Rezension: „Beute. Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe“

Cover: Merten Lagatz/Bénédicte Savoy/Philippa Sissis (Hg.), Beute. Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe, Matthes & Seitz, Berlin 2001 ©

In den vergangenen Jahren hat das Thema der Translokation von Objekten, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Verlagerung von Kunstwerken, und der Frage ihrer Restitution eine stärkere Präsenz in der öffentlichen Wahrnehmung erhalten. So setzte George Clooney mit seinem Film „The Monuments Men“ 2014 den Kunstschutzoffizieren der Monuments, Fine Arts, and Archives Section der amerikanischen Armee im Zweiten Weltkrieg ein Hollywood-Denkmal. Sie waren unter anderem für die Bergung und Rückführung der von den Nationalsozialisten geraubten Kunst- und Kulturgüter verantwortlich.[1]

Mit der Debatte um das Humboldt Forum in Berlin, das seit Ende 2020 in Etappen eröffnet und unter anderem die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst zeigen wird, rückten auch unter den asymmetrischen Machtverhältnissen des Kolonialismus verbrachte Objekte und die Frage nach dem Umgang mit diesen verstärkt in das öffentliche Bewusstsein. Ein weiterer Katalysator für diese Entwicklung war das Versprechen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei einer Rede in Burkina Faso 2017, Kulturgüter nach Afrika zurückzugeben. Diesem folgten mit dem von Felwine Sarr und Bénédicte Savoy verfassten Expertengutachten und der Rückgabe von Objekten auch erste Taten.

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Quelle: https://visual-history.de/2021/10/19/rezension-beute-ein-bildatlas-zu-kunstraub-und-kulturerbe/

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Rezension: „Beute. Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe“

Beute. Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe

Cover: Merten Lagatz/Bénédicte Savoy/Philippa Sissis (Hg.), Beute. Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe, Matthes & Seitz, Berlin 2001 ©In den vergangenen Jahren hat das Thema der Translokation von Objekten, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Verlagerung von Kunstwerken, und der Frage ihrer Restitution eine stärkere Präsenz in der öffentlichen Wahrnehmung erhalten. So setzte George Clooney mit seinem Film „The Monuments Men“ 2014 den Kunstschutzoffizieren der Monuments, Fine Arts, and Archives Section der amerikanischen Armee im Zweiten Weltkrieg ein Hollywood-Denkmal. Sie waren unter anderem für die Bergung und Rückführung der von den Nationalsozialisten geraubten Kunst- und Kulturgüter verantwortlich.[1]

Mit der Debatte um das Humboldt Forum in Berlin, das seit Ende 2020 in Etappen eröffnet und unter anderem die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst zeigen wird, rückten auch unter den asymmetrischen Machtverhältnissen des Kolonialismus verbrachte Objekte und die Frage nach dem Umgang mit diesen verstärkt in das öffentliche Bewusstsein. Ein weiterer Katalysator für diese Entwicklung war das Versprechen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei einer Rede in Burkina Faso 2017, Kulturgüter nach Afrika zurückzugeben. Diesem folgten mit dem von Felwine Sarr und Bénédicte Savoy verfassten Expertengutachten und der Rückgabe von Objekten auch erste Taten. In Deutschland kulminiert diese Entwicklung in der geplanten Rückgabe der Benin-Bronzen, die medial breit begleitet wird.

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Quelle: https://visual-history.de/2021/10/19/rezension-beute-ein-bildatlas-zu-kunstraub-und-kulturerbe/

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Stellenangebot: Tandem-Professur (m/w/d) „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“ (Hochschule Mainz)

Die Hochschule Mainz, Fachbereich Technik, und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz besetzen zum Sommersemester 2022 (01.03.2022) gemeinsam eine Tandem-Professur im Fachgebiet Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften.

Tandem-Professur (m/w/d) „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“

Die Hochschule Mainz – University of Applied Sciences zeichnet sich durch exzellente Qualität in Lehre und Forschung aus. Die Studierenden werden in kleinen Gruppen praxisnah ausgebildet, es herrscht ein persönlicher, offener und freundlicher Umgang zwischen Professor:innen und Studierenden. Neben der Bearbeitung ingenieurswissenschaftlicher Fragestellungen stärken wir gemeinsam mit Partnern am Wissenschaftsstandort Mainz die Schnittstelle zwischen Informatik und den Geistes- und Kulturwissenschaften in Forschung und Lehre.

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (ADW) hat einen ihrer Schwerpunkte in der Durchführung von innovativen, digital ausgerichteten Projekten geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung im Rahmen des von Bund und Ländern geförderten Akademienprogramms. Die Entwicklung innovativer Forschungsansätze auf Basis digitaler Methoden gehört ebenso zur Akademieforschung wie eine nachhaltige und offene Bereitstellung der Forschungsressourcen und Forschungsdaten.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=16662

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Paris, 17. Oktober 1961 – Erinnerung an ein Massaker

Heute vor 60 Jahren, am 17. Oktober 1961, ermordeten französische Polizisten in Paris eine unbekannte Anzahl an Demonstranten, die an einer Kundgebung für die Unabhängigkeit Algeriens teilgenommen hatten, die Schätzungen schwanken laut gestriger FAZ zwischen 30 und mehr als 200 Toten. An einem der Orte des Massakers, der Pont Saint-Michel, wurde 2001 ein Denkmal errichtet, als ich diesen Juli in Paris war, habe ich es besucht.

Paris_Denkmal1961_1
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Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022686529/

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Stellenausschreibung: Postdoc Geschichte und Theorie der Digital Humanities, Universität Lausanne (Schweiz)

Die Abteilung für Sprach- und Informationswissenschaften der Philosophischen Fakultät der Universität Lausanne (Schweiz) sucht eine·n

premier·ère assistant·e en humanités numériques

mit einem Schwerpunkt auf Geschichte und Theorie der DH. Es handelt sich um eine 80%-Postdoc-Stelle für maximal 5 Jahre, die am 1. Februar 2022 beginnt.

Die Bewerbungsfrist ist der 1. November 2021.

Die offizielle Stellenausschreibung (auf Französisch) und den Link zur Bewerbung finden Sie auf dem Stellenportal der Universität Lausanne.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=16651

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