Neues Projekt „Aufbau eines europäischen Akademienportals (European Academies Internet Gateway – AGATE)“
Projektkoordination: Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Forschungsförderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderzeitraum: Oktober 2015–März 2017
Kurze Darstellung des Projektziels
Entwicklung eines organisatorisch, wissenschaftlich und technisch ausgereiften Konzepts für eine digitale Forschungsinfrastruktur für die geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekte an den europäischen Akademien (kurz „AGATE“) in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den zukünftigen Zielgruppen, insbesondere den europäischen Wissenschaftsakademien, Projektmitarbeitern und Spezialisten aus dem IT- und Bibliotheksbereich der Akademien und Vertretern der relevanten disziplinspezifischen bzw. europaweiten SSH-Infrastrukturinitiativen.
Das Projekt arbeitet eng mit ALLEA – dem europäischen Zusammenschluss der Akademien der Wissenschaften – mit ihrem Netzwerk von mehr als 50 Mitgliedsinstitutionen und der ALLEA Working Group E-Humanities zusammen, um das an den europäischen Akademien vorhandene Fachwissen in die Ausarbeitung des Konzepts einzubeziehen. Für das Projekt ist von Anfang an der Gedankenaustausch mit Beteiligten der verschiedenen Interessengruppen, u. a. im Rahmen zweier während der Projektlaufzeit vorgesehener Workshops essentiell.
Mehr Informationen zum Projekt:
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6612
DHd2016: Die ReisestipendiatInnen berichten

Die DHd-ReisestipendiatInnen 2016 bei der Nominierung durch Anne Baillot (DHd), Thorsten Trippel (CLARIN-D) und Sibylle Söring (DARIAH-DE).
Im Rahmen der DHd 2016 vom 07.-12.03.2016 haben der DHd-Verband, CLARIN-D und DARIAH-DE neun Reisekostenstipendien in Höhe von jeweils bis zu 300,00 EUR an NachwuchswissenschaftlerInnen vergeben, die an erfolgreich einen Beitrag (Poster, Vortrag, Workshop) eingereicht haben.
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6517
Festakt zur Gründung des „Zentrums für innovative Anwendungen der Informatik (ZIAI)“ an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Seien es die Digitalisierung von Texteditionen in der Mediävistik, die Analyse und Visualisierung sozialer Netzwerke oder kognitive Modellierungen: Digitale Methoden leisten in den unterschiedlichsten Bereichen der Geistes-, Sozial-, Kultur- und Humanwissenschaften wertvolle Unterstützung für die qualitative Forschung. Mit dem Zentrum für innovative Anwendungen der Informatik (ZIAI) schafft die Otto-Friedrich-Universität Bamberg nun einen organisatorischen Rahmen für die vielfältigen Forschungsprojekte der Universität und fördert so die fächerübergreifende Zusammenarbeit zwischen ihren Forschungsschwerpunkten.
„Das Zentrum soll die Erforschung neuartiger Informatik-Anwendungen fördern, die auch in der Praxis einen echten Mehrwert stiften – und somit als Innovationen definiert werden können“, erläutert Prof. Dr. Christoph Schlieder, geschäftsführender Direktor des ZIAI. Eine wichtige Säule des Zentrums besteht dabei insbesondere in den Digital Humanities, die in Form des Master-Studiengangs Computing in the Humanities bereits im Fächerprogramm der Universität verankert ist. Mit dem Kompetenzfeld Digitale Überlieferung definiert das Zentrum einen seiner vier Forschungsschwerpunkte explizit im Umfeld der Digital Humanities.
Zur Gründung des Zentrums für innovative Anwendungen der Informatik findet am
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6615
Zur Professoralisierung der Digital Humanities
Als „gelernter Historiker“ kann ich nicht anders, als die Entwicklung der Digital Humanities auch in ihrer Genese zu betrachten. DH als Forschungsfeld und als eigenständige akademische Disziplin formiert sich über die Stabilisierung von Institutionen (DH-Zentren, Datenzentren, Abteilungen für digitale Forschung) und Strukturen an den Hochschulen. Dazu gehören dann vor allem auch Lehrstühle, die dem Bereich der DH mehr oder weniger eindeutig zuzurechnen sind. Die folgende Tabelle ist der Versuch, einen Überblick über die Ausschreibungen von Professuren in den DH im deutschsprachigen Raum in den letzten Jahren zu geben.
| Jahr | Ort | Stufe | Denomination | Zuordnung | Ergebnis | |
| 34 | 2016 | Trier | W3 | Digital Humanities | Fach Computerlinguistik / Digital Humanities | offen |
| 33 | 2016 | Potsdam | W2*° | Digital Humanities | FH Potsdam, Fachbereich […] Informationswissenschaften | offen |
| 32 | 2015 | Mainz | W2* | Digital Humanities | FH Mainz, Fachbereich Technik, Geoinformatik | offen |
| 31 | 2015 | Wien | A1 | Digital Humanities | Historisch-kulturwissenschaftliche Fakultät | offen |
| 30 | 2015 | Paderborn | W2 | Musicology/Digital Music Edition/Digital Humanities | Institute for Musicology | offen |
| 29 | 2015 | Graz | A1* | Digital Humanities | Zentrum für Informationsmodellierung | Vogeler |
| 28 | 2015 | Darmstadt | W3 | German Linguistics – Corpus and Computational Linguistics | Institute of Linguistics and Literary Studies | offen |
| 27 | 2015 | Darmstadt | W2 | Modern German Literature – Digital Literary Studies | Institute of Linguistics and Literary Studies | Weitin |
| 26 | 2015 | Leipzig | W1* | Text Mining | Institut für Informatik | offen |
| 25 | 2015 | Köln | W2 | Digital Humanities / Sprachliche Informationsverarbeitung (Computerlinguistik) | Institut für Digital Humanities | offen |
| 24 | 2015 | Köln | W2 | Digital Humanities / Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung | Institut für Digital Humanities | offen |
| 23 | 2014 | Stuttgart | W1* | Computerlinguistik | Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung | Thang Vu |
| 22 | 2014 | Stuttgart | W3 | Digital Humanities | Institut für Literaturwissenschaft | Viehhauser |
| 21 | 2014 | Göttingen | W3 | Digital Humanities | Fakultät für Mathematik und Informatik | Sporleder |
| 20 | 2014 | Basel | open | Digital Humanities | Philosophische Fakultät, DHLab | – |
| 19 | 2014 | Leipzig | W1* | Computational Philology | Fakultät für Mathematik und Informatik | – |
| 18 | 2013 | Heidelberg | W3 | Computerlinguistik | Institut für Computerlinguistik | Markert |
| 17 | 2013 | Köln | W1* | Digital Humanities | Cologne Center for eHumanities | Mathiak |
| 16 | 2013 | Köln | W2 | Archäoinformatik | Archäologisches Institut | Paliou |
| 15 | 2013 | Darmstadt | W3 | Linguistics with a focus on corpus and computational linguistics | Institute of Linguistics and Literary Studies | – |
| 14 | 2013 | Darmstadt | W2 | Literary Studies and Cultural Studies with a focus on Digital Literary Studies / Digital Cultural Studies | Institute of Linguistics and Literary Studies | – |
| 13 | 2012 | Leipzig | W3 | Digital Humanities | Fakultät für Mathematik und Informatik | – |
| 12 | 2012 | Bern | AssProf* | Digital Humanities | Philosophisch-Historische Fakultät | Andrews |
| 11 | 2012 | Passau | W3 | Digital Humanities | Philosophische Fakultät | Rehbein |
| 10 | 2012 | Luxemburg | open | Digital History | Faculty of Language and Literature, Laboratoire d’Histoire | Fickers |
| 9 | 2012 | Göttingen | W1 | Klassische Archäologie und ihre digitale Methodik | Archäologisches Institut | Langner |
| 8 | 2011 | Frankfurt | W1* | Angewandte Computerlinguistik | Institut für Informatik | Chiarcos |
| 7 | 2011 | Trier | W2 | Digital Humanities | Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften | Sporleder |
| 6 | 2010 | Darmstadt | W1* | Language Technologies | Fachbereich Informatik | Biemann |
| 5 | 2010 | Leipzig | W3 | Computational Humanities | Fakultät für Mathematik und Informatik | – |
| 4 | 2009 | Darmstadt | W3 | Germanistische Computerphilologie bzw. Humanities Computing | Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft | Rapp |
| 3 | 2009 | Bielefeld | W2 | Computational Linguistics | Faculty of Linguistics and Literary Studies | Schlangen |
| 2 | 2008 | Frankfurt | W2 | Text Technology & Computational Linguistics | Mehler | |
| 1 | 2008 | Würzburg | W3 | Computerphilologie | Institut für deutsche Philologie | Jannidis |
Zum Verständnis. Das Jahr meint die Bewerbungsfrist der Ausschreibung. Die Zuordnung bezieht sich in der Regel auf den Ausschreibungstext. Die Zuordnung ist in den Ausschreibungen manchmal offen und wird dann erst bei Besetzung konkretisiert.
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6174
Workshop „Forschungsdaten in bester Lage: Nutzungsszenarien und Perspektiven digitaler Forschungsinfrastrukturen“, 5. & 6. April 2016
In den letzten Jahrzehnten ist das Datenvolumen in der geisteswissenschaftlichen (Grundlagen-)Forschung stark angestiegen. Der grosse Bedarf einer Fokussierung und Zusammenführung der oft heterogen und dezentral vorliegenden Datenbestände zeigt sich in vielfältigen Projekten und Initiativen. Auch das DFG-Projekt „Digitaler Wissensspeicher“ entwickelt Verfahrensweisen und Software, um die Datenbestände der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) semantisch zu vernetzen und durch einen zentralen Zugang einem breiten Nutzerkreis zu öffnen.
Ziel dieses NutzerInnenworkshops ist es, die Anforderungen zukünftiger NutzerInnen zu diskutieren, Feedback für das bestehende Angebot zu sammeln und die Vernetzung bestehender Projekte zu verbessern. Die eingeladenen VertreterInnen verschiedener Projekte werden gemeinsam Erfahrungen mit Worflows und Best Practices bei der Zusammenführung und Erschließung heterogener Datenbestände austauschen. In kurzen Vorträgen mit offener Diskussion und einer inhaltlichen Vertiefung an Themen-Tischen sollen gemeinsam Perspektiven für die Weiterentwicklung bestehender Infrastrukturen und Projekte entwickelt sowie mögliche Erfolgskriterien abgeleitet werden.
Mehr zum Workshop unter http://wsp.bbaw.
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6507
Tagungsbericht zum <philtag n=“13″/>
Am 25. und 26. Februar 2016 wurde unter der Leitung von KALLIMACHOS, dem Zentrum für digitale Edition und quantitative Analyse der Universitätsbibliothek Würzburg, der 13. Workshop der Reihe
Einen Themenschwerpunkt in diesem Jahr bildeten OCR-Verfahren, die am 1. Seminartag vorgestellt, diskutiert und praktisch erprobt wurden. Nach der Begrüßung und der Vorstellung des KALLIMACHOS-Projekts durch Dr. Hans-Günter Schmidt (UB Würzburg) folgte mit Dr.
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6501
Ausstellung: Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg
Das Unrecht geschah inmitten der Gesellschaft. Über 20 Millionen Menschen mussten zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und in den besetzten Gebieten Zwangsarbeit leisten. Auch in Hamburg wurden Zwangsarbeiter zu Hunderttausenden eingesetzt. Die Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ stellt erstmals die Geschichte dieses Verbrechens umfassend dar. – Von Marlen Sundermann
Nach Berlin, Moskau, Dortmund, Warschau und Prag macht die Wanderausstellung seit dem 5. November nun auch in Hamburg Station. In seinem dritten Obergeschoss präsentiert das Museum der Arbeit in Barmbek die Ausstellung, die von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora konzipiert und von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ initiiert und gefördert wurde. Während bei früheren Ausstellungen vor allem lokale Aspekte eine Rolle spielten, wird hier die Geschichte der NS-Zwangsarbeit erstmals umfassend dargestellt.
[...]
#Gemeinfreitag (März, Woche 1)
Die „Gemeinfreitag“-Idee von Moritz Hoffmann aufgreifend, gibt es freitags, wie in „Wenn schon #Gemeinfreitag dann richtig!“ vorgeschlagen, Gemeinfreies, das ich selbst neu ins Netz befördert habe. Wie ich schon in dem von Mareike König mit mir geführten Interview sagte, sind gemeinfreie Digitalisate Teil einer
Goldenen Kette freien Wissens
Ich rufe daher alle Leserinnen und Leser auf:
Stellt durch Kauf oder durch Schenkung erworbene oder selbstgescannte gemeinfreie Digitalisate von Büchern oder Aufsätzen ins Netz (Wikimedia Commons oder Internet Archive)!
Ladet gemeinfreie Abbildungen auf Wikimedia Commons oder gebt dort eigene Fotos als gemeinfrei frei!
Ladet nur mit US-Proxy zugängliche Google Books ins Internet Archive!
[...]
Workshop Review: Expert Workshop on Topic Models and Corpus Analysis
Under the auspices of DARIAH-EU Working Group Text and Data Analytics an expert colloquium was held at Dublin City University’s Adapt Centre, 14th – 15th of December 2015, on the subject of topic models and corpus-analytic approaches in the humanities, with a special focus on literary studies and the philologies.
In the light of increasingly available digital text ressources and suitable quantitative methodologies – which are increasingly able to augment or even reframe research questions traditionally seen as exclusively qualitative – such approaches have found their way into a variety of humanities desciplines and demand a closer look at their domain-specific adaptions, technically as well as epistemologically. As such the workshop was addressed to experienced users, researchers, and developers working with corpus-analytic approaches, especially those geared towards the automatic analysis of semantic content. Contributions ranged from specific experience reports to opinion pieces discussing the broader implications of said approaches, and while the workshop was set up around a group of experts from TDA working group, it was open to the public and well attended by master students and doctoral researchers working in the field.
In the course of the two-day programme, a wide variety of corpus-analytic approaches were discussed – ranging from topic models and other established methods of ‚distant reading‘ to approaches using novel feature combinations. It was a variety of contributions, which were furthermore framed by a unique perspective from translation studies, as presented by Sharon O’Brien. Her keynote pointed at various critical points during the adoption of computer-aided methodologies in translation studies – a discipline that came into contact with language technology early on – showing that machine translation is eventually able to adapt the job to the person, rather than forcing the user to work for the machine. It is a development that led to human-in-the-loop approaches – where the initial machine output acts as a springboard for the actual translation, harboring extensive savings of time – and to the development of an integrated, cognitive perspective on machine translation.
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6472
Textkomplexität als Stilmerkmal – Ein Veranstaltungsbericht
Was macht einen Roman „komplex“? Kann man die „Komplexität“ eines literarischen Textes messen, und ist Komplixität ein Merkmal, daß bestimmte Autoren, oder bestimmte Literaturgattungen von anderen unterscheidet?
Um diesen und ähnlichen Fragen nachzugehen fand am 07. und 08. Dezember 2015 am Lehrstuhl für Computerphilologie der Universität Würzburg der DARIAH-DE Expertenworkshop „Complexity Measures in Stylometry„ statt. Ziel der Veranstaltung war es, innerhalb der quantitativ arbeitenden Literaturwissenschaft eine Diskussion über das Thema „Textkomplexität“ anzuregen und in gemeinsamen Gesprächen auszuloten, welche Rolle Indikatoren der Textkomplexität in der Stilometrie spielen könnten. Dabei sollte zudem demonstriert werden, wie der in DARIAH-DE entwicklte DARIAH-DKPro-Wrapper dazu beitragen kann, die Berechnung solcher Indikatoren wesentlich zu vereinfachen.
Geladen waren Maciej Eder (Institute of Polish Studies, Pedagogical University of Krakow), Jeremi Ochab (Department of Theory of Complex Systems, Jagiellonian University, Krakow), Allan Riddell (Leslie Center for the Humanities, Dartmouth College) und Nils Reiter (Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung, Universität Stuttgart).
[...]
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6471
