Österreichische Zeitschrift für Volkskunde online

Die Österreichische Zeitschrift für Volkskunde (1947ff) wurde mitsamt den Vorgängerzeitschriften Zeitschrift für österreichische Volkskunde (1895-1918) und Wiener Zeitschrift für Volkskunde (1919-1944) eingescannt, die PDFs stehen nun bis zum Jahrgang 2011 unter http://www.volkskundemuseum.at/ozv_jahrgange zur Verfügung.
[via Alltagsdinge/Susanne Breuss]

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/894831738/

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Veronika Helfert: Gewalt und Geschlecht bei Protesten in Wien während des 1. Weltkriegs

Die aktuelle Ausgabe des JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung hat den Ersten Weltkrieg zum Schwerpunkt; einer der Beiträge ist online:

Helfert, Veronika: „Unter Anführung eines 13jährigen Mädchens“. Gewalt und Geschlecht in unorganisierten Protestformen in Wien während des Ersten Weltkrieges, in: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, II/2014, S. 66 - 82.

http://www.arbeiterbewegung-jahrbuch.de/wp-content/uploads/2014/06/JBzG_2014_II_Veronika_Helfert_.pdf

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/894831056/

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Stephan Steiner: Deportationen in der Habsburgermonarchie OA bei Böhlau

Stephan Steiners umfangreiche Habilitationsschrift ist nun bei Böhlau Buch geworden und Open Access downloadbar, demnächst dann wohl auch bei Phaidra:

Steiner, Stephan: Rückkehr unerwünscht. Deportationen in der Habsburgermonarchie der Frühen Neuzeit und ihr europäischer Kontext. Wien/Köln/Weimar: Böhlau, 2014. 653 S.
http://www.boehlau-verlag.com/download/163445/978-3-205-79499-8_OpenAccess.pdf

Verlags-Info:
Für die Historiographie der Habsburgermonarchie stellt die systematische Erforschung des Themenkomplexes "Deportation" völliges Neuland dar. Während die Zeitgeschichte Deportationspraktiken so behandelt, als wären sie ausschließlich eine Begleiterscheinung der totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts, ergibt die Rekonstruktion ihrer „Frühgeschichte“ ein vollkommen anderes Bild: als Instrument der Bestrafung, der Machtdemonstration und der Bevölkerungspolitik wurden sie im Habsburgerreich bereits im 18. Jahrhundert weitreichend und mit erschreckender "Modernität" angewandt. Anhand von acht Fallbeispielen entsteht eine Gesamtgeschichte, die auch den europäischen Rahmen einbezieht und einen unverzichtbaren Baustein zu einer Gewaltgeschichte der Habsburgermonarchie darstellt.

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/894831055/

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Arte-Dokumentation über Foucault

Kommenden MIttwoch (18.6.2014, 21:45-22:40) auf Arte: Die Dokumentation Foucault gegen Foucault, u.a. mit Arlette Farge, Didier Eribon und Georges Didi-Huberman.

Ankündigung:

Michel Foucault gilt als einer der wichtigsten Vertreter des französischen Strukturalismus. Seine Arbeiten, in denen er das Entstehen und die Mechanismen von Macht untersucht, und Schulen, Kasernen und Krankenhäuser mit Gefängnissen vergleicht, sorgten stets für Kontroversen. Zu seinen wichtigsten Werken zählen unter anderem „Wahnsinn und Gesellschaft“, „Die Ordnung der Dinge“, „Archäologie des Wissens“, „Überwachen und Strafen“ sowie seine großangelegte, dreiteilige Geschichte der Sexualität.

Wie seine Schriften war auch der Mensch Foucault komplex und voller Widersprüche: einerseits ein politisch engagierter und streitbarer Freigeist und Aktivist des Mai 68, andererseits ein Gelehrter, der seinen Lehrstuhl für die Geschichte der Denksysteme (1970-1984) am Collège de France sehr ernst nahm und sich als zentrale Figur der Institution Universität verstand. Foucault war ein scharfsinniger und rebellischer Intellektueller, der sich sowohl im akademischen als auch im öffentlichen Raum einmischte; ein Mann seiner Zeit, der ein zeitloses Werk schuf und Maßstäbe setzte.

Die Dokumentation beschreibt Foucaults philosophische Entwicklung, die nie linear verlief, sich oft selbst negierte, verschiedene Ansätze, Disziplinen und Forschungsgegenstände wählte, aber stets kohärent blieb. Er war Vertreter des Poststrukturalismus, Psychologe, Historiker, Soziologe und Begründer der Diskursanalyse. In 20-jähriger Arbeit entstand ein Gesamtwerk, dessen allgemein anerkannte Originalität wohl einzigartig ist.


Regie: François Caillat

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/894829525/

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Ö1: Aus dem Tagebuch des Wiener Hofbeamten Matthias Perth zur Zeit des Wiener Kongresses…

Schon seit einigen Monaten betreibt Andreas Kloner das Perth-Projekt, in dem er Tagebuchauszüge des Wiener Hofbeamten Matthias Perth (1788-1856) veröffentlicht. Nun hat er für Ö1 eine Radiosendung gestaltet, die kommenden Samstag ausgestrahlt wird (14.6.2014, 9:05-10:00).

Ankündigung:

"Lebe wohl, bester, wertester Freund!" -
Aus dem Tagebuch des Wiener Hofbeamten Matthias Perth zur Zeit des Wiener Kongresses 1814/15.
Nacherzählt von Andreas Kloner.

Im Jänner 1814 nimmt der Wiener Hofbeamte Matthias Perth Abschied von seinem besten Freund Karl von Obermayer, der mit seinem Regiment nach Frankreich aufbricht, um die Herrschaft Napoleons endgültig zu brechen. Als die anfängliche Briefflut Obermayers an seinen Freund ein jähes Ende findet, muss Matthias Perth das Schlimmste befürchten. Er bangt um die Gesundheit und das Leben seines Freundes.

Wenige Monate später, nachdem Napoleon auf die Insel Elba verbannt worden ist, beginnt der große Friedenskongress in Wien. Neben unzähligen Jagdausflügen und üppigen Ballveranstaltungen für die hohen Gäste wird auch politisch getagt. Im März 1815 überstürzen sich die Ereignisse: Napoleon kommt unvermutet von Elba zurück, der "Wiener Kongress" geht in seine Endrunde und Matthias Perth wird von einem völlig unerwarteten Schicksalsschlag getroffen.

Die Erlebnisse und Briefwechsel werden von Matthias Perth in seinem Tagebuch festgehalten. Andreas Kloner hat es gelesen und gibt die Geschichte einer innigen Freundschaft wieder, die sich vor 200 Jahren zugetragen hat.

Redaktion: Eva Roither
Schauspieler: Michael Dangl, Matthias Mamedof
Regie und Musik: Stefan Weber
Ton: Ralf Gabriel, Martin Leitner

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/894829249/

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Arte-Dokumentation über Alan Turing

Morgen (Fr 6.6.2014, 21:10-22:10) auf Arte: Eine Dokumentation über Alan Turing.

Die Ankündigung:


Wie ein Mathegenie Hitler knackte
Der Fall Alan Turing

Er war weder General noch Stratege - und doch nahm er entscheidenden Einfluss auf den Verlauf des Zweiten Weltkriegs: Der britische Mathematiker Alan Turing entwickelte ein Verfahren zur Entschlüsselung der deutschen Funksprüche. Die Dokumentation porträtiert den genialen Codeknacker, der bereits mit 43 Jahren unter ungeklärten Umständen starb.

Alan Turing gehört zweifellos zu den größten Logikern und Theoretikern des 20. Jahrhunderts. Nur wenige Wissenschaftler haben so erfolgreich und vielseitig geforscht wie er. Turing, lange Zeit ein verkannter Held des Zweiten Weltkriegs, war durch die Entschlüsselung der Funksprüche der Deutschen maßgeblich am Sieg der Alliierten beteiligt. Als einer der einflussreichsten Vorreiter der frühen Computerentwicklung entwickelte er EDV-Programme und prägte den Begriff „künstliche Intelligenz“.

Trotz dieser herausragenden Leistungen nahm sein Leben einen tragischen Verlauf: Aufgrund seiner Homosexualität wurde er in seiner Heimat Großbritannien verfolgt. Er starb im Alter von 43 Jahren unter bis heute ungeklärten Umständen.

Das ungewöhnliche Schicksal des Wissenschaftlers, der unbeabsichtigt in den Strudel des Weltgeschehens geriet, setzt manche Kapitel im Zweiten Weltkrieg in neue Zusammenhänge und zeigt, wie eng der Sieg der Alliierten mit der Erfindung des Computers verknüpft ist.


Regie: Denis van Waerebeke

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/894827670/

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