Wiener Adressen – Vorträge und Exkursionen an Wiener Volkshochschulen

Im April und Mai 2012 findet an den folgenden Wiener Volkshochschulen im Rahmen von University Meets Public wieder mein Vortrag zur Hausnummerierung in Wien statt; diesmal ist er erstmals mit einer Exkursion verbunden, die zu ausgewählten Hausnummern-Highlights des 1. Wiener Bezirks führt!

Wiener Adressen: Hausschilder, Straßennamen und Hausnummern

Vortrag und Exkursion von Anton Tantner im Rahmen von University Meets Public

Beschreibung: Wie findet ein Brief seinen Empfänger? Wie orientieren wir uns in der Stadt? Erst unter Maria Theresia wurden die Häuser in Wien nummeriert, später noch die Straßennamen durch eigene Schilder kenntlich gemacht. Wie dies geschah, ist Thema des Vortrags und der Exkursion. Der genaue Treffpunkt der Exkursion wird im Vortrag bekannt gegeben.

Termine:

Ort: VHS Brigittenau, 1200 Wien, Raffaelgasse 11
Vortrag: Mo, 23.4.2012, 18:00-19:30
Exkursion: Sa, 28.4.2012, 15:00-16:30
Zur Anmeldung

Ort: VHS Liesing, Außenstelle Mauer, Maurer Rathaus, 1230 Wien, Speisinger Straße 256
Vortrag: Do, 3.5.2012, 18:30-20:00
Exkursion: Sa, 5.5.2012, 15:00-16:30
Zur Anmeldung

Ort: VHS Wien-West, 1060 Wien, Damböckgasse 4
Vortrag: Do, 10.5.2012, 18:00-19:30
Exkursion: Sa, 12.5.2012, 15:00-16:30
Zur Anmeldung

Eine einstündige Kurzfassung des Vortrags (ohne Exkursion) gibt es im Rahmen der "Langen Nacht der Forschung" zu hören:
Ort: Urania, 1010 Wien, Uraniastraße 1
Zeit: Fr, 27.4.2012, 18:30-19:30
Zur Anmeldung

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/96988455/

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Richard Müller: Eine Geschichte der Novemberrevolution

Auf H-SOZ-U-KULT rezensiert: Eine unter Beteiligung Ralf Hoffrogges erschienene Neuausgabe von Richard Müllers Klassiker zur Novemberrevolution:

Müller, Richard: Eine Geschichte der Novemberrevolution. Berlin: Die Buchmacherei, 2011. [Verlags-Info]

Ralf Hoffrogge hat auch eine Biographie zu Richard Müller verfasst:

Hoffrogge, Ralf: Richard Müller - Der Mann hinter der Novemberrevolution. (=Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus; VII). Berlin: Karl Dietz Verlag, 2008. [Verlags-Info]

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/96987786/

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Onlineedition Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800

Die Projektleiterin Anne Baillot hatte in ihrem Weblog digitalintellectuals.hypotheses.org zwar noch Bedenken, was die Publikation des Links betrifft, nun ist die Startversion der Edition Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800 aber allgemein zugänglich.

Erinnert mich daran, dass Christian Aspalter und ich als Nebenprodukt zu dem vor 10 Jahren abgeschlossenen FWF-Projekt Die Spur der Romantik in Wien unsere Zeitschriftenexzerpte ins Netz gestellt haben: http://homepage.univie.ac.at/romantik.germanistik/exz.html - Sozusagen eine rudimentäre Ergänzung zum Berlin-Projekt.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/96987771/

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KHM beim Google Arts Project

Finde ich selbstredend erfreulich, dass nunmehr auch das Wiener Kunsthistorische Museum beim Google Art Project mit dabei ist und damit auch Bruegels Turmbau zu Babel hochauflösend verfügbar ist (Detail siehe unten). Schade nur, dass das gar schauderhafte Haupt der Medusa von Rubens/Snyders fehlt! Das Google Art Project ist übrigens auch auf Google+ vertreten.

babel1

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/96986482/

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Neue Hausnummern bedeuten Kommunismus!

Reuben Rose-Redwoods Artikel (vgl.) berichtet auch von Ida Starks, Einwohnerin von Marion County, die in einem 2007 verfassten Leserinnenbrief ob der ihrem Haus angedrohten neuen Hausnummer gar die Ankunft des Kommunismus dräuen sah:
What about our history? This house number means something to me and my family. Itmeans stability, history of both family and community. It means that my work through the years has established my family. Have we become so communist that ownership means nothing? What will they dictate to us next? ... I cannot accept this imposition of my rights. Surely someone knows how to fix 911 without taking away a citizens history and security.
In einem 2008 von Rose-Redwood geführten Interview präzisierte sie:
if the address changed, the house changed, the whole home changes. It’s not my home anymore. ... I don’t want to change my number. Do you tell me I’ll just have to change my number because you want it changed? There’s nothing wrong with my number. ... What I felt was my security was being taken away is because you’re telling me that I have no say. That’s my security. I have no say in my own property. I have no say in my own home. If you can tell me that I have to change my address and I don’t have any say about it, I feel that my security - well, what else can you take from me and I have no say about? ... I don’t know what they can do about it but I’m not going to change it.

Rose-Redwood, Reuben: With Numbers in Place: Security, Territory, and the Production of Calculable Space, in: Annals of the Association of American Geographers, 102.2012, S. 295-319.
http://dx.doi.org/10.1080/00045608.2011.620503

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/96985811/

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"Addressing isn’t for sissies" – Reuben Rose-Redwood über die Vergabe…

Folgende Hausnummern-Neuerscheinung ist anzukündigen:

Rose-Redwood, Reuben: With Numbers in Place: Security, Territory, and the Production of Calculable Space, in: Annals of the Association of American Geographers, 102.2012, S. 295-319.
http://dx.doi.org/10.1080/00045608.2011.620503

Rose-Redwood geht am Anfang darin auf die Nummerierung der Balkone von Studentenheimen an der Penn State University ein - eine Anti-Riot-Maßnahme! (vgl.) - und beschäftigt sich dann vor allem mit der Vergabe neuer Hausnummern in ländlichen Gebieten der USA am Beispiel West Virginias: Dort waren bislang zumeist nur die Briefkästen nummeriert, und diese standen oft genug weit weg von den eigentlichen Häusern und gaben keinerlei Auskunft über deren Lage. Das neue, 2001 beschlossene Hausnummernsystem wurde mit dem Argument der Sicherheit propagiert und nach der Notrufnummer 911 auch als 911 addressing system bezeichnet; Pech nur, dass manche HauseigentümerInnen so gar nicht glücklich über den Erhalt einer neuen Nummer waren: Einige von ihnen beließen es nicht bei starken Worten (dazu demnächst) und bedrohten die Hausnummerierer mit Schrotflinten und Macheten, was ein Mitglied des für die Hausnummerierung zuständigen Addressing and Mapping Board mit dem markigen Macho-Spruch quittierte: Addressing isn't for sissies.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/96985021/

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Christoph Schmetterer: Rechtsvorschriften zur Hausnummerierung in Österreich

Eine nützliche Zusammenstellung der gesetzlichen Grundlagen der Hausnummerierung in Österreich liefert:

Schmetterer, Christoph: Rechtsvorschriften zur Hausnummerierung in Österreich von 1770 bis heute, in: Journal on European History of Law, 2, 2/2011, S. 11-15. http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/pdf/Other_Austrians_Tamara%20Ehs.pdf

Schmetterer betont, dass die Hausnummerierung in Österreich bis in die erste Republik hinein als Bundessache durch die Gesetze zur Volkszählung geregelt wurde, beginnend mit der Wiener Bauordnung von 1930 (Landesgesetzblatt für Wien 11/1930, §49) aber stillschweigend in die Kompetenz der Länder überging. Weiters bemerkt er, dass HausnummernfrevlerInnen in Wien theoretisch mit einer Strafe bis zu 21.000 Euro zu rechnen hätten, was allerdings dadurch bedingt ist, dass sich diese Androhung auf alle Verstöße wider die Bauordnung bezieht; in Oberösterreich kommt die Hausnummernzerstörung entschieden billiger, hier wird sie mit bis zu 360 Euro bestraft.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/93966346/

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