2 Konferenzen zu Digital Cultural Heritage im November 2013 am IWR Heidelberg

Diesen November finden am Institut für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Universität Heidelberg zusammen mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften zwei international bedeutende Konferenzen zu Digital Cultural Heritage und den Einsatzmöglichkeiten des scientific computing statt. Mathematical modeling, simulation and optimization, image & data processing, visualization – das sind die Schlüsseltechnologien im Einsatz für Digital Cultural Heritage.

Vom 7.-8. November 2013 werden im Rahmen der „Digital Geoarchaeology“ Konferenz „New Technologies for Interdisciplinary Human-Environmental Research” fokussiert. Das Programm bringt hochkarätige Vertreter der Archäoinformatik zusammen, die neuste Forschungsergebnisse wichtiger Projekte zur Diskussion stellen. Eine Registrierung ist bis 6. November möglich.

http://digitalgeoarchaeology.wordpress.com/programme/

Noch nicht einmal zwei Wochen später folgt vom 18.-20. November 2013 die Konferenz „Scientific Computing and Cultural Heritage“, die besonders digitale Methoden in den Vordergrund stellt. Hierbei wird ein weiter Bogen gespannt: sowohl räumlich im internationalen Kontext als auch methodisch in Verknüpfung mit Projekten der Digital Humanities, die den transdisziplinären Charakter der Konferenz unterstreichen. Eine Registrierung ist noch bis 31. Oktober möglich.

http://scch2013.wordpress.com/schedule-program/

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2487

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History is unwritten – Veranstaltung Berlin 6.-8.12.2013

Nun online: Das Programm von history is unwritten. Linke Geschichtspolitik und kritische Wissenschaft: Gestern, Heute und Morgen; ich werde dort am Samstag, 7.12.2013 nachmittag referieren, der etwas umständliche Titel meines Beitrags lautet: "Sollen kritische HistorikerInnen „Europa Bauen“? Luciano Canfora und Josep Fontana als Vorbilder für eine kritische Geschichtswissenschaft?"

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/528988030/

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Semantische Technologien

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Die Fachtagung “Semantische Technologien - Verwertungsstrategien und Konvergenz von Metadaten” befasste sich vom 26. bis 27. September 2013 mit der Nutzbarkeit semantischer Technologien für die Kultur- und Medienbranche. Thematisiert wurden Institutionen wie Verlage, Museen und Bibliotheken sowie die Bereiche Projektdokumentationen, Werbung und Marketing.

Der rückblickende Tagungsbericht stellt die zentralen Fragestellungen, Probleme und Chancen des semantischen Internet dar.

 

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2447

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Digitale Kunstgeschichte: Thema = Seminarform?

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Dass das Thema eines Seminars auch gleichzeitig die Seminarform sein kann, bewies ein ungewöhnliches Experiment der Kunstgeschichtlichen Institute der Goethe-Universität Frankfurt und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Per Videokonferenz wurde das Seminar übertragen und behandelte Themen wie Digital Humanities im deutschsprachigen Raum, Problematik des Urheberrechtes, Google Art Project, Social Media im Museum und Möglichkeiten und Grenzen des wissenschaftlichen Einsatzes von Social Media in den Geisteswissenschaften.

Einen Erfahrungsbericht der Studierenden finden Sie hier.

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2442

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Es ist Open Access Week!

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Bereits zum sechsten Mal findet derzeit die internationale Open Access Week statt, die weltweit auf das Potential frei verfügbaren Web Contents in Wissenschaft und Forschung aufmerksam machen möchte. Dabei ist die gesamte Community zur Beteiligung aufgerufen, um die freie Zugänglichkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsmaterial, -publikationen und -daten weiter zu etablieren:

“Open Access” to information – the free, immediate, online access to the results of scholarly research, and the right to use and re-use those results as you need – has the power to transform the way research and scientific inquiry are conducted. It has direct and widespread implications for academia, medicine, science, industry, and for society as a whole.

Wie WissenschaftlerInnen Open Access dezidiert (be-)fördern können, dazu außerdem ein instruktiver blog post inkl. Linksammlung von Klaus Graf bei unseren KollegInnen von hypotheses.org: http://redaktionsblog.hypotheses.org/1742

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2428

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Kurzer Bericht von der GSCL 2013 in Darmstadt

Die diesjährige Tagung der Gesellschaft für Sprachtechnologie und Computerlinguistik (GSCL 2013) fand vom 25. bis zum 27. September 2013 an der TU Darmstadt statt, mit Workshops am 23. September und Tutorials am 24. September. Ich berichte aus zwei Gründen hier im DHd-Blog über die GSCL 2013: Zum einen hat man mich freundlich darum gebeten, zum anderen wies GSCL 2013 eine bemerkenswerte Anzahl von Beiträgen mit DH-Bezug auf.

Zu den Workshops kann ich leider nichts sagen, da ich am Montag noch nicht in Darmstadt war, hier verweise ich aufs Workshop-Programm. Im Tutorial-Programm am Dienstag waren die Digital Humanities zweifach vertreten, vormittags mit meinem Tutorial »Natural Language Processing for Historical Texts« (Folien), nachmittags mit »Text Analysis and Mining for Digital Humanities« (gehalten von Caroline Sporleder, Universität Trier).

Die eigentliche Konferenz wurde am 25. September mit einem eingeladenen Vortrag »Big Data and Text Analytics« von Hans Uszkoreit (DFKI) eröffnet. Danach gab es zwei parallele Sessions, von denen sich eine mit Sprachverarbeitung für Social-Media-Texten beschäftigte (Melanie Neunerdt, Bianka Trevisan, Michael Reyer, Rudolf Mathar: »Part-of-Speech Tagging for Social Media Texts«, Ines Rehbein: »Fine-Grained POS Tagging of German Twitter Data«, Manuel Burghardt, Alexander Bazo, Christian Wolff: »TWORPUS – An Easy-to-Use Tool for the Creation of Tailored Twitter Corpora«) und die andere mit computerlinguistischen Themen (Sabine Schulte Im Walde, Maximilian Köper: »Pattern-based Distinction of Paradigmatic Relations for German Nouns, Verbs, Adjectives«, Noëmi Aepli, Martin Volk: »Reconstructing Complete Lemmas for Incomplete German Compounds«, Thomas Bögel, Anette Frank: »A Joint Inference Architecture for Global Coreference Clustering with Anaphoricity«).

Nach der Mittagspause trugen die Kandidaten für den GSCL-Preis für die beste studentische Abschlussarbeit vor:

  • Marcel Bollmann (Ruhr-Universität Bochum): »Automatic Normalization for Linguistic Annotation of Historical Language Data« – auch das ein Thema mit starkem Digital-Humanities-Bezug –,
  • Yevgen Chebotar (TU Darmstadt): »Dialog Act Classification in Wikipedia Discussion Pages« und
  • Steffen Remus: »Automatically Identifying Lexical Chains by Means of Statistical Methods – A Knowledge-Free Approach«.

Im Anschluss fand die Mitgliederversammlung der GSCL statt. Aus DH-Perspektive ist insbesondere berichtenswert, dass die Mitglieder einstimmig die Einrichtung des Arbeitskreises »CL4DH: Computerlinguistik für Digital Humanities« guthießen. Der Arbeitskreis wird von Anette Frank (Universität Heidelberg) und Anke Lüdeling (HU Berlin) geleitet. Ziel des Arbeitskreises ist es, die Leistungsfähigkeit computerlinguistischer Werkzeuge und Verfahren für den Einsatz in den Digital Humanities zu verbessern. Hierfür sollen spezielle Bedürfnisse, Fragestellungen und Interessensgebiete aus den Digital Humanities in eine gemeinsame Forschungsagenda aufgenommen werden. Außerdem sollen Desiderata der aktuellen computerlinguistischen Forschung für das Deutsche analysiert werden, um durch Community-Aktivitäten die Qualität computerlinguistischer Werkzeuge für den Einsatz in den Digital Humanities zu verbessern. Weitere Informationen zum Arbeitskreis finden sich auf seiner Webseite.

Der Donnerstag begann mit einer Poster-Session. Aus einer DH-Perspektive möchte ich hier vor allem die Poster »Technological Support for Older Germanic Languages« (Christian Chiarcos, Timothy Price, Maria Sukhareva) und »Erkennung interpersonaler Relationen in XML-kodierten Texten mit lokalen Grammatiken« (Sophia Stotz, Valentina Stuss) hervorheben.

Bei den folgenden parallelen Paper-Sessions hatte vor allem Claes Neuefeinds Vortrag »Collaboratively Building Corpora – a Case Study for Romansh« einen DH-Bezug. Nach der Mittagspause gab es eine weitere Poster-Session, bei der auch wieder mehrere Arbeiten mit DH-Bezug vorgestellt wurden, etwa »Building and Analyzing a Massively Parallel Bible Corpus« (Thomas Mayer, Michael Cysouw) und »Computational Humanities« (Alexander Mehler, Rüdiger Gleim, Andy Lücking, Giuseppe Abrami, Tim vor der Brück, Zahurul Islam, Armin Hoenen).

Anschließend gab es einen weiteren eingeladenen Vortrag, »Distributed Wikipedia LDA« von Massimiliano Ciaramita. Danach wurde der GSCL-Preis für die beste studentische Abschlussarbeit verliehen, und zwar an Marcel Bollmann – und damit für eine Arbeit mit starkem DH-Bezug, siehe oben. Der Tag endete mit dem sehr gelungenen Konferenzdinner im Biergarten »Zum Scheinheil’gen«.

Der Freitag begann mit dem eingeladenen Vortrag »Multimodal Sentiment Analysis« von Rada Mihalcea und der Verleihung der GSCL-Ehrenmitgliedschaft an Burghard Rieger. Leider konnte ich an der abschließenden Kaleidoskop-Session nicht mehr teilnehmen, an der weitere Arbeiten mit DH-Bezug vorgestellt wurden; dazu gehörten die Vorstellung des Arbeitskreises »Computerlinguistik für Digital Humanities« durch Anette Frank und Anke Lüdeling, »Digital Humanities Text Analysis: Needs and Deeds« von Sabine Bartsch und Andrea Rapp, »SeNeReKo – Netzwerkanalyse für die Religionsgeschichte« von Frederik Elwert und »Graph Databases for the Exploration of Large Corpora in the eHumanities« von Thomas Efer.

Je nach Forschungsfrage sind natürlich noch weitere als die genannten Vorträge und Poster für Forscher in den Digital Humanities interessant; ich habe mich hier auf die beschränkt, bei denen der Bezug explizit ist und verweise auf die Proceedings. Festzuhalten ist auf jeden Fall, dass die Digital Humanities in der Computerlinguistik als interessantes Anwendungsgebiet wahrgenommen werden und sich als solches auch etabliert haben.

 

 

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2418

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Memoriav meets Humanities

Fachtagung zu

Die Digital Humanities und Das Audiovisuelle Kulturgut

25. und 26. Oktober 2013 Musée d’ethnographie de Neuchâtel – MEN

Das Schweizer Kompetenznetzwerk MEMORIAV veranstaltet im Rahmen des UNESCO-Welttages des audiovisuellen Erbes ein Fachkolloquium, das sich ganz explizit auf die Digital Humanities zu bewegt und wichtige Vertreter der Schweizer Szene geladen hat. Ziel des Kolloquiums sei es, so die Veranstalter “die Erhaltung, den Wert und die Nutzung von audiovisuellen Dokumenten als Teil der allgemeinen Diskussion rund um die Digital Humanities zu thematisieren und die Akteure in diesem Feld untereinander zu vernetzen.”

Weitere Informationen zum Tagungskontext und dem Programm finden sich auf der MEORIAV-Website.

Während dem Kolloquium stehen Simultanübersetzung Deutsch – Französisch / Französisch – Deutsch zur Verfügung.

Preise
- Mitglieder Memoriav CHF 120.-
- Studierende CHF 40.-
- Nicht-Mitglieder CHF 200.-

Anzahl Teilnehmende
Maximum 80 Personen

Anmeldung bis am 20. Oktober 2013

Das Anmeldeformular ist online!

Partner
Das Memoriav Kolloquium findet im Rahmen des UNESCO-Welttages des audiovisuellen Erbes statt und steht unter der Schirmherrschaft der Schweizerischen UNESCO-Kommission. Partner der diesjährigen Veranstaltung sind das MEN (Musée d’ethnographie de Neuchâtel), das Institut d’ethnologie de l’Université de Neuchâtel, die SNF-Forschungsgruppe “Broadcasting Swissness” und Infoclio.

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2372

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CfP: Jahrestagung der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum, 25.-28.3.2014, Passau

Logo des DHd Verbands

Noch bis zum 15.12.2013 können für die im kommenden Frühjahr erstmals in Passau stattfindendene Jahrestagung “Digital Humanities im deutschsprachigen Raum” (wir berichteten) Abstracts für Poster, Vorträge, Sections, Panels und pre-conference Workshops eingereicht werden.

Die Tagung steht unter dem Motto

Digital Humanities – methodischer Brückenschlag oder “feindliche Übernahme”?

Themenschwerpunkte für Einreichungen:

- Geisteswissenschaften und Informatik
- Digitale Infrastrukturen für die Geisteswissenschaften
- Vom analytischen Mehrwert digitaler Werkzeuge für die Geisteswissenschaften
- Digitale Kommunikation in den Geisteswissenschaften.

Keynote speaker sind John Nerbonne, Groningen und Katja Kwastek, Amsterdam; zudem stehen spannende Kontroversdiskussionen zentraler DH-Akteure und -Themen auf dem Programm, die Potential und Grenzen der DH unter verschiedenen Aspekten ausloten.

Weitere Infos zur Tagung: http://dhd2014.uni-passau.de/
CfP: http://dhd2014.uni-passau.de/cfp/

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2345

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“Kulturelles Erbe in der Cloud”, 21.-22.11.2013, Graz

Und gleich noch eine Veranstaltung in Österreich, diese allerdings in Graz, soll hier angekündigt sein:

Die nunmehr vierte Tagung in der Reihe “Digitale Bibliothek” steht unter dem Thema “Kulturelles Erbe in der Cloud“.

Am Donnerstag werden drei Workshops angeboten -  von 1) Austrian Books Online der ÖNB, 2) Textgrid und 3) Europeanan Cloud -, die nacheinander stattfinden, so dass man alle besuchen kann, wenn man denn möchte.
Am Freitag gibt es Vorträge nicht nur asu dem deutschsprachigen Gebiet zu den Themen 1) Neue Formen von IT-Dienstleistungen für Kultureinrichtungen, 2) Geschäftsmodelle und Nutzungsszenarien und 3) Services, Technologien und Methoden.
Eine Postersession und eine Firmenausstellung runden die Tagung ab.

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2328

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