Stimmen der Kulturwissenschaften: Interview mit Nacim Ghanbari
Der Begriff des sozialen Netzwerks taucht lange vor Facebook in soziologischen Studien der 1950er Jahre auf. Es war der Versuch, soziale Beziehungen jenseits von Klassen- oder Gruppendynamiken zu beschreiben. Die Kulturwissenschaftlerin Nacim Ghanbari untersucht Netzwerktheorien und wendet sie an für die Zeit der Aufklärung. In dieser Episode spricht sie über die Anwendung von Netzwerktheorien in den Kulturwissenschaften, über Patronage als (soziales) Netzwerk im 18. Jahrhundert und über den fast vergessenen Sebaldus Nothankar.
Rezensionen der Frühneuzeit-Info 2012 – Kalmár/Varga (Hg.): Einrichtungswerk des…
Tantner, Anton (Rezension): Kalmár, János/Varga, János J. (Hg.): Einrichtungswerk des Königreichs Hungarn (1688-1690). (=Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropas; 39). Stuttgart: Franz Steiner, 2010, in: Frühneuzeit-Info, 23.2012, S. 176f.
Die weiteren Rezensionen:
Helmut Bräuer (Hg.): ...Capitalisten und Wucherer..., 1772. Eine Schrift aus dem 18. Jahrhundert (rezensiert von Peter Rauscher)
Otto Kainz: Das Kriegsgerichtsprotokoll zum Niederösterreichischen Bauernaufstand von 1596/97. Analyse und Edition (rezensiert von Hans Körbl)
Katrin Keller: Erzherzogin Maria von Innerösterreich (15511608). Zwischen Habsburg und Wittelsbach (rezensiert von Renate Schreiber)
Sabine Koloch: Kommunikation, Macht, Bildung. Frauen im Kulturprozess der Frühen Neuzeit (rezensiert von Susanne Hehenberger)
Wolfgang Sellert / Eva Ortlieb (Hg.): Die Akten des Kaiserlichen Reichshofrats. Serie I: Alte Prager Akten, Band 3: K-O (rezensiert von Peter Rauscher)
Vorstellung des Blogs und der Initiatoren
Der Name ist Programm: Thema des Blogs ist das Mittelalter, doch nicht nur diese Epoche selbst, sondern auch die Rezeption bzw. Vermittlung des Mittelalters in der heutigen Zeit. Ziel des Blogs ist der interdisziplinäre wissenschaftliche Austausch, die Vernetzung von zum Mittelalter und dessen Rezeption Forschenden, die Veröffentlichung von fachrelevanten Informationen und Terminen und auch, im Sinne einer wissenschaftlichen Vermittlung des Mittelalters, die Publikation von Forschungsergebnissen im Open Access. “Das Mittelalter” als Epoche soll hier freilich dynamisch verstanden werden, die Jahre 500 und 1500 gelten also nur als grobe Orientierungspunkte.
Es ist ein Gemeinschaftsblog, das zwar von drei Historikern (machen wir uns nichts vor – mitstudierte Haupt- oder Nebenfächer bleiben oft wenigstens etwas hinter dem ersten Fach, dem der Abschlussarbeit zurück) ins Leben gerufen wurde, bei dem aber künftig die Einbindung von Wissenschaftlern anderer Disziplinen – auch redaktionell – ausdrücklich vorgesehen ist und definitiv realisiert werden wird. Wir sind schon mit einigen der Kollegen im Gespräch und Ideen für kommende Beiträge gibt es nicht wenige. Weitere Kollegen, Historiker wie andere, werden wir ansprechen und wir arbeiten auch an Konzepten einer offeneren Beteiligung, da uns Forschung auf diese Weise am lebendigsten und fruchtbarsten erscheint. Doch dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt. Denn da wir das Ganze hier neben unseren eigentlich beruflichen Tätigkeiten – und dass auch halbe WiMi-Stellen schnell mehr als 20h Arbeitszeit in der Woche verschlingen, ist kein Geheimnis – betreiben, bitten wir jedoch um etwas Geduld, auch dafür, dass es erst mit der Zeit zu einer größeren Dichte an Beiträgen kommen wird. Was wir aber auf jeden Fall meinen, bereits jetzt gewährleisten zu können, ist ein regelmäßiger, monatlicher Überblick über online erschienene Fachrezensionen zu mediävistischen Publikationen – die erste Ausgabe, für Dezember 2012, ist seit kurzem online und steht auch als .pdf zum Download zur Verfügung.
Damit Sie sich / Ihr Euch eine erste Vorstellung davon machen können / könnt, wer die InitiatorInnen dieses Blogs sind, möchten wir uns an dieser Stelle in alphabetischer Reihenfolge auch selbst kurz vorstellen.
Martin Bauch
In Potsdam, Florenz und Berlin habe ich Geschichte, Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert und wurde im Juni 2012 an der TU Darmstadt mit einer Arbeit über “Auserwählung, Frömmigkeit und Heilsvermittlung in der Herrschaftspraxis Karls IV.” promoviert. Am dortigen Lehrstuhl bin ich seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter. Neben Forschungen zu Reliquienverehrung, Karl IV. und den Luxemburgern interessiere ich mich perspektivisch für Themen der Umwelt- und Klimageschichte im Spätmittelalter, u.a. im Kontext von Anfang und Ende des hochmittelalterlichen Landesausbaus in Ostmitteleuropa.
Fachübergreifende Zusammenarbeit mit all ihren Chancen liegt mir also besonders am Herzen, gerade auch für dieses Blog. Die interdisziplinären Fallstricke sind natürlich ein reales Problem, und daher hoffe ich in der Diskussion auf dieser gesamtmediävistischen Plattform auf Offenheit der Perspektiven und Toleranz gegenüber den scheinbaren Marotten der jeweiligen Nachbardisziplinen.
Twitter: schau ich mir nochmal kritisch an (und vertrete somit den konservativen Teil der Zunft)
Karoline Döring
Ich habe Mittelalterliche Geschichte, Neuere und Neueste Geschichte und Englische Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert und bin im Februar 2012 mit dem Thema „Türkenkrieg und Medienwandel im 15. Jahrhundert“ promoviert worden. Seit Mai 2012 arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Monumenta Germaniae Historica München und bin dort hauptsächlich für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
Mich interessiert besonders die Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Aktuell forsche ich zu den sogenannten Sultansbriefen, populären Brieffiktionen des 14. und 15. Jahrhunderts, die ich im Spannungsfeld von literarischer Fiktion, Kanzleitradition und antitürkischem Diskurs untersuche.
Neben der Forschung ist mir die Vermittlung von mittelalterlicher Geschichte sehr wichtig. Ich bin Lehrbeauftragte des Historischen Seminars der LMU und gebe Basiskurse für Bachelorstudenten. Seit 2009 engagiere ich mich aber auch in der Erwachsenenbildung des Münchner Bildungswerks und halte Vorlesungen über mittelalterliche Themen in der „Münchner Seniorenakademie – Studieren ab 55 Jahren.“
Twitter: @karolinedoering
Björn Gebert
Ich habe an der Freien Universität Berlin Geschichte mit dem Schwerpunkt Mittelalter und Religionswissenschaft auf Magister studiert und im Jahr 2010 abgeschlossen. Mein Forschungsschwerpunkt liegt in der Geschichte des mittelalterlichen Religiosentums, vornehmlich der Zisterzienser, Kartäuser und Regularkanoniker.
Ich bin derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hugo von Sankt Viktor-Institut für Quellenkunde des Mittelalters in Frankfurt/Main und arbeite dort im von der DFG geförderten Projekt “Das Spannungsverhältnis von Stetigkeit und Wandel im Personenverband der Pariser Abtei Saint-Victor (12.-18. Jahrhundert). Ein Mikrokosmos der früheuropäischen Gesellschaft” mit. Daneben war/bin ich Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Darmstadt im Sommersemester 2012 und 2013.
Ich blogge ebenfalls bei ordensgeschichte.hypotheses.org und gebe Social Media-Kurse für (Geistes-)Wissenschaftler, zuletzt im Auftrag von WIWEX an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humbold-Univeristät zu Berlin.
Hugo von Sankt Viktor-Institut
Twitter: @bjoerngebert
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Niemals aufgeben! Mehr Mut zur Wissenschaft im neuen Jahr
Hand auf’s Herz: Wer hat sich zum Jahreswechsel keine Gedanken über die eigene wissenschaftliche Zukunft gemacht? Nachdem alle Medien vor Rückblicken überquollen, ist es nun an der Zeit für einen Blick nach vorn. Und wie ich dies voller Optismus schreibe, drängt sich unwillkürlich Walter Benjamins Miniatur zu Paul Klees Engel der Geschichte in das Gedächtnis. Der eigene Blick mag nach vorn gehen, aber der Wind treibt bei Klee den zurück schauenden Engel aus dem Paradies. Und auch die laufenden Veränderungen, die die Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften antreiben, wirken für viele oft als Vertreibung aus einstmals paradiesisch erscheinenden Verhältnisse.

Paul Klee: Angelus Novus, 1920.
Aquarellierte Zeichnung, 31,8 cm × 24,2 cm
Israel-Museum, Jerusalem
In Freiheit und Einsamkeit forschen, dieses alte Ideal, ist längst durch temporäre Beschäftigungsverhältnisse, gestiegene Mobilitätserwartungen, das Gutachterwesen und den Druck zur Drittmitteleinwerbung konterkariert worden. Guido Lammers hat dies im Vorfeld des Historikertags 2012 hier im gab_log sehr genau benannt: Vielfältiger sind die wissenschaftlichen Karrierewege geworden, aber auch prekärer. Im Grunde genommen arbeiten junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler längst ähnlich projektförmig wie Künstler oder auch Architekturbüros. Permanent an der Marktsituation in Sachen Stipendien und Stellen orientiert, mit begrenztem zeitlichen Horizont bei der Generierung der finanziellen Mittel für das eigene Projekt. Neben dieser Vereinzelung, mit klarer Konkurrenzsituation, müssen sich akademische Freundschaften bewähren. Mit der Fragmentierung der unplanbaren wissenschaftlichen Biografien wird auch Teamarbeit allzu oft Zusammenarbeit auf Zeit – bis zum nächsten, nicht immer gemeinsam realisierbaren Projekt.
Dabei gibt es kaum ein Sicherheitsversprechen; auf neue Art und Weise spielt Max Webers “wilder Hasard” der Wissenschaftslaufbahn hier sein eigenes Spiel. Niemals aufgeben! muss da die Devise sein. In diesem Sinne wünscht das gab_log für 2013:
- das Stipendium, das Ihr Euch schon immer gewünscht habt,
- die sozialversicherungspflichtige Stelle, auf der sich Forschung und Lehre mit Freizeit verbinden lassen,
- inspirierende Forschungsreisen,
- spannende Diskussionen mit Studierenden, auf Workshops und Tagungen,
- Mut zum Kinderkriegen, Zeit für die Kleinen und Raum für die Verbindung von Familie und Wissenschaft,
- verständnisvolle und engagierte Professor_innen und Vorgesetzte, die ihre Rolle als Führungskraft nicht wie im 19. Jahrhundert, aber auch nicht wie neoliberalisierte Manager ausführen,
- beständige Freundschaften, die auch über die Wissenschaft hinaus von Dauer sind und
- die Berufungen, die zum Wissenschaftsberuf nötig sind.
Nicht nur der Vollständigkeit halber sei hier noch einmal Benjamins Bildbeschreibung aus den Thesen Über den Begriff der Geschichte erinnert:
„Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.“[1]
- Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte, In: Ders., Erzählen. Schriften zur Theorie der Narration und zur literarischen Prosa, hrsg. von Alexander Honold. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007 [1940], S. 129-140, hier S. 133.
Quelle: http://gab.hypotheses.org/508
Rezensionsüberblick Dezember 2012
Beginnend mit dem Dezember ’12 möchten wir in diesem Blog regelmäßig einen monatlichen Überblick von online-Rezensionen mit mediävistischem Bezug bringen – unseres Wissens nach ein Service, den es in dieser Form noch nicht gibt. Inspirierend für einen epochal fokussierten Rezensionsüberblick war hierbei das Frühneuzeit-Blog der RWTH Aachen. Vorerst beschränken wir uns auf die fünf unten genannten Portale, freuen uns aber über Ergänzungen gerade zu Rezensionsportalen jenseits der mediävistischen Geschichtswissenschaft. Wir beziehen hier aus Aktualitätsgründen nur tatsächliche online-Rezensionen ein.
Wir wünschen interessante und v.a. zeitsparende Lektüre!
Per Klick auf den Namen können Sie zum Überblick für das jeweilige Portal springen
H-Soz-u-Kult
Sehepunkte
Francia-Recensio
The Medieval Review
Reviews in History
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Sehepunkte:
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Francia-Recensio:
D. Barthélemy, Nouvelle histoire des Capétiens (Julian Führer)
A. Bihrer, Begegnungen zwischen dem ostfränkisch-deutschen Reich und England (850–1100) (Levi Roach)
R. Blumenfeld-Kosinski, K. Petkov, Philippe de Mézières and His Age (Jacques Paviot)
H. L. L. Busard (†), Nicole Oresme, Questiones super geometriam Euclidis (Jürgen Miethke)
M. Caesar, Le pouvoir en ville (Eberhard Isenmann)
M. Cohen, J. Firnhaber-Baker, Difference and Identity in Francia and Medieval France (Markus Spaeth)
N. Coulet, Rites, histoires et mythes de Provence (Klaus Oschema)
L. Donkin, H. Vorholt, Imagining Jerusalem in the Medieval West (Élisabeth Ruchaud)
C. A. Fleck, The Clement Bible at the Medieval Courts of Naples and Avignon (Stefan Weiß)
F. Foronda, Avant le contrat social (Gisela Naegle)
F. Foronda, A.I. Carrasco Manchado, Du contrat d’alliance au contrat politique (Gisela Naegle)
F. Foronda, A.I. Carrasco Manchado, El contrato político en la Corona de Castilla (Gisela Naegle)
M. Gabriele, An Empire of Memory (Phillipe Cordez)
A. Germa, B. Lellouch, E. Patlagean, Les Juifs dans l’histoire (Amélie Sagasser)
H.-W. Goetz, Gott und die Welt (Klaus Krönert)
S. Hamel, La justice dans une ville du Nord du Royaume de France au Moyen Âge (Eberhard Isenmann)
K. Herbers, I. Fleisch, Erinnerung – Niederschrift – Nutzung (Beate Schilling)
G. Hirsaugiensis, Willehelmi Abbatis Constitutiones Hirsaugienses (Jean-Loup Lemaitre)
L. Jégou, L’évêque, juge de paix (Ludwig Falkenstein)
J. Kemper, G. Vogeler, Digitale Urkundenpräsentationen (Olivier Guyotjeannin)
A. Laiou (†), C. Morrisson, Le monde byzantin (Jacques Paviot)
O. Mattéoni, Un prince face à Louis XI (Heribert Müller)
C. Mihailovic, Mémoires d’un janissaire (Jacques Paviot)
W. of Ockham, Dialogus (Jacques Verger)
K. Pennington, M. Harris Eichbauer, Law as Profession and Practice in Medieval Europe (Jörg Müller)
K. Schreiner, Rituale, Zeichen, Bilder (Andreas Büttner)
G. Seabourne, Imprisoning Medieval Women (Julie Claustre)
W. Tschacher, Königtum als lokale Praxis (Joseph P. Huffman)
W. E. Wagner, Die liturgische Gegenwart des abwesenden Königs (Yitzak Hen)
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The Medieval Review:
TMR 12.12.06, Maxwell, ed., Representing History (Beth Williamson)
TMR 12.12.04, Loutchitsky, Homo Legens (Carol Symes)
TMR 12.12.05, Strauch, Mittelalterliches Nordisches Recht bis 1500 (Anders Winroth)
TMR 12.12.09, Canning, Ideas of Power in the Late Middle Ages (Geoffrey Koziol)
TMR 12.12.10, Folger, Writing as Poaching (John Slater)
TMR 12.12.01, Pastoureau, The Bear (Michael A. Ryan)
TMR 12.12.11, Filosa and Papio, eds. Boccaccio in America (Janet Smarr)
TMR 12.12.08, Machacek, Milton and Homer (David Oliver Davies)
TMR 12.12.07, Kalinke, The Arthur of the North (Sif Rikhardsdottir)
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Reviews in History:
Frühneuzeit-Info 2012 erschienen
Frühneuzeit-Info, 23.2012, Heft 1+2
The Use of Court Records and Petitions as Historical Sources
Jonas Liliequist
Introduction
Jonas Liliequist and Martin Almbjär
Early Modern Court Records and Petitions in Sweden (c. 1400 1809). Overview and Research Trends
Anu Koskivirta
Medieval and Early Modern Court Records in Finland (c. 1400 1809). Overview and Research Trends
Simon Sandall
Pre-Modern Court Records in England (c.1400 1809). Overview and Research Trends
Elise Dermineur
Seigneurial Justice and Civil Court Records in Early Modern France. An Overview
Bronach Kane
Reading Emotion and Gender in the Late Medieval English Church Courts
Andrea Griesebner
Sin, Misdemeanor, Capital Crime? Adultery and Bigamy in the Holy Roman Empire
Stephan Steiner
Flicker of Hope or Importunity of Authorities? How Supplicants Tried to Change their Fate in the Habsburg Empire
Stina Karlgren
Informal Petitions in the Early Modern Era. Problems and Possibilities in Dealing with Letters of Petition Directed to Swedish High Noble Women
Susanne Hehenberger
Religion, Sin, and Criminal Law in Early Modern Austria
Miia Kuha
A Parody of the Church Service in Seventeenth-Century Finland. Reconstructing Early Modern Popular Religion on the Basis of Court Records
Riikka Miettinen and Evelyne Luef
Fear and Loathing? Suicide and the Treatment of the Corpse in Early Modern Austria and Sweden
Jari Eilola
Negotiated Truth. The Discursive Interplay between the Town Courts and the Townsfolk in the Early Modern Age
Georg Tschannett
Couples in Conflict: Form and Content in Marital Separations from Bed and Board in Eighteenth-Century Vienna
AnnaSara Hammar
Strategic Silence and Rhetoric Lies: Common Seamen and their Explanations in the Swedish Admiralty Court
Aufsätze
Jacob Nuhn
Körper vor Gericht. Die Konstruktion des biologischen Geschlechts in der gerichtsmedizinischen Praxis des 18. Jahrhunderts. Eine Einzelfallstudie anhand zweier Quellen aus Hanau (1742/43)
Alicja Borys
Deo, Reipublicae et Amicis. Das Stammbuch von Johann Reimann (15441597)
Maximilian Hartmuth
The Panorama of Istanbul ca. 1740 by Gudenus: A Reconsideration of its Date and Authorship
Buchrezensionen
Die Akten des Kaiserlichen Reichshofrats, Serie I: Alte Prager Akten, Band 3: KO (Peter Rauscher)
Otto Kainz: Das Kriegsgerichtsprotokoll zum Niederösterreichischen Bauernaufstand von 1596/97. Analyse und Edition (Hans Körbl)
Katrin Keller: Erzherzogin Maria von Innerösterreich (15511608). Zwischen Habsburg und Wittelsbach (Renate Schreiber)
Sabine Koloch: Kommunikation, Macht, Bildung. Frauen im Kulturprozess der Frühen Neuzeit (Susanne Hehenberger)
...Capitalisten und Wucherer..., 1772. Eine Schrift aus dem 18. Jahrhundert (Peter
Rauscher)
Einrichtungswerk des Königreichs Hungarn (16881690) (Anton Tantner)
Veranstaltungen
David Bares
Zur Ausstellung Die Sixtinische Madonna. Raffaels Kultbild wird 500 in Dresden
Sabine Frommel und Juliette Dumas
Kongress in Istanbul: Als die Bauherrinnen auf der öffentlichen Szene erschienen... Die Rolle der Familie und des Mannes bei Auftraggeberinnen von Architektur im Osten und im Westen
Bálint Ugry
Humanisten und Ritter. Erneuerung der Tradition in der maximilianischen Kunst
Zur Ausstellung Maximilian I. und die Kunst der Dürerzeit in der Albertina in Wien
Sonderbeilage zum 65. Geburtstag von Karl Vocelka
Karl Vocelka 65 Jahre jung und bald im Unruhezustand (Friedrich Polleroß und Susanne Claudine Pils)
Nonchalance und Effizienz. Zwei Seiten einer Medaille. Eine numismatische Betrachtung (Stephan Steiner)
Karl Vocelka und Tschechien (Zdenek Hojda)
Feste, Feiern und Zeremonien (Andrea Sommer-Mathis)
Ausstellungen und Kataloge. Wissenschaftliche Konzeptionen, interdisziplinäre Darstellungen, massentaugliche Inszenierungen (Daniela Erlach)
Zu Karl Vocelkas Schriften über die osmanische Expansion, die Reaktion der christlichen Eliten und ihre Repräsentationen des Osmanischen in der Frühen Neuzeit (Wladimir Fischer)
Karl Vocelka: Bibliographie 1970 2011 (Daniela Erlach, Anton Tantner und Vlasta Vale)
IG.EL – Verein für LektorInnen an österreichischen Fachhochschulen
Feyerabend und die Astrologie
Die Leitfrage meiner Dissertation lautet, in welcher Form die Astrologie im 16. Jahrhundert als Wissenschaft gepflegt wurde. Dabei boten auch die Thesen des österreichischen Wissenschaftstheoretikers Paul Feyerabend einen Anreiz, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Feyerabend äußerte sich einige Male … Weiterlesen
Frühere Ausgaben des Argument online
Ein Gedankenexperiment zum Thema Pseudowissenschaft
Es liegt schon eine Weile zurück, als ich beim letzten a.r.t.e.s. Forum einen Vortrag über Pseudowissenschaften gehört habe. Damals fiel mir eine Frage ein, die ich aufgrund der vielen Wortmeldungen leider nicht mehr stellen konnte. Diese Frage basierte auf der … Weiterlesen