Bruno Latour und die neuen „Science wars“

Bruno Latour, französischer Wissenschaftssoziologe und Mitbegründer der Akteur-Netzwerk-Theorie, ist gerade in Rente gegangen – und befindet sich auf einmal inmitten eines zweiten „Krieges“ um Wissenschaft und Wahrheit. Als „Science wars“ wurde in den 1990er Jahren der Disput bezeichnet, den Latour und andere Vertreter der Wissenschaftssoziologie anheizten, weil sie proklamierten, das wissenschaftlich Ergebnisse immer (auch) sozial konstruiert seien.

Heute, 20 Jahre später, steht die „Wahrheit“ wissenschaftlicher Aussagen wieder im Zentrum eines erbitterten Streits. Latour allerdings steht heute auf der anderen Seite. In Zeiten, da politische Lager die Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Ergebnisse – insbesondere zum Thema Klimawandel – bestreiten, versucht er nun, das Vertrauen in wissenschaftliche Ergebnisse wieder herzustellen. „Wir müssen etwas von der Autorität der Wissenschaft zurückgewinnen. Das ist das komplette Gegenteil von dem was wir taten, als wir begannen, Wissenschaftsstudien durchzuführen,“ sagte Latour kürzlich in einem Interview der Zeitschrift Science.

„Wir müssen etwas von der Autorität der Wissenschaft zurückgewinnen.

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Quelle: http://gclf.hypotheses.org/189

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Social Network Sites – ein Trend für die Wissenschaft? von Michael Nentwich und René König

Spätestens seitdem Facebook die Schwelle von 500 Millionen Mitgliedern erreicht hat und diesem Phänomen ein Hollywood-Blockbuster gewidmet wurde, sind Social Network Sites (SNS) zu einem viel diskutierten Phänomen geworden. Die mannigfaltigen und einfachen Möglichkeiten der Vernetzung und Kommunikation schüren gleichsam Hoffnungen wie Ängste: Unternehmen feiern die neuen Vermarktungschancen und BürgerrechtlerInnen das demokratisierende Potenzial; DatenschutzrechtlerInnen  weisen auf Privatsphärenkonflikte hin und PädagogInnen und KulturkritkerInnen warnen vor diversen unerwünschten Nebenfolgen. Demgegenüber ist das Potenzial von SNS für den Wissenschaftsbetrieb bislang noch wenig debattiert worden. Dieser Beitrag widmet sich dieser Lücke und skizziert mögliche akademische Einsatzgebiete und die damit verbundenen Chancen und Probleme. Dabei wird sowohl auf allgemeine SNS wie Facebook eingegangen, als auch auf wissenschaftsspezifische SNS, die sich in den letzten Jahren ebenfalls zunehmend verbreiten.

Michael Nentwich

Michael Nentwich

Michael Nentwich, Institut für Technikfolgen-Abschätzung, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien http://eiop.or.at/mn

 

 

 

 

 

René König

René König

 

René König, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) http://renekoenig.eu

 

 

 

 

Links

Wissenschaft und Social Network Sites http://epub.oeaw.ac.at/ita/ita-projektberichte/d2-2a52-5.pdf

Intervention dans le cadre du colloque “Dans la toile des médias sociaux / Im Netz der sozialen Medien”, 27-28 juin 2011 : inscription et programme

Quelle: http://dhdhi.hypotheses.org/102

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