“Gehorsam” im Berliner Jüdischen Museum – kritische Anmerkungen
Die derzeitige Sonderausstellung im Jüdischen Museum Berlin erregte in der Presse viel Aufsehen. Peter Greenaway und Saskia Boddeke widmen sich unter dem Titel „Gehorsam” dem Isaak-Motiv. Insbesondere Greenaway ist durch seine künstlerisch ausgefeilten Filme, die zugleich den Schaffensprozess von Kunst reflektieren einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Daher interessiert es, wie der Regisseur das Medium Film für den Ausstellungskontext aufbereitet. Die begehbare Videoinstallation ermächtigt die BetrachterInnen dazu, das Tempo bzw. die Intensität der Erzählung selbst zu bestimmen. Von Saskia Boddeke stammen die theatralen Elemente wie Choreographie und räumliche Inszenierung.
Auf den ersten Blick erscheint das Konzept, die Isaak-Erzählung als Kernbestand dreier monotheistischer Religionen zu thematisieren auch sehr lobenswert. Es lässt auf eine integrative-innovative Sichtweise hoffen, wie man sie eben von der Kunst erwartet.
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„Die ganze Wahrheit“ im Blog des Jüdischen Museums Berlin
Immer mehr Museen in Deutschland entscheiden sich dazu, einzelne Ausstellungen[1], Veranstaltungen[2] oder ihren allgemeinen Museumsbetrieb mit einem Blog zu begleiten. Auch das Jüdische Museum in Berlin gibt im Blogerim – Aus dem Alltag des Jüdischen Museums Berlin einen Einblick in den … Weiterlesen →
Eine Kultur des Wandels? Über Systeme und Gesetze
Was bedeutet die Digitalisierung für die Gedächtnisinstitutionen wie Archive, Museen und Bibliotheken? Wie wird und sollte der Zugang zu unserem “kulturellen Erbe” in den kommenden Jahren gestaltet sein? Und welche Rolle spielen künftig die Urheber und professionelle “Rechteverwalter”?
Anlässlich der kürzlich veranstalteten Tagung “Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe” war das MONTAGSRADIO “Vor Ort” im Jüdischen Museum Berlin. Jochen Thermann und Kaja Wesner sprachen mit dem geschäftsführenden Direktor der Stiftung Jüdisches Museum Berlin, Börries von Notz, über das konservative Selbstverständnis heutiger Kulturinstitutionen, die Notwendigkeit, eine gesellschaftspolitische Debatte über die Neugestaltung des Urheberrechts zu führen und über die Sonderrolle der Bewahrung jüdischer Kulturzeugnisse.
Und hier die Timeline zum Gespräch
0:32 Bedeutung der Digitalisierung der Museen
2:01 Die Bestände sollten über das Internet auffindbar sein
4:34 Die Sonderrolle des Jüdischen Museums
06:35 Besteht die Gefahr eines Archivierungsexzesses?
08:29 Ist ein kostenloser Zugang zu Kulturgütern wünschenswert?
10:34 Die Bedeutung des Urheberrechts: Kulturschaffende sollten angemessen entlohnt werden
14:03 Die Neugestaltung des Urheberrechts sollte diskutiert werden
14:08 Wer sind die Rechteinhaber?
16:49 Angst vor dem Verlust der Deutungshoheit?
19:00 Kommen EU-Regelungen vor nationalen Regelungen?
21:00 Umgestaltung des Urheberrechts
24:03 Montagsradio-Fragebogen
Quelle: http://www.montagsradio.de/2012/10/25/eine-kultur-des-wandels-uber-systeme-und-rechte/
Zwischen Verantwortung, Wunsch und Urheberrechtsschutz
Museen, Archive und Bibliotheken beherbergen das kulturelle Erbe einer Gesellschaft. Welche Akteure bestimmen über der Zugang zu unserem kulturellen Erbe und was sind die Hindernisse im heutigen Informationszeitalter, die es für einen “freien” Zugang zu überwinden gilt? Anlässlich der Tagung “Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe”, die am 22. und 23. Oktober im Jüdischen Museum Berlin stattfand, sprechen wir im kommenden MONTAGSRADIO “Vor Ort” mit dem geschäftsführenden Direktor der Stiftung Jüdisches Museum Berlin, Börries von Notz.
Quelle: http://www.montagsradio.de/2012/10/25/zwischen-verantwortung-und-urheberrechtsschutz/
