„Westfälische Erinnerungsorte“: Aus einem Lehrprojekt an der Universität Münster

Was haben Pumpernickel, Porta Westfalica und Ruhrbergbau gemeinsam? Was verbindet den Sachsenherzog Widukind, Fürstin Pauline und Clemens August Graf von Galen? Sie alle gelten als westfälische Erinnerungsorte. Die gleichnamige Publikation gibt anhand von 42 Erinnerungsorten Einblicke in die Geschichte der Region. Sie zeigt, dass sich das, woran man sich in Westfalen erinnert, ständig verändert und warum das so ist. Auf diese Weise entsteht ein facettenreiches und eng verwobenes, aber auch widersprüchliches Bild dessen, was Westfalen ausmacht. Hervorgegangen ist der Sammelband aus zwei Projektseminaren am … „Westfälische Erinnerungsorte“: Aus einem Lehrprojekt an der Universität Münster weiterlesen →

Quelle: http://beruf.hypotheses.org/588

Weiterlesen

Open Peer Review: Antisemitismus im 19. Jahrhundert aus internationaler Perspektive

Vom 21.-23. Oktober 2015 fand am DHIP unter dem Titel “Antisemitismus im 19. Jahrhundert aus internationaler Perspektive” die erste stiftungsweite Konferenz der Max Weber Stiftung statt. Diese war von allen Instituten gemeinsam mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin organisiert worden. Ausgewählte Beiträge der Konferenz werden nun nach und nach auf dem Tagungsblog der interessierten Fachöffentlichkeit in einem Open Peer Review zur Diskussion gestellt. Bis Ende Januar 2017 können die Beiträge in einem moderierten System über die Kommentarfunktion des Blogs diskutiert werden. Im Anschluss an das Open Peer Review werden die Autorinnen und Autoren ihre Beiträge auf der Grundlage der Kommentare überarbeiten. Die überarbeiteten Versionen werden dann zeitgleich auf perspectivia.net im Open Access und im Verlag Vandenhoek & Ruprecht in gedruckter Form veröffentlicht.

[...]

Quelle: https://antisem19c.hypotheses.org/562

Weiterlesen

„Guten Tag, ich bin der Klassenfeind“

„Guten Tag, ich bin der Klassenfeind“

Berlin (Bezirk Berlin) DDR, 13-08-1986. Mit einem Kampfappell der Kampfgruppen (KG) der Arbeiterklasse beging die Deutsche Demokratische Republik (DDR) den 25. Jahrestag des Baus des Antifaschistischen Schutzwalls, vulgo Mauer. Der SED-Chef würdigte das Bauwerk als Voraussetzung für die Friedens- und Entspannungspolitik. Alsdann nahmen Partei- und Staatsführung den Vorbeimarsch von Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) und Betriebskampfgruppen ab. Foto: Erich Honecker (SED) bei Festrede. © Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, 86_0813_POL_25JT_Mauer_17

Ministerium für Staatssicherheit vom Trockenboden eines Hochhauses – Wolf Biermann bei Privatkonzert vor Journalisten – Abwicklung des Freikaufs von politischen Gefangenen – Friedliche Proteste 1989 am Alexanderplatz. Motive, die Klaus Mehner zwischen 1973 und 1989 in der ehemaligen DDR vor die Linse kamen und die seit 2003 bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur archiviert sind. Er war 16 Jahre als akkreditierter Fotojournalist für das Nachrichtenmagazin SPIEGEL in der DDR tätig.

[...]

Quelle: https://www.visual-history.de/2016/11/28/guten-tag-ich-bin-der-klassenfeind/

Weiterlesen

Tagungsbericht: Let’s historize it! Jugendmedien im 19. und 20. Jahrhundert

“Jugendmedien werden in der Geschichtswissenschaft kaum wahrgenommen. Als eigenes Forschungsfeld wurden sie bisher sowohl in einschlägigen Überblicksdarstellungen zur deutschen[1] als auch in Handbüchern zur britischen und US-amerikanischen Mediengeschichte[2] weitgehend ausgespart.[3] Um diese Forschungslücke ein Stück weit zu schließen und den derzeitigen Forschungsstand auszuloten, fand in Saarbrücken am 8. und 9. September 2016 der Workshop ‘Let’s historize it! Jugendmedien im 19. und 20. Jahrhundert’ statt”, schreibt Katharina Thielen in ihrem soeben erschienen Tagungsbericht: “Die vom Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes veranstaltete Tagung bot vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit, neue Forschungskonzepte vorzustellen und in interdisziplinärem Umfeld zu diskutieren.

 



[...]

Quelle: http://pophistory.hypotheses.org/2375

Weiterlesen

BildGeschichte #5: Tizians „Christus in Emmaus“

Foto-Inventarnr: ; Fotograf: Unbekannt, ; Aufnahmedatum: 2014Tiziano Vecellio (Kopie nach Tizian), Christus in Emmaus, 166 x 241 cm, HuD 2617, Copyright: Stichting Museum Huis Doorn

Der preußische Hofmaler und Direktor der Königlich Preußischen Akademie der Künste und Mechanischen Wissenschaften, Samuel Theodor Gericke(1665-1729), wählte in der Gemäldegalerie des Berliner Schlosses eine Kopie von Tizians „Emmausmahl“ (dessen Original hängt heute im Louvre, um an ihr eine exemplarische kunstkritische Beschreibung zu demonstrieren. [1] Mit seinem 1705 gehaltenen Vortrag, der auch im Druck erschien, wollte Gericke mehrere Dinge erreichen. Zum einen hatte er die Absicht darzulegen, wie die Analyse eines Bildes auszusehen habe. Zum anderen wollte Gericke seine Malerkollegen anregen, sich durch die kritische Betrachtung von guten Gemälden fortzubilden. Um dies zu erreichen orientierte er sich an der Bildbesprechung des in der königlichen Sammlung in Paris ausgestellten Originals von Tizian, die Jean-Baptiste de Champaigne 1676 in der Pariser Königlichen Akademie, der Académie royale de peinture et de sculpture, vorgetragen hatte. [2].

Tizian wurde, gleich Raffael und Correggio, seit der Renaissance als Malergenie verehrt. Seit dem ausgehenden 17.

[...]

Quelle: http://recs.hypotheses.org/841

Weiterlesen

Der Kampf um die Zukunft als Kampf um die Deutungshoheit der Vergangenheit

28.11.2016 Anna Michaelis

Wissenschaft kann viele gesellschaftliche Funktionen haben, sie kann durch technische Innovationen den Lebensstandard von Gesellschaften heben, kann gesellschaftliche Zustände analysieren und damit aufklärerische Funktion haben usw.. Vor allem in Phasen von Krisenempfinden und Desorientierung kann Wissenschaft aber auch dazu in Dienst genommen werden, Zeitlichkeit in den Griff zu bekommen. Die generalisierende Narration von den Jahrzehnten um die Jahrhundertwende als das „nervöse Zeitalter“ ist sicherlich ein ausgetretener Pfad der historischen Sinnproduktion und in einiger Hinsicht angreifbar. Nehmen wir allerdings eine kleine Gruppe, eine Minderheit, nämlich die deutschen Juden in den Blick, lässt sich das Bild eines allgemeinen Krisenempfindens spezifizieren und dadurch differenzierter betrachten. Inwiefern stand für die deutschen Juden im Wilhelminischen Deutschland Zukunft zur Disposition?

 



[...]

Quelle: https://grk1919.hypotheses.org/229

Weiterlesen

Wer Gewalt hegt. Zivilisierungs- und modernisierungstheoretische Überlegungen zu einem sozialwissenschaftlich diffusen Phänomen – von Ole Karnatz

Der Begriff der Gewalt hat eine umfangreiche Karriere in den Sozialwissenschaften durchgemacht. Er gilt als einer der Schwierigsten, unter anderem, weil er mit denen von Macht, Konflikt usw. verwandt ist. Doch nicht immer ist klar wovon genau eigentlich gesprochen wird (vgl. Imbusch 2002). In diesem Beitrag wird eine weitere Facette dieses Begriffs angesprochen: Nähert man sich der Frage nach der Genese von Gewalt, insbesondere physischer und psychischer, also solcher, die sich zumindest halbwegs klarer an Träger_innen zurückbinden lässt, so kann nicht nur gefragt werden wie und warum Gewalt entsteht, sondern wo diese herstammt und was unternommen wird, um sie einzuhegen? Popitz macht das Besondere der Gewalt in der permanent vorhandenen Möglichkeit des Gewalttätig-Seins durch Menschen aus (vgl. 2002: 57ff.). Was aber schränkt sie ein?

[...]

Quelle: https://soziologieblog.hypotheses.org/9950

Weiterlesen