von Daria Lohmann
In ihrem Buch „Sozialstaat und Gesellschaft. Das deutsche Kaiserreich in Europa“ beschreibt Sandrine Kott auf eine erfrischende Weise die Entstehung und Entwicklung des deutschen Sozialstaats, ohne eine Geschichte von großen Männern zu schreiben: Statt sich auf die Akteure an der Staatsspitze zu konzentrieren, zeigt Sandrine Kott in verschiedenen Aspekten den deutschen Sozialstaat „von unten“.
Sandrine Kott ist Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Universität in Genf. Sie ist Französin, 1960 geboren, hat 1990 an der Universität Paris 7 promoviert, sich an der Universität Paris 1 elf Jahre später habilitiert und zwischendurch in Bielefeld und New York (Columbia University) studiert. Gelehrt hat sie unter anderem hier an der HU und in Santa Barbara und ist Mitglied im Beirat des ZZFs in Potsdam.
Sie ist Sozialhistorikerin und ihre Forschungsfelder sind – passend zu unserem Seminar – die Geschichte der deutschen und französischen Sozialpolitik und Arbeitsrecht seit dem 19. Jahrhundert, die Geschichte Internationaler Organisationen (vor allem der Internationalen Arbeitsorganisation, ILO) sowie das weiter Feld der Arbeitsbeziehungen im Sozialismus, besonders in der DDR.
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