GAG341: Der Exorzismus der Marthe Brossier
Wir springen in dieser Folge nach Frankreich, ganz ans Ende des 16. Jahrhunderts. Fokus unserer Geschichte ist Marthe Brossier, eine junge Frau vom Land, die in den letzten beiden Jahren des Jahrhunderts große Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der Grund? Sie ist angeblich von Dämonen besessen.
Wir sprechen über Marthe Brossiers 15-monatige Tour durch Frankreich als professionelle Besessene, die schließlich ihren Höhepunkt in Paris finden wird.
Literatur
- Sarah Ferber.
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GAG335: Aqua Tofana und die Giftmischerinnen des 17. Jahrhunderts
Wir springen in dieser Folge ins Rom des 17. Jahrhunderts. Wir sprechen über Giftmischerinnen, die laut einer Legende bis zu 600 Ehemänner auf dem Gewissen haben sollen. Wir sprechen auch darüber, weshalb ihr Gift als „Aqua Tofana“ in die Geschichte einging, und warum der Mythos um die beteiligten Frauen auch heute noch voller Missverständnisse und Fehlinterpretationen ist.
Das erwähnte Buch ist von Craig Monson und heißt „The Black Widows of the Eternal City: The True Story of Rome’s Most Infamous Poisoners.“
Das Episodenbild zeigt eine mittelalterliche Hexe die ein Liebeselixier mischt, wie sie sich die britische Malerin Evelyn De Morgan vorstellte.
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GAG317: Roger Tichborne – die wundersame Rückkehr des Sohnes
Wir springen in dieser Folge in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Aristokrat Sir Roger Tichborne bricht nach Südamerika auf, um sich von seinem Liebeskummer abzulenken. Doch im Zuge einer Schiffsreise verschwindet er spurlos, und erst nach mehr als zehn Jahren dringt ein Lebenszeichen zu seiner Mutter, die als Einzige nicht an seinen Tod glaubte.
Wir sprechen in dieser Folge über die Rückkehr des Sohnes, warum beinahe alle außer seiner Mutter an ihm zweifelten, und wie sich das Ganze zu einem der größten Skandale des viktorianischen Englands entwickelte.
Das erwähnte Buch heißt “The Tichborne Claimant”, von Rohan McWilliam.
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GAG315: Der Mehlkrieg von 1775
Wir springen in dieser Folge ins Frankreich des 18. Jahrhunderts. Der alte König ist tot, der neue gerade erst auf dem Thron, und sein Finanzminister Turgot, inspiriert vom Geiste der Aufklärung, beschließt einen wichtigen Teil des französischen Wirtschaftssystems zu reformieren.
Doch es kommt alles ganz anders, als erhofft.
Das erwähnte Buch heißt “The Flour War” von Cynthia Bouton
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Der Papierschild – Warum Verfassungen nicht Schicksal sind
Die Weimarer Republik, so hört man oft, sei an den Konstruktionsfehlern ihrer Verfassung verstorben. Eine zu freiheitliche Verfassung sei sie gewesen: keine 5%-Klausel, Volksabstimmungen und ein "Ersatzkaiser" im direkt gewählten Reichspräsidentenamt. Glücklicherwiese vermieden die Mütter und Väter des Grundgesetzes diese Fehler, und deswegen leben wir heute in einer stabilen Demokratie. Lange Zeit ist diese Deutung in Festreden, Schulbüchern und Monografien zu lesen gewesen. Inzwischen vertritt sie eigentlich niemand mehr, aber wie so viele andere wirkmächtige Narrative gilt, dass was sich einmal etabliert hat nur sehr schwer wieder umzustürzen ist. Das gilt genauso für die Sonderwegsthese oder das lange Leben der Kriegsschulddebatte Fritz Fischers, für das Narrativ der gescheiterten Revolution von 1848 und dem direkten Absturz in den Obrigkeitsstaat ebenso wie für die angeblich demokratische Machterlangung Hitlers oder die unhinterfragte Hagiographie des Wirtschaftswunders. Eine lange Etablierung allerdings macht das Narrativ nicht automatisch richtig. Ich möchte im Folgenden zeigen, warum keinesfalls die Weimarer Reichsverfassung (WRV) die Schuld am Untergang der Republik trägt - und warum Adolf Hitler nicht legal an die Macht kam.
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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2021/07/der-papierschild-warum-verfassungen.html
Inwiefern führte die amerikanische Revolution zur Emanzipation der Frau?
In ihrem Buch "Die amerikanische Revolution" schreibt die Historikerin Charlotte Lerg:
lm Zentrum des weiblichen Aufgabenbereichs standen Familie und Religion. Kindererziehung und Haushalt waren die weibliche Sphäre, während der Mann sich um Finanzen und Politik kümmerte. Hier setzte auch das neue Rollenverständnis an, das sich nach der Revolution zu entwickeln begann. [...] Den Frauen kam nun in diesem Verständnis eine ganz entscheidende Aufgabe zu, die später als „Republican Motherhood“ bezeichnet wurde: Sie galten als Wächterinnen der Tugend, hatten ihre Ehemänner auf dem rechten Weg zu halten und aus ihren Söhnen tugendhafte Bürger zu formen. Frauen blieben damit zwar im privaten und von den direkten politischen Geschäften ausgeschlossen, die Aufgaben einer „Republican Mother“ aber erforderten eine über die häusliche Sphäre hinausreichende Bildung. Neben Kochen, Handarbeit und Musizieren erlernten sie nun beispielsweise auch Latein und Griechisch, Geschichte und klassische Literatur. In den folgenden Jahrzehnten wurden spezielle Schulen und Colleges für Frauen eingerichtet. […] Die Revolution vermittelte Frauen ein neues politisches Selbstverständnis und schuf darüber hinaus die Grundlage für eine bessere Bildung von Frauen, die es ihren Töchtern und Enkelinnen ermöglichte, aktiv in der politischen Sphäre Einfluss zu nehmen.
Diese positive Einschätzung will ich so nicht teilen. Charlotte Lerg zeichnet ein positives Bild der Emanzipation der Frau durch die amerikanische Revolution. Sie weist dabei vor allem auf ihre zentrale Stellung als Herrin des Haushalts hin, innerhalb derer sie entscheidend für die Umsetzung der Boykott-Maßnahmen gegen die britische Handelsmacht war. Gleichzeitig betont sie die Teilnahme an den Protesten etwa zum Stamp-Act.
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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2021/07/inwiefern-fuhrte-die-amerikanische.html
Köln. Eine Stadtgeschichte in Bildern (4 Bde.)
Wer unbedingten Wert auf eine detailliert in Breite und Tiefe angelegte wissenschaftliche Darstellung legt, mag zur Buchreihe „Geschichte der Stadt Köln“ greifen, die auf 13 Bände angelegt ist (von denen immerhin neun bereits erschienen sind). Dass sich Kölner Stadtgeschichte auch anders darstellen lässt, zeigen die vier Bände, für die Werner Schäfke die Texte und Wolfgang F. Meier die Fotos beigesteuert haben.
Gerechterweise wird man gleich festhalten müssen, dass beide Projekte sich zwar demselben Thema widmen, in ihren jeweiligen Konzeptionen jedoch nicht vergleichbar sind. Bereits mit dem Titel „Stadtgeschichte in Bildern“ wird der besondere Ansatz klar, und hervorzuheben ist, dass die Abbildungen tatsächlich nicht bloß Beiwerk sind, sondern das Rückgrat dieses Projekts darstellen.
Deswegen zunächst kurz zur Anlage der Bände: Die Fotos stehen im Mittelpunkt, indem pro Band um die 80 Motive einzelne historische Themen vorstellen: Während die rechte Seite das Bildmotiv zeigt, bietet die linke Seite eine knappe historische Einordung. Auf diese Weise schreiten die vier Bände rund 2000 Jahre Kölner Geschichte ab. Der erste Band beinhaltet die Gründung der Römer, die antiken Jahrhunderte und das frühe Mittelalter, im Grunde dunkle Jahre, in denen Kölner Stadtgeschichte im Vergleich zu späteren Epochen nur deutlich schemenhafter fassbar ist.
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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2021/05/rezension-koeln-eine-stadtgeschichte-in-bildern-kaiser/
Little Green Men im Sudetenland
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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2019/07/little-green-men-im-sudetenland.html
„Bürger im Spiegelbild der Armut“

„Bürger im Spiegelbild der Armut“. Armenwesen und Armenfürsorge in den Städten Köln und Ōsaka im Vergleich.
Unter dem Titel „Bürger im Spiegelbild der Armut“ veröffentlichte Hideto Hiramatsu seine 2011 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingereichte Dissertation über das Armenfürsorgewesen der Städte Köln und Ōsaka im 19. und ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.
Die Dissertation gliedert sich neben Einleitung und Schlussbetrachtung in zwei Teile. Der erste Hauptteil beschäftigt sich mit dem kommunalen Armenfürsorgesystem in Köln zur Zeit des Kaiserreichs, der zweite mit dem der westjapanischen Stadt Ōsaka während der Taishō-Demokratie (1912–1926). Beide Teile sind jeweils in drei Unterkapitel gegliedert.
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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2019/03/buerger-im-spiegelbild-der-armut/
Warum die Geschichte der „Ackerbürgerstädte“ an der Ruhr ein Phantom ist
„Das Ruhrgebiet neu denken“ oder auch „Tradition neu denken.“ Floskeln, die ...