html
Rezension: Michael D. Doubler – Closing with the enemy. How GIs fought the war in Europe, 1944-1945
Michael D. Doubler - Closing with the enemy. How GIs fought the war in Europe, 1944-1945
Der US-Armee hängt in der populären Militärgeschichte gerne der Ruf an, taktisch nicht sonderlich gut aufgestellt gewesen zu sein und mangelnde Moral und Fähigkeiten durch massiven Materialeinsatz kompensiert zu haben. Dieses Klischee, dem dann gerne eine toughe, make-do-with-little-Wehrmacht gegenübergestellt wird, ist natürlich genau das: ein Klischee. Es hält sich aber, einerseits wegen der großen erzählerischen Kraft, die es entfaltet, andererseits wegen der schmeichelhaften Wirkung für die Wehrmacht auf der einen und die Rolle des Underdogs für die GIs auf der anderen Seite, sehr dauerhaft. Es ist erstaunlich, wie unbekannt die alltägliche Realität für GIs ist, wenn man bedenkt, wie sehr der Zweite Weltkrieg in Europa aus amerikanischer Sicht die Unterhaltungsindustrie dominiert und in Filmen, Serien, Video- und Brettspielen rezipiert wird. Michael D. Doubler setzt hier an und versucht sich an einer umfassenden Gesamtdarstellung der amerikanischen Kriegsführung in Europa 1944-1945.
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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2022/04/rezension-michael-d-doubler-closing.html
Learning by Doing im anwendungsorientierten Grundlagenkurs
Lisbeth Matzer In der Gestaltung historischer Grundlagenkurse stehen Lehrende vor der dreifachen Her...
Quelle: https://gwd.hypotheses.org/261
Wer sind die Akteur*innen der Schreibcommunity?
Als Akteur*innen der Schreibcommunity versteht die Schreibtasche all jene Personen, die sich mit der...
Tempel und Kerker. Körper und Sexualität im spätantiken Christentum zwischen Bibel und Gnosis
„Und wenn so manche Leute sagen, sie wollten lieber ohne Körper sein, so sind sie in einer arge...
Protektorát – protentokrát. Das Protektorat Böhmen und Mähren.
Am 15. März 1939 wurde das, was von der Tschechoslowakei nach dem Münchner Abkommen übriggeblieben w...
Live-Tweeten statt Tagungsbericht: Vor- und Nachteile
Greta Hülsmann, Merlin Sophie Bootsmann und Andrea Rottmann Inwiefern können Tweets einen Tagungsber...
Quelle: https://hsl.hypotheses.org/1896
Faktisch/komisch. Humor in Inszenierungen des Dokumentarischen in Bewegtbild, Fotografie & Kunst
Screenshot Online-Tagung FAKTISCH/KOMISCH. HUMOR IN INSZENIERUNGEN DES DOKUMENTARISCHEN IN BEWEGTBILD, FOTOGRAFIE & KUNST
Humor erweist sich immer wieder als eine Strategie, die zur Popularität dokumentarischer Bilder beitragen kann. Dabei ist Humor in der Lage, visuelle narrative Muster und deren vermeintliche Evidenz zu unterlaufen und Gesellschaftskritik durch Subversion zu transportieren. Gleichzeitig wird Dokumentarfotografie und -filmen oder Werken „dokumentaristischer Kunst“, die zum Lachen anstiften, nicht selten unterstellt, respektlos mit ernsthaften Anliegen umzugehen, die Glaubwürdigkeit ihrer Argumente zu unterwandern oder das Vertrauensverhältnis zu porträtierten Personen zu missbrauchen. Digitalisierung, Globalisierung und Social Media haben seit den 1990ern ein medientechnologisches Umfeld geschaffen, das Informationsflüsse sowie öffentliche diskursive Räume verändert. Ein Effekt ist die Verbreitung von Fake-News und das gewachsene Wissen um die Manipulierbarkeit von Bildern, die seit jeher bestehende Zweifel an dokumentarischen Inszenierungen bestärkt.
Die Tagung befasst sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen visuellem Humor und dokumentarischem Anliegen in Geschichte und Gegenwart. Gäste aus Theorie und Praxis diskutieren Funktionen und Effekte von Humor in der dokumentarischen Repräsentation von Welt, Traditionslinien von Ausdrucksformen sowie die Entwicklung neuer Erzählformate und deren Verbreitungsarten.
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17. April 1622: Was passierte in Neckargemünd?
dk-blog Im April 1622 begannen die Operationen am Mittelrhein, nachdem sich alle Parteien noch einm...
