Why (Would Activists) Archive?
Thomas Wolf von Archivalia hat dieses Video von Activist Archivist gefunden. Die denken schon an morgen. Und auch hier stellt sich die Frage, wie man mit den digitalen Quellen archivalisch umgehen soll. Das betrifft ja nicht nur Videomaterial, sondern alle möglichen Dokumentarten bis hin zu Google-Maps zum Beispiel. Und wie finanziert man digitale Archive auf Dauer?
Einsortiert unter:Archive, Erinnerung
Quelle: http://kritischegeschichte.wordpress.com/2012/05/02/why-would-activists-archive/
Archive und Digitalisierung: Wo bleiben die Open Access-Promotionsprojekte?
Alle kennen die Situation: Die Zahl der Akademikerinnen und Akademiker steigt und damit auch die Zahl an Promotionen. Und nun werden die einzelnen Promotionen durch den Wettbewerbsdruck thematisch immer enger, vom Umfang aber voluminöser. Und am Ende steht die Publikation, die sich ein Verlag teuer bezahlen lässt. Aber die Promotionen bekommen dennoch keine Reichweite und werden kaum rezipiert. Die Arbeiten sind natürlich nicht für die allgemeine Öffentlichkeit geschrieben, aber sie sind dann auch noch für den Wissenschaftsbetrieb zu speziell und zu teuer.
Wie immer man das dreht und wendet: Der Aufwand für die Qualifikation und Promotion des wissenschaftlichen Nachwuchses steht für die Öffentlichkeit im keinem Verhältnis zum Ergebnis – zumindest, wenn man den wissenschaftlichen Ertrag betrachtet. Wir haben anders gesagt einen Wissenschaftsapparat, dessen Nachwuchs durch eine im Schnitt fünf Jahre andauernde Phase geht, in der er viel zu oft unbrauchbare Printprodukte produziert. Und das ist alles völlig unsinnig, für alle Seiten frustrierend und unwirtschaftlich. Dabei könnte man diese verfahrene Situation schnell auflösen. Mit Open-Access-Promotionsprojekten.
Denn durch die digitale Revolution der Medienlandschaft und durch die Open-Access-Bewegung ist ein riesiger Prozess angestoßen worden, in dem dem nicht nur Artikel, Bücher und Zeitschriften, sondern Archivalien und Quellen aller Art im Netz bereitgestellt werden. Und werden diese Quellen nicht nur online gestellt, kategorisiert, verschlagwortet und durchsuchbar gemacht, sondern sollen diese als historisch-kritische Editionen publiziert werden, haben wir wiederum viel zu wenig Menschen, die das auf einem professionellen Niveau machen können.
Es ist klar, worauf ich hinaus will.
Die Älteren dürften noch wissen, dass man noch vor einigen Jahrzehnten mit historisch-kritischen Editionen promovieren konnte, denn die Anforderungen an eine historisch-kritischen Edition sind nicht zu unterschätzen:
- man braucht umfassendes Methodenwissen, das sich je nach Wissenschaftstradition unterscheidet,
- man muss den Quellenbestand nicht nur kennen, sondern auch die Quellen kommentieren und in ihren historischen und sozialen Kontext setzen können,
- die Einleitungen und Begleittexte müssen in kurzer Form die wichtigsten Ergebnisse zusammenfassen, Methoden- und Editionsprobleme besprechen.
Unter den Leserinnen und Lesern sind sicher Spezialisten, die zum Thema “Anforderungen an eine Edition” weit mehr beisteuern können als ich. Ich stelle mir nur die Frage: Warum machen wir das nicht einfach? Sollten wir in den Gesellschaftswissenschaften und ihren Nachbardisziplinen nicht entsprechende Promotionsordnungen fordern, auf deren Grundlage es möglich ist, mit einer historisch-kritischen digitalen Edition auch einen Doktortitel zu bekommen? Davon würden doch alle profitieren. Die Promotionen könnten Ergebnis einer gesellschaftlich sinnvollen und somit befriedigenden Arbeit sein. Große Editionsarbeiten ließen sich auch auf mehrere Bearbeiter aufteilen. Editionsprojekte könnten schon im Prozess der Publikation Meinungen von Expertinnen und Experten einholen oder Fragen von Nutzern aufgreifen.
Wenn man jetzt die Idee weiterträgt, gibt es vielleicht mal einen Wettbewerb zwischen den Wissenschaftsministerien, welches diese Idee als erster umsetzen kann und die Lorbeeren einsammelt. Da mache ich mir weniger Sorgen. Schwierig wird es, die Akzeptanz im doch extrem konservativen Wissenschaftsapparat herzustellen. Denn es gibt, wie Archivalia zeigt, zwischen Historikern und Archivaren nach wie vor interdisziplinäre Verständigungsschwierigkeiten. Ob diese über digitale Editionsprojekte aufgehoben werden können, wage ich zu bezweifeln. Aber einen Versuch wäre es doch wert, oder?
Einsortiert unter:Archive, Meinung
Der Reclam Verlag. Eine Geschichte der deutsch-deutschen Teilung
Die Geschichte der deutschen Verlage im 20. Jahrhundert ist die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung. Ernst Reclam siedelte aus der SBZ in den Westen über und gründete in Stuttgart die Reclam Verlags GmbH, während das Stammhaus Reclam Leipzig der staatlichen Verwaltung der DDR unterstellt wurde.
Im letzten Teil der Sonderreihe MONTAGSRADIO “Vor Ort” auf der Geschichtsmesse 2012 in Suhl sprechen Miriam Menzel und Kaja Wesner mit Carmen Laux und Ingrid Sonntag vom Fachbereich Buchwissenschaften der Universität Leipzig über die Geschichte des Reclam Verlages, die Beziehungen der Reclam Verlags GmbH und Reclam Leipzig während der deutsch-deutschen Teilung und die Bedeutung der DDR-Verlagsgeschichtsforschung für die historische Aufarbeitung.
Und hier gehts zur Timeline des Gesprächs:
01:00 Studium als Zugang zur Geschichte
01:40 1968 von Gera nach Berlin
03:20 Buchwissenschaften in Leipzig
04:40 Buchstadt Leipzig und DDR-Verlagsgeschichtsforschung
08:00 Archivvernichtung im Zweiten Weltkrieg
10:00 Verlagsgeschichte im Blick der deutsch-deutschen Teilung
13:45 Reclam Leipzig als Geschichte der Opposition?
17:30 Rückkehr der Reclam-Archive von Stuttgart nach Leipzig im Jahr 2008
21:40 Verhältnis der beiden Standorte Stuttgart und Leipzig
25:30 Verlage während der deutsch-deutschen Teilung: Kiepenheuer & Witsch und Insel-Verlag
29:00 Sensationsfunde des Reclam-Archivs
32:00 Fragebogen “light”
Und hier gehts direkt zum MP3.
google kooperiert mit Otlets Mundaneum
Quelle: http://geschichtsweberei.blogspot.com/2012/03/google-kooperiert-mit-otlets-mundaneum.html
google kooperiert mit Otlets Mundaneum
Quelle: http://geschichtsweberei.blogspot.com/2012/03/google-kooperiert-mit-otlets-mundaneum.html
Archives wiki
Quelle: http://geschichtsweberei.blogspot.com/2012/02/archives-wiki.html
Archives wiki
Quelle: http://geschichtsweberei.blogspot.com/2012/02/archives-wiki.html
Droit d’auteur – Mobilisation des institutions culturelles suisses
Du 21 novembre au 2 décembre à Genève se tiendra la 23e session du comité permanent du droit d'auteur et des droits connexe de l'Organisation Mondiale pour la Propriété Intellecturelle (OMPI). Suite à une action de lobbying coordonnée par l'IFLA, est inscrite à l'ordre du jour la question des exceptions au droit d'auteur en faveur des bibliothèques et des archives.
Droit d’auteur – Mobilisation des institutions culturelles suisses
Du 21 novembre au 2 décembre à Genève se tiendra la 23e session du comité permanent du droit d'auteur et des droits connexe de l'Organisation Mondiale pour la Propriété Intellecturelle (OMPI). Suite à une action de lobbying coordonnée par l'IFLA, est inscrite à l'ordre du jour la question des exceptions au droit d'auteur en faveur des bibliothèques et des archives.

