Die Verteilung des Habsburger-Kadavers

Manche Geschehnisse sind so absurd, dass sie nicht mal Karl Kraus in seinen Letzten Tagen der Menschheit imaginieren konnte, und es braucht eine E-Mail-Aussendung des akin-Pressedienst, dass ich davon erfahre: In den letzten Jahren ziehen Nachfahren des letzten verdienten Schlächters des verruchten Herrscherhauses durch Europa sowie angrenzende Gebiete und beglücken willige Einrichtungen mit dessen als "Reliquien" bezeichneten Knochenstücken: somit können sich die Kathedrale Saint-Front in Perigeux, das Österreichische Hospiz Jerusalem, der Brixener Dom, die Kathedrale von Sarajewo, Stift Lilienfeld, die Bundesheer-Garnison Wiener Neustadt, die Wiener Rochuskirche sowie die Innsbrucker Kaiserschützenkapelle mittlerweile glücklich schätzen, Stückchen vom Kadaver des Karl I. zu besitzen. Ich überlasse es Josef Winkler, sich eine bessere Verwertung (Knochenmehl? Verbrennen und verstreuen der Asche in der Sahara oder im Mariannengraben?) einfallen zu lassen. Wobei von dem Knochenmehl wohl selbst BSE-Rinder verrecken würden.

Folgende Zeitungsberichte werden von akin als Belege angeführt:

https://www.noen.at/user/wr-neustadt/schulen/uebergabe-einer-reliquie-des-seligen-kaiser-karl-i-4708850
https://derstandard.at/1371171239694/Knochenstueck-des-letzten-Kaisers-verschenkt
https://www.

[...]

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022653553/

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Tomer Gardi: Die Feuerbringer – Eine Schlager-Operetta

Das war aber wirklich ein schönes Hörspiel, das der gestrige FM4-Sumpf (noch ein paar Tage abrufbar) vom WDR (hier auch downloadbar) übernommen hat: Tomer Gardis Die Feuerbringer, eine fulminate Schlager-Operetta, in der der beinahe-kriminelle Schlagerstar Rüdiger vom Gericht dazu verurteilt wird, einen Schlagerworkshop für Migranten zu leiten.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022653244/

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Vortrag zur Geschichte der Sojabohne in Österreich

Ja, das ist doch mal wieder ein schönes Thema: Am Institut für die Geschichte des ländlichen Raums in St. Pölten ist demnächst ein Vortrag zur Sojabohne zu hören:

Vortragender: Georg Weissenböck

Ort und Zeit: 18.06.2018, 14:00-15:30, St. Pölten, NÖ Landesarchiv, Seminarraum (Erdgeschoß)

Vom „wundertätigen Fremdling“ zur „deutschen Ölbohne“. Die Sojabohne in Österreich 1870 bis 1950

Die Sojabohne gelangte mit der Wiener Weltausstellung 1873 erstmals in das Blickfeld einer sich etablierenden agrarisch-industriellen Wissensgesellschaft in Österreich. Es erfolgten mehrere Versuche, sie als Kulturpflanze in die Landwirtschaft und als Nahrungsmittel auf den Tellern zu integrieren. Abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen spiegelten sich in ihr verschiedene Hoffnungen und Absichten – vom billigen Volksnahrungsmittel für die Massen bis zur Ermöglichung agrarwirtschaftlicher Autarkie. Das am Institut für Geschichte des ländlichen Raumes angesiedelte Dissertationsprojekt rekonstruiert grundlegende Entwicklungsstränge des Umgangs mit der ursprünglich aus Asien stammenden Sojabohne sowie deren Auswirkungen aus einer wissenshistorischen Perspektive. Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene Forschungsansätze sowie erste kontextualisierte Teilergebnisse präsentiert

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022652778/

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Instruktiver Text zum geplanten Angriff auf die österreichische Sozialversicherung

Rudi Gabriel fasst unter dem Titel Was sich so alles hinter dem „Sozialversicherungsstrukturreformgesetz“ verbirgt instruktiv und auch für Nichteingeweihte verständlich zusammen, worum es bei dem von der österreichischen Regierung beabsichtigten Angriff auf die Sozial- und Krankenversicherung geht. Kurzfassung: Sollte die Regierung erfolgreich sein, können die von uns eigentlich für Gesundheit und Pension bezahlten Beiträge fortan auch für andere Zwecke, z.B. für Polizei und Militär verwendet werden, wie dies in England möglich ist.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022652739/

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