Hanns Eislers Wiener Hausnummern

Heute vor 50 Jahren starb Hanns Eisler in Berlin, DDR. Aus diesem Anlass habe ich eine kleine Tour zu einigen Wiener Adressen Hanns Eislers unternommen, schließlich ist er hier aufgewachsen:

EislerHanns_Wien_Loeweng35
Löwengasse 35 - unter dieser Adresse ist Hanns Eislers Vater, der Philosoph Rudolf Eisler im Wiener Adressbuch, dem Lehmann von 1901 eingetragen.

EislerHanns_Wien_Kolonitzg7
Kolonitzgasse 7 - Lehmann 1902, 1903 1904

EislerHanns_Wien_Kolonitzg11
Kolonitzgasse 11 - Lehmann 1905, 1906

EislerHanns_Wien_Parkg6
Parkgasse 6 - Lehmann 1907, 1908, 1909, 1910

EislerHanns_Wien_Schuettelstr19A
Schüttelstraße 19A - nach Pratercottage.at wohnten die Eislers hier ab 1909, die Biographin Wißmann gibt 1911 als Übersiedlungsdatum an.

EislerHanns_WienSebastianKneippG11-13_1
EislerHanns_WienSebastianKneippG11-13_2
EislerHanns_WienSebastianKneippG11-13_3
EislerHanns_WienSebastianKneippG11-13_4
Sebastian Kneipp Gasse 11-13 - im Inneren des Hauses ist noch die Grundbuchseinlagezahl (G.E.Z., diese geht auf die Konskriptionsnummer zurück) angebracht; hier sind die Eislers im Lehmann ab 1917 verzeichnet.

EislerHanns_Wien_Neumayrg7-9
Neumayrgasse 7 - diese Adresse - heute ein Neubau - ist der Literatur anscheinend völlig unbekannt, Lehmann 1925 und 1926 kennt hier aber einen Eisler, Johann, Komponist.

EislerHanns_Wien_Rubensg6_1
EislerHanns_Wien_Rubensg6_2
Rubensgasse 6 - bei einem Wienaufenthalt 1955 gab Eisler die Adresse Rubensgasse 6/8 an (Wißmann, Anm.169).

Was es mit der Adresse Eisler, Johannes, Komponist, Prof., 1., Herrengasse 6-8 auf sich hat, die im Wiener Adressbuch Herold von 1949 bis 1979 (!) aufscheint, kann ja die künftige Eisler-Forschung noch klären.

Zum Anhören:

Ö1, 3.9.2012: Apropos Musik über Hanns Eisler (nur noch wenige Tage online)

Einheitsfrontlied:


Solidaritätslied:


DDR-Nationalhymne:


Literatur:

HAAS, Michael/KROHN, Wiebke (Hg.): Hanns Eisler. Mensch und Masse. Wien: Jüdisches Museum, 2009.

MANDL, Eva Maria: »Ich bin kein Held, ich bin Komponist.« Hanns Eisler, Schüttelstraße 19a (ab 1909), in: Pratercottage.at, 31.1.2011, http://www.pratercottage.at/2011/01/31/ich-bin-kein-held-ich-bin-komponist-hanns-eisler/

SCHEBERA, Jürgen: Hanns Eisler. Eine Biographie in Texten, Bildern und Dokumenten. Mainz u.a.: Schott, 1998.

WIßMANN, Friederike: Hanns Eisler. Komponist, Weltbürger, Revolutionär. München: Edition Elke Heidenreich bei Bertelsmann, 2012.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/142780355/

Weiterlesen

Joachim Gauck-Freiheits-Preis für Götz Aly

Schon einige Zeit her, dass ich die Verleihung des Hans Ulrich Wehler-Ordens für besondere Verdienste in der Verbreitung von Schwachsinn über Foucault angeregt habe (1, 2); vielleicht sollte man diesen Orden ergänzen um einen Joachim Gauck-Freiheits-Preis für besonders krasse Beispiele der Anbiederung an die herrschende Klasse. Heißer Anwärter darauf: Götz Aly, der jüngst das Absägen einer so genannten Friedenseiche mit antisemitischen und rassistischen Überfällen verglich.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/142779665/

Weiterlesen

Berlin 21.9.2012: Veranstaltung zum akademischen Prekariat in Italien

*21. September 2012, 19.00 Uhr, Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin (nahe Alex)*

*/Das akademische Prekariat. Widerstandsstrategien gegen die neoliberale Verwertung der Wissenschaft in Italien/*

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen an den Universitäten und Instituten, die Studierenden und Doktorierende zählen längst nicht mehr zu den privilegierten Gruppen in der Gesellschaft. Ihre Arbeitsbedingungen werden im Zuge einer Ökonomisierung der Universitäten immer prekärer und ihre finanzielle Lage ist zum Teil dramatisch schlecht geworden. Während sich in Deutschland nach einem "heißen Studentenherbst" seit 2009 kaum Widerstand rührt, haben sich in Italien im Anschluss an die Studierendenproteste von 2010 an über 30 Universitäten Gruppen gegründet, die gegen die schlechten Arbeitsbedingungen kämpfen. Sie wehren sich gegen die finanziellen Kürzungen in ihren Bereichen, gegen die prekären Verträge und gegen die Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft. Zwei Vertreterinnen aus Mailand und Venedig informieren über die Situation in Italien, darüber, wie es zu dem Netzwerk kam und vor welchen Problemen sie aktuell stehen. Mit Zwei Vertreterinnen der in Potsdam gegründeten Bildungsbewegung, 'Intelligenzija Moving' stellen wir die Frage nach den Chancen für Widerstand an deutschen Universitäten.

*Gäste:* Alberta Giorgi (Movimento Contro la Precarietá, Universität Milano); Francesca Coin (Rete 29 Aprile, Universität Ca` Foscari Venedig), Sabine Volk und Evelyn Kauffenstein (IntelligenzijaMoving)

* Moderation*: Renate Hürtgen, AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

* Vorbereitung und Betreuung:*Giulia Scoz, Valentina Smiraglia, Katja Böhme, Sarah Graber, Melanie Müller

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost/West, Stiftung Haus der Demokratie, Die Veranstaltung wird von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt finanziert

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/142779656/

Weiterlesen