Rezension: Heinrich August Winkler – Deutungskämpfe. Der Streit um die deutsche Geschichte (Teil 1)

 

Heinrich August Winkler - Deutungskämpfe. Der Streit um die deutsche Geschichte

Für die Geschichtswissenschaft mag Leopold von Ranke einmal das Ideal ausgegeben haben, sie solle Dinge darstellen, wie sie gewesen sind. Doch von dieser Idee hat sie sich schon lange emanzipiert, die Vorstellung einer objektiv zutreffenden Geschichtsdarstellung als naiven Mythos entlarvt. Geschichtswissenschaft ist immer auch ein Deutungskampf, Geschichtspolitik sowieso. Es ist deswegen lobenswert, wenn Heinrich August Winkler seinen Sammelband mit Essays aus sechs Jahrzehnten geschichtswissenschaftlicher Tätigkeit mit dem Titel "Deutungskämpfe" versieht und so mit offenem Visier kämpft: er stellt sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung, streitlustig sicher, aber stets der wissenschaftlichen Methode verpflichtet und mit dem analytischen Blick des Historikers. Bekannt ist Winkler vor allem für sein Mammutwerk zur deutschen Geschichte, dem er den Übertitel des "langen Weg nach Westen" gegeben hatte; eine klare Missionsansage. Die lange Zeitspanne der veröffentlichten Essays bringt notwendigerweise mit sich, dass ein guter Teil der Meinungskämpfe, in deren Verlauf diese Texte gehören, abgeschlossen ist. Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Manche Debatten sind wahre Evergreens, während andere so sehr zum Konsens geworden sind, dass es aus heutiger Perspektive beinahe ulkig ist, dass sie einmal kontrovers waren. Winklers Sammelband ist somit auch eine historiografische Quelle, wenngleich kein Versuch einer entsprechenden Einordnung unternommen wird: diese müssen die Lesenden selbst leisten, und diese Rezension ist auch ein Experiment darin, das zu wagen.



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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2026/02/rezension-heinrich-august-winkler.html

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„24 Hours in Cyberspace“

Schrift und Grafik einer Erdkugel mit einem Negativstreifen darum
150 Fotojournalist:innen auf der ganzen Welt dokumentierten am 8. Februar 1996 „24 Hours in Cyberspace“. Der 8. Februar besaß als Datum keine besondere Bedeutung. Vielmehr ging es den Initiator:innen des Projekts darum, einen „ordinary day“ zu zeigen. Zu diesem Zeitpunkt war die erste öffentliche Webseite der Welt noch keine fünf Jahre alt.

Quelle: https://visual-history.de/2026/02/08/neuscheler-24-hours-in-cyberspace/

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Stellenausschreibung: Bibliotheksreferendar/in (m/w/d) an der UB Gießen

Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität. Inspiriert von der Neugier auf das Unbekannte ermöglichen wir rund 26.500 Studierenden und 5.700 Beschäftigten, Wissenschaft für die Gesellschaft voranzutreiben. Gehen Sie zusammen mit uns neue Wege und schreiben Sie Erfolgsgeschichten – Ihre eigene und die der Universität.

Die Universitätsbibliothek Gießen stellt zum stellt zum 01.10.2026 im Vorbereitungsdienst an wissenschaftlichen Bibliotheken im Land Hessen eine/n

Bibliotheksreferendar/in (m/w/d)



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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23237

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