Stellenangebot: Akademie-Juniorprofessur (W1) für Digital Humanities unter besonderer Berücksichtigung digitaler Editionen
In Kooperation zwischen der Universität zu Köln und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste ist an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln zum 01.10.2023 eine Akademie-Juniorprofessur (W1) für „Digital Humanities unter besonderer Berücksichtigung digitaler Editionen“ (ohne TenureTrack) zu besetzen. Die Laufzeit beträgt 3 + 3 Jahre (mit Zwischenevaluation).
Alle Informationen finden Sie auch hier im PDF und im Berufungsportal der Universität zu Köln, sowie auf der Webseite des CCeH.
Das sind Ihre Aufgaben
Der Stelleninhaber bzw. die Stelleninhaberin entwickelt das Forschungsfeld digitaler Editionen im Kontext der Digital Humanities an der Universität zu Köln im Austausch mit bestehenden Forschungsschwerpunkten im Bereich der Texteditionen sowie in enger Zusammenarbeit mit den Editionsprojekten im Rahmen des Akademienprogramms. Zu den Voraussetzungen gehören daher Kenntnisse und Erfahrung in der Edition von Texten.
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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=18965
Juniorprofessur (W1) „eHumanities“ (mit Tenure Track) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
durchsichten: Transnationale Wechselbeziehungen. Deutschland und das östliche Europa
Harald v. Kalm: Fragen der Forschungsorganisation (=Lehrgang für Wissenschaftsmanager und Wissenschaftsmanagerinnen, Speyer, 31. März 2012)
“Wie willkommen ist der Nachwuchs?”
Konstanz 2011
Karoline Holländer und Gülay Ates stellen die Ergebnisse der ersten europaweiten Befragung unter jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor. Nach der erfolgreichen Dissertation, so ein Befund der Eurodoc-Studie von 2008/2009, wird nur ein Drittel in der akademischen Forschung verbleiben. Allerdings streben mehr als zwei Drittel der Befragten eine Stelle in der universitären oder außeruniversitären Forschung an; lediglich ein Drittel bereitet sich auf andere Tätigkeiten vor (93). Das verwundert umso mehr, als die finanziellen Möglichkeiten während der Promotionszeit meist begrenzt sind. Nur bei der Hälfte reichen sie zur Deckung des Lebensunterhalts. 18,4 Prozent der Befragten sind auf Arbeitslosenunterstützung angewiesen.
“Wie willkommen ist der Nachwuchs?” fügt der Hamburger Tagung also weitere Kontrapunkte hinzu. Die weiteren Beiträge gehen durchaus differenziert an aktuelle Problemlagen heran — genannt seien “der ‘Postdoc’ als unbekanntes Wesen”, aber auch die internationale Qualifizierung. Neue Modelle, wie etwa das Konstanzer Zukunftskolleg, werden ebenfalls vorgestellt. Dass mit Albert Kümmel-Schnur gerade ein ehemaliger Konstanzer Juniorprofessor den packendsten Text liefert, sorgt wiederum für eine Relativierung.
Ohne die übliche Scheu vor persönlicher Haltung breitet Kümmel-Schnur die Realien aus, mit denen die erste Generation von Juniorprofessorinnen und -professoren zu kämpfen hatte. Sein Fazit ist ehrlich und fast schon ein wenig defätistisch: “Inzwischen rate ich Freundinnen, Freunden und Bekannten davon ab, eine Juniorprofessur anzutreten, wenn sie über eine Alternative verfügen.” (131) Kümmel-Schnurs Mut, damit an eine breite Öffentlichkeit zu gehen (Spiegel Online), gibt dem Buch unverhofft einen anderen wissenschaftspolitischen Imperativ an die Hand. Auch das Wissenschaftssystem, könnte man sagen, muss mit den Auswirkungen seiner eigenen Störungen rechnen. Ansonsten hört Nachwuchsforschung allzu oft auf, bevor sie ihre gesamtgesellschaftlichen Aufgaben erfüllen kann.
Jürgen Mittelstraß/Ulrich Rüdiger
Wie willkommen ist der wissenschaftliche Nachwuchs? Neue Modelle der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung
Konstanz: UVK, 2011 (= Konstanzer Wissenschaftsforum, 4)
ISBN 978-3-87940-830-6
Quelle: http://gab.hypotheses.org/48